Alle Artikel von Jonas Klinkenberg

Messebau im großen Stil

Nun der kleine versprochene Artikel zum weltweiten Messebau.Also im weltweiten Messebau geht es immer noch darum den Messestand auffällig bzw. außergewöhnlich, aber dennoch passend zum Produkt zu gestalten. Denn der Messestand dient dem verkaufenden Produkt!

Der große Unterschied zu dem vorherigen kleinen Messetand ist relativ schnell zu erkennen…
Die Messestandaufträge sind in der Regel wesentlich größer und enthalten wesentlich mehr Material. Des weiteren wird hier in schnellst möglicher Zeit, möglichst viel Material verarbeitet. So kommen moderne Maschinen wie zum Beispiel die CNC ins Spiel. Die zugeschnitten Spanplatten kommen direkt von der Plattensäge auf die CNC und werden dort bearbeitet. Danach kommt die Kantenanleimmaschine zum Einsatz und die Teile sind quasi für den Aufbau vorbereitet. Die Einzelteile werden im Anschluss direkt mit Hilfe von Dübeln und Expressleim zusammengesetzt. Sobald der Leim getrocknet ist, werden die Teile gut eingepackt und verladen. Ab geht die Reise zum Messegelände…
Und so sieht das ganze dann in der Produktion aus:

Ein großer Teil der Halle ist voll mit einzelnen Möbelteilen, die in kürzester Zeit zusammen gesetzt werden müssen…

Dank moderner CNC Technik können aus den Platten beliebige Tischformen gefräst werden! Verschnitt spielt bei solchen Aufträgen gar keine Rolle mehr

Es werden viele große Teile auf einmal lackiert. Hier sind es Unterbauten für Sitzgelegenheiten. Der Lackraum ist ziemlich gefüllt… 

Sind die einzelnen Elemente fertig, so werden die Teile gut verpackt und die weite Reise beginnt…

Was hat denn der Schreiner mit dem Messebau am Hut???

Als ausgebildete Schreiner/Tischler sind wir in der Lage, eigene Räumlichkeiten zu entwickeln und diese nach der technischen Konstruktion sogar zu produzieren. So gelingt es uns, individuelle Raumlösungen zu entwickeln. Doch was hat das alles mit dem Messebau zu tun? Eigentlich ist es ganz einfach…

Ein Messestand besteht zum größten Teil aus Holzwerkstoffen und muss auf die individuelle Funktion des Nutzers angepasst werden. Da liegt es ja gar nicht so weit weg, dass der Schreiner/Tischler einen Messestand erst entwickeln und danach produzieren soll. Dies kann sowohl im kleinen Stil für die eigene Hausmesse oder im ganz großen Stil für Messen weltweit durchgeführt werden.
Das wichtigste im Messebau ist, dass der Messestand positiv auffällt und zu den Produkten des Messestandes passt! Denn schließlich versucht man mit Hilfe des Messestandes, seine eigenen Produkte zu bewerben 😉

Ich werde euch erstmal unseren eigenen kleinen Messestand zeigen 😉
Hier wollten wir durch unseren Messestand auffallen und potentiellen Kunden einmal verdeutlichen, was der Schreiner im hochwertigen Möbelbau so kann. Des Weiteren inspirierten wir die Besucherinnen und Besucher mit unseren kreativen Ideen!
Jetzt ist aber mal genug von den trockenen Worten …

So sieht er aus! Unser eigener kleiner Messestand!

Schlicht, aber doch elegant!

Links ein Beispiel unserer eigenen Furnierkünste!
In der Mitte befand sich ein Bildschirm, auf dem Bilder von unseren Projekten zu sehen waren. Direkt darunter Beispiele für kreative Wandgestaltungen. Sogar gefärbtes und selbstwachsendes Moos ist dabei! Und rechts eine schöne Ulmia-Bohle! So erfahren  die Besucher auch einmal, woraus so ein Vollholz-Möbelstück entsteht 😉

Eine feine Designerschale aus Makassar beeindruckt die Besucher ebenfalls!

Unser selbstentwickelter Deko-Elch! Dieser wurde auf der Messe für einen wohltätigen Zweck versteigert 🙂

Nächste Woche folgt dann mal ein Artikel zum weltweiten Messebau …
Dann könnt ihr selber die Unterschiede kennenlernen 😉

CNC Programmierung

In der letzten Woche sollte ich die Arbeitsvorbereitung für einen Badezimmerschrank durchführen. Unter anderem gehörten auch die entsprechenden CNC Programme dazu, über die ich Euch nun etwas mehr berichten möchte. Am besten geht dies mit Bildern. Also nicht erschrecken, wenn jetzt so viele auf einmal  auftauchen.

