Archiv für den Monat: Mai 2017

Die Kunst des Furnierens …

Wie Loreen haben auch wir haben letzte Woche furniert. Aber was ist das überhaupt?  Furniere sind 0,5 bis 8,0 mm dicke Holzblätter, die durch verschiedene Säge- und Schneideverfahren vom Stamm abgetrennt werden. So ist es möglich, weniger wertvolles Holz oder Plattenwerkstoffe mit edleren Furnierblättern zu belegen.

Furnieren ist eine Kunst, die man nur durch viel Üben erlernen kann. Denn beim Furnieren wird einem nichts verziehen. Ist der Schnitt nicht sauber, liegt das Furnier nicht sauber aneinander und es entstehen Fugen. Um zu prüfen wie gut man die Furnierblätter aneinander gefügt hat, hält man das furnierte Bild ins Licht. Kommt kein Licht durch die Fuge, ist zumindest das Fügen geglückt.

Leider furnieren immer weniger Betriebe selbst, da der passende Maschinenpark, das nötige Know-How und die Zeit dazu oftmals fehlen. Damit jeder angehende Schreiner einmal furniert hat, hatten wir einen Oberflächenkurs, in dem uns das Furnieren und das Lackieren beigebracht wurde.

Unsere Aufgabenstellung… Das Motiv auf der Front ist uns überlassen.

Und das soll mal die Tür schmücken???

Ich hab mich für ein zeitloses Furnierbild mit verschiedenen Kreuzfugen entschieden…

Innen Eiche und Nussbaum.

Fertig ist das gute Stück!

Nach dem Lackieren schnell zusammensetzen…

Furnieren … gar nicht so einfach

Diese Woche haben wir mit Furnierarbeiten angefangen. Auch hier haben wir eine maschinelle Variante und auch die Variante per Hand kennengelernt.

Maschinell haben wir mit dem Schmelzklebefaden gearbeitet. Hierbei muss man echt aufpassen, dass die Fugen nicht übereinander geschoben werden, aber zu weit auseinander dürfen sie auch nicht sein. Falls sie aber doch zu weit auseinander liegen, kann sich mit dem Fugenpapier helfen. 🙂 Durch das Trocknen des Papiers zieht es nämlich die Fuge noch ein bisschen zusammen.

Das Interessanteste diese Woche aber war, dass wir  die Variante per Hand an unserer eigens kreierten Tischplatte anwenden durften. Ich habe mich für eine Kreuzfuge  aus Esche entschieden, einen Rahmen aus Zebrano und dann kommt noch ein Randfries aus Esche darum, den ich auf Gehrung schneiden werde.

Meine Kreuzfuge aus Esche.

Der gestreifte Rahmen ist aus Zebrano, die Ecken aus Nussbaum.

Wir haben gemerkt, dass auch die Furnierauswahl sehr wichtig ist: Denn verwende ich ein grobporiges Furnier, brechen mir bei feinen Arbeiten oft die Ecken weg. Es ist also schwieriger damit zu arbeiten. Zebrano hat sich auch ziemlich schwer bearbeiten lassen, da es sehr schnell einreist. Ich habe dem vorgebeugt, indem ich an den Stellen, an denen ich schneiden möchte,  Fugenpapier angebracht habe.

Neues vom Abschlussstück

In der nächsten Etappe werden die Teile für den unteren Teil des Kastens ausgehobelt und die benötigten Winkel angesägt.
Hier kommt eine weitere klassische Verbindungsmöglichkeit ins Spiel: die Gratung.
Wir haben sie glücklicherweise mit der Fräse fertigen können, was uns viel Zeit erspart und eine super Passform garantiert.

Gratfeder am Brett und Gratnut in der Fläche

Die fertigen Gratleisten bekommen nur noch eine Fräsung für die Formfedern und können dann so schnell wie möglich in das Bodenbrett geschoben werden. Dadurch sollte es schön gerade bleiben…
Wenn die Seitenteile ebenfalls gefräst sind, können sie angeleimt werden. Däfür war es nötig eine Lehre zu bauen um gleichmäßigen Druck zu erzeugen.
Doch bevor geleimt wird müssen noch die Bänder eingelassen und die Griffmulden gefräst werden.

Hier werden später die Bänder sitzen

Beim Verleimen ist es manchmal auch besser zu zweit zu arbeiten

 

Wer kann’s? Der Tischler

Vor einigen Wochen hatten wir einen etwas anderen Auftrag. Der Kunde wollte eine Gartenhütte, in der er sein Fahrrad etc. abstellen kann. Dabei mussten wir verschiedene Aspekte beachten, wie beispielsweise die Verankerung und die Witterung.

Als Tischler arbeitet man mit vielen Materialien: So besteht das Gerüst aus massiven Balken, die Seiten aus Siebdruckplatten und die Verkleidung aus Kunstoffpaneelen. Die Balken haben wir in der Firma mit einer speziellen Lasur überzogen, um das Holz witterungsbeständig zu machen. Zudem haben wir uns dafür entschieden, das Gerüst so zu konstruieren, dass man es zusammenstecken muss (das erkennt man gut auf dem ersten Bild). Der Auftrag war anstrengend, da alles sehr genau werden musste, und vor allem das Schloss brachte einige Schwierigkeiten mit sich. Doch nachdem alles stand, waren wir doch auch sehr stolz 🙂

So haben wir morgens angefangen..

Während des Aufbaus.

Fast fertig!

