Alle Artikel von Paul Klotzsche

Selbst im Urlaub nicht sicher vor dem Holz……

Während meines Urlaubs habe ich mal wieder eine Kiste gebaut.
Dieses Mal jedoch etwas aufwendiger.
Zuerst habe ich die Kiste aus Nadelholz gebaut, als Verbindung habe ich fingerdicken gewählt.
Danach wurden Deckel und Boden stumpf aufgeleimt, da ich eine geschlossene Fläche ohne Absätze oder Nut erreichen wollte.
Danach habe ich dickes Tannenfurnier (ca. 2-3mm) an den Seiten aufgeleimt, damit sich später auf dem guten Furnier keine Zinken abzeichnen.
Als alles verleimt und getrocknet war habe ich die Kiste noch aufgesägt um ein paar kleine Zierleisten auf Gärung angbracht (welche vorher teilweise schon furniert waren)
Zum Schluss wurde noch die komplette Kiste in Pyramidenmahagoni furniert und geschliffen.
Nun müssten nur noch die Bänder angebracht und ein Schlüsselschild aus Bein eingelassen werden.
Um die Oberfläche zu versiegeln habe ich die Kiste vorerst geölt, vielleicht kommt irgendwann nich etwas Schellack hinauf.

Holzbrettspiele

Während des  Furnierlehrgangs haben wir auch einige Brettspiele hergestellt. Dabei entstanden unterschiedlichste Ausführungen von Schach und Damespielen in verschiedensten Holzarten. Diese wurden dann beide jeweils auf eine Platte geleimt, dabei wirkten sie jeweils als Gegenfurnier zueinander.

Danach haben wir sie noch geschliffen und geölt.
Außerdem entstand auch ein „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel.

Für diese Arbeiten wurde teilweise auf bereits am Anfang erlernte Techniken zurück gegriffen, wie beispielsweise die Sternfuge beim „Mensch ärgere dich nicht“ oder die Kreuzfuge beim Damespiel.

Furnierarbeiten

In der letzten Zeit hatten wir die Möglichkeit, uns einmal an verschiedensten Furnierarbeiten auszuprobiern.
Dabei sind viele schöne Dinge entstanden.

Zunächst haben wir damit angefangen, Funierblätter auf unterschiedliche Weise zusammenzufügen.
Dabei entstanden zum Beispiel Kreuzfugen, falsche Kreuzfugen oder Sternfugen.
Anschließend versuchten wir uns an etwas aufwendigeren Mustern, wie der „Optischen Täuschung“, bei der das Muster durch geschicktes Drehen der Streifen erzeugt werden kann.

Eine optische Täuschung aus Wenge und Ahorn.

Eine dreidimensionale Würfelstuktur.

Die Faserrichtung verläuft immer unterschiedlich.

Danach konnten wir noch ein paar eigene Dinge versuchen, so wie das Zebra, oder den Hirsch.
Bei solchen Arbeiten wird das Motiv auf den Hintergrund aufgezeichnet und dann immer ein Abschnitt herausgeschnitten. Nun kann man den Hintergrund auf das passende Furnier legen und schauen, welche Stelle am besten in das Bild passen würde.
Hat man diese gefunden schneidet man sie heraus, fixiert sie im Hintergrund und beginnt mit dem nächsten Abschnitt.

Das Zebra ist auf den ersten Blick ein wenig schwer zu erkennen.

Detail des Auges.

18 Stunden

Der Countdown zum Start des letzten Stückes läuft und die drei französischen Teilnehmer stehen bereit um beim Ertönen des Signals an ihre Hobelbänke zu rennen.

18 Stunden sind für das letzte Projekt angesetzt, ein moderner Schreibtisch in Eichenfurnier.
Die Platten hierfür wurden zwar im Vorfeld schon furniert und grob zugeschnitten, aber der Zeitplan ist trotzdem sehr straff angesetzt.
Szenen, in denen von Hobelbank zur Kreissäge mit einem kleinen Wagen gerannt wird, sind keine Seltenheit.
Jedoch muss man auch sagen, dass sie auch bestens organisiert sind, um diese Leistung zu bringen.  So darf zum Beispiel das Klett-Armband (mit dem sie ihre Stifte und ein paar kleinere Werkzeuge an ihrem Arm verstauen) nicht fehlen.

Eine Stirnlampe ist ebenfalls am Start

Das „Klett-Armband“

Fertigung der Schwalbenschwanzverbindung für die Schubkästen

Nach den 18 Stunden gibt es nur einen Tisch der gerade pünktlich fertig geworden ist, bei den anderen zwei fehlen leider ein paar Kleinigkeiten.