So sah mein Auftrag aus…

und nochmal eine genaue Detailzeichnung der Frontansicht. Es sind zwei große Korpen mit durchlaufendem Rücken, ein großer Korpus mit kurzem Rücken und ein kleiner offener Korpus

Hier exemplarisch einmal: die Seiten des kleinen Korpus

Und los geht’s!

Die ersten Teile sind durch!

Und fertig ist es!
Ein nettes Badmöbel mit Hochglanz Oberfläche!

Innenausbau

Als Schreiner/Tischler ist man nicht nur in der Lage ein einzelnes Möbel zu entwerfen und zu bauen, sondern man hat das nötige Wissen und handwerkliche Geschick um ganze Raumlösungen zu entwerfen! Nach Kundenwünschen wird nicht nur ein einzelnes Möbelunikat entwickelt, sondern ein gesamter Raum. Hier gehören Einbaumöbel, angefertigte Türen und individuell entwickelte Anfertigungen zu. Ein Raum wird durch unsere Planungen komplett neu gestaltet und für den Kunden somit ganz individuell nutzbar. Getreu unserem Motto: Klare Gestaltung und wohnliches Ambiente – Hier wohnen Sie gerne!
Damit Ihr Euch etwas darunter vorstellen könnt, zeige ich Euch nun ein paar Bilder eines Schlafzimmerausbaus. Denn Bilder sagen manchmal doch mehr aus, als tausend Worte 😉
Dies ist eine Raumlösung der Schreinerei Klinkenberg – von der Planung bis zur Endmontage.

Noch sind wir bei der Montage. Aber es wird ein hübscher Raumtrenner mit vielen Funktionen!
Was dieser so alles verbirgt, erfahrt Ihr gleich…

Nach der Montage siehts so aus!

Und was ist das?

Eine integrierte Leselampe auf beiden Seiten!

Hier ist genug Platz für eine Vielzahl an schönen Kleidungsstücken…

 

Demo Box: Mal was ganz Anderes…

Ein Tischler/Schreiner ist hauptsächlich im Möbelbau unterwegs. Doch durch Ausbildung, Meisterprüfung und viele weitere tolle Weiterbildungsmaßnahmen, erlangt ein Tischler/Schreiner nicht nur ein großartiges Vorstellungsvermögen, sondern ist auch in der Lage, eigenständig ein Objekt zu entwerfen, zu gestalten und im Anschluss zu produzieren.

In der Regel stehen auf unseren Arbeitszetteln Küchen, Badezimmer, Schlafzimmer, Büroräume, Konferenzräume oder ähnliche Ausbauten. Und jetzt stand plötzlich auf einem dieser Zettel ,,Demo Box“ …  Was soll denn das für ein Teil sein?

Eigentlich ganz einfach:
Es ist eine eine Box, in der etwas zu Präsentationszwecken demonstriert wird. Daher muss so eine Box ohne Probleme schnell von Kunde zu Kunde bewegt werden können. Ohne großen Aufwand muss der Inhalt der Box Einsatzfähig und von Außen sehr stabil sein. Denn wenn man mit einer zerkratzten oder verbeulten Box zum Kunden fährt, ist der erste Eindruck nicht gerade positiv.

Also der perfekte Job für einen Schreiner!
Seht selbst, was für eine Demo Box bei uns in der Firma entwickelt wurde!
Die Planung, Gestaltung und Produktion wurde selbstverständlich in der Schreinerei Klinkenberg durchgeführt!

Von außen stabil und durch die Tragegriffe und die Rollen einfach zu transportieren! Aber was beinhaltet die Box?

Klappen wir sie doch einfach mal auf und öffnen die kleine Türe 😉

Und es erscheint ein transportgeschütztes Display und ein Drucker… Der Drucker ist ausziehbar und sofort nutzbar!

Hier kann man verschiedenste Geräte anschließen! So ist die Box individuell nutzbar!

Vom Aufmaß bis zur Produktion

Vom Aufmaß bis zur Produktion: Wie geht man vor? Zunächst beginnt man mit dem Aufmaß. Hier nutzt unsere Firma ein modernes 3D-Aufmaßsystem. Damit erhalten wir ein genaues Bild des Raumes oder der Räumlichkeiten. So erfahren wir beispielsweise die exakten Winkel, Längen oder Höhen des Raumes und wissen, ob eine Wand schief verläuft oder nicht. Zusätzlich kann man Steckdosen, Heizkörper oder auch Rohre erfassen und eintragen. Da unsere Möbel individuell geplant und angefertigt werden, kann man diese Informationen sinnvoll für die Planung verwenden.

