Archiv für den Monat: Februar 2017

Das Spielzeug der Vergangenheit ist wieder modern

Diese Woche kann ich euch leider nicht allzu viel über unseren Werkstattunterricht berichten, denn die Grippewelle hatte mich auch erwischt. Anfang der Woche bin ich noch in die Schule gegangen, ich hatte ja schließlich auch noch einiges aufzuholen von unserem Blogger- Einführungstag. Da haben meine Klassenkameraden mit einem Wagon von einer Spielzeuglokomotive angefangen. Anfangs war ich echt überzeugt und motiviert, dass ich in der Schule den „Vorsprung“ meiner Mitschüler einhole. Meine Lehrer haben mir auch genügend Zeit gegeben den Wagon in der Schule fertigzustellen. Meine super Idee war: dass ich in den Pausen einfach durcharbeite und somit möglichst bald mit meinem Wagon fertig werde. Neben dem neuen Projekt noch das Angefangene fertig zu machen, habe ich trotzdem nicht ganz geschafft. Also habe ich mit meinem Lehrer ausgemacht, dass ich meine letzten zwei Eckverbindungen zu Hause fertigmachen darf. Am Wochenende habe ich dann ein paar Stunden genutzt um mein Wagon fertig zu machen und jetzt bin ich total froh, dass ich morgen in der Schule verleimen kann!

Meine halbverdeckte Schwalbenschwanz Zinkung

Mein Wagon. Die Seiten sind aus Kirschbaum.

Hier an meinem Wagon seht ihr jeweils 2 Eckverbindungen mit einer halbverdeckten Zinkung und einer schrägen Schwalbenschwanzzinkung (offene Zinkung). Die halbverdeckte Zinkung hat den Vorteil, dass man die Zinken und Schwalben nur von der einen Seite sieht. Diese Kasteneckverbindung wird ganz normal her gestellt, wie die ganze Zeit. Das bedeutet: Als erstes teilt man sich die Zinken auf seinem Brett ein und reißt sie an, dann stellt man die Zinken her und danach werden diese auf das zukünftige Schwalbenbrett übertragen und sägt und stemmt sie dann aus. Bei der schrägen Schwalbenschwanzzinkung muss man beim erstellen aufpassen, dass man diesmal als erstes die Schwalben herstellt und erst danach die Zinken gesägt werden (die Schwalben sind hier bei mir, bei meinem Seitenteil aus Kirschbaum zu sehen).

Aber: ich denke ich habe das ganz gut hin bekommen 🙂 verleimt sieht alles immer gleich noch besser aus, deshalb bin ich mal gespannt.

Das neue Projekt steht schon vor der Tür: wir machen die passende Lokomotive dazu!

unsere nächste Aufgabe: eine Lokomotive 🙂

Unsere Holzauswahl haben wir schon getroffen. Die hellen Teile fertigen wir aus Ahorn und die dunklen Teile sind amerikanischer Nussbaum.
Die Kastenecken werden auch wieder wie bei dem Wagon gezinkt.

Wie es aber mit meiner Lokomotive genau weiter geht, erfahrt ihr nächste Woche! 🙂

Einer der Neuen ;-)

Mein Name ist Jonas Klinkenberg und Ihr werdet ab heute immer wieder etwas neues über mich und den Beruf des Tischler/Schreiners erfahren. Denn auch ich bin einer der neuen Blogger. Ich bin 19 Jahre alt und durchlaufe zur Zeit ein triales Studium zum Ingenieur der Holztechnik. Somit mache ich nicht nur eine Ausbildung und besuche danach die Meisterschule, sondern studiere nebenbei noch. Aber aufgepasst – das ist definitiv kein Zuckerschlecken! Denn man muss auch freitagabends und samstags zur Uni. Damit Ihr nicht direkt alles über mich erfahrt und Euch mit der Zeit langweilt, beende ich hiermit die kurze Vorstellung.

