Archiv für den Monat: Januar 2016

Jetzt wird mal programmiert

In meinem letztem Beitrag habe ich euch das „Minimöbel“ gezeigt und dazu ein paar Dinge erklärt.
Jetzt, also am Mittwoch, wird jeder sein Möbel programmieren. Hier verwenden wir das Fräsprogramm „woodwop“, mit dem wir schon Erfahrung gesammelt haben. Bei mir ist die Programmierung eigentlich sehr einfach, nur circa 25 Bohrungen und eine Fräsung.

MINIMÖBEL

MINIMÖBEL

Bei dem Fräsvorgang werde ich ein paar Bilder machen 🙂 die ich dann hier veröffentliche.

Was lief im Betrieb so ab?
Am Montag haben wir eine schöne Eichentür lackiert. Als sie dann getrocknet war, wurde diese angeschlagen sowie Dichtungsgummi und Füllungen montiert.

Automatikschloss einpassen

Aus alt mach neu 🙂

Aus Alt mach Neu ;)

Hier wurde es dringend Zeit, eine neue Haustür einzubauen 🙂 Und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

EichetüreErgebnis

Ein Klassiker der Tischlerausbildung

Heute geht’s bei mir, wie angekündigt, um Schachbretter!

Beinahe jeder Geselle, mit dem ich die letzten Wochen gesprochen habe, hat während seiner Lehrzeit ein Schachbrett angefertigt und auch wir durften uns daran versuchen. Das letzte Mal, dass ich Schach gespielt habe ist zwar gefühlt zehn Jahre her, trotzdem freut man sich natürlich immer Werkstücke fertigen und mitnehmen zu können, die optisch etwas hermachen und sich dazu auch noch perfekt als Geschenk eignen.

Nachdem man die Holzauswahl (in meinem Fall Ahorn und Nussbaum) getroffen hat, geht es an den Zuschnitt. Das kann man zwar von Hand machen, mit der Furnierschere geht das allerdings schneller. Die Streifen schneidet man direkt auf die Breite, die die Felder des Brettes später haben sollen. Damit auch wirklich alle Streifen gleich breit sind, haben wir sie danach noch zwischen zwei Leisten gespannt und durch die Dickenhobelmaschine geschoben. Das erleichtert später das exakte Auslegen der Felder.

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Die entstandenen Streifen werden, wie im Bild, mit Furnierklebeband gefügt. Größere Flächen würde man natürlich auch mit einer Maschine fügen, bei solch kleinen Stücken geht das aber nicht.

Anschließend werden quer zur Faser wiederum Streifen geschnitten, diesmal aber von Hand, da die gefügte Fläche dem Druck der Schere nicht standhalten würde.

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Nun müsst ihr die Streifen versetzt erneut fügen…

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…und schon erkennt man das typische Schachbrettmuster. Wenn man alle Teile zusammen hat, werden die überstehenden Kästchen abgetrennt.

Danach geht es an die Gestaltung des Rands. Dabei hat man ziemlich freie Hand, eine klare Trennung zum Spielfeld ist allerdings von Vorteil, am Besten durch eine dritte Holzart.

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So habe ich das Ganze dann gelöst.

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Und so sieht es dann nach dem Pressen aus. Das Klebeband wird dabei grundsätzlich nach außen genommen und muss dann runtergeschliffen oder -gekratzt werden.

Wir haben es letzte Woche leider nicht mehr bis zum letzten Schliff und zum Ölen geschafft, aber das wird die Tage nachgeholt.

Jetzt ist erstmal wieder „normaler“ Arbeitsalltag im Projekt angesagt, aber dazu nächstes Mal mehr!

Projektarbeit!

So, auch von mir gibt es wieder etwas Neues. Ich konnte leider letzte Woche nichts berichten, da ich krankheitshalber die ganze Woche im Bett lag. Dafür versuche ich heute um so mehr zu berichten.

Jetzt, im zweiten Lehrjahr, haben wir als „Zweier Stifts“ wieder eine Projektarbeit zu bewerkstelligen. Die Aufgabenstellung ist ähnlich wie beim Hockerprojekt. Maße, Beschläge und ein Verschluss sollen an unserem Möbel eingesetzt werden.
Mir persönlich ist es hier, also beim „Minimöbel“, wichtig eine sinnvolle Verwendung zu finden.

Dafür musste ich wissen, was ich möchte????
Soll es eine Schmuckschatulle oder ein besonderes Schränklein sein, in dem ich etwas  Wichtiges aufbewahren möchte. Mhm… nein, da mein Zimmer mittlerweile auch schon in die Jahre gekommen ist,  möchte ich hierfür ein neues Möbel bauen. Ja, was ist sinnvoll und passt in das Raster der Vorgaben? Nach längerer Überlegung sollte es dann ein Nachttisch werden.

Nun war da nur noch die Frage, wie er aussehen sollte. Was mir schon im Voraus klar war, waren die Füße. Diese sollten mit einer traditionell  handwerklichen Verbindung – mit Schlitz und Zapfen – verbunden werden. Diese Verbindung möchte ich mit der Tischfräse herstellen. Der Korpus besteht aus drei Teilen, der mit einer Dübelverbindung zusammengehalten wird. Innen ist eine Schublade, die verschlossen werden kann. Die Ablagefläche oben ist zum Klappen.

Aber jetzt habe ich schon zu viel erzählt, schaut es euch einmal an was ich so als Entwurf habe.