Danach werden einige Kundengespräche geführt, um herauszufinden wie das Möbel zum einen genutzt und zum anderen gestaltet werden soll. Die Gestaltung bezieht sich auf die individuelle Nutzbarkeit, die optische Gestaltung und natürlich der Materialauswahl. Hierbei ist die Verwendung von Mustern und Bildern bereits entworfener und gebauter Möbel hilfreich, denn so kann sich der Kunde sein Möbelstück besser vorstellen und es lassen sich im Vorfeld schon eventuelle Missverständnisse verhindern. Wir können schließlich nicht von unseren Kunden erwarten, dass sie das räumliche und technische Vorstellungsvermögen eines Schreiners oder Architekten haben. Ist der Kunde der Meinung, dass wir verstanden haben, wie dieser sich das Möbel vorstellt; und wir haben ebenfalls keine offenen Fragen mehr, geht es endlich an die Planung.

Mit einem Zeichenprogramm beginnt man das einzelne Möbel oder sogar auch die ganze Raumlösung dreidimensional zu zeichnen. Hierbei muss man genau darauf achten, dass zum einen die Kundenwünsche und zum anderen die räumlichen Gegebenheiten beachtet werden. Natürlich muss man manchmal Kompromisse machen oder man stößt auf eine neue Idee, wie der Raum noch besser nutzbar wird. Ist man irgendwann fertig mit den Zeichnungen, geht es an die Visualisierung. Das heißt, man erstellt aus der Zeichnung eine realistische Darstellung des zu bauenden Objektes. Am Ende hat man quasi ein realistisches Bild/Foto auf dem der jetzige Raum mit dem neuen Möbel zu sehen ist. Das Bild sieht jetzt genauso aus, wie später das Möbel aussehen wird. Ist der Kunde zufrieden mit der Gestaltung und der Nutzbarkeit, geht es zur Produktion …

Aufmaß

So sieht ein aufgenommener Raum dann aus…

Zwei Beispiele unserer Lebensräume

Unsere Arbeitsräume

Ob eine Apotheke

ein Fotostudio,

 

oder ein Konferenzraum. Alles ist möglich!

Speziell angefertigte Unikate!

Ein ganz besonderes Exemplar…

Ein Luxusbadmöbel

Echte Handwerkskunst

In unserem Betrieb gibt es eine Vielzahl an Maschinen, die täglich im Einsatz ist. Dazu gehören beispielsweise die Plattensäge, Kreissäge und die  CNCs. Nicht ganz so oft sind der Dickenhobel und der Abrichthobel in Benutzung. Noch weniger ist leider die Furniersäge und die Furnierfügmaschine im Einsatz, da heutzutage leider viel weniger selber furniert wird. Bei uns im Betrieb wird es aber zum Glück immer noch regelmäßig gemacht und ich bin sehr froh, dass wir die nötigen Maschinen und das nötige Knowhow im Betrieb noch haben. Denn Furnieren ist eine wirkliche Kunst, die nur sehr wenige wirklich beherrschen. Mir persönlich macht es unglaublich viel Spaß. Aber eine Maschine, die leider auch sehr selten genutzt wird, ist bei uns die Drechselbank. Papa und ich sind aber trotzdem der Meinung, dass diese auf jeden Fall im Betrieb bleiben muss. Auch wenn sie sehr sehr selten für Kundenaufträge verwendet wird, nutzen wir die Maschine gerne einmal für private Zwecke. Wenn einem das Drechselfieber einmal gepackt hat, dann muss man einfach immer weitermachen bis das Stück so ist, wie man es gerne hätte. Es ist eine sehr schöne Arbeit, bei der man sehr gefühlvoll arbeiten muss. Geht man mit viel Ruhe und Zeit an die Kunst des Drechseln, so können wunderschöne kleine Objekte entstehen. Leider sehen viele Leute nicht wie viel Arbeit und Zeit in so kleinen feinen Objekten steckt. Daher ist das Drechseln für unseren Betrieb nicht wirtschaftlich, da man so gut wie keinen  Kunden findet, der gewillt ist, diese Arbeit zuzahlen. Doch trotzdem ist es eine tolle handwerkliche Arbeit, die man super in der Freizeit zum Ausgleich betreiben kann. Seht selbst, was man so alles Drechseln kann:

Der eingespannte Holzklotz.

Stück für Stück wird es eine kleine Dose.

Der Deckel wird fein auf die Dose abgestimmt

Und er passt!

Nach dem Ölen ist sie fertig.

Eine Schale entsteht.