Ein ehemaliges, kleines Projekt in meiner Freizeit möchte ich Euch dennoch vorstellen.
Der Geburtstag meiner Freundin stand an. Ein Geschenk war recht schnell gefunden. Doch ich wollte zusätzlich eine persönliche Karte für sie gestalten. Also entschied ich mich, eine Karte aus Edel-Furnieren zu gestalten.

Eiche, Makassar und Thujawurzelfurnier ergeben ein schönes Bild für die Kartenfront

Das Bild des Furniers läuft auf der Rückseite der Karte weiter

Hier habe ich Zebrano verwendet und die Scharniere in das Furnier eingearbeitet. Sie sind bündig mit dem Zebrano Furnier

Da die Karte klappbar ist und sich nicht ständig öffnen soll, wurde ein Magnetschloss unter das Furnier gelegt… Die Herzform ist gar nicht mal so einfach in das Furnier zu schneiden…

Nach dem Ölen habe ich das Bild und danach die Glasscheibe, die das Bild schützt, eingesetzt. Fertig ist das kleine Kunstwerk!

Das Ende rückt immer näher!

Natürlich halte ich euch auch über das Ende meiner Ausbildung weiter auf dem aktuellsten Stand.
Wie ihr schon mitbekommen habt, muss ich ein Möbel selbst entwerfen und planen, das sogenannte Gesellenstück. Jeder Auszubildende kann es nach seinem eigenen Geschmack und Stil planen. Voraussetzung ist, dass es nicht größer als 1,5m² ist und ein Drehteil, einen Verschluss (Schloss) und eine gezinkte Eckverbindung aufweist.

Meine Idee ist ja schon bekannt, ich möchte eine Liege bauen. Hierfür habe ich jetzt schon etliche Schablonen und Versuche gemacht.

Liegenfläche, Formverleimung aus Furnier

Man liegt auf zwei noch nicht so sicher 😉

Am nächsten Tag habe ich dann die Formverleimung (zwei Stück) abgehobelt, damit ich eine saubere Kante habe. Nächster Schritt war es, die Liegefläche ohne großen Materialverbrauch zu konstruieren um einmal Probe zu legen.

Abstandshölzer bohren

Liege verleimen (Prototyp)

In den nächsten Monaten werdet ihr ein wenig mehr etwas über mein Gesellenstück erfahren und hören. Als nächstes werde ich die Seitenteile herstellen und den Korpus konstruieren 😉

 

Hi – Ich bin der Neue!

Hallo an die Runde,

ich bin einer der 4 neuen Blogger und hoffe euch mit wöchentlichen Beiträgen über meine Ausbildung für den Beruf des Tischlers zu begeistern! Ich heiße Deniz, bin 24 Jahre alt und habe im August 2016 mit meiner Ausbildung zum Tischler begonnen.

Ja, ich bin tatsächlich schon etwas älter, doch das ist eines der sehr positiven Dinge an einer Ausbildung in Deutschland, du kannst theoretisch in jedem Alter mit einer Lehre beginnen – nicht nur als Tischler! Jetzt könntest du dich fragen, wieso ich erst jetzt mit der Ausbildung angefangen habe. Nunja, ich war in einer der Schüler, der nie so richtig wusste was ich nach der Schule werden wollte.. Deswegen habe ich nach der Mittelstufe erst mal das Abitur gemacht – in der Hoffnung, dass mir in den 3 Jahren ein geeigneter Beruf einfällt :D.

Pustekuchen. Nach dem Abitur wusste ich noch nicht Recht, was ich machen sollte und bin erst mal spontan zu meiner Freundin nach England gezogen. Dort habe ich dann „einfache“ Jobs gehabt, wie Kellner, Barkeeper und Online-Arbeiter. Nebenbei habe mich schon immer für das Handwerk interessiert und angefangen, in einer öffentlichen Werkstatt zu lernen, die eigentlich eher an einsame und gelangweilte Rentner gerichtet ist.

