Alle Artikel von Paul Klotzsche

Lieblingsfach Kunst

Der erste Teil des Meisterkurses (der Betriebswirt) ist nun schon vorbei. Jetzt geht es mit dem fachbezogenen Teil weiter.

Und so, wie es aussieht, habe ich auch bereits mein Lieblingsfach gefunden. Ähnlich wie damals in der Schule macht mir das Zeichnen  – damals war’s der Kunstunterricht – unglaublich viel Spaß.

Glücklicherweise haben wir einen spitzenmäßigen Dozenten, der mit uns auch schnelles, aber trotzdem ansprechendes Entwerfen und Zeichnen trainieren will. In der ersten Stunde hat er uns jedoch erst einmal Beispielbilder gezeigt und uns verschiedene Materialien vorgestellt. Unter anderem auch Aquarellbuntstifte. Ich muss sagen, die haben es mir schon sehr angetan, und so konnte ich es die letzten Tage nicht lassen, sie in freier Zeit ausgiebig zu testen.

Sind Schrammen und Kratzer immer schlimm?

Zur Aufklärung: die Rede ist von alten Möbeln und Gegenständen. Hat man es einmal mit einem Möbel zu tun, das vielleicht hundert Jahre  oder noch älter ist, stellt sich die Frage, wie man am besten mit der alten Oberfläche umgeht.

Meine persönliche Meinung ist, dass die Oberfläche möglichst immer so bleiben sollte, wie sie über die vielen Jahre gewachsen ist, denn das ist genau das Spannende an den alten Sachen. Sie haben Umzüge, Kriege und andere Ereignisse mitgemacht, welche oft Spuren hinterlassen haben. Meist nehme ich nur eine Reinigung vor und poliere die Fläche ein wenig nach, wenn diese zu sehr angegriffen ist.

Diese Kiste zum Beispiel wurde nur leicht gereinigt.

Natürlich ist das nicht immer möglich. Es gibt auch Fälle, da ist Schleifen der einzige Weg. Doch grundsätzlich alles zu schleifen, damit es wie neu aussieht, trifft nicht meinen Geschmack.

Sächsische Meisterschaften der Tischlergesellen 2019

Nach dem Ablegen meiner Gesellenprüfung bekam ich einen Brief, in dem stand, dass ich aufgrund meiner guten Leistungen in der Gesellenprüfung zur Teilnahme an den „Sächsischen Meisterschaften der Tischlergesellen“ in Leipzig eingeladen bin.

Dieses Wochenende war es dann endlich so weit. Im Voraus hatte ich mir überlegt, dass es vermutlich schwer werden dürfte, bei den besten Gesellen aus Sachsen mithalten zu können oder vielleicht sogar platziert zu werden.
So viel kann ich schon mal verraten: für eine Platzierung hat es auf jeden Fall gereicht.

Wir starteten also Freitag früh um 8 Uhr mit einer kurzen Belehrung und bekamen anschließend eine Zeichnung vorgelegt. Wie immer braucht es eine Weile, bis man die Fülle an Informationen im Kopf richtig sortiert hat. Doch als es so weit war, konnte es mit Vollgas losgehen.
Wir verbrachten den ganzen Tag damit, möglichst schnell und sauber alle erforderlichen Punkte abzuarbeiten, um am Ende das Stück bestmöglich fertigzustellen.
Da wir uns alle voll aufs Bauen konzentrierten, verflog die Zeit wie nichts und im Nu war es Abend.


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Trockene Theorie

Endlich hat mein Meisterkurs begonnen!
Der erste Teil, den ich momentan absolviere, nennt sich „Geprüfter Fachmann für kaufmännische Betriebsführung“. Bereits nach den ersten zwei Tagen raucht gehörig der Kopf, vor allem, weil ich gerade erst aus meinem langen, entspannten Urlaub zurück bin.
In den vergangenen zwei Tagen haben wir bereits über zehn Seiten geschrieben und sind in die Welt des Rechts eingetaucht.

Bis jetzt haben wir Themen wie Handels-  und Gewerberecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Geschäftsbriefe, Wettbewerbsrecht, Vergaberecht, Urheberrecht und Preisangabeverordnung behandelt.

