Alle Artikel von Paul Klotzsche

Es geht kreativ weiter …

In der letzten Woche haben wir im Kreativlehrgang mit dem zweiten Stück begonnen.
Diesmal stand es unter dem Thema „Ecken und Kanten“ und sollte vorwiegend furniert sein.
Auf dem folgenden Bild ist mein Entwurf für besagtes Stück zu sehen – wie es fertig und im Original aussieht, werde ich allerdings erst im Juli zeigen können.

Für dieses Möbelstück haben wir knapp drei Wochen Zeit. Dafür, dass erst eine Woche um ist, bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich schon geschafft habe.
Im Großen und Ganzen ist fast alles fertig, bis auf die Klappe, die Klappenscharniere und die Oberfläche.
Es ist sehr interessant, selbst auszuprobieren und zu erfahren, wie viel Zeit für so ein Möbelstück geplant werden muss und sich gleichzeitig vor Augen zu führen, wie viel es letztlich tatsächlich in der Herstellung kosten müsste.

Erstes Stück im Kreativlehrgang – Was wird es wohl werden?

Nun ist es endlich so weit, die ersten zwei Wochen des Kreativlehrgangs beginnen.
In dieser Zeit bauen wir ein Stück mit folgenden Vorgaben:
Es soll ein Handtuchhalter werden, überwiegend aus Vollholz gefertigt.

Unter den Entwürfen der anderen Teilnehmer sind sehr viele schöne Ideen, und es ist interessant, zuzusehen, wie sie Stück für Stück Gestalt annehmen.
Auch ich selbst bin froh, dass bis jetzt alles so klappt, wie ich es mir vorgestellt habe.
Allerdings werde ich noch keine Bilder zeigen, die zu viel verraten. Im Juli werden alle Stücke im Rahmen einer Ausstellung gezeigt – dort mache ich dann von allen Fotos.

Fürs Erste gibt es also nur ein paar Detailaufnahmen.

Spuren aus der Vergangenheit

Seit der Gründung unserer Firma 1898 haben zahlreiche Personen in den Deutschen Werkstätten Hellerau mitgewirkt und zur Firmengeschichte beigetragen – so auch Heinrich Tessenow, mit dessen Werken wir uns jetzt wieder auseinandersetzten.

Heinrich Tessenow (* 7. April 1876 in Rostock; † 1. November 1950 in Berlin) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer. Tessenow zählt zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Reformarchitektur. Neben den architektonischen Werken entstanden aber auch zahlreiche Möbelentwürfe, die hier in den Deutschen Werkstätten umgesetzt wurden.

Wir wurden von einem Schweizer Architekturstudenten angefragt, ob es möglich wäre, einige Möbel nachzubauen. Er hatte vor, diese für eine Ausstellung in einem originalen „Tessenow-Haus“ in Pößneck zu nutzen, mit der Absicht, der dortigen Bevölkerung den kulturellen Wert der vor Ort entstandenen Siedlung nahezubringen.

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Nützliche Resterverwertung

Immer wieder fallen Reststücke ab, für die man nur schwer Verwendung findet.
Diesmal wren es ein paar Randstücken Esche. Zu schade, um sie wegzuschmeißen, aber zu schmal, um sie aufzuheben.
Was man jedoch immer gebrauchen kann, sind neue Hefte für Stemmeisen, Zwingen, Feilen, etc. Und genau dafür reichten die Reste.
Also sägte ich sie grob zurecht und hobelte sie zu einer quadratischen Leiste aus.
Danach ging ich an die Tischfräse und fräste die Leisten zu regelmäßigen Achtecken.
Der nächste Schritt geschah an der Kreissäge, wo die Hefte abgelängt wurden.
Jetzt musste nur noch ein Loch hineingebohrt und das Ganze noch ein wenig in Form geschliffen werden.

Links die fertig geschliffenen Hefte und rechts die abgelängten Rohlinge.

Kreativlehrgang

Ich habe das Glück, dass es mir meine Firma ermöglicht, an einem elf-wöchigem Kreativlehrgang teilzunehmen. In diesem Lehrgang geht es darum, sich mit der Möbelgestaltung/Zeichnung und eigenen Möbelentwürfen auseinanderzusetzen. Das Ziel ist es, zwei selbstentworfene Möbel zu bauen. Ebenso fällt auch das Gesellenstück in diesen Zeitraum. Für die ersten 2 Möbelstücke gibt es jedoch auch ein paar Vorgaben/Einschränkungen: Das erste Stück soll aus Vollholz gebaut werden und steht unter dem Thema „Handtuchhalter“. Das zweite Stück wird durch das Thema „Ecken und Kanten“ beschrieben und soll furniert werden.
In der nun vergangenen ersten Woche wurden zunächst einmal die Themen festgelegt und allerhand Entwürfe erstellt. Die besten drei wurden anschließend vor der Gruppe präsentiert, um Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge zu erhalten.


