Alle Artikel von Deniz Güclüoglu

Eiche Overload!

Momentan bauen wir die renovierte Wohnung eines Kunden um und haben daher alle Hände voll zu tun! Wir wurden damit beauftragt, einen Einbauschrank mit vielen Tablaren und Schubkästen herzustellen und zu montieren. Dieser Schrank sollte mit 4 lackierten Schiebetüren ausgestattet sein, deren Furnierbild weiterläuft und das ganze einheitlicher aussehen lässt. Die Selbsteinzüge der Türen, die in den oberen Aluprofilen verbaut sind, haben meinem Kollegen und mir das Leben sehr schwer gemacht, da sie sich nicht richtig einstellen ließen, doch nach dem dreißigsten Mal Aus- und wieder Einhängen der Türen waren wir endlich fertig!

Fertig mit dem Aufbau

Nr. 1 eingehangen!

Das einheitliche Furnierbild

Die gebürstete Oberfläche des Furniers

Im Schlafzimmerbereich haben wir einen weiteren Schrank aufgebaut. Dieser ist mit Bewegungssensoren und LED-Leisten ausgestattet worden, die beim Aufmachen der Türen angehen, um alles im Schrank gut sehen zu können! Der Schrank enthält zudem noch einen Hosenauszug, den ich so vorher noch nie gesehen habe!

Es werde Licht!

Die restlichen Möbel seht ihr dann in meinem nächsten Post 🙂

Der erste eigene Auftrag – Teil 2

Hier ist die Fortsetzung vom Bau der Lampen. Leider musste ich zwischenzeitlich für ein paar Wochen in die Schule und konnte das fertige Produkt nicht fotografieren :/ Aber man kann es sich auf jeden Fall vorstellen!

Jetzt aber erstmal weiter. Ich habe im letzten Beitrag vergessen zu erwähnen, dass Eiche oft Risse etc. aufweist. Diese kitten wir mit Spezialkit und schwarzem Schleifstaub und Schleifen dann die Flächen, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Danach werden die Kanten mit dem Kantenschleifer bearbeitet, um auch saubere Kanten zu bekommen. Das sieht folgendermaßen aus:

Nachdem die Kanten geschliffen wurden, habe ich die Kanten gefast. Das wird mit dem Kantenfräser und einem entsprechenden Fräskopf ermöglicht. Das Ergebnis kann man als minimalistisch/modern beschreiben!

Die gefasten Kanten

Danach wurden die Taschen gefräst, in denen man die Kabel und das Trafo einlassen kann. Wir haben das ganze durch eine Sperrholzplatte und einen Eichenklotz verdeckt, in dem auch das Metallstück zur Aufhängung eingelassen wurde.

 

Das Ganze wurde dann geölt und zum Trocknen gelegt. Während ich in der Schule war, hat mein Arbeitskollege dann an jeder Ecke Alu-Rohre als Abstandshalter eingelassen, die LED’s eingeklipst und alles dem Kunden übergeben, der sich wohl sehr gefreut hat! Vielleicht arbeiten wir ja bald bei dem Kunden im Haus, sodass ich das ersehnte fertige Foto der Lampen an der Wand erhalten kann! Bis dahin habe ich leider nur dieses Bild als Abschluss 🙂

Der erste eigene Auftrag

Vor kurzem wurden wir damit beauftragt, drei Wandleuchten aus Eiche herzustellen. Sie sollten 30×30 cm groß sein, aus Eiche bestehen und zwei LED’s beinhalten, die hinten verbaut sind um indirekt zu leuchten. Ich wurde damit beauftragt, den Großteil der Konstruktion zu erledigen. Das war das erste Mal, dass ich fast alleine an einem Projekt arbeiten sollte. Ich habe die meisten Schritte in Bildern mit Erklärung für euch festgehalten und werde sie in mehrere Beiträge aufteilen und erklären.

Die Bretter wurden zusammengeleimt und auf der Formatkreissäge zurechtgeschnitten

Danach habe ich mir eine Schablone gebaut um die Fräsungen an der Oberfräse nachzufräsen

Die runden Fräsungen sind für die LEDs, die große Tasche ist für das Kabel und das Netzteil

Um die Kabel der LEDs zu platzieren, musste außerdem noch ein Kanal gefräst werden, dafür habe ich einfach die Kante der Schablone genommen

 

Weiter geht’s im nächsten Beitrag 🙂

Treffpunkt Tischler 2017

Vergangenes Wochenende haben wir einen Klassenausflug nach Bochum zum Tischler-Treffen gemacht. Dort gab es eine kleine Messe, viele gute Vorträge und sehr gutes Essen! Es gab viele verschiedene Aussteller wie beispielsweise „Hilti“ oder auch „Die Freunde Nepals e.V.“. Letztere bieten Azubis an, 2 Wochen in Nepal zu verbringen, um beim Bau von Häusern zu helfen. Dies hat mich persönlich und ein paar meiner Mitschüler sehr interessiert, vielleicht werde ich dem auch nachgehen!

