Archiv für den Monat: September 2017

Der erste eigene Auftrag

Vor kurzem wurden wir damit beauftragt, drei Wandleuchten aus Eiche herzustellen. Sie sollten 30×30 cm groß sein, aus Eiche bestehen und zwei LED’s beinhalten, die hinten verbaut sind um indirekt zu leuchten. Ich wurde damit beauftragt, den Großteil der Konstruktion zu erledigen. Das war das erste Mal, dass ich fast alleine an einem Projekt arbeiten sollte. Ich habe die meisten Schritte in Bildern mit Erklärung für euch festgehalten und werde sie in mehrere Beiträge aufteilen und erklären.

Die Bretter wurden zusammengeleimt und auf der Formatkreissäge zurechtgeschnitten

Danach habe ich mir eine Schablone gebaut um die Fräsungen an der Oberfräse nachzufräsen

Die runden Fräsungen sind für die LEDs, die große Tasche ist für das Kabel und das Netzteil

Um die Kabel der LEDs zu platzieren, musste außerdem noch ein Kanal gefräst werden, dafür habe ich einfach die Kante der Schablone genommen

 

Weiter geht’s im nächsten Beitrag 🙂

Das Ziel ist erreicht!

Jetzt bin ich schon drei Wochen ein Schreinergeselle, und meine Lehre ist geschafft!
Viele Vorarbeiten und Planung waren nötig um meine Abschlussarbeit,  das Gesellenstück fertig zustellen. Im Betrieb hatten wir zwei Wochen Zeit, um unsere Teile vorzurichten, was heißt, Holz aushobeln, Teile fräsen, verleimen und noch etliche andere Arbeiten .
Das Finish, wie das Zusammenbauen oder Beschläge einlassen und zinken, wurde dann in der Berufsschule erledigt .
Aber jetzt zu den Bildern:)

Verleimen der Lamellen

Schleifen der Lamellen 😉

Liege Fläche

Gezinkter Korpus

Mein besonderes Gesellenstück

So sieht ein Geselle aus! 🙂

Ich war sehr zufrieden mit der Bewertung meiner Prüfung, für welche ich auch einen Preis bekommen habe. Im Oktober darf ich nach Stuttgart und dort im Haus der Wirtschaft mein Gesellenstück mit drei weiteren Gesellen der Schreiner Innung Hohenlohe vorstellen, worauf ich mich sehr freue.

Es war eine sehr schöne Zeit, in der ich viel erfahren habe und auch viele nette Leute kennen lernen durfte. Danke auch dem Verband für diese Zeit als euer erster Schreiner Blogger, es freut mich sehr, ein Teil des Blogs gewesen zu sein.
Ich möchte mich bei den Lesern des Blogs für das Interesse an  meinen Arbeiten bedanken und den anderen Bloggern viel Glück auf ihrem Weg wünschen.

 

Übung macht den Meister!

Heute berichte ich euch mal nicht von meiner Arbeit in meinem Ausbildungsbetrieb, sondern was ich sonst zu Hause noch zusätzlich mache.

Nachdem ich vor zwei Wochen in Schwäbisch Hall auf der Gesellen- und Meisterstück-Ausstellung war, habe ich einmal ganz deutlich gesehen, was wir seit Beginn unserer Lehre und darüber hinaus brauchen und zudem gefordert wird: das Zinken.

So war für mich klar, das muss geübt werden, denn Übung macht bekanntlich den MEISTER. Das bedeutet nicht, dass ich es nicht richtig konnte, in älteren Beiträgen von mir seht ihr, dass ich es echt gut gemacht habe. Aber, wenn ich jetzt nicht dran bleibe, verlerne ich es vielleicht und besser geht immer! 🙂

Also habe ich ein Projekt zu Hause gestartet in dem ich genügend zinken kann.
So kann ich üben und meine Eltern bekommen ein neues Trocknungsregal für verschiedene Kräuter.

ein Teil der Zeichnung

 

Leider bin ich noch nicht all zu weit

Unter der Woche komme ich leider nicht so oft dazu, an diesem Projekt weiter zu machen, aber man sieht zumindest schon mal was es werden soll und das finde ich gut.
Ich freue mich jetzt schon, wenn es fertig ist. 🙂

Wie fange ich nur an euch alles zu erzählen?…

Etliche Monate habe ich mich im Hintergrund des Blogs versteckt und die anderen ihre tolle Arbeit machen lassen, die ich sehr loben kann. Warum kamen von mir keine Beiträge? War es Faulheit oder hatte er wirklich keine Zeit, werden sich vielleicht gedacht haben. Wenn es das nur gewesen wäre!!!

Anfang Mai bekam ich einen Brief, in dem mir ein Insolvenzverwalter schrieb, das mein Lehrbetrieb „Schreinerei Wölpert“ Insolvenz sein soll. Als ich diese Schreckensbotschaft bekam, wusste ich zunächst nicht wie es weiter geht …
Was mache ich jetzt?
Wo soll ich meine Ausbildung beenden?
Wer stellt mich bis September noch ein?
Muss ich mein Gesellenstück selber zahlen?

