Archiv für den Monat: Oktober 2017

Was hat denn der Schreiner mit dem Messebau am Hut???

Als ausgebildete Schreiner/Tischler sind wir in der Lage, eigene Räumlichkeiten zu entwickeln und diese nach der technischen Konstruktion sogar zu produzieren. So gelingt es uns, individuelle Raumlösungen zu entwickeln. Doch was hat das alles mit dem Messebau zu tun? Eigentlich ist es ganz einfach…

Ein Messestand besteht zum größten Teil aus Holzwerkstoffen und muss auf die individuelle Funktion des Nutzers angepasst werden. Da liegt es ja gar nicht so weit weg, dass der Schreiner/Tischler einen Messestand erst entwickeln und danach produzieren soll. Dies kann sowohl im kleinen Stil für die eigene Hausmesse oder im ganz großen Stil für Messen weltweit durchgeführt werden.
Das wichtigste im Messebau ist, dass der Messestand positiv auffällt und zu den Produkten des Messestandes passt! Denn schließlich versucht man mit Hilfe des Messestandes, seine eigenen Produkte zu bewerben 😉

Ich werde euch erstmal unseren eigenen kleinen Messestand zeigen 😉
Hier wollten wir durch unseren Messestand auffallen und potentiellen Kunden einmal verdeutlichen, was der Schreiner im hochwertigen Möbelbau so kann. Des Weiteren inspirierten wir die Besucherinnen und Besucher mit unseren kreativen Ideen!
Jetzt ist aber mal genug von den trockenen Worten …

So sieht er aus! Unser eigener kleiner Messestand!

Schlicht, aber doch elegant!

Links ein Beispiel unserer eigenen Furnierkünste!
In der Mitte befand sich ein Bildschirm, auf dem Bilder von unseren Projekten zu sehen waren. Direkt darunter Beispiele für kreative Wandgestaltungen. Sogar gefärbtes und selbstwachsendes Moos ist dabei! Und rechts eine schöne Ulmia-Bohle! So erfahren  die Besucher auch einmal, woraus so ein Vollholz-Möbelstück entsteht 😉

Eine feine Designerschale aus Makassar beeindruckt die Besucher ebenfalls!

Unser selbstentwickelter Deko-Elch! Dieser wurde auf der Messe für einen wohltätigen Zweck versteigert 🙂

Nächste Woche folgt dann mal ein Artikel zum weltweiten Messebau …
Dann könnt ihr selber die Unterschiede kennenlernen 😉

Holzbrettspiele

Während des  Furnierlehrgangs haben wir auch einige Brettspiele hergestellt. Dabei entstanden unterschiedlichste Ausführungen von Schach und Damespielen in verschiedensten Holzarten. Diese wurden dann beide jeweils auf eine Platte geleimt, dabei wirkten sie jeweils als Gegenfurnier zueinander.

Danach haben wir sie noch geschliffen und geölt.
Außerdem entstand auch ein „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel.

Für diese Arbeiten wurde teilweise auf bereits am Anfang erlernte Techniken zurück gegriffen, wie beispielsweise die Sternfuge beim „Mensch ärgere dich nicht“ oder die Kreuzfuge beim Damespiel.

Der erste eigene Auftrag – Teil 2

Hier ist die Fortsetzung vom Bau der Lampen. Leider musste ich zwischenzeitlich für ein paar Wochen in die Schule und konnte das fertige Produkt nicht fotografieren :/ Aber man kann es sich auf jeden Fall vorstellen!

Jetzt aber erstmal weiter. Ich habe im letzten Beitrag vergessen zu erwähnen, dass Eiche oft Risse etc. aufweist. Diese kitten wir mit Spezialkit und schwarzem Schleifstaub und Schleifen dann die Flächen, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Danach werden die Kanten mit dem Kantenschleifer bearbeitet, um auch saubere Kanten zu bekommen. Das sieht folgendermaßen aus:

Nachdem die Kanten geschliffen wurden, habe ich die Kanten gefast. Das wird mit dem Kantenfräser und einem entsprechenden Fräskopf ermöglicht. Das Ergebnis kann man als minimalistisch/modern beschreiben!

Die gefasten Kanten

Danach wurden die Taschen gefräst, in denen man die Kabel und das Trafo einlassen kann. Wir haben das ganze durch eine Sperrholzplatte und einen Eichenklotz verdeckt, in dem auch das Metallstück zur Aufhängung eingelassen wurde.

 

Das Ganze wurde dann geölt und zum Trocknen gelegt. Während ich in der Schule war, hat mein Arbeitskollege dann an jeder Ecke Alu-Rohre als Abstandshalter eingelassen, die LED’s eingeklipst und alles dem Kunden übergeben, der sich wohl sehr gefreut hat! Vielleicht arbeiten wir ja bald bei dem Kunden im Haus, sodass ich das ersehnte fertige Foto der Lampen an der Wand erhalten kann! Bis dahin habe ich leider nur dieses Bild als Abschluss 🙂

Eine Raumteilung mal anders

Diese Woche durfte ich bei einer Schrankmontage dabei sein. Wie ihr auf den Bildern seht, ist das ein ziemlich großer Schrank gewesen, der als Raumteiler dienen soll.
Es war interessant zu sehen, das man sich bei einem Raumteiler auch an andere Vorgaben halten muss und sich zum Beispiel, wie in unserem Fall, mit dem Gipser absprechen muss, wie genau der Schrank stehen soll, damit später auch die Maße passen, wenn Rigipsplatten befestigt sind.

Der Schrank

Die rechte Seite des Schranks. Der Raum war leider zu klein um ein komplettes Bild von dem eingebauten Schrank zu machen.

