Alle Artikel von Jonas Klinkenberg

Spiegel oder iPad? Warum nicht beides..?

Ein Freund von mir kam vor kurzem mit einem spannenden Projekt auf mich zu. Er hat ein Display entwickelt das hinter einem speziellen Spiegelglas sitzen soll. Dieses Spiegelglas ist so beschichtet, dass sobald das Display sichtbar wird, sobald man dem Sensor ein Zeichen gibt. So kann man sich in Ruhe vor dem Spiegel zu Recht machen und sofern erforderlich kurz den integrierten Rechner in den Spiegel einblenden lassen um mal kurz das Wetter oder ähnliches zu checken.
Der Prototyp ist bereits fertig und ein paar Bilder sind auch schon für Euch vorhanden 😉

Nachdem ich mir eine Konstruktion überlegt habe und den Rahmen zusammen gebaut habe, ging es zum Füllern! Füllern? Füllern nennt man den weißen Lack der sich prima schliefen lässt und sich hervorragend als Grundierung für Buntlacke eignet 😉

Nach dem schleifen habe ich ihn dann schwarz lackiert und vorsichtig zusammen gesetzt…

Bis auf den Sensor auf der linken Seite, sieht er doch recht normal und nach einem normalen Spiegel aus

Doch hinter dem Spiegelglas verbirgt sich eine Menge Technik und das Display

Wisst Ihr was das coole am Leben eines Schreiners ist?
Ihr werdet jeden Tag aufs Neue mit ganz unterschiedlichen Dingen konfrontiert und dürft Euch eigne Lösungen überlegen! Da kommt Ihr mit ganz verschiedenen Materialien und Werkstoffen in Verbindung mit den Ihr arbeiten dürft…
Das macht mir einfach Spaß und macht das Leben eines Schreiners so besonders! 🙂

Vielfalt des Tischlergewerks

Wer einen abwechslungsreichen und kreativen Arbeitsalltag liebt, der sollte sich mal Gedanken über das Tischlergewerk machen! Denn hier löst man täglich neue Problemstellungen durch individuelle und kreative Vorgehensweisen. Denn jeder Kunde kommt mit  einem ganz neuen und individuellen Projekt.
Und genau das ist mir bei zwei Montagen in der letzten Woche noch einmal besonders aufgefallen. Aber seht selbst:

Anfang der Woche war das oben zusehende Schulungsterminal dran. Dieses wurde für eine große Firma entwickelt die dort Ihre eigenen Mitarbeiter schulen möchte. Hier stand vor allem die Funktion und Nutzungsdauer im Fokus.

Die zweite Montage bestand aus einer Wandverkleidung im Landhausstil und dem überarbeiten einer Tischplatte. Dieses Projekt wurde für einen Privatkunden durch geführt der seinem Lebensraum eine angenehmere und wohnlicherer Atmosphäre schaffen wollte. Und genau das haben wir durch unsere Wandverkleidung geschafft! 

Die Abschlussleiste haben wir passend zu dem bestehenden Esstisch in Esche gefertigt und anschließend geölt!

Wo geht die Reise hin im Tischlerhandwerk?

Diese Frage taucht in Bezug auf die Digitalisierung und Vernetzung immer wieder auf. Denn eines ist klar: Wir stehen noch ganz am Anfang dieses Prozesses und jeden Tag kommen neue Firmen mit großartigen Ideen auf den Markt, beispielsweise mit durchdachter und innovativer Zeichensoftware, die speziell für die Bedürfnisse von kleinen und mittelständigen Betrieben entwickelt worden ist.

Die Vorteile eines CAD-Programms: Es liefert dem Tischler beim Zeichnen automatisch die Fertigungsdaten der entworfenen Möbel mit.  Wir sprechen hier von Materiallisten und Produktionsdaten für den Maschinenpark. Das alles entsteht meist vollautomatisch, während wir unsere Möbel zeichnen. Zur LIGNA 2019 stellen sich einige Firmen mit ihren Ideen vor. Bei imos etwa kann der Schreiner unter anderem seine eigenen Möbelkorpusse entwerfen und sie auf seine Website hochladen, während der Kunde das Möbel online  im Rahmen definierter Möglichkeiten (Größe, Korpusmaterial, Beschläge etc.) anpassen oder verändern kann. Sobald der Kunde das Möbel nach seinem Geschmack fertig konfiguriert hat, erhält er direkt ein Angebot und der Schreiner die entsprechenden Fertigungsdaten. Alle Schritte sind aufeinander abgestimmt. Aber Moment mal – mangelt es dem Kunden nicht oft an der nötigen Vorstellungskraft?

Auch hierfür gibt es Lösungen. Mit einer VR-Brille kann der Kunde seine konfigurierten Möbel dreidimensional betrachten und sogar Türen und Schubladen öffnen. Der nächste Schritt wäre dann der Handschuh, mit dem sich Materialien und Oberflächen eines Möbels auch haptisch erfahren lassen.

Wie ihr seht – in der Softwarebranche tut sich wirklich so einiges in puncto Digitalisierung und Vernetzung.  Wer  sich für CAD-/CAM-Programme interessiert, sollte sich also unbedingt auf der LIGNA einmal umschauen. Und wer Freikarten sucht, findet sie hier: www.tischler-schreiner.de/ligna-2019

LIGNA Preview!