Eichenholz

Eichenholz Nachttisch

Zeichnung wurden in der Schule eigenständig erstellt

Zeichnung wurde in der Schule eigenständig erstellt

So viel zu dem „Minimöbel“. Nächste Woche schreiben wir im CT Unterricht (Computer Technik) das Maschinenprogramm in „woodwop“. Danach muss ich dann noch die Bänder einlassen und verleimen. Aber dazu sag ich mehr, wenn es soweit ist.

Am Samstag durfte ich wieder auf dem Ausbildungstag der Gemeinde  den Schreinerberuf präsentieren, wobei ich sehr viel Spaß hatte. Mich hat das große Interesse der Schüler an unserem tollen Beruf sehr gefreut 🙂

Ausbildungsmesse Mulfingen

Ausbildungsmesse Mulfingen

Ein perfekter Start ins neue Jahr!

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen!

Für mich ging’s in den letzten beiden Wochen arbeitstechnisch sehr interessant los.

Endlich stand der lang erwartete Furnierlehrgang ins Haus! Nachdem wir schon im letzten Berufsschulblock das Thema Furnier praktisch und theoretisch behandelt hatten, folgen jetzt also drei volle Wochen in der Furnierabteilung unserer Firma. Der Lehrgang ist bei uns Auszubildenden sehr beliebt, da er mehr kreative Möglichkeiten bietet als zum Beispiel die Maschinenlehrgänge, bei denen ein sehr straffer Plan abgearbeitet werden muss. Außerdem könnt ihr davon ausgehen, dass Furnier im Arbeitsalltag euer ständiger Begleiter sein wird, da in den meisten Tischlereien überwiegend mit furnierten Trägermaterialien gearbeitet wird. Das heißt im Klartext, dass euch wahrscheinlich schon im Laufe der Ausbildung die  Furnierauswahl für einen Auftrag anvertraut wird und da gibt es einiges zu beachten.

So gibt es Furnier in unterschiedlichen Stärken, es gibt unterschiedliche Herstellungsverfahren und es existieren verschiedene Techniken zum Auslegen der einzelnen Blätter. Bei uns im Yachtausbau kommen manchmal noch bestimmte andere Anforderungen zum Tragen, wie zum Beispiel der Brandschutz. Deshalb benutzen wir zum Teil gesalzene Furniere, die allerdings farblich etwas abweichen können. Im Großen und Ganzen also ein ganzer Haufen Faktoren, die berücksichtigt werden wollen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen.

Aber zurück zu unserem Lehrgang. Angefangen haben wir mit einer Einweisung an den unterschiedlichen Maschinen, die für die Furnierverarbeitung verwendet werden. Anschließend durften wir uns direkt an Kreuz- und Sternfugen versuchen. Beide werden oft dekorativ auf Türen oder Tischplatten verwendet. Dabei kriegt man ein gutes Gefühl für das Stürzen des Furniers  – einer Legetechnik, mit der man bestimmte Bilder erzielen kann, sowie für das Material an sich und das Fügen der Blätter von Hand und mit der Maschine.

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Eine Kreuzfuge in Nussbaum, bei der der helle Splint ein Kreuz bildet.

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Hier seht ihr zwei Stapel Furnierblätter. Vor dem Zurechtschneiden und Fügen ist es wichtig, die Blätter entsprechend der Jahrringe übereinander zu legen, damit sich in der fertigen Fuge ein gutes Bild ergibt. Nur so treffen am Ende die Jahrringe nach dem Stürzen der Blätter aufeinander.

Nächste Woche werde ich anhand eines Schachbretts, das ich gefertigt habe nochmal detaillierter auf die einzelnen Arbeitsschritte eingehen und vielleicht kann ich euch auch schon einige der Arbeiten fertig aufgeleimt präsentieren!

Ein gutes neues Jahr :)

Hallo erstmal,

ich wünsche Euch einen schönen Start ins neue Jahr 2016.
Ja, morgen wird es wieder ernst, die Arbeit ruft und ich starte gleich wieder voll durch: mit den im letzten Jahr begonnenen Fenstern. Bei dieser Fensterproduktion durfte ich die ganze Zeit dabei sein. Es fing mit der Holzauswahl an bis zum Falzen des Fensterkantels.

Bretter besäumen

Leider habe ich von den anderen Arbeitsgängen keine Bilder 🙁

Nun, wie ihr wisst, werde ich nur bis 31. August in der Schreinerei Brand arbeiten, also in meinem momentanen Ausbildungsbetrieb. Da die Ausbildung bekannterweise 3 Jahre geht, benötige ich auch für dieses Jahr einen neuen Betrieb.
Hierfür musste ich meine erste Bewerbung schreiben 😉 Wobei ich ein paar Schwierigkeiten hatte. Als ich das ,,Langzeitprojekt“ Bewerbung fertig gestellt hatte, ging es nach Bad Mergentheim zur Schreinerei Wölpert. Dort durfte ich meine Bewerbung abgeben und mich kurz vorstellen.
Die darauffolgenden Tage wartete ich gespannt auf die Rückmeldung der Schreinerei, die ich dann 5 Tage später bekam.
JA… ab September darf ich dann nach Bad Mergentheim und Vieles zum Thema Möbelbau lernen. Aber ihr werdet natürlich auch im September noch viel von mir hören.

Also bis dann, euch allen einen schönen ersten Arbeitstag im neuen Jahr 2016.