Alle Artikel von Jonas Klinkenberg

Individuelle Raumlösungen

In fast allen Häusern gibt es Nischen und Ecken, die leider den Wohnraum eingrenzen. Doch auch diese Räumlichkeiten kann man zum Beispiel durch die Hilfe eines Schreiners in neuen Nutzraum verwandeln. Bei uns im Betrieb steht die individuelle Raumgestaltung ziemlich weit oben, denn durch speziell angefertigte Möbelunikate können wir unseren Kunden einen komplett neuen Wohnraum nach eigenen Wünschen und Vorstellungen erschaffen!
Damit ihr euch darunter etwas vorstellen könnt, zeige ich euch nun eine interessante Raumlösung. Ein Kunde von uns hat vor Kurzem ein neues Eigenheim gebaut. In dem durchaus schönen Haus führt eine recht große und breite Treppe vom Erdgeschoss in die erste Etage. Unter dieser Treppe entsteht leider ein Raum der nicht genutzt werden kann. Denn unter einer Treppe kann man schlecht eine nette Räumlichkeit herzaubern. Da die Treppe im Flur ist, kam schnell die Idee, den bisher verschenkten Raum/Platz in einen Stauraum zu verwandeln. Von Außen soll eine schöne gerade und vor allem ansehnliche Fläche entstehen. Dahinter sollen speziell angefertigte Möbel Platz für Jacken, Schuhe, etc. bieten. Quasi eine große versteckte Garderobe. Nach einigen Kundengesprächen, Zeichnungen, Visualisierungen und dem anschließenden Bau, ist diese kleine feine Raumlösung entstanden.

Die Planung, Gestaltung, Bau und Montage dieser individuell angepassten Raumlösung ist in der Schreinerei Klinkenberg durchgeführt worden.

Von Außen eine schöne wandbündige Fläche.

Eine Treppe mit doppeltem Nutzen.

Diese Raumlösung bietet viel Stauraum und somit einen idealen Nutzraum für unseren Kunden.

Ein Apothekenauszug für Jacken.

Stauraum.

Und noch mehr Stauraum …

Schubladen für weitere Staufläche.

Die Kunst des Furnierens …

Wie Loreen haben auch wir haben letzte Woche furniert. Aber was ist das überhaupt?  Furniere sind 0,5 bis 8,0 mm dicke Holzblätter, die durch verschiedene Säge- und Schneideverfahren vom Stamm abgetrennt werden. So ist es möglich, weniger wertvolles Holz oder Plattenwerkstoffe mit edleren Furnierblättern zu belegen.

Furnieren ist eine Kunst, die man nur durch viel Üben erlernen kann. Denn beim Furnieren wird einem nichts verziehen. Ist der Schnitt nicht sauber, liegt das Furnier nicht sauber aneinander und es entstehen Fugen. Um zu prüfen wie gut man die Furnierblätter aneinander gefügt hat, hält man das furnierte Bild ins Licht. Kommt kein Licht durch die Fuge, ist zumindest das Fügen geglückt.

Leider furnieren immer weniger Betriebe selbst, da der passende Maschinenpark, das nötige Know-How und die Zeit dazu oftmals fehlen. Damit jeder angehende Schreiner einmal furniert hat, hatten wir einen Oberflächenkurs, in dem uns das Furnieren und das Lackieren beigebracht wurde.

Unsere Aufgabenstellung… Das Motiv auf der Front ist uns überlassen.

Und das soll mal die Tür schmücken???

Ich hab mich für ein zeitloses Furnierbild mit verschiedenen Kreuzfugen entschieden…

Innen Eiche und Nussbaum.

Fertig ist das gute Stück!

Nach dem Lackieren schnell zusammensetzen…

Küchengestaltung

Jeder hat sie, jeder braucht sie. Die Küche ist einer der meist genutzten Räume. Daher sollte sie so konstruiert sein, dass sie am besten nutzbar ist für die dort arbeitenden Personen und optisch auch noch etwas her macht. So ein Objekt lässt man sich am besten individuell anfertigen

Heute zeige ich euch mal eine fertige Küche unserer Firma. Es ist eine hochwertige Küche im Landhausstil. Die Planung, Gestaltung,  Bau und Montage wurde von der Schreinerei Klinkenberg durchgeführt. So ist nach viel Arbeit dieser wunderschöne individuell angepasste Nutztraum entstanden:

Büro- und Werkstattarbeit?

In einem Betrieb fallen nicht nur einige Werkstattarbeiten, sondern auch eine Menge Arbeiten im Büro an. Um alle Aufgabenfelder kennen zu lernen und in diesen auch ausgebildet zu werden, habe ich mich für das triale System entschieden. Somit arbeite ich nicht nur in der Schreinerei, sondern gehe nach der Arbeit und am Wochenende zusätzlich zur Uni. Nach einem achtstündigen Arbeitstag fällt es auch mir nicht immer leicht um 21 Uhr noch den Kopf zusammen zu halten. Doch wenn man weiß, dass man dies für seine Zukunft macht, schafft man es erstaunlicherweise doch immer irgendwie…
Da ich zur Zeit leider nicht all zu viel Zeit habe, zeige ich euch mal einen kleinen Blick in die Welt der Bilanzen. Für das Unternehmen spielt dieser Bereich eine sehr wichtige Rolle. In den folgenden Bildern seht ihr einmal verschiedene Buchungssätze. Dies sind nichts anderes als Einnahmen und Ausgaben, die ein- bzw. ausgebucht werden müssen.

Hier sind ein paar Buchungssätze zu sehen…

Hier sieht man das Journal des Jahres, in dem ich die Buchung vorgenommen habe.

