Alle Türen stehen offen

Meine Idee war es, euch einen genauen Einblick in die Berufswettbewerbe und dem damit verbundenen Training zu geben. Leider hat dieses Jahr aufgrund der derzeitigen Lage nur der Landeswettbewerb stattfinden können.  Damit sind auch die Vorbereitungen, die ich mit dem diesjährigen sächsischen Meister geplant  habe, ins Wasser gefallen. Nichtsdestotrotz möchte ich meine und die Begeisterung der Teilnehmer weitergeben und allen, die Bock auf mehr als „nur Malochen“ haben, zeigen, was noch alles so geht!

Wenn man seine Gesellenprüfung abgelegt hat und unter den besten des Kammerbezirkes landet, qualifiziert man sich für den Landeswettbewerb. Allein die Teilnahme bringt euch einen enormen Mehrwert.

Ähnlich wie in der praktischen Prüfung müsst ihr ein Werkstück in einer vorgegebenen Zeit fertigen. Unter Druck und Anspannung leistet man Enormes, in den letzten Minuten des Wettbewerbes kann man die Luft schneiden und einige sind so im Modus, dass sie Bäume ausreißen. In den Pausen und auch nach dem Wettbewerb entwickeln sich jedes mal gute Gespräche, bei denen Kontakte geknüpft werden und nebenbei gibt es keine bessere Bewerbungsunterlage als solch eine Teilnehmerurkunde.

Bei der sächsischen Meisterschaft haben zehn Junggesell*innen sieben Stunden um den Sieg gekämpft und die Punkteverteilung war wirklich sehr eng. Die Aufgabe war, einen Hängeschrank mit traditionellen Holzverbindungen und einer Klappe in Rahmenbauweise zu fertigen. Bewertet wurde mit maximal 100 Punkten nach Maßhaltigkeit, Passen der Verbindungen, Oberflächengüte und Arbeitsablauf.

Für mich als ehemaliger Kandidat, mittlerweile Trainer in Sachsen und helfende Hand in der Jury, ist es immer wieder total spannend, und ich bin froh, dass wir so viele gute Nachwuchskräfte im Handwerk haben.

Was ich damit sagen will: ranklotzen lohnt sich! Nicht nur eure beruflichen Skills entwickeln sich weiter, sondern auch eure persönlichen und mentalen Fähigkeiten wachsen.