Der 2. Raum. Hier entsteht ein Behinderten WC

CNC Programmierung

In der letzten Woche sollte ich die Arbeitsvorbereitung für einen Badezimmerschrank durchführen. Unter anderem gehörten auch die entsprechenden CNC Programme dazu, über die ich Euch nun etwas mehr berichten möchte. Am besten geht dies mit Bildern. Also nicht erschrecken, wenn jetzt so viele auf einmal  auftauchen.

So sah mein Auftrag aus…

und nochmal eine genaue Detailzeichnung der Frontansicht. Es sind zwei große Korpen mit durchlaufendem Rücken, ein großer Korpus mit kurzem Rücken und ein kleiner offener Korpus

Hier exemplarisch einmal: die Seiten des kleinen Korpus

Und los geht’s!

Die ersten Teile sind durch!

Und fertig ist es!
Ein nettes Badmöbel mit Hochglanz Oberfläche!

Beim Furnieren kann man viel falsch machen?!

Wir haben uns die letzten zwei Wochen in der Schule mit Furnierfehlern beschäftigt.
Du denkst Furnieren kann jeder? Man kann gar nicht viel dabei falsch machen?

Wir haben es getestet. Man kann sehr wohl viel falsch machen. Ein paar Fehler, die wir absichtlich getestet haben, zeige ich euch hier:

einseitig Furniert

Hier haben wir „vergessen“ das Gegenfurnier zu furnieren, haben also nur eine Seite furniert und auf der Gegenseite ist noch die Rohspanplatte zu sehen. Die Auswirkungen könnt ihr hier gut sehen: Das Brett biegt sich!
Wir haben festgestellt, dass es nicht nur schlimm ist, dass das Brett gebogen ist. Auch bei der Weiterverarbeitung ist es  sehr schwer, durch Schleifen eine gleichmäßige Fläche zu bekommen.

Esche furnier gestürzt und dann gebeizt

Hier sieht man ein Eschefurnier, das wir erst gestürzt und dann gebeizt haben. Der Unterschied ist auf dieser kleinen Fläche nur minimal zu erkennen, aber auf großen Flächen würde man sehr deutlich sehen, dass die rechte Seite viel dunkler gebeizt ist als die linke Seite. Das liegt nicht daran, dass wir richtig gebeizt haben oder nicht, sondern durch das vorherige Stürzen haben wir auf der einen Seite die „Unterseite“ mit kleinen, feinen Haarrissen. Die Haarrisse nehmen die Farbpigmente stärker auf; dadurch ist die rechte Seite dunkler.

Fugenpapier auf der falschen Seite

Hier haben wir das Furnier mit der falschen Seite auf die Platte gelegt: Mit dem Fugenpapier nach unten. Zunächst hat man keine große Veränderung gesehen, doch nach dem Schleifen hat sich das Fugenpapier durch das Furnier abgezeichnet und das Furnier hat sich an den Stellen gelöst, wo das Fugenpapier war.

Furnierarbeiten

In der letzten Zeit hatten wir die Möglichkeit, uns einmal an verschiedensten Furnierarbeiten auszuprobiern.
Dabei sind viele schöne Dinge entstanden.

Zunächst haben wir damit angefangen, Funierblätter auf unterschiedliche Weise zusammenzufügen.
Dabei entstanden zum Beispiel Kreuzfugen, falsche Kreuzfugen oder Sternfugen.
Anschließend versuchten wir uns an etwas aufwendigeren Mustern, wie der „Optischen Täuschung“, bei der das Muster durch geschicktes Drehen der Streifen erzeugt werden kann.

Eine optische Täuschung aus Wenge und Ahorn.

Eine dreidimensionale Würfelstuktur.

Die Faserrichtung verläuft immer unterschiedlich.

Danach konnten wir noch ein paar eigene Dinge versuchen, so wie das Zebra, oder den Hirsch.
Bei solchen Arbeiten wird das Motiv auf den Hintergrund aufgezeichnet und dann immer ein Abschnitt herausgeschnitten. Nun kann man den Hintergrund auf das passende Furnier legen und schauen, welche Stelle am besten in das Bild passen würde.
Hat man diese gefunden schneidet man sie heraus, fixiert sie im Hintergrund und beginnt mit dem nächsten Abschnitt.

Das Zebra ist auf den ersten Blick ein wenig schwer zu erkennen.

Detail des Auges.

Innenausbau

Als Schreiner/Tischler ist man nicht nur in der Lage ein einzelnes Möbel zu entwerfen und zu bauen, sondern man hat das nötige Wissen und handwerkliche Geschick um ganze Raumlösungen zu entwerfen! Nach Kundenwünschen wird nicht nur ein einzelnes Möbelunikat entwickelt, sondern ein gesamter Raum. Hier gehören Einbaumöbel, angefertigte Türen und individuell entwickelte Anfertigungen zu. Ein Raum wird durch unsere Planungen komplett neu gestaltet und für den Kunden somit ganz individuell nutzbar. Getreu unserem Motto: Klare Gestaltung und wohnliches Ambiente – Hier wohnen Sie gerne!
Damit Ihr Euch etwas darunter vorstellen könnt, zeige ich Euch nun ein paar Bilder eines Schlafzimmerausbaus. Denn Bilder sagen manchmal doch mehr aus, als tausend Worte 😉
Dies ist eine Raumlösung der Schreinerei Klinkenberg – von der Planung bis zur Endmontage.

Noch sind wir bei der Montage. Aber es wird ein hübscher Raumtrenner mit vielen Funktionen!
Was dieser so alles verbirgt, erfahrt Ihr gleich…

Nach der Montage siehts so aus!

Und was ist das?

Eine integrierte Leselampe auf beiden Seiten!

Hier ist genug Platz für eine Vielzahl an schönen Kleidungsstücken…