Dort habe ich dann das Tischlern für mich entdeckt. Nach meiner Heimkehr habe ich mich dann fix beworben und habe dann tatsächlich eine Stelle in meinem jetzigen Ausbildungsbetrieb „in holz“ in Mönchengladbach gefunden 🙂

Das war’s erst mal zu mir, unten findet ihr noch ein paar meiner Projekte die ich als Amateur in der Werkstatt gemacht habe 🙂

Mein erstes Drechsel-Projekt 🙂

Ich habe mich an Acryl versucht! Hierfür habe ich ein altes Lautsprecher System auseinander gepflückt und das hier gefertigt

Mein bis dato größtes und schwierigstes Projekt! Mehr dazu erzähle ich euch ich euch, wenn mir mal nichts zu schreiben einfällt 😛

Die Düsseldorfer Skyline aus Wolle und altem Parkett

Eine Kalimba – ein afrikanisches Instrument ( da war es fast fertig, ein fertiges Bild habe ich leider nicht, da ich es verschenkt habe)

Ich bin neu im Team!

Hallo, ich grüße dich, mein Name ist Loreen Schildger, bin 19 Jahre alt, wohne in Boxberg-Schweigern in Baden-Württemberg und werde dir in Zukunft hier über meine Ausbildung berichten.

Letztes Jahr im Juli habe ich mein Abitur abgeschlossen und mich dazu entschieden, einen handwerklichen Beruf zu erlernen. Durch den elterlichen Betrieb habe ich schon immer den Bezug zum Holz gehabt, trotzdem wollte ich mehrere Praktika in unterschiedlichen Betrieben machen, was mich letztendlich in meiner Berufswahl zur Schreinerin/Tischlerin bestätigt hat. Im September 2016 habe ich die Ausbildung zur Schreinerin/Tischlerin dann begonnen.

Meine Ausbildung mache ich bei der Schreinerei Ehrler in Jagstberg. Derzeit bin ich im ersten Lehrjahr. Wie das in Baden-Württemberg so üblich ist, habe ich im ersten Lehrjahr Vollzeitunterricht, der bei mir in der Gewerblichen Schule in Tauberbischofsheim stattfindet. Der Unterricht besteht aus 3 Tagen Werkstattunterricht und 2 Tagen Berufstheorie bzw. normalen Schulfächern wie z.B. Deutsch oder Gemeinschaftskunde, außerdem machen wir ein dreiwöchiges Praktikum in unseren Ausbildungsbetrieben.

Ein Paar Werkzeuge eines Schreiners/Tischlers.

 

45° Grad

Diese Woche ging sehr schnell vorbei.
Am Montag hatte ich Theorieunterricht, also Berufsschule. In der Schule haben wir unsere Ideen zum Gesellenstück den Meisterschülern, die uns beraten,  vorgestellt.
Aber dazu berichte ich nächste Woche mehr 🙂 Also schaut vorbei!
Am Dienstag hatte ich dann Urlaub, mittwochs musste ich wieder nach Schwäbisch Hall um am CNC-Unterricht teilzunehmen.

Unterstützung, Durchsprache mit den Meisterschülern

Das heißt ich hatte mit zwei Tagen eine kurze Arbeitswoche im Betrieb.
Donnerstags bekam ich den Auftrag, einen Blendkasten herzustellen.
Dieser soll später bei einer Bank den Briefkasten für die Überweisungen abdecken.
Problem bei uns auf dem Land ist mittlerweile, dass immer mehr kleine Bankfilialen schließen und die Filialen umziehen beziehungsweise umsiedeln.
Naja, nichtsdestotrotz war es ein schöner Auftrag.
Ich bekam vom Büro eine  Skizze sowie eine Materialliste, auf der der Kasten zu sehen war.
Danach konnte ich sofort mit dem Zuschnitt der Platten loslegen .
Als ich dann die Platten geschnitten habe, musste ich die Gehrung (45°Grad Schräge) anschneiden.
Als dann alle Teile zugeschnitten waren, konnte ich diese verleimen.
Nach dem Verleimen habe ich die zwei Kästen geschliffen um die Oberfläche fertig zu machen.

Seitenteil & Deckel

Alle Teile sind perfekt!

Kasten mit Klebeband gespannt zum verleimen