Als wir dann mehrere Infos über den Ablauf der Insolvenz bekamen, machte ich mich mit meinen Kollegen auf den Weg Richtung Arbeitsamt. Hier wurde ich zu einem Ausbildungsberater geschickt, der mich beraten sollte, was aber nicht so gut funktioniert hat. Es war sehr schwer einen Betrieb zu finden, der mich für 4 Monate nimmt und dann noch mein Gesellenstück zahlen muss.
Nach langem Hin und Her entschied ich mich wieder nach Hause zu gehen und dort meine Ausbildung zu beenden.
Wie es lief könnt ihr ja im nächsten Beitrag sehen!

18 Stunden

Der Countdown zum Start des letzten Stückes läuft und die drei französischen Teilnehmer stehen bereit um beim Ertönen des Signals an ihre Hobelbänke zu rennen.

18 Stunden sind für das letzte Projekt angesetzt, ein moderner Schreibtisch in Eichenfurnier.
Die Platten hierfür wurden zwar im Vorfeld schon furniert und grob zugeschnitten, aber der Zeitplan ist trotzdem sehr straff angesetzt.
Szenen, in denen von Hobelbank zur Kreissäge mit einem kleinen Wagen gerannt wird, sind keine Seltenheit.
Jedoch muss man auch sagen, dass sie auch bestens organisiert sind, um diese Leistung zu bringen.  So darf zum Beispiel das Klett-Armband (mit dem sie ihre Stifte und ein paar kleinere Werkzeuge an ihrem Arm verstauen) nicht fehlen.

Eine Stirnlampe ist ebenfalls am Start

Das „Klett-Armband“

Fertigung der Schwalbenschwanzverbindung für die Schubkästen

Nach den 18 Stunden gibt es nur einen Tisch der gerade pünktlich fertig geworden ist, bei den anderen zwei fehlen leider ein paar Kleinigkeiten.

Demo Box: Mal was ganz Anderes…

Ein Tischler/Schreiner ist hauptsächlich im Möbelbau unterwegs. Doch durch Ausbildung, Meisterprüfung und viele weitere tolle Weiterbildungsmaßnahmen, erlangt ein Tischler/Schreiner nicht nur ein großartiges Vorstellungsvermögen, sondern ist auch in der Lage, eigenständig ein Objekt zu entwerfen, zu gestalten und im Anschluss zu produzieren.

In der Regel stehen auf unseren Arbeitszetteln Küchen, Badezimmer, Schlafzimmer, Büroräume, Konferenzräume oder ähnliche Ausbauten. Und jetzt stand plötzlich auf einem dieser Zettel ,,Demo Box“ …  Was soll denn das für ein Teil sein?

Eigentlich ganz einfach:
Es ist eine eine Box, in der etwas zu Präsentationszwecken demonstriert wird. Daher muss so eine Box ohne Probleme schnell von Kunde zu Kunde bewegt werden können. Ohne großen Aufwand muss der Inhalt der Box Einsatzfähig und von Außen sehr stabil sein. Denn wenn man mit einer zerkratzten oder verbeulten Box zum Kunden fährt, ist der erste Eindruck nicht gerade positiv.

Also der perfekte Job für einen Schreiner!
Seht selbst, was für eine Demo Box bei uns in der Firma entwickelt wurde!
Die Planung, Gestaltung und Produktion wurde selbstverständlich in der Schreinerei Klinkenberg durchgeführt!

Von außen stabil und durch die Tragegriffe und die Rollen einfach zu transportieren! Aber was beinhaltet die Box?

Klappen wir sie doch einfach mal auf und öffnen die kleine Türe 😉

Und es erscheint ein transportgeschütztes Display und ein Drucker… Der Drucker ist ausziehbar und sofort nutzbar!

Hier kann man verschiedenste Geräte anschließen! So ist die Box individuell nutzbar!

Treffpunkt Tischler 2017

Vergangenes Wochenende haben wir einen Klassenausflug nach Bochum zum Tischler-Treffen gemacht. Dort gab es eine kleine Messe, viele gute Vorträge und sehr gutes Essen! Es gab viele verschiedene Aussteller wie beispielsweise „Hilti“ oder auch „Die Freunde Nepals e.V.“. Letztere bieten Azubis an, 2 Wochen in Nepal zu verbringen, um beim Bau von Häusern zu helfen. Dies hat mich persönlich und ein paar meiner Mitschüler sehr interessiert, vielleicht werde ich dem auch nachgehen!

Ansonsten gab es beim Treffen auch verschiedene Vorträge. Eines der Vorträge wurde von Bundesligaschiedsrichter Lutz Wagner geführt. In seinem Vortrag ging es hauptsächlich um Fairness sowohl im Beruf als auch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Er hat dabei viele Vergleiche zu seiner Tätigkeit als Schiedsrichter gezogen und alles sehr interessant gestaltet!