World Skills 2017

Kaum wieder auf Arbeit angekommen, sind auch schon wieder spannende Sachen am Laufen …
Denn, nach der großen Reinigung unserer Werkshallen, bekamen wir Besuch von drei jungen Tischlern aus Frankreich.
Einer dieser drei wird an den World Skills 2017 in Abu Dhabi teilnehmen.
Um bestens darauf vorbereitet zu sein, nutzen sie diese Trainingswoche, um in einem völlig fremden Umfeld zu trainieren und sich an den Druck zu gewöhnen.

Der eingerichtete Arbeitsplatz der Teilnehmer

Bei den ersten großen Übungen ging es um Holzverbindungen auf Zeit.
So zum Beispiel eine Zapfenverbindung in 8 Min. Oder eine Schwalbenschwanzverbindung in 12 Min. …
Über die Holzverbindungen haben sie sich dann hin zu einem kleinen zusammengesetzten Objekt (siehe Foto unten) gesteigert.  Als nächstes bauen sie ein komplettes Schreibmöbel …

Alles ordentlich verschleifen, die letzten Sekunden laufen …

Das kleine zusammengesetzte Objekt mit Furnierarbeit

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie sie sich bei dem letzten großen Stück schlagen …

Manche Arbeiten müssen auch getan werden …

Es gibt Zeiten, in denen man nach erledigten Projekten auch einmal die Zeit nutzen muss, um wieder Ordnung in der Werkstatt zu schaffen.
So war es auch bei uns an der Zeit, mal wieder klar Schiff zu machen und alle Ansammlungen von Resten und unordentliche Ecken aufzuräumen.
Anschließend musste auch die gesamte Halle bis in jede Ecke gefegt und gewischt werden.

Wischen der großen Hallenflächen mit der Maschine.

Doch es gehört nicht nur das Sauber- und Ordnungmachen dazu.
Viele Werkzeuge müssen auch regelmäßig gepflegt werden und so wurde auch unser kompletter Bestand an Schraubzwingen und Knechten gereinigt und neu geölt.
Jetzt ist alles wieder ordentlich, sodass wir vernünftig arbeiten können und ich bin froh, dass das erstmal für eine Weile so bleibt.

Reinigung der Schraubzwingengewinde.

Zirikote …

In letzter Zeit musste ich leider feststellen, dass meine Handyhülle immer schlechter aussieht und langsam Kratzer bekommt und ihre Farbe verliert.
Um das zu ändern wollte ich versuchen, es mit Zirikote zu verschönern….
Was soll das denn sein?
Zirikote, ist ein  Furnier des gleichnamigen Baumes aus Amerika.
Es ist wild gemasert, sehr dunkel und besitzt einen gelben Splintholzbereich.
Aber schaut selbst:

Im Kistenwahn…..

Gleich nach den schwarzen Kisten aus Wenge habe ich mir auch noch eine Kiste aus Pflaume in DIN A4-Größe gebaut.

Zum Schluss habe ich sie fein geschliffen und mit einer Schellackpolitur versehen, so dass sie jetzt schön glänzt.

Die frische noch unlackierte Kiste.

Nach der Schellack-Politur ist ein klarer Glanz zu erkennen.

Es rappelt in der Kiste….

In der vergangenen Woche haben wir ein paar kleine Kisten gebaut.
Sie sind so groß, dass man sie als Stiftebox mit praktischem Schiebedeckel verwenden kann.
Da wir noch einige Holzreste hatten, die für diese kleine Arbeit gut geeignet waren, fertigten wir unsere Kisten aus Wenge.

Optisch ein sehr schönes Holz,….

Aber fängt man an seine Linien auf dem schwarzen Holz anzuzeichnen, stellt man fest, dass man echt gute Augen braucht, um nicht daneben zu sägen.

Am Ende hat es irgendwie doch geklappt und das Ergebnis ist auch ok.

Mein Sitzhocker: Der letzte Schritt

Jetzt passen endlich alle Teile zusammen und das große Schleifen kann beginnen. Jede Delle und jede dreckige Stelle wird entfernt, bis die Oberfläche wirklich absolut einwandfrei ist.
Das sollte man nicht unterschätzen, denn da können locker mal ein paar Stunden drauf gehen …

Um das ganze zu komplettieren folgen noch zwei Aufträge Öl.

Die Bänder machen einen großen Teil der Kosten aus.

Der Innenraum der Kiste.

So sieht das ganze dann fertig aus.

Nur noch eine „Sitzprobe“ und „bestanden“!