In der Branche allseits bekannt, oder?
Für alle, die noch nichts davon gehört haben, hier eine kleine Erläuterung 😉
LIGNA kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Holz“. Und genau darum geht es: Bei dieser Messe findet ihr alles rund ums Thema Holzverarbeitung. Das Ganze fängt bei der Baumfällung an und geht bis hin zur Oberflächenbehandlung. Genau das zeichnet die LIGNA aus und macht sie zur weltweiten Nummer eins im Bereich der Holzverarbeitungsmessen. Hier tummeln sich alle kleinen und großen Maschinen- , Dienstleistungs- und Softwareunternehmen mit jeder Menge spannender Neuheiten im Gepäck.
Da ich ab sofort auch als Blogger für die LIGNA arbeite, bin ich ganz nah dran am Messegeschehen – und nehme euch gleich mit!

Willkommen bei der LIGNA Preview!

Die LIGNA Preview startete wie gewohnt am 05.02.2019 in Hannover mit einer Pressekonferenz. Hier wurde  deutlich, dass die LIGNA 2019 im Bereich der Forstwirtschaft, Sägewerkstechnik, Plattenwerkstoff-Herstellung, Holzverarbeitungsmaschinen, Oberflächentechnik und der Automation und Robotik einiges zu bieten hat.

Stellen wir uns doch mal vor, wir haben einen gut aufgestellten Maschinenpark und jede Menge Arbeit. Was brauchen wir da alles, um loszulegen?
Na klar – Strom, und das benötigte Material usw. , das sollten wir alles haben. Aber um mit den Maschinen arbeiten zu können, brauche ich Werkzeuge, richtig?
Und genau bei den Werkzeugen geht die Digitalisierung und Vernetzung schon los.
Langweilig? – Auf keinen Fall!
Das ständige Wechseln meiner Sägeblätter, Bohrer und Fräser ist aufwendig und zum Teil sehr zeitintensiv. Denn irgendetwas ist immer zu tun: Entweder muss ich noch den Vorritzer dem Sägeblatt zuordnen, einen Fräser einmessen oder, oder, oder.
Und genau hierbei hilft uns die Digitalisierung.

Bei der Firma Leitz werden zum Beispiel die einzelnen Werkzeuge mithilfe eines Datenchips zuordnungsbar gemacht. So können Werkzeuge nicht mehr verwechselt werden und man kann direkt erfassen, in welchem Zustand das Werkzeug ist.
Meine Maschinen wissen somit voll automatisch, welches Werkzeug sie verwenden und wann es zum Schärf-Dienst muss. Wahnsinn, oder?

Apropos Maschinen …

HOMAG kommt dieses Jahr mit vielen Verbesserungen und Neuheiten speziell für Handwerksbetriebe zur LIGNA. Gerade mittelständische Unternehmen sollen es in Zukunft durch neue Software, einen besseren Datenfluss und intelligente Maschinenvernetzungen der Firma HOMAG um einiges leichter haben.

Lust auf die LIGNA bekommen?
Dann besucht sie doch dieses Jahr und schaut euch auch den LIGNA Blog etwas genauer an.
Aber natürlich werde ich euch auch hier auf dem Blog weiter über die weltweit führende Maschinen-Hightech-Messe im Bereich der Holzverarbeitung auf dem Laufenden halten 😉

 

 

Das Schöne am Leben eines Schreiners

Als Schreiner stellt man den lieben langen Tag schöne, individuelle Möbel für unterschiedliche Kunden her. Es entstehen Kreationen aus verschiedensten Materialien, Oberflächengestaltungen und vor allem individuellen Ideen. So ist quasi jedes einzelne Möbel ein kleines Kunstwerk für sich.
Und ist dieses dann fertig, geht es zur Montage. Dabei kann man in der Regel das Herz des Kunden etwas höher schlagen lassen und seine Augen funkeln sehen. Genau diese Freude ist so schön mit anzusehen, dass man sie auch privat verteilen möchte. Denn unser Erlerntes können wir natürlich auch für uns nutzen und schöne Möbel für Familie und Freunde herstellen.
Und genau das habe ich mir dieses Jahr für Weihnachten vorgenommen 😉

Und nach vielen langen Abenden und sehr frühen Morgen ist es vollbracht. 🙂

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Ein Schrank zum Stecken

Heute zeige ich euch mal etwas ganz Neues und Spannendes aus unserem Betrieb. In Kooperation mit der Firma Formbar fertigen wir zurzeit Möbel zum Stecken. Der Kunde entwirft im Internet seinen eigenen Schrank in einem speziellen Stecksystem. Dann schreiben wir die CNC-Dateien und fangen mit der Fertigung an. Und so sieht das Ganze dann aus …

Fräsen, Schleifen und Beschriften in einem Arbeitsgang.

Beispiel einer Schrankseite.

Nach dem Zusammenstecken sieht das Ganze dann so aus 🙂

Alles ohne Verbinder, etc. Dieser Schrank hält nur durch seine Überblattungen, die zusammengesteckt werden.