Arbeiten an der Tischfräse

Zu einem hochwertigen Innenausbau gehören auch schon mal speziell angefertigte Fußleisten, die dem Raum den letzten Feinschliff geben. Um ein passendes Profil zu erhalten, habe ich mir die Tischfräse und verschiedene Fräser zu Hilfe genommen. Es waren mehrere Frässchritte bzw. -gänge und ein genaues Einstellen notwendig.

Mit diesem hier wird der erste Fräsgang gestartet.

Viele Möglichkeiten, aber nur wenige, die für diesen Auftrag brauchbar sind.

Genaues Einstellen ist nötig.

So sieht die fertige Leiste dann aus.

Maschinenkurs

Wer sich entscheidet den Beruf des Schreiners/Tischlers zu erlernen, muss innerhalb seiner Ausbildung immer wieder vorgegebene Lehrgänge absolvieren. Dort wird der Umgang mit den verschiedensten Maschinen geschult, um die Auszubildenden auf die Risiken aufmerksam zu machen und das spätere Verletzungsrisiko zu verringern. Natürlich muss man sich nicht nur die reine Theorie antun, man wird auch mit einem Projekt beauftragt und anhand diesem geschult. In unserem Fall war es diesmal ein kleiner Beistelltisch aus Buche und Kiefer.

Hier mal ein kleiner Einblick in die technische Zeichnung.

Der Rahmen wurde mit Dübeln, Dominos und Lamellos verbunden.

Die Tischplatte besteht aus kleinen Kiefer und Buchenleisten, die aneinander geleimt wurden.

Ganz schön stabil der kleine Tisch…

Nachdem der kleine Tisch fertig war, habe ich ihn bei uns im Betrieb geölt um eine schöne Oberfläche zu bekommen.

Gestaltung eines Spiegels

In jedem Bad ist in der Regel auch ein Spiegel zu finden. Bietet man Möbel für ein Badezimmer an, so ist oftmals auch ein Spiegel im Angebot mit inbegriffen. Damit der Spiegel zu der individuellen Gestaltung und Nutzung des Bades passt, wird auch dieser bei uns speziell für den Kunden angefertigt. Der folgende Spiegel wurde für ein kleines und besonders schmales Badezimmer entworfen.

Um nur die gewünschte Fläche zu lackieren, ist genaues Abkleben nötig.

Gut eingepackt…kann es gleich lackiert werden.

Der Spiegel wurde hinterlackiert.

So sieht er nun von vorne aus.

Wieder gut eingepackt, kann es nun zum Kunden gehen.

Der Spiegel ist zusätzlich von hinten beleuchtet und ist somit sehr gut nutzbar und passt perfekt zu unseren zuvor gefertigten und montierten Möbeln!

Ab jetzt kann sich der Kunde über eine sehr schöne, individuelle Inneneinrichtung und die bestmögliche Nutzung des kleinen Raumes freuen.

Kleiner Tipp am Rande

Jeder, der in der Werkstatt arbeitet, ganz egal, ob Auszubildender, Geselle oder Meister, muss des öfteren schon mal ein Sägeblatt wechseln. Damit ihr nicht vor der Säge steht und erst mal überlegen müsst, in welche Richtung der Schließmechanismus geöffnet wird, verrate ich euch einen hilfreichen Tipp! ,,Wie ich lauf, so geh ich auf“

Hier am Beispiel der Formatkreissäge.

Logo fräsen auf der CNC

Viele Firmen nutzen Arbeitsplatten aus Siebdruckplatten. Doch die wenigsten haben ihr Logo in der Arbeitsplatte. Um möglichst schnell viele Arbeitsplatten mit einem Logo versehen zu können, war schnell klar, da kommt nur die CNC in Frage!

Zuerst habe ich das Logo auf einem CAD-Programm gezeichnet.

So soll es dann später auf der CNC gefräst werden.

Nachdem der Schriftenfräser eingespannt wurde, habe ich den ersten Fräsversuch gestartet…

Die Suche nach der idealen Frästiefe beginnt…

Einer der Neuen ;-)

Mein Name ist Jonas Klinkenberg und Ihr werdet ab heute immer wieder etwas neues über mich und den Beruf des Tischler/Schreiners erfahren. Denn auch ich bin einer der neuen Blogger. Ich bin 19 Jahre alt und durchlaufe zur Zeit ein triales Studium zum Ingenieur der Holztechnik. Somit mache ich nicht nur eine Ausbildung und besuche danach die Meisterschule, sondern studiere nebenbei noch. Aber aufgepasst – das ist definitiv kein Zuckerschlecken! Denn man muss auch freitagabends und samstags zur Uni. Damit Ihr nicht direkt alles über mich erfahrt und Euch mit der Zeit langweilt, beende ich hiermit die kurze Vorstellung.

Ein ehemaliges, kleines Projekt in meiner Freizeit möchte ich Euch dennoch vorstellen.
Der Geburtstag meiner Freundin stand an. Ein Geschenk war recht schnell gefunden. Doch ich wollte zusätzlich eine persönliche Karte für sie gestalten. Also entschied ich mich, eine Karte aus Edel-Furnieren zu gestalten.

Eiche, Makassar und Thujawurzelfurnier ergeben ein schönes Bild für die Kartenfront

Das Bild des Furniers läuft auf der Rückseite der Karte weiter

Hier habe ich Zebrano verwendet und die Scharniere in das Furnier eingearbeitet. Sie sind bündig mit dem Zebrano Furnier

Da die Karte klappbar ist und sich nicht ständig öffnen soll, wurde ein Magnetschloss unter das Furnier gelegt… Die Herzform ist gar nicht mal so einfach in das Furnier zu schneiden…

Nach dem Ölen habe ich das Bild und danach die Glasscheibe, die das Bild schützt, eingesetzt. Fertig ist das kleine Kunstwerk!