Hier ist genug Platz für Obst oder ähnliches 😉

Exklusive Inneneinrichtung

Fertig furnierte Platten kann jeder Betrieb kaufen, um irgendwelche Korpen bauen. Bei uns ist Handarbeit angesagt, denn das nötige Know-how und die notwendigen Maschinen sind noch vorhanden. Zum Glück gibt es noch Kunden, die diese handwerkliche Arbeit schätzen und bereit sind, dafür zu zahlen.
Neulich haben wir einem Kunden eine wunderschön furnierte Küche entworfen und gebaut. Im Vorfeld waren einige Planungen nötig. Dazu gehörte natürlich auch die Furnierauswahl. Die Planung, Gestaltung, Bau und Montage dieser individuell angepassten Inneneinrichtung ist in der Schreinerei Klinkenberg durchgeführt worden.

Die Furnierauswahl

Das Holz wird der „Indische Apfel „oder auch „Tineo“ genannt

So sieht dann später die fertige Küche aus.

Umlaufende Maserrichtung

 

Schutz für Kunstobjekte

Als Schreiner ist man nicht nur ein toller Handwerker, der schöne Möbel herstellen kann oder ein Künstler der Materialien sowie Design und Kundenwünsche in Einklang bringt. Er ist vielmehr eine Person, die auf die verschiedensten Kundenwünsche eingehen und somit ganz speziell auf den Kunden angepasste Objekte entwerfen und herstellen kann. Dabei spielt das Design und die spätere Umsetzung des Handwerks eine große Rolle. Denn bei unserem Job wird schließlich nicht nur geplant, sondern das Geplante muss später auch ohne größere Probleme umsetzbar sein. Mit den Jahren vergrößert sich im besten Falle der Kundenstamm und man lernt die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Vorstellungen und Bedürfnissen kennen.

Unser Kundenstamm besteht zum Teil auch aus Kunstliebhabern. Diese sammeln beispielsweise Kunstobjekte oder Bilder. Da es sich dabei jedoch in der Regel nur um das Kunstwerk selber und nicht um die evtl. Ausstellung und den Schutz des Kunstwerkes handelt, kommen wir wieder ins Spiel!
Unsere Aufgabe ist es zum Beispiel, einen Bilderrahmen zu entwickeln, der das Kunstwerk schützt und gleichzeitig das Kunstwerk nicht abwertet, sondern im besten Fall zusätzlich aufwertet. Dies ist gar nicht so einfach wie man denkt, da bei der Konstruktion einiges beachtet werden muss. So ein Kunstwerk ist nicht unbedingt ein kleines Bild und kann daher auch schon mal gerne eine Höhe oder Breite von zwei oder sogar noch mehr Metern haben. Das Eigengewicht eines solchen Bildes ist nicht so hoch und könnte schon fast vernachlässigt werden. Schützt man das Kunstwerk jedoch durch eine Glasscheibe, so kommt ein ziemlich hohes Gewicht an Glas dazu. Dieses muss die Konstruktion halten können und die gesamte Masse später an der Wand halten.
Seht selbst ein Beispiel aus unserem Betrieb:

Speziell angefertigt…

der neue Rahmen ist schwarz Hochglanz lackiert und wertet das Kunstwerk nochmals auf …

Einige Frässchritte sind nötig..

Moderne Technik: sinnvoll oder eher nicht?

Die moderne Technik ersetzt oftmals älteste Handarbeiten, aber die alte traditionelle Handwerkskunst wird sie nie ersetzen können. Und die Erfahrungen eines qualifizierten Mitarbeiters erst recht nicht …
Doch gerade CNC Fräsen machen das Leben eines Schreiners um Einiges leichter.

Hier ein Beispiel aus unserer Firma:
Ein Kunde von uns besitzt eine alte Wassermühle. Leider sind die Mühlenzähne nach langer Zeit komplett verschlissen. So kamen wir wieder ins Spiel! Unsere Aufgabe: Die Restaurierung von 150 Mühlenzähnen.

Problem an der Sache war, dass die Mühlenzähne nicht mehr zu restaurieren waren. Also mussten wir 150 Mühlenzähne komplett neu anfertigen. Früher wurden diese individuell per Handarbeit hergestellt. Das kann heutzutage aber definitiv keiner mehr bezahlen. Also haben wir ein CNC Programm geschrieben. So wurden 150 historischen Mühlenzähne für eine wassergetriebene Getreidemühle auf der CNC gefräst …

Das Innere der Mühle.

Früher wurde jeder einzelne Zahn individuell angepasst und hergestellt.

Heute alles per CNC.

Das Einspannen war bei dieser Fräsung gar nicht so einfach …

Unsere gefrästen Mühlenzähne.