Alle Artikel von Deniz Güclüoglu

Neues von der grünen Küche

Erinnert ihr euch noch an die Küche, von der ich euch in einem älteren Beitrag erzählt habe? Nein? Hier könnt ihr den Beitrag noch einmal nachlesen 🙂
Wie auch immer, vor kurzem haben wir endlich das „Go!“ zum Bau des Projektes erhalten, sodass ich euch nun mehr Bilder davon zeigen kann!

Wir haben so gut wie alles genutzt! Hier wurden die einzelnen Bretter formatiert

Auf der rechten Seite sieht man eines der Bretter, nachdem es formatiert und abgehobelt wurde. Diese nun gehobelten Bretter wurden dann mit speziellem Kleber auf die Multiplex Teile geklebt und später klar lackiert, um die Front zu wahren und um weiteres Abblättern der uralten Schicht zu vermeiden.

Einige der Bretter sind nach dem Hobeln leider gebrochen, da das Holz bereits sehr alt und stark beansprucht war. Wir mussten die einzelnen Teile daher sehr vorsichtig aufbewahren und teilweise wieder zusammenleimen.

Den Rest werde ich euch in einem späteren Beitrag zeigen, ich habe ab dieser Woche leider wieder Schulunterricht 😉

Die Vielseitigkeit der IHM in München

Am Montag und Dienstag wurde von Tischler Schreiner Deutschland zur Internationalen Handwerksmesse in München eingeladen. Dieser Einladung bin ich gerne gefolgt und konnte mir somit die Messe genauestens ansehen. Gleich zu Beginn, vor dem Betreten der Messe, wurde mir plötzlich klar, wie groß diese Messe ist. Eine solch große Messe kannte ich vorher nur von der „Boot“ in Düsseldorf, wobei ich glaube dass die IHM noch größer ist.  Dort gab es unglaublich viele schöne Dinge zu sehen, alles zum Thema Kunsthandwerk, also Bildhauereien, Schmuck, exklusive Uhren und Schneidebrettchen (eines meiner Lieblingsthemen!)

Ein ungewöhnlicher Schnapsschrank!

Außerdem gab es ungemein viele moderne Küchen. Moderne Küchen mit der neuesten Technik oder auch  Landhaus-Küchen, die durch und durch massiv sind!

Das Stück in der Mitte ist die Dunstabzugshaube!

Sehr cool fand ich diesen Stand, der ganze Räderrahmen aus Massivholz gebaut und vermarktet hat!

Zu guter Letzt konnte ich mir noch die Siegerehrung der „Guten Form 2018“ angucken, was sehr spannend war! Die drei besten Gesellenstücke wurden jeweils mit einem großen Scheck (1500€, 1000€ und 500€ ) und einer brandneuen Festool-Maschine (Handkreissäge mit Schiene, Oberfräse und Schlagbohrer) gekührt. Alle ausgestellten Gesellenstücke waren unfassbar gut konzipiert und wirklich interessant, es gab für alle eine Urkunde mit kleinen Geschenken!

Alle Erbauer der Gesellenstücke.

Der Pressesprecher Fridtjof Ludwig kührt Martin Bader aus Baden-Württemberg als Gewinner!

Für Fotos sowie Animationen der Stücke könnt ihr diesem Link folgen, der noch weitere Informationen zum Wettbewerb enthält 🙂

http://www.tischler-schreiner.de/die-gute-form-2018-live

Das Muster zur grünen Küche

Ich bin momentan in der Schule, da gibt es leider nicht allzu viel Großes zu berichten, deswegen schreibe ich diesmal wieder über den Fortschritt zur grünen Küche. Wir haben uns vor Kurzem dem Muster der Küche mit den Fronten aus dem alten Tor gewidmet. Das Muster brauchen wir, um dem Kunden ein Bild seiner Küche machen zu können. Ohne Muster gibt es immer das Risiko, dass das Endprodukt dem Kunden gar nicht gefällt, weil die Farbe doch anders ist, als er es sich vorgestellt hat!

