Alle Artikel von Deniz Güclüoglu

Treffpunkt Tischler 2017

Vergangenes Wochenende haben wir einen Klassenausflug nach Bochum zum Tischler-Treffen gemacht. Dort gab es eine kleine Messe, viele gute Vorträge und sehr gutes Essen! Es gab viele verschiedene Aussteller wie beispielsweise „Hilti“ oder auch „Die Freunde Nepals e.V.“. Letztere bieten Azubis an, 2 Wochen in Nepal zu verbringen, um beim Bau von Häusern zu helfen. Dies hat mich persönlich und ein paar meiner Mitschüler sehr interessiert, vielleicht werde ich dem auch nachgehen!

Ansonsten gab es beim Treffen auch verschiedene Vorträge. Eines der Vorträge wurde von Bundesligaschiedsrichter Lutz Wagner geführt. In seinem Vortrag ging es hauptsächlich um Fairness sowohl im Beruf als auch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Er hat dabei viele Vergleiche zu seiner Tätigkeit als Schiedsrichter gezogen und alles sehr interessant gestaltet!

Bei dem Treffen gab es auch Verpflegung in Form eines kleinen Buffets. Das Essen war hervorragend und der Service war auch stets bemüht, leere Flaschen mit neuen zu tauschen, ganz großes Lob!

Ansonsten gab es auch viele Gewinnspiele, kleine Spielereien und natürlich viele Werbegeschenke, wie beispielsweise Zollstöcke, USB-Sticks mit Werbefilmchen und Bleistifte ohne Ende 😀 Alles in allem hat uns das Treffen sehr gut gefallen!

Ein Teil der Messe

 

Carrera Rennbahn Gewinnspiel. Hauptpreis war ein Wochenende mit einem Maserrati!

Es muss auch alles getestet werden!

Es werde Licht

Eine unserer  Stammkunden ist eine Schule, die umgeben ist von Bäumen und Gebüschen. Das ist zwar sehr naturnah und sieht super aus, doch es bringt auch Negatives mit sich. Ein paar der Klassenräume beispielsweise sind so nah an den Bäumen, dass an Unterricht ohne künstliche Beleuchtung durch Deckenlampen nicht zu denken ist. Deswegen wurden wir damit beauftragt, Abhilfe zu schaffen. Zusammen mit Dachdeckern und einer Spezialfirma, die sich mit genau solchen Problemen beschäftigt, ist uns dies gelungen. Wir mussten dazu spezielle Röhren durch die Decke „stecken“, die Sonnenstrahlen bündelt und in den Raum schafft – ganz natürlich und ganz ohne Strom. Den Unterschied seht ihr vielleicht in den Bildern – live ist es jedenfalls ein gewaltigerUnterschied 😀

So sah die Decke vor dem „Eingriff“ aus.

Wir haben ein paar Bretter der Deckenvertäfelung herausgenommen, um uns einen Überblick zu verschaffen.

Das erste der Löcher – jetzt müssen die Dachdecker von oben durchkommen.

Ein Durchbruch ist geschafft.

Die erste Röhre ist fertig!

Das Licht ist so hell, dass meine Kamera das Bild dunkler gestellt hat!

Einen Ticken zu laut

Neulich hatten wir wieder einen interessanten Auftrag. Es ging darum, dass die Meeting -und Gesellschaftsräume von einem unserer Kunden renoviert wurden. Sie haben den Boden mit PVC auslegen lassen. Dabei wurde übersehen, dass die Wände und die Decke aus Beton bestehen und es nach der Renovierung nun in den Räumen furchtbar hallt! Der Innenarchitekt hat uns deswegen gebeten, spezielle Paneele von der Decke zu hängen, die den Schall brechen und dadurch das Hallen stoppen. Diese Paneele bestehen aus Glaswolle, die mit einer Art weißer Farbe überstrichen wurden, um es ansehnlicher machen zu lassen. Der Kunde wollte sie allerdings in einer speziellen Form und Anordnung von der Decke hängen lassen, wodurch wir uns überlegen mussten, wie wir die geschnittenen Kanten verbergen können. Wir haben uns dann zusammen mit dem Architekten überlegt, die Paneele mit einem Escherahmen zu versehen, die wir in der Firma hergestellt haben und dann auf der Baustelle vor Ort auf Länge schneiden mussten. Das Ganze sieht nun so aus:

Diese Wandpaneele haben wir auch gemacht.

Kann sich sehen lassen!

Wir haben uns dieses Muster zuvor in der Firma zurecht geschnitten, um ein genaues Bohren und Ausrichten zu gewährleisten.

