Archiv für den Monat: November 2017

Gestaltete Gesellenstücke

Diese Woche haben wir von unserer Schule aus eine Exkursion zu den „Gestalteten Gesellenstücken“ nach Stuttgart gemacht. Hier durften nur die besten Gesellinnen und Gesellen aus Baden-Württemberg ihre Stücke ausstellen. Es waren sehr interessante und sehr gut durchdachte Gesellenstücke dabei, bei denen ich aber auch immer im Hinterkopf hatte, dass ich 2019 selbst sein Stück bauen soll und darf. Auffällig bei dieser Ausstellung war, dass der Anteil der Frauen im Handwerk immer größer zu werden scheint, denn in Stuttgart haben mehr Mädchen als Jungen ihr Gesellenstück ausstellen dürfen! Das zu sehen, war für mich eine Ermutigung und ein Ansporn, dass Frauen im Handwerk gar nicht mehr so selten ist, wie man oftmals meint.

Hier ein paar tolle Eindrücke und super gelungene Gesellenstücke:

Eine sehr interessante Idee von Thomas Bloching, Schreinerei Blos Holzart aus Laupheim

Eine humorvolle und kreative Idee als Klappenhalterung – der Meterstab. Von Theresa Dettling, Schreinerinnung Freudenstadt, Schreinerei Bernd Burkhardt, Loßburg-Wittendorf

Messebau im großen Stil

Nun der kleine versprochene Artikel zum weltweiten Messebau. Also im weltweiten Messebau geht es immer noch darum, den Messestand auffällig bzw. außergewöhnlich, aber dennoch passend zum Produkt, zu gestalten. Denn der Messestand dient dem zu verkaufenden Produkt!

Der Unterschied zu dem vorherigen kleinen Messestand ist relativ schnell zu erkennen … Er ist in der Regel wesentlich größer und enthält wesentlich mehr Material. Desweiteren wird hier in kürzester Zeit, möglichst viel Material verarbeitet. So kommen moderne Maschinen wie zum Beispiel die CNC ins Spiel. Die zugeschnitten Spanplatten kommen direkt von der Plattensäge auf die CNC und werden dort bearbeitet. Danach kommt die Kantenanleimmaschine zum Einsatz, dann sind die Teile quasi für den Aufbau vorbereitet. Die Einzelteile werden im Anschluss direkt mithilfe von Dübeln und Expressleim zusammengesetzt. Sobald der Leim getrocknet ist, werden die Teile gut eingepackt und verladen. Und ab geht die Reise zum Messegelände …
Und so sieht das Ganze dann in der Produktion aus:

Ein großer Teil der Halle ist voll mit einzelnen Möbelteilen, die in kürzester Zeit zusammengesetzt werden müssen …

Dank moderner CNC Technik können aus den Platten beliebige Tischformen gefräst werden! Verschnitt spielt bei solchen Aufträgen gar keine Rolle mehr

Es werden viele große Teile auf einmal lackiert. Hier sind es Unterbauten für Sitzgelegenheiten. Der Lackraum ist ziemlich gefüllt …

Sind die einzelnen Elemente fertig, so werden die Teile gut verpackt und die weite Reise beginnt…

Weihnachtsgeschenke selbst gemacht

Das schöne an unserem Beruf ist, dass Weihnachtsgeschenke gar nicht mehr gekauft werden müssen, sondern man einfach selbst kreativ werden und selbst Weihnachtsgeschenke herstellen kann. Am Besten ist dabei nicht nur, dass man selbst das Geschenk mit viel mehr Stolz, Leidenschaft und Freude übergibt, sondern auch viel Spaß und Leidenschaft in die Herstellung gesteckt hat.

Ich bin kreativ geworden und hatte eine ziemlich spontane Idee. Da ich in der Familie einen Jäger habe, der schon ein Paar Trophäen seiner erlegten Tiere gesammelt hat, nie aber das Passende fand, um sie aufzuhängen, habe ich mich ans Werk gemacht und einfach die passenden Bretter für seine Trophäen hergestellt.

Die Brettchen um seine Trophäen aufzuhängen

Eigentlich war das eine ziemlich spontane Idee. Ich habe mich einfach im Internet über Maße und Aussehen informiert, dann eine Schablone gemacht und gleich losgelegt auszusägen.
Mit geringem Aufwand habe ich so etwas Schönes herstellen können.

Selbst im Urlaub nicht sicher vor dem Holz …

Während meines Urlaubs habe ich mal wieder eine Kiste gebaut. Dieses Mal jedoch etwas aufwendiger.

Zuerst habe ich die Kiste aus Nadelholz gebaut.
Danach wurden Deckel und Boden stumpf aufgeleimt, da ich eine geschlossene Fläche ohne Absätze oder Nut erreichen wollte.
Anschließend habe ich dickes Tannenfurnier (ca. 2-3mm) an den Seiten aufgeleimt, damit sich später auf dem guten Furnier keine Zinken abzeichnen.
Als alles verleimt und getrocknet war, habe ich die Kiste noch aufgesägt und ein paar kleine Zierleisten auf Gärung angebracht (welche vorher teilweise schon furniert waren).
Zum Schluss habe ich die komplette Kiste in Pyramidenmahagoni furniert und geschliffen.
Nun müssen nur noch die Bänder angebracht und ein Schlüsselschild eingelassen werden.
Um die Oberfläche zu versiegeln habe ich die Kiste zu Beginn geölt, vielleicht kommt irgendwann noch etwas Schellack darauf.

Eiche Overload!

Momentan bauen wir die renovierte Wohnung eines Kunden um und haben daher alle Hände voll zu tun! Wir wurden damit beauftragt, einen Einbauschrank mit vielen Tablaren und Schubkästen herzustellen und zu montieren. Dieser Schrank sollte mit 4 lackierten Schiebetüren ausgestattet sein, deren Furnierbild weiterläuft und das ganze einheitlicher aussehen lässt. Die Selbsteinzüge der Türen, die in den oberen Aluprofilen verbaut sind, haben meinem Kollegen und mir das Leben sehr schwer gemacht, da sie sich nicht richtig einstellen ließen, doch nach dem dreißigsten Mal Aus- und wieder Einhängen der Türen waren wir endlich fertig!

Fertig mit dem Aufbau

Nr. 1 eingehangen!

Das einheitliche Furnierbild

Die gebürstete Oberfläche des Furniers

Im Schlafzimmerbereich haben wir einen weiteren Schrank aufgebaut. Dieser ist mit Bewegungssensoren und LED-Leisten ausgestattet worden, die beim Aufmachen der Türen angehen, um alles im Schrank gut sehen zu können! Der Schrank enthält zudem noch einen Hosenauszug, den ich so vorher noch nie gesehen habe!

Es werde Licht!

Die restlichen Möbel seht ihr dann in meinem nächsten Post 🙂