Wir haben dazu ein paar Bretter geschnitten und gehobelt, diese dann gefast und auf eine Multiplexplatte geleimt. Anschließend haben wir das Stück gefälzt und eine Alukante draufgeklebt. Der Plan ist, die Fronten komplett mit einem Alurahmen zu versehen, aber so kann sich der Kunde ein Bild von der Produktion machen 🙂

Ich finde das Muster gelungen und hoffe, auch bald die Küche sehen zu können!

Wieder ein Unikat mehr in Planung

Wir machen in unserer Firma oft extravagante und außergewöhnliche Stücke. Wir fertigen demnächst beispielsweise eine Küche für einen Kunden an, der uns ein etwa 150 Jahre altes Tor mitgegeben hat – daraus sollen wir die einzelnen Bretter herausschneiden und Fronten für die Küche fertigen. Beim Zuschnitt der Bretter musste ich besonders darauf achten, nichts zu zerstören, durch Druck zu verfärben und das Meiste aus den Stücken herauszubekommen. Das Tor wurde damals einfach mit überlangen Nägeln zusammengezimmert, das Entfernen der Nägel erwies sich als schwierig, da sie hinten einfach umgehauen wurden und alles ziemlich zerbrechlich war. Die alte Farbe war besonders empfindlich, bei Druck wurde sie direkt dunkel und auffällig matt. Ich habe mich dann dafür entschieden, die Bretter auszumessen und herauszusägen.

Ich hoffe, ich kann  demnächst ein Bild der fertigen Küche ergattern und anschließend hier zeigen 🙂

Ein kleines Nebenprojekt

Hallo liebe Leser,

ich hoffe, ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit und dass ihr gut ins neue Jahr gekommen seid! Ich habe vor kurzem ein Schneidebrett aus übrig gebliebenen Holzresten gebastelt, das ich euch gerne zeigen möchte. Das Projekt zeigt ganz gut, was man auch aus kleinen Überresten und dem richtigen Werkzeug noch basteln kann!

Übrig geblieben waren ein Ausschnitt einer Arbeitsplatte aus Buche, ein paar Steifen Räuchereiche und ein etwas dickeres Stück Eiche.

Spülbeckenausschnitt Buche, Räuchereiche und Eiche

Erst habe ich mir ein paar Gedanken über Maße, Stärke und Design gemacht. Dann habe ich die Buche gehobelt, da sie mir mit 40mm zu dick war, und mir ein Rechteck aus dem Stück geschnitten.

Designüberlegung – Trocken

Nachdem ich mit dem Design zufrieden war, habe ich die Teile zusammengeleimt und den überschüssigen Leim mit einem feuchten Tuch weggewischt.

Nachdem der Leim getrocknet war, habe ich das Stück noch einmal  gehobelt, um eine gerade Fläche zu erhalten.

Die Kanten habe ich mit dem Kantenfräser gefast, weil ich es schöner fand, als sie nur zu brechen oder zu Runden.

Danach wurde das Brettchen von allen Seiten fein geschliffen, etwas mit Wasser besprüht (damit sich die Fasern aufstellen) und nochmal fein geschliffen, damit diese Fasern sich nicht beim ersten Waschen des Brettes aufstellen.

Nun blieb mir nichts mehr anderes übrig als das Stück zu Ölen und kleine Gummifüße drunter zu schrauben, damit das Brett nicht rutscht oder gar von unten nass wird und sich kesselt 🙂

Das Projekt hat mir Spaß gemacht und wird hoffentlich länger halten als die günstigen Schneidebretter vom Discounter 🙂

Die restlichen Fotos der (endlich) abgeschlossenen Baustelle!

Es ist mal wieder etwas Zeit verstrichen, doch ich wollte euch die Fotos der Baustelle nicht vorenthalten!

Bei diesem Möbel haben wir eng  mit dem Fliesenleger gearbeitet. Der Bauherr wollte einen Waschtisch haben, bei dem die Fliesen auf Gehrung geschnitten sind, um den Anschein einer sehr dicken Steinplatte zu erwecken.