Das zweite Wandpaneel

So sah es vorher aus. Das Hallen war wirklich ohrenbetäubend.

Das Wandpaneel im Aufbau.

Diese speziellen Aufhänger kamen mit den Paneelen. Sie werden praktischerweise einfach ins Material eingedreht.

Die Aufhängung.

Das Bohren in die Betondecke war auf Dauer echt anstrengend. Unsere Hilti Akkus sind schon an ihre Grenzen gestoßen 😀

Gesellenstücke 2017 und das 2. Lehrjahr

Heute hatten wir den letzten Tag in der Berufsschule und sind dadurch so gut wie im 2. Lehrjahr. Kaum zu glauben, dass es schon ein Jahr her ist, seit ich mit der Ausbildung angefangen habe! Gestern haben wir uns die Gesellenstücke der Azubis im 3. Lehrjahr ( also jetzt Gesellen) angeschaut, dabei gibt es echt fantastische Stücke! Ich habe leider nur ein paar Fotos machen können, doch ich bin mir sicher, das die ganzen Fotos bald auch online sein werden! Ich hoffe, dass ich in 2 Jahren etwas auch nur halb so Schönes anfertigen kann 😀

Mal etwas anderes – in Betonoptik.

Mit drehbarem Weinfassbrett.

Die Maserung des Furniers ist schön beibehalten

Integrierter Plattenspieler!

Aufwendigste Furnierarbeit!

Halb modern halb Europalette – sehr schick!

Recycling aus betrieblichen Resten

Wir haben vor kurzem Badezimmermöbel für einen Kunden hergestellt. Für die Fronten haben wir mit Eiche furnierte Tischlerplatten benutzt. Was Furnier eigentlich ist, hat euch Jonas bereits in einem älteren Artikel erklärt. Nach dem Auftrag waren einige Reste übrig, die ich mir fix unter den Nagel gerissen habe, bevor sie in der Tonne landen! Ein guter Freund von mir hatte Geburtstag und fand meine Düsseldorfer Skyline Idee aus Wolle und Nägeln schön. Daher habe ich die Gelegenheit genutzt und ihm zum Geburtstag etwas Ähnliches gebastelt. Die Reste habe ich erst zurechtgeschnitten und mit Eichenkanten versehen. Das Ganze habe ich dann fein geschliffen, gerundet und anschließend geölt, damit die Maserung etwas angefeuert wird. Zuhause habe ich dann das Motiv ausgedruckt, mittig positioniert und mit Klebeband befestigt um dann die Konturen zu nageln. Ich bin dann mit der Wolle im Zufallsprinzip um die Nägel gegangen um das Motiv auszufüllen. Zum Schluss habe ich Buchstaben mit weißem Lack versehen, um das Wort „Underground“ zum Vorschein zu bringen. Mein Kumpel hat sich sehr gefreut!

Das fertige Bild an der Wand.

Jetzt kann es mit der Wolle weitergehen!

Das Nageln ist ziemlich zeitaufwendig.

Arbeit & Stress als Subunternehmer

Momentan sind wir ziemlich beschäftigt, wir haben einen sehr großen Auftrag an Land gezogen, über den ich euch später berichten werde. In den letzten paar Tagen jedoch haben wir etwas anderes gemacht: Wir haben als Subunternehmer drei Zimmer in einem großen Hotel in der Innenstadt aufgebaut. Die Arbeit als Subunternehmer ist interessant und beherbergt einige Schwierigkeiten. In unserem Fall war es so, dass eine große Schreinerei in Hessen eine Partnerschaft mit der Hotelkette hat, für die wir die Zimmer hergerichtet haben. Das heißt also, dass die Schreinerei die ganzen Möbel, wie das Bett, Schränke und Kommoden in Hessen baut und diese dann ins Hotel liefert. Für die Montage wird dann an ein Subunternehmen aus der Region beauftragt. Dies ist meist kostengünstiger als die eigenen Monteure für die Anfahrt, Verpflegung und Unterbringung zu bezahlen. Für den Subunternehmer kann es allerdings schwierig sein, wenn die Kommunikation nicht stimmt, beispielsweise wenn die einzelnen Teile nicht ausreichend beschriftet sind. Auch kann es passieren, dass man dann Überstunden machen muss, da man nur eine bestimmte Anzahl an Tagen hat, um fertig zu werden und eine Pauschale für den ganzen Auftrag vereinbart ist. Wir waren ziemlich im Stress und haben  ein bisschen länger gebraucht als erhofft, doch sind noch rechtzeitig fertig geworden! Die drei Zimmer waren quasi eine Probe, im August werden wir ganze acht Zimmer aufbauen! Leider durfte ich keine Fotos des Auftrages hochladen :/

