Alles Einstellungssache

…oder zumindest Vieles.

Der erste Berufsschultag liegt hinter mir, aber wie angekündigt erstmal ein bisschen zur Projektarbeit bei uns im Betrieb.

Als Auszubildender wird man meistens einem Gesellen zugeteilt, der einem dann Aufgaben gibt und dem man zuarbeitet. Ob eure Aufgaben eher monoton oder spannend und fördernd sind, hängt zum einen natürlich vom Projekt ab, zum anderen aber auch von euch selbst und von eurem Gesellen. So oder so kann man bei fast allen Arbeiten etwas mitnehmen, wenn man mit der richtigen Einstellung an sie rangeht.

Auch bei uns gibt es da große Unterschiede. Im Herbst zum Beispiel war ich drei Wochen mit dem Abkleben, Lackieren und Bereißen von Kanten beschäftigt. Nicht besonders spannend, aber zu dem Zeitpunkt dringend notwendig, da die Teile auf die Baustelle mussten. Außerdem kann man in solchen Situationen das Augenmerk darauf richten, seine Arbeitsorganisation zu optimieren.

Die letzten Wochen waren aber sehr abwechslungsreich. Wir haben eine Reihe von Nachttischschränken für eine der Yachten fertiggestellt. Die Schränke waren schon fertig in Hochglanz lackiert, deswegen galt es äußerst vorsichtig mit allen Teilen umzugehen. Wir mussten erst die Schubkästen einpassen, dann die Doppel, die Blenden, die man am Ende sieht, vorbereiten und aufleimen. Zum Schluss haben wir die Beschläge angebracht.

Außerdem hatte ich die Möglichkeit viel mit der Tischfräse zu arbeiten, was mir sehr gelegen kam, weil ich sie seit dem Lehrgang im Sommer nicht mehr bedient hatte. Zwischendurch musste ich noch Teile zu einem unserer Nachunternehmer liefern, andere Teile für die Baustelle vorbereiten, auch die wieder in Hochglanz, und eine gute Handvoll Lehren für verschiedenste Arbeitsschritte erstellen.

Auf jeden Fall sollte man jeder Aufgabe erst einmal positiv gegenübertreten und versuchen das Beste daraus zu machen. An der Tatsache, dass sie existiert kann man nämlich nichts ändern, an seiner Einstellung allerdings schon! Das heißt natürlich nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss, ab und an einen Blick in den Ausbildungsrahmenplan zu werfen kann einem helfen sich zu orientieren und zu schauen ob die Aufgaben, die einem zugeteilt werden auch angemessen sind.

 

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