An einem Tag fuhren wir auch noch in ein Holz- und Furnierhandelgeschäft, um uns ein Bild von den vielen verfügbaren Holzarten machen zu können. Jetzt haben wir bis Februar erstmal Zeit, uns für ein Stück zu entscheiden, dieses fertig zu planen und alle benötigten Materialien zu organisieren und dann wird es spannend, ob alles so wie geplant klappt …

Damit alles sicher verstaut ist!

Vergangene Woche bekam ich wieder einen kleinen Auftrag, für den ich größtenteils allein verantwortlich war. Dabei handelte es sich um vier Schränke, die auf einer Baustelle für Werkzeuge und andere Materialien genutzt werden sollten.

Da es kein Spitzen-Möbelstück werden musste, wurden einfach ein paar Lamellos eingeklebt und alles direkt zusammengeschraubt.
Dadurch ging es relativ schnell.
Als der Korpus dann soweit stand, konnten wir damit beginnen, die restlichen Teile anzubauen.
Um die großen Schränke ein wenig handlicher zu machen, bauten wir erst einmal die Rollen an.
Danach wurde noch die Klappe sowie die Türen angebracht und so gut wie möglich eingestellt.

Damit das ganze Werkzeug dann auch einigermaßen sicher verstaut ist, musste noch ein Schließmechanismus angebracht werden, der Türen und Klappe gleichzeitig verriegelt.
Dafür haben wir dann einfach ein paar Bleche zurecht gebogen und angebracht, sodass jetzt alles mit einem Vorhängeschloss gesichert werden kann.

Kombination aus Kork und Esche

Bei uns im Betrieb ist es Teil der Ausbildung, dass jeweils einer ein eigenes Möbelstück entwirft und wir es dann innerhalb der folgenden zwei Wochen gemeinsam bauen.
Einer unserer Azubis hatte eine Garderobe entworfen, für die wir uns dann auch entschieden haben.
Hier seht ihr sie schon einmal, damit ihr auch eine Vorstellung habt wovon ich rede …

Da die Front mit den Schubkästen geschwungen ist, mussten wir zunächst einmal ein Gesenk bauen (sozusagen die Negativform), um die Schubkastenfronten in den richtigen Radius zu pressen.

Wir teilten uns in Zweiergruppen auf, die jeweils eine Aufgabe übernahmen.
So beschäftigten sich Manche mit dem Rahmen, Andere mit dem Korpus und Einige mit den Schubkästen.
Das schwierige daran war, dass am Ende alles zusammenpassen musste.
Gar nicht so einfach, bei so vielen verschiedenen Leuten.
Am Ende hat dann aber zum Glück alles zusammengepasst.

Ein kurzes Wort noch zu den verwendeten Materialien.
Die benutzte Holzart ist hier die Esche. Beim Korpus lediglich als Furnier, beim Rahmen aber logischerweise als Massivholz.
Auf die Rückwand und auf die Schubkästen wurde Kork angebracht. Dieser hat jedoch nur optische Bedeutung.

Oberflächenvielfalt

In den vergangenen zwei Wochen durften wir im Zuge der Ausbildung an einem Oberflächenlehrgang teilnehmen.
Vor einiger Zeit haben die anderen Blogger schon einmal über ihre Erfahurungen beim Oberflächenlehrgang berichtet, deswegen halte ich mich ein bisschen kurz und zeige euch einfach ein paar Oberflächen, die mir sehr gut gefallen.
Insgesamt haben wir in der Zeit eine ganze Menge an Musterplatten in unterschiedlichten Farben und Ausführungen hergestellt.
Die meisten könnt ihr hier sehen, jedoch sind sie alle auf der Rückseite nocheinmal anders gestaltet.

Eine Fläche, die mir sehr gut gefallen hat, war diese: Dafür wurde Holz gebürstet und anschließend dunkel eingefärbt. Nach einer Trockenzeit wurde noch ein weißer Lack aufgebracht. Nachdem dieser trocken war, durften wir alles wieder kaputt machen. Mit Hammer, Schleifpapier und allem, was man fand, richteten wir das Brett zu, bis es uns optisch gefiel.

Beim diesem Muster wurden Farbige Pigmente in die Holzstrucktur eingearbeitet.

Bei dieser Wassertropfenoptik wurden echte Wassertropfen angesprüht, sodass sich während der Trocknung der Tropfen die Farbe niederlegt und somit diesen Effekt erzeugt.