Interessante Aufträge und Kooperationen

Als Tischler arbeitet man oft mit externen Betrieben zusammen. Meistens sind dies Elektriker oder Glaserien, wir mussten jedoch vor kurzem eine Einbau-Wohnlandschaft herstellen und brauchten daher einen Polsterer. Ein Sofa war Neuland für uns und daher eine neue Herausforderung, die wir aber erfolgreich gemeistert haben. Zu dem Sofa wollte der Kunde auch einen Einbauschrank, dadurch hat der gesamte Auftrag ca. 2 Tage Einbauzeit gedauert, doch das Ergebnis lässt sich sehen!

Leider habe ich erst gegen Ende des Auftrags daran gedacht, Fotos zu knipsen.

Hier waren wir schon fast fertig!

Ein erfolgreicher Auftrag!

Auch der Polsterer hat ganze Arbeit geleistet 🙂

Wer kann’s? Der Tischler

Vor einigen Wochen hatten wir einen etwas anderen Auftrag. Der Kunde wollte eine Gartenhütte, in der er sein Fahrrad etc. abstellen kann. Dabei mussten wir verschiedene Aspekte beachten, wie beispielsweise die Verankerung und die Witterung.

Als Tischler arbeitet man mit vielen Materialien: So besteht das Gerüst aus massiven Balken, die Seiten aus Siebdruckplatten und die Verkleidung aus Kunstoffpaneelen. Die Balken haben wir in der Firma mit einer speziellen Lasur überzogen, um das Holz witterungsbeständig zu machen. Zudem haben wir uns dafür entschieden, das Gerüst so zu konstruieren, dass man es zusammenstecken muss (das erkennt man gut auf dem ersten Bild). Der Auftrag war anstrengend, da alles sehr genau werden musste, und vor allem das Schloss brachte einige Schwierigkeiten mit sich. Doch nachdem alles stand, waren wir doch auch sehr stolz 🙂

So haben wir morgens angefangen..

Während des Aufbaus.

Fast fertig!

Das Gelernte privat einsetzen

In den letzten paar Wochen war ich ziemlich beschäftigt: Wir mussten die Wohnung meiner Mutter renovieren, weil ihr damaliger Mieter einen Saustall hinterlassen hat, in dem man nicht mehr wohnen konnte. Mitunter musste ich Sachen machen, die ich auf der Arbeit gelernt habe, wie beispielsweise Silikon- und Acrylfugen ziehen, Möbel und Lampen richtig anbringen und Fußleisten passgerecht sägen.  Ich durfte mir Werkzeug von der Arbeit mitnehmen um an den Wochenenden und nach der Arbeit an der Wohnung zu arbeiten, was sehr hilfreich war.

Wir mussten uns auch an neuen Sachen versuchen, wie Wände verputzen und Tapezieren, was sich schwieriger anhört als es ist.  Ich habe dabei Unterstützung von der Familie  und Freunde erhalten, wofür ich sehr dankbar bin. Ohne Hilfe wäre ich wahrscheinlich noch am Anfang! Es ist vor allem zeitaufwändiger als man denkt, wenn man es denn ordentlich machen möchte! Zu guter Letzt musste alles gestrichen werden, jeder der mich kennt weiß, dass ich Streichen hasse! Die Wohnung ist jetzt aber endlich wieder beziehbar.

Diese Wand musste verputzt und tapeziert werden.

Hier musste ich die Silikonfugen um das Waschbecken sowie als Wandabschluss ziehen. Irgendwann muss ich noch Sockelleisten sowie Passblenden anbringen.

Die Aluprofile dienen zur optischen Verbesserung.

Eine frisch verputzte Wand.

Vom Baum zum Badezimmerschrank

Diese Woche hatten wir eine Baustelle bei einem Kunden mit speziellem Wunsch. Er besitzt ein riesiges Feld mit entsprechend vielen Bäumen. Eine dieser Eichen musste vor ca. 8 Jahren von ihm gefällt werden und der Kunde hat den Baum nicht nur selbst gefällt, sondern auch eigenhändig aufgetrennt und zu Bohlen verarbeitet. Ein paar dieser Bohlen hat er uns vor einigen Wochen zur Verfügung gestellt, um ihm daraus unter anderem einen Badezimmerschrank und einen Massivholz-Tisch zu bauen, hier ist das Ergebnis!

Ein guter Kontrast zwischen Natur und lackierter Oberflächen.

Den äußeren Teil nennt man „Waldkante“.