Trotz der Flut an Information ist der Kurs sehr interessant. Ich hoffe nur, dass sich mir die ganzen Einzelheiten, Verordnungen und Ähnliches noch ein bisschen besser ins Gehirn einbrennen, denn bereits in zwei Monaten steht die erste Prüfung an.

Wie geht es nun weiter??

Seit ein paar Wochen bin ich nun endlich Geselle, doch was jetzt?

Viele, die sich dafür entscheiden, weiter als Tischler zu arbeiten, haben unter Umständen das Glück in den elterlichen Betrieb einsteigen zu können oder sie suchen sich einen Arbeitgeber, der sie beschäftigt.

Aber wem der Geselle nicht reicht, der kann sich auch noch weiterbilden. Zum Beispiel durch ein Studium.
Da es bei uns inzwischen sogar möglich ist, den Tischlermeister direkt im Anschluss an den Gesellen zu machen und das Ganze auch noch nach dem BAföG gefördert wird, habe ich mich für die Meisterausbildung enschieden.
Da ich mich aber noch nicht festlegen möchte, wo die Reise genau hingehen soll, werde ich es ohne einen Betrieb im Hintergrund in Angriff nehmen, damit mir danach alle Wege offen stehen.

Ab Mitte August ist es so weit und es geht los mit dem ersten Ausbildungsblock.
Darin wird es dann um alle betriebswirtschaftlichen Dinge gehen – eine Materie, die mir leider komplett fremd ist  🙂

Insgesamt wird der Kurs inklusive Meisterstückbau ca. ein knappes Jahr dauern.
Ich bin schon sehr gespannt, welche neuen Perspektiven sich mir in der Zukunft eröffnen.

Austellung der Gesellenstücke

Letztes Wochenende war es so weit, unsere Gesellenstücke und Kreativlehrgangsstücke wurden endlich fertiggestellt und in einem sehr schönen Ambiente ausgestellt.

Am Tag vor der Ausstellung wurde unser Gesellenstück vom Prüfungsausschuss bewertet, und wir musten es verteidigen. Die Gratulation zur bestandenen Prüfung war eine große Erleichterung.

Es waren sehr viele schöne Stücke dabei und am Ende wurde auch eine Platzierung der Kreativlehrgangsstücke festgelegt. Bei mir hat es sogar zum 3. Platz gereicht.

Nun,  da die Gesellenprüfung erfolgreich abgeschlossen ist, steht ab August die Weiterbildung zum Tischlermeister an.
Ich bin schon sehr gespannt, wohin mein Weg danach führt.

Der Gesellenstückbau hat begonnen

Vor einiger Zeit haben wir endlich damit begonnen, unsere Gesellenstücke zu bauen.
Am Wochenende vom 6. – 7. Juli  2019 wird meines zusammen mit meinen beiden anderen Stücken in Pillnitz ausgestellt.
Bis dahin werden noch keine Bilder vom Stück gezeigt.
Na gut, ein paar Detailfotos kann ich als kleine Kostprobe ja schon mal vorab präsentieren.

Zu den Materialien:
Es wurden Zedernholz, Pflaumenholz, Blaues MDF und Messing verwendet.


Bald ist wieder Weihnachten …

Schon vor einer Weile habe ich mir eine eigene Drechselbank zugelegt.
Und da lag es natürlich nahe,  dass ich mich an einem Klassiker der Drechselkunst versuchen wollte.
Die Rede ist von Erzgebirgsfiguren.

Zuerst habe ich den Grundkörper mit verschiedenen Drechselwerkzeugen, wie zum Beispiel der Drehröhre oder dem Drehmeißel, bearbeitet und aus dem Holz-Vierkant herausgearbeitet
Danach mussten noch ein Paar Flügel ausgesägt und angeleimt, sowie die Arme und Füße ausgearbeitet werden.

Schön ist es dann auch,  das Ganze farblich zu gestalten und zu bemalen.
Im Anschluss habe ich meine Figuren auch noch ein bisschen auf alt getrimmt.
Ich finde es wichtig, sich ab und zu auch mal mit Dingen zu beschäftigen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt üblich sind für einen Tischler.