Archiv für den Monat: August 2017

Eine Tür braucht jeder

Jetzt melde auch ich mich endlich mal wieder. Nach den Ferien bzw. dem Urlaub bin ich jetzt im Betrieb und ab Freitag dann auch endlich im 2. Lehrjahr. Die erste Arbeitswoche startete gleich interessant mit einer Haustürenmontage.

Wie man später auf den Bildern erkennt, haben wir eine Haustür mit einem Glaselement eingebaut. Viel konnte ich leider noch nicht helfen, da ich ja nicht wusste, wie man eine Tür einbaut, aber ich konnte zuschauen und dabei viel lernen.

Der Rahmen steht schon mal.

Beim Einsetzen der Glasscheibe habe ich erstmal versucht, das Glas vorsichtig  ohne Handschuhe zu heben. ADas ging anfangs auch gut, auch bei den Kollegen. Doch dann habe ich mich gleich dreimal geschnitten: Wer nicht hören will, muss fühlen. Mittlerweile gibt es glücklicherweise auch Saugknöpfe, wie man auf dem unteren Bild sieht. Mit denen kann man sich das Tragen und Einsetzen der Scheibe um ein Vielfaches erleichtern.
Mein Rat: Benutzt die Hilfsmittel, die es euch einfacher machen. Sie sind immerhin nicht umsonst erfunden worden! 🙂

Hier sieht man die Griffe.

Die fertig eingebaute Türe.

Echte Handwerkskunst

In unserem Betrieb gibt es eine Vielzahl an Maschinen, die täglich im Einsatz ist. Dazu gehören beispielsweise die Plattensäge, Kreissäge und die  CNCs. Nicht ganz so oft sind der Dickenhobel und der Abrichthobel in Benutzung. Noch weniger ist leider die Furniersäge und die Furnierfügmaschine im Einsatz, da heutzutage leider viel weniger selber furniert wird. Bei uns im Betrieb wird es aber zum Glück immer noch regelmäßig gemacht und ich bin sehr froh, dass wir die nötigen Maschinen und das nötige Knowhow im Betrieb noch haben. Denn Furnieren ist eine wirkliche Kunst, die nur sehr wenige wirklich beherrschen. Mir persönlich macht es unglaublich viel Spaß. Aber eine Maschine, die leider auch sehr selten genutzt wird, ist bei uns die Drechselbank. Papa und ich sind aber trotzdem der Meinung, dass diese auf jeden Fall im Betrieb bleiben muss. Auch wenn sie sehr sehr selten für Kundenaufträge verwendet wird, nutzen wir die Maschine gerne einmal für private Zwecke. Wenn einem das Drechselfieber einmal gepackt hat, dann muss man einfach immer weitermachen bis das Stück so ist, wie man es gerne hätte. Es ist eine sehr schöne Arbeit, bei der man sehr gefühlvoll arbeiten muss. Geht man mit viel Ruhe und Zeit an die Kunst des Drechseln, so können wunderschöne kleine Objekte entstehen. Leider sehen viele Leute nicht wie viel Arbeit und Zeit in so kleinen feinen Objekten steckt. Daher ist das Drechseln für unseren Betrieb nicht wirtschaftlich, da man so gut wie keinen  Kunden findet, der gewillt ist, diese Arbeit zuzahlen. Doch trotzdem ist es eine tolle handwerkliche Arbeit, die man super in der Freizeit zum Ausgleich betreiben kann. Seht selbst, was man so alles Drechseln kann:

Der eingespannte Holzklotz.

Stück für Stück wird es eine kleine Dose.

Der Deckel wird fein auf die Dose abgestimmt

Und er passt!

Nach dem Ölen ist sie fertig.

Eine Schale entsteht.

Hier ist genug Platz für Obst oder ähnliches 😉

Es werde Licht

Eine unserer  Stammkunden ist eine Schule, die umgeben ist von Bäumen und Gebüschen. Das ist zwar sehr naturnah und sieht super aus, doch es bringt auch Negatives mit sich. Ein paar der Klassenräume beispielsweise sind so nah an den Bäumen, dass an Unterricht ohne künstliche Beleuchtung durch Deckenlampen nicht zu denken ist. Deswegen wurden wir damit beauftragt, Abhilfe zu schaffen. Zusammen mit Dachdeckern und einer Spezialfirma, die sich mit genau solchen Problemen beschäftigt, ist uns dies gelungen. Wir mussten dazu spezielle Röhren durch die Decke „stecken“, die Sonnenstrahlen bündelt und in den Raum schafft – ganz natürlich und ganz ohne Strom. Den Unterschied seht ihr vielleicht in den Bildern – live ist es jedenfalls ein gewaltigerUnterschied 😀

So sah die Decke vor dem „Eingriff“ aus.

Wir haben ein paar Bretter der Deckenvertäfelung herausgenommen, um uns einen Überblick zu verschaffen.

Das erste der Löcher – jetzt müssen die Dachdecker von oben durchkommen.

Ein Durchbruch ist geschafft.

Die erste Röhre ist fertig!

Das Licht ist so hell, dass meine Kamera das Bild dunkler gestellt hat!

Manche Arbeiten müssen auch getan werden …

Es gibt Zeiten, in denen man nach erledigten Projekten auch einmal die Zeit nutzen muss, um wieder Ordnung in der Werkstatt zu schaffen.
So war es auch bei uns an der Zeit, mal wieder klar Schiff zu machen und alle Ansammlungen von Resten und unordentliche Ecken aufzuräumen.
Anschließend musste auch die gesamte Halle bis in jede Ecke gefegt und gewischt werden.

Wischen der großen Hallenflächen mit der Maschine.

Doch es gehört nicht nur das Sauber- und Ordnungmachen dazu.
Viele Werkzeuge müssen auch regelmäßig gepflegt werden und so wurde auch unser kompletter Bestand an Schraubzwingen und Knechten gereinigt und neu geölt.
Jetzt ist alles wieder ordentlich, sodass wir vernünftig arbeiten können und ich bin froh, dass das erstmal für eine Weile so bleibt.

Reinigung der Schraubzwingengewinde.