Maschine vs. Handarbeit

Heute berichte ich euch von unserem neuesten Projekt in der Schule. Wir fertigen einen Beistelltisch. Der Tisch wird komplett aus Buche furniert und mit Buche Vollholzanleimern verschönert. In der Schule wurde uns gezeigt, wie wir die Anleimer von Hand anleimen, aber auch wie es mit der Kantenleimmaschine funktioniert.

Da wir unsere obere Tischplatte auf Gehrung wollen, mussten wir uns überlegen, wie wir das am Besten und Schnellsten hinbekommen.

Hier müssen wir nach dem Richten der Kanten noch die Gehrung ausstanzen.

Passen die Gehrungen zusammen, kann man sie anleimen.

Hier seht ihr meine Gehrung. Oben und unten haben wir jeweils noch Überstand gelassen, damit wir sie nach dem Abbinden des Leims an der Tischfräse bündig fräsen können.

Als wir unsere Kanten maschinell Anleimen wollten, gab es bei uns Probleme, aber auch diese muss man lösen können.

Als wir die Kanten drauf gefahren haben, hat es uns bei einigen Werkstücken von den Bündigfräsern riesige Scharten in die Kanten gemacht, welche man dann so nicht mehr verwenden konnte.  Also musste auf die Schnelle eine andere Lösung her, denn das Problem an den Fräsern haben wir nicht gefunden.

Die Lösung: Wir haben die Fräser an der Kantenleimmaschine ganz ausgeschalten, damit wir denselben Effekt haben wie bei der Variante von Hand,  so dass der Überstand noch da ist. Und sind dann wieder an die Tischfräse gegangen um dort ein besseres Ergebnis zu erzielen.

…und ein perfektes Ergebnis 🙂

Wie ihr seht, muss man ab und zu auch umdenken und nicht nur die Maschine alles machen lassen und denken: „Die macht das schon gut“. Das macht sie nämlich nicht immer, wie man bei uns gesehen hat 🙂 Also, Kopf immer dabei haben und mitdenken! 🙂

Nächste Woche geht es für uns Auszubildende im 1. Lehrjahr wieder eine Woche lang in die Ausbildungsbetriebe!
Mal gespannt, was da Interessantes auf mich wartet.

 

Man kann nie genug Holz haben!

Es ist zwar schon eine Weile her, aber ich wollte es euch trotzdem gerne zeigen.

Bei einem guten Freund wurden 2 Walnussbäume gefällt. Gleich wurde die Chance genutzt und die beiden Stämme zum Sägewerk gefahren. Bis zum nächsten Tag musste ich warten und dann kam endlich der lang erwartete Moment, wie sehen die Stämme wohl aufgeschnitten aus?

Ein klarer dunkler Kern ist erkennbar und darum das helle Splintholz. Ich freue mich schon, wenn ich das Holz nach dem Trocknen endlich verwenden kann!

Das Gelernte privat einsetzen

In den letzten paar Wochen war ich ziemlich beschäftigt: Wir mussten die Wohnung meiner Mutter renovieren, weil ihr damaliger Mieter einen Saustall hinterlassen hat, in dem man nicht mehr wohnen konnte. Mitunter musste ich Sachen machen, die ich auf der Arbeit gelernt habe, wie beispielsweise Silikon- und Acrylfugen ziehen, Möbel und Lampen richtig anbringen und Fußleisten passgerecht sägen.  Ich durfte mir Werkzeug von der Arbeit mitnehmen um an den Wochenenden und nach der Arbeit an der Wohnung zu arbeiten, was sehr hilfreich war.

Wir mussten uns auch an neuen Sachen versuchen, wie Wände verputzen und Tapezieren, was sich schwieriger anhört als es ist.  Ich habe dabei Unterstützung von der Familie  und Freunde erhalten, wofür ich sehr dankbar bin. Ohne Hilfe wäre ich wahrscheinlich noch am Anfang! Es ist vor allem zeitaufwändiger als man denkt, wenn man es denn ordentlich machen möchte! Zu guter Letzt musste alles gestrichen werden, jeder der mich kennt weiß, dass ich Streichen hasse! Die Wohnung ist jetzt aber endlich wieder beziehbar.

Diese Wand musste verputzt und tapeziert werden.

Hier musste ich die Silikonfugen um das Waschbecken sowie als Wandabschluss ziehen. Irgendwann muss ich noch Sockelleisten sowie Passblenden anbringen.

Die Aluprofile dienen zur optischen Verbesserung.

Eine frisch verputzte Wand.

Küchengestaltung

Jeder hat sie, jeder braucht sie. Die Küche ist einer der meist genutzten Räume. Daher sollte sie so konstruiert sein, dass sie am besten nutzbar ist für die dort arbeitenden Personen und optisch auch noch etwas her macht. So ein Objekt lässt man sich am besten individuell anfertigen

Heute zeige ich euch mal eine fertige Küche unserer Firma. Es ist eine hochwertige Küche im Landhausstil. Die Planung, Gestaltung,  Bau und Montage wurde von der Schreinerei Klinkenberg durchgeführt. So ist nach viel Arbeit dieser wunderschöne individuell angepasste Nutztraum entstanden:

Der Handwerkertag

Die Aufgabe für die Kinder.

Am Wochenende war Handwerkertag in Künzelsau. Stefan und ich durften die Schreiner vertreten. Die Kinder hatten die oben genannte Aufgabe zu erledigen und haben danach von uns als Belohnung einen Stempel bekommen. Für die Klasse mit den meisten Stempeln gab es einen Preis. Interessant war, dass viele Kinder trotz anfänglicher Skepsis, richtig gut gesägt haben!

Hoffentlich konnten wir einige Mädchen und auch Jungs  für unseren Beruf begeistern! 🙂