Ansonsten gab es beim Treffen auch verschiedene Vorträge. Eines der Vorträge wurde von Bundesligaschiedsrichter Lutz Wagner geführt. In seinem Vortrag ging es hauptsächlich um Fairness sowohl im Beruf als auch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Er hat dabei viele Vergleiche zu seiner Tätigkeit als Schiedsrichter gezogen und alles sehr interessant gestaltet!

Bei dem Treffen gab es auch Verpflegung in Form eines kleinen Buffets. Das Essen war hervorragend und der Service war auch stets bemüht, leere Flaschen mit neuen zu tauschen, ganz großes Lob!

Ansonsten gab es auch viele Gewinnspiele, kleine Spielereien und natürlich viele Werbegeschenke, wie beispielsweise Zollstöcke, USB-Sticks mit Werbefilmchen und Bleistifte ohne Ende 😀 Alles in allem hat uns das Treffen sehr gut gefallen!

Ein Teil der Messe

 

Carrera Rennbahn Gewinnspiel. Hauptpreis war ein Wochenende mit einem Maserrati!

Es muss auch alles getestet werden!

Es werde Licht

Eine unserer  Stammkunden ist eine Schule, die umgeben ist von Bäumen und Gebüschen. Das ist zwar sehr naturnah und sieht super aus, doch es bringt auch Negatives mit sich. Ein paar der Klassenräume beispielsweise sind so nah an den Bäumen, dass an Unterricht ohne künstliche Beleuchtung durch Deckenlampen nicht zu denken ist. Deswegen wurden wir damit beauftragt, Abhilfe zu schaffen. Zusammen mit Dachdeckern und einer Spezialfirma, die sich mit genau solchen Problemen beschäftigt, ist uns dies gelungen. Wir mussten dazu spezielle Röhren durch die Decke „stecken“, die Sonnenstrahlen bündelt und in den Raum schafft – ganz natürlich und ganz ohne Strom. Den Unterschied seht ihr vielleicht in den Bildern – live ist es jedenfalls ein gewaltigerUnterschied 😀

So sah die Decke vor dem „Eingriff“ aus.

Wir haben ein paar Bretter der Deckenvertäfelung herausgenommen, um uns einen Überblick zu verschaffen.

Das erste der Löcher – jetzt müssen die Dachdecker von oben durchkommen.

Ein Durchbruch ist geschafft.

Die erste Röhre ist fertig!

Das Licht ist so hell, dass meine Kamera das Bild dunkler gestellt hat!

Einen Ticken zu laut

Neulich hatten wir wieder einen interessanten Auftrag. Es ging darum, dass die Meeting -und Gesellschaftsräume von einem unserer Kunden renoviert wurden. Sie haben den Boden mit PVC auslegen lassen. Dabei wurde übersehen, dass die Wände und die Decke aus Beton bestehen und es nach der Renovierung nun in den Räumen furchtbar hallt! Der Innenarchitekt hat uns deswegen gebeten, spezielle Paneele von der Decke zu hängen, die den Schall brechen und dadurch das Hallen stoppen. Diese Paneele bestehen aus Glaswolle, die mit einer Art weißer Farbe überstrichen wurden, um es ansehnlicher machen zu lassen. Der Kunde wollte sie allerdings in einer speziellen Form und Anordnung von der Decke hängen lassen, wodurch wir uns überlegen mussten, wie wir die geschnittenen Kanten verbergen können. Wir haben uns dann zusammen mit dem Architekten überlegt, die Paneele mit einem Escherahmen zu versehen, die wir in der Firma hergestellt haben und dann auf der Baustelle vor Ort auf Länge schneiden mussten. Das Ganze sieht nun so aus:

Diese Wandpaneele haben wir auch gemacht.

Kann sich sehen lassen!

Wir haben uns dieses Muster zuvor in der Firma zurecht geschnitten, um ein genaues Bohren und Ausrichten zu gewährleisten.

Das zweite Wandpaneel

So sah es vorher aus. Das Hallen war wirklich ohrenbetäubend.

Das Wandpaneel im Aufbau.

Diese speziellen Aufhänger kamen mit den Paneelen. Sie werden praktischerweise einfach ins Material eingedreht.

Die Aufhängung.