Wie man sehen kann, wollte der Kunde die Möbel so einheitlich wie möglich haben. Alle Waschtische wurden so gebaut, dass sie ähnlich aussehen, jedoch haben zwei Möbel Schubkästen, während der letzte eine Klappe hat, die sich nach unten öffnet.

Dem Kunden war es ebenso wichtig, verschiedene Lichtquellen zu haben: eine normale, die das ganze Bad erleuchtet und eine weitere, die man in der Nacht benutzen kann, um nicht halb zu erblinden 🙂

Der große Schiebetüren Schrank mit Eichenfüllung

Der große Schrank gefällt mir persönlich am meisten, da die Füllungen eine sehr schöne Struktur aufweisen. Dass die Maserung fortlaufend ist, ist meiner Meinung nach noch das I-Tüpfelchen!

Eiche Overload!

Momentan bauen wir die renovierte Wohnung eines Kunden um und haben daher alle Hände voll zu tun! Wir wurden damit beauftragt, einen Einbauschrank mit vielen Tablaren und Schubkästen herzustellen und zu montieren. Dieser Schrank sollte mit 4 lackierten Schiebetüren ausgestattet sein, deren Furnierbild weiterläuft und das ganze einheitlicher aussehen lässt. Die Selbsteinzüge der Türen, die in den oberen Aluprofilen verbaut sind, haben meinem Kollegen und mir das Leben sehr schwer gemacht, da sie sich nicht richtig einstellen ließen, doch nach dem dreißigsten Mal Aus- und wieder Einhängen der Türen waren wir endlich fertig!

Fertig mit dem Aufbau

Nr. 1 eingehangen!

Das einheitliche Furnierbild

Die gebürstete Oberfläche des Furniers

Im Schlafzimmerbereich haben wir einen weiteren Schrank aufgebaut. Dieser ist mit Bewegungssensoren und LED-Leisten ausgestattet worden, die beim Aufmachen der Türen angehen, um alles im Schrank gut sehen zu können! Der Schrank enthält zudem noch einen Hosenauszug, den ich so vorher noch nie gesehen habe!

Es werde Licht!

Die restlichen Möbel seht ihr dann in meinem nächsten Post 🙂

Der erste eigene Auftrag – Teil 2

Hier ist die Fortsetzung vom Bau der Lampen. Leider musste ich zwischenzeitlich für ein paar Wochen in die Schule und konnte das fertige Produkt nicht fotografieren :/ Aber man kann es sich auf jeden Fall vorstellen!

Jetzt aber erstmal weiter. Ich habe im letzten Beitrag vergessen zu erwähnen, dass Eiche oft Risse etc. aufweist. Diese kitten wir mit Spezialkit und schwarzem Schleifstaub und Schleifen dann die Flächen, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Danach werden die Kanten mit dem Kantenschleifer bearbeitet, um auch saubere Kanten zu bekommen. Das sieht folgendermaßen aus:

Nachdem die Kanten geschliffen wurden, habe ich die Kanten gefast. Das wird mit dem Kantenfräser und einem entsprechenden Fräskopf ermöglicht. Das Ergebnis kann man als minimalistisch/modern beschreiben!

Die gefasten Kanten

Danach wurden die Taschen gefräst, in denen man die Kabel und das Trafo einlassen kann. Wir haben das ganze durch eine Sperrholzplatte und einen Eichenklotz verdeckt, in dem auch das Metallstück zur Aufhängung eingelassen wurde.

 

Das Ganze wurde dann geölt und zum Trocknen gelegt. Während ich in der Schule war, hat mein Arbeitskollege dann an jeder Ecke Alu-Rohre als Abstandshalter eingelassen, die LED’s eingeklipst und alles dem Kunden übergeben, der sich wohl sehr gefreut hat! Vielleicht arbeiten wir ja bald bei dem Kunden im Haus, sodass ich das ersehnte fertige Foto der Lampen an der Wand erhalten kann! Bis dahin habe ich leider nur dieses Bild als Abschluss 🙂