Bei dem Treffen gab es auch Verpflegung in Form eines kleinen Buffets. Das Essen war hervorragend und der Service war auch stets bemüht, leere Flaschen mit neuen zu tauschen, ganz großes Lob!

Ansonsten gab es auch viele Gewinnspiele, kleine Spielereien und natürlich viele Werbegeschenke, wie beispielsweise Zollstöcke, USB-Sticks mit Werbefilmchen und Bleistifte ohne Ende 😀 Alles in allem hat uns das Treffen sehr gut gefallen!

Ein Teil der Messe

 

Carrera Rennbahn Gewinnspiel. Hauptpreis war ein Wochenende mit einem Maserrati!

Es muss auch alles getestet werden!

World Skills 2017

Kaum wieder auf Arbeit angekommen, sind auch schon wieder spannende Sachen am Laufen …
Denn, nach der großen Reinigung unserer Werkshallen, bekamen wir Besuch von drei jungen Tischlern aus Frankreich.
Einer dieser drei wird an den World Skills 2017 in Abu Dhabi teilnehmen.
Um bestens darauf vorbereitet zu sein, nutzen sie diese Trainingswoche, um in einem völlig fremden Umfeld zu trainieren und sich an den Druck zu gewöhnen.

Der eingerichtete Arbeitsplatz der Teilnehmer

Bei den ersten großen Übungen ging es um Holzverbindungen auf Zeit.
So zum Beispiel eine Zapfenverbindung in 8 Min. Oder eine Schwalbenschwanzverbindung in 12 Min. …
Über die Holzverbindungen haben sie sich dann hin zu einem kleinen zusammengesetzten Objekt (siehe Foto unten) gesteigert.  Als nächstes bauen sie ein komplettes Schreibmöbel …

Alles ordentlich verschleifen, die letzten Sekunden laufen …

Das kleine zusammengesetzte Objekt mit Furnierarbeit

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie sie sich bei dem letzten großen Stück schlagen …

Vom Aufmaß bis zur Produktion

Vom Aufmaß bis zur Produktion: Wie geht man vor? Zunächst beginnt man mit dem Aufmaß. Hier nutzt unsere Firma ein modernes 3D-Aufmaßsystem. Damit erhalten wir ein genaues Bild des Raumes oder der Räumlichkeiten. So erfahren wir beispielsweise die exakten Winkel, Längen oder Höhen des Raumes und wissen, ob eine Wand schief verläuft oder nicht. Zusätzlich kann man Steckdosen, Heizkörper oder auch Rohre erfassen und eintragen. Da unsere Möbel individuell geplant und angefertigt werden, kann man diese Informationen sinnvoll für die Planung verwenden.

Danach werden einige Kundengespräche geführt, um herauszufinden wie das Möbel zum einen genutzt und zum anderen gestaltet werden soll. Die Gestaltung bezieht sich auf die individuelle Nutzbarkeit, die optische Gestaltung und natürlich der Materialauswahl. Hierbei ist die Verwendung von Mustern und Bildern bereits entworfener und gebauter Möbel hilfreich, denn so kann sich der Kunde sein Möbelstück besser vorstellen und es lassen sich im Vorfeld schon eventuelle Missverständnisse verhindern. Wir können schließlich nicht von unseren Kunden erwarten, dass sie das räumliche und technische Vorstellungsvermögen eines Schreiners oder Architekten haben. Ist der Kunde der Meinung, dass wir verstanden haben, wie dieser sich das Möbel vorstellt; und wir haben ebenfalls keine offenen Fragen mehr, geht es endlich an die Planung.

Mit einem Zeichenprogramm beginnt man das einzelne Möbel oder sogar auch die ganze Raumlösung dreidimensional zu zeichnen. Hierbei muss man genau darauf achten, dass zum einen die Kundenwünsche und zum anderen die räumlichen Gegebenheiten beachtet werden. Natürlich muss man manchmal Kompromisse machen oder man stößt auf eine neue Idee, wie der Raum noch besser nutzbar wird. Ist man irgendwann fertig mit den Zeichnungen, geht es an die Visualisierung. Das heißt, man erstellt aus der Zeichnung eine realistische Darstellung des zu bauenden Objektes. Am Ende hat man quasi ein realistisches Bild/Foto auf dem der jetzige Raum mit dem neuen Möbel zu sehen ist. Das Bild sieht jetzt genauso aus, wie später das Möbel aussehen wird. Ist der Kunde zufrieden mit der Gestaltung und der Nutzbarkeit, geht es zur Produktion …

Aufmaß

So sieht ein aufgenommener Raum dann aus…

Zwei Beispiele unserer Lebensräume

Unsere Arbeitsräume

Ob eine Apotheke

ein Fotostudio,

 

oder ein Konferenzraum. Alles ist möglich!

Speziell angefertigte Unikate!

Ein ganz besonderes Exemplar…

Ein Luxusbadmöbel