Das Bohren in die Betondecke war auf Dauer echt anstrengend. Unsere Hilti Akkus sind schon an ihre Grenzen gestoßen 😀

Gesellenstücke 2017 und das 2. Lehrjahr

Heute hatten wir den letzten Tag in der Berufsschule und sind dadurch so gut wie im 2. Lehrjahr. Kaum zu glauben, dass es schon ein Jahr her ist, seit ich mit der Ausbildung angefangen habe! Gestern haben wir uns die Gesellenstücke der Azubis im 3. Lehrjahr ( also jetzt Gesellen) angeschaut, dabei gibt es echt fantastische Stücke! Ich habe leider nur ein paar Fotos machen können, doch ich bin mir sicher, das die ganzen Fotos bald auch online sein werden! Ich hoffe, dass ich in 2 Jahren etwas auch nur halb so Schönes anfertigen kann 😀

Mal etwas anderes – in Betonoptik.

Mit drehbarem Weinfassbrett.

Die Maserung des Furniers ist schön beibehalten

Integrierter Plattenspieler!

Aufwendigste Furnierarbeit!

Halb modern halb Europalette – sehr schick!

Recycling aus betrieblichen Resten

Wir haben vor kurzem Badezimmermöbel für einen Kunden hergestellt. Für die Fronten haben wir mit Eiche furnierte Tischlerplatten benutzt. Was Furnier eigentlich ist, hat euch Jonas bereits in einem älteren Artikel erklärt. Nach dem Auftrag waren einige Reste übrig, die ich mir fix unter den Nagel gerissen habe, bevor sie in der Tonne landen! Ein guter Freund von mir hatte Geburtstag und fand meine Düsseldorfer Skyline Idee aus Wolle und Nägeln schön. Daher habe ich die Gelegenheit genutzt und ihm zum Geburtstag etwas Ähnliches gebastelt. Die Reste habe ich erst zurechtgeschnitten und mit Eichenkanten versehen. Das Ganze habe ich dann fein geschliffen, gerundet und anschließend geölt, damit die Maserung etwas angefeuert wird. Zuhause habe ich dann das Motiv ausgedruckt, mittig positioniert und mit Klebeband befestigt um dann die Konturen zu nageln. Ich bin dann mit der Wolle im Zufallsprinzip um die Nägel gegangen um das Motiv auszufüllen. Zum Schluss habe ich Buchstaben mit weißem Lack versehen, um das Wort „Underground“ zum Vorschein zu bringen. Mein Kumpel hat sich sehr gefreut!

Das fertige Bild an der Wand.

Jetzt kann es mit der Wolle weitergehen!

Das Nageln ist ziemlich zeitaufwendig.

Arbeit & Stress als Subunternehmer

Momentan sind wir ziemlich beschäftigt, wir haben einen sehr großen Auftrag an Land gezogen, über den ich euch später berichten werde. In den letzten paar Tagen jedoch haben wir etwas anderes gemacht: Wir haben als Subunternehmer drei Zimmer in einem großen Hotel in der Innenstadt aufgebaut. Die Arbeit als Subunternehmer ist interessant und beherbergt einige Schwierigkeiten. In unserem Fall war es so, dass eine große Schreinerei in Hessen eine Partnerschaft mit der Hotelkette hat, für die wir die Zimmer hergerichtet haben. Das heißt also, dass die Schreinerei die ganzen Möbel, wie das Bett, Schränke und Kommoden in Hessen baut und diese dann ins Hotel liefert. Für die Montage wird dann an ein Subunternehmen aus der Region beauftragt. Dies ist meist kostengünstiger als die eigenen Monteure für die Anfahrt, Verpflegung und Unterbringung zu bezahlen. Für den Subunternehmer kann es allerdings schwierig sein, wenn die Kommunikation nicht stimmt, beispielsweise wenn die einzelnen Teile nicht ausreichend beschriftet sind. Auch kann es passieren, dass man dann Überstunden machen muss, da man nur eine bestimmte Anzahl an Tagen hat, um fertig zu werden und eine Pauschale für den ganzen Auftrag vereinbart ist. Wir waren ziemlich im Stress und haben  ein bisschen länger gebraucht als erhofft, doch sind noch rechtzeitig fertig geworden! Die drei Zimmer waren quasi eine Probe, im August werden wir ganze acht Zimmer aufbauen! Leider durfte ich keine Fotos des Auftrages hochladen :/

Interessante Aufträge und Kooperationen

Als Tischler arbeitet man oft mit externen Betrieben zusammen. Meistens sind dies Elektriker oder Glaserien, wir mussten jedoch vor kurzem eine Einbau-Wohnlandschaft herstellen und brauchten daher einen Polsterer. Ein Sofa war Neuland für uns und daher eine neue Herausforderung, die wir aber erfolgreich gemeistert haben. Zu dem Sofa wollte der Kunde auch einen Einbauschrank, dadurch hat der gesamte Auftrag ca. 2 Tage Einbauzeit gedauert, doch das Ergebnis lässt sich sehen!

Leider habe ich erst gegen Ende des Auftrags daran gedacht, Fotos zu knipsen.

Hier waren wir schon fast fertig!

Ein erfolgreicher Auftrag!

Auch der Polsterer hat ganze Arbeit geleistet 🙂