Alle Artikel von Marie-Luise

BERLIN is calling

11 Uhr morgens, ich sitze in unserem Besprechungszimmer und warte darauf, dass der Bildschirm das Bild des Bundespräsidenten und seiner Frau überträgt und die Gesprächsrunde beginnt.

So begann vor gut zwei Wochen der Tag von acht jungen Menschen.

Grund dieses Zusammenkommens ist das Thema, das uns alle momentan begleitet: die Corona-Pandemie. Dem Bundespräsidenten und seiner Frau ist es seit Beginn der Krisenzeit ein großes Anliegen, immer wieder mit jungen Menschen zusammenzukommen.

Sie wollen in erster Linie erfahren, wie wir die aktuelle Situation erleben, welche Auswirkungen die Pandemie auf unseren Alltag hat und wie die Befürchtungen, Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft aussehen.

Für viele hat sich der Alltag komplett verändert. Wir alle stehen in letzter Zeit vor vielen Hürden, die es gilt zu bewältigen.

Eines hat den Bundespräsidenten in den Gesprächen mit jungen Leuten dabei besonders beeindruckt.

Egal, ob es sich um Schülerinnen und Schüler, Auszubildende oder Studierende handelt, die in den Gesprächen von ihren Schwierigkeiten erzählt haben und davon, dass sie sich ausgebremst fühlen, haben doch alle darauf bestanden, keinesfalls als Generation Corona oder als verlorene Generation abgestempelt zu werden.

Welche beeindruckenden Geschichten sich dadurch ergeben haben, könnt ihr unter dem nachstehenden Link verfolgen:

https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Termine/DE/Frank-Walter-Steinmeier/2021/03/210317-Gespraech-Azubis.html

Brot backen im Holzrahmen

Knusprige und leckere Brote mit einem leichten Aroma wie aus dem Holzofen lassen sich ganz einfach zu Hause zubereiten.

Hierfür müsst ihr euer Brot nur in einem entsprechenden Holzrahmen backen.

Im Internet findet man diverse Anbieter, die Backrahmen in unterschiedlichen Ausführungen anbieten. Selbstverständlich könnt ihr euren Backrahmen aber auch einfach selbst herstellen.

Wichtig hierbei ist die entsprechende Holzauswahl. Am besten sollte der Rahmen aus Ahorn oder Buche sein, da sich diese Hölzer bei Hitze und wechselndem Feuchtegehalt nicht so sehr verziehen.

In wenigen Schritten habe ich aus unbehandeltem Ahorn einen entsprechenden Backrahmen gefertigt. Die Seitenteile wurden so ausgeführt, dass sich diese einfach ineinanderstecken lassen.

Dies bietet den Vorteil, dass der Rahmen nach der Verwendung platzsparend verstaut werden kann.

Vor dem ersten Gebrauch wird das Holz eingeölt. Hierzu könnt ihr Rapsöl oder auch Sonnenblumenöl verwenden. Die geölten Teile kommen anschließend bei etwa 200 Grad für eine Stunde in den Ofen.

Dabei werden die Teile „eingebrannt“ und das Holz entwickelt ein leicht rauchiges Aroma.

Vor dem Backen wird der Rahmen erneut geölt, damit sich das Brot anschließend leicht aus der Form lösen lässt. Nach der Verwendung wird der Backrahmen mit einem trockenen Tuch abgerieben oder leicht abgebürstet.

Holz kann also nicht nur schön aussehen, sondern gibt dem Brot beim Backen ein tolles Aroma!

Der Weg zum eigenen Design: das Gesellenstück

Nachdem ich euch im letzten Blogeintrag über die ersten Inspirationen zur Entstehung des Gesellenstücks erzählt habe, geht es nun bereits an die Ausgestaltung der gesammelten Ideen.

In unserem letzten Schulblock haben wir uns intensiv mit der Gestaltung der Gesellenstücke auseinandergesetzt. Unter der Betreuung unserer Lehrer fertigten wir zunächst einige Skizzen an. Anschließend erstellten wir Modelle sowie Zeichnungen in CAD-Programmen, um die Entwürfe besser zu visualisieren.

In meinem ersten Entwurf habe ich mich für einen Küchenblock aus Eiche und Beton entschieden. Dabei sollen die Fronten und Blenden mit einem umlaufenden Furnierbild gefertigt werden.

Die Platte, in der das Kochfeld integriert wird, soll eine massive Betonoptik erhalten.

Der geforderte gezinkte Schubkasten mit klassischer Führung wird dabei sichtbar hinter einer Glastür angebracht.

Mit diesem Entwurf werde ich nun die nächsten Tage weiterarbeiten und die Detailplanung umsetzen. Dabei werde ich auch unterschiedliche Materialien kombinieren, um das Wirken von Farben und Oberflächen optimal abzustimmen.

Inspiration – der Weg zum eigenen Design

Die ersten Monate des letzten Ausbildungsjahres sind bereits vorbei. Das bedeutet für uns Auszubildende, es wird Zeit, sich über den Entwurf des Gesellenstückes Gedanken zu machen. Welchen Nutzen soll es erfüllen und welche Funktionen möchte ich gerne integrieren?

Ich habe mich für den Entwurf eines Kochblocks entschieden, der als Zentrum der Wohnung flexibel genutzt werden kann. Nun folgt aber die Qual der Wahl.

Welchen Stil möchte ich gerne umsetzen und welche Materialien sollen dabei kombiniert werden?

Inspiration suche ich hier vorwiegend in Magazinen. Gerade bei der Auswahl von Farben und Materialien lässt sich gut erkennen, dass unterschiedliche Kombinationen völlig andere Wirkungen erzielen.

Ich werde nun verschiedenste Materialien und Stile kombinieren und diese in mehreren Entwürfen darstellen.

In den nächsten Blogbeiträgen erfahrt ihr mehr über die Entstehung meines Gesellenstücks.

Designhocker aus Esche

Dieser Hocker entstand in einer unserer überbetrieblichen Ausbildungen. Bei dieser stand der anwendungsbezogene und sichere Umgang mit unterschiedlichen Maschinen im Vordergrund.

Mit der bereits vorhandenen Zeichnung erstellten wir zu Beginn einen entsprechenden Arbeitsablaufplan und eine Holzliste.

Anschließend erfolgte die Bearbeitung der Holzbretter an unterschiedlichen Maschinen. Zunächst wurden hierfür die Bretter mit der Handkettensäge abgelängt und an der Formatkreissäge besäumt. Das Aushobeln auf die entsprechenden Endmaße erfolgte danach an der Dickenhobelmaschine.

Aus den gefertigten Leisten entstanden die Füße, die Querholme und die Sitzleisten für den Hocker. Diese wurden in weiteren Schritten und an unterschiedlichen Maschinen bearbeitet, um die Verbindungen der einzelnen Teile herzustellen. Die Zapfenverbindungen der Füße und Querholme wurden dabei an der Tischfräse gefertigt.

Nach dem Verleimen dieser beiden Teile folgten nochmals einige Bearbeitungsschritte, bevor anschließend der ganze Hocker verleimt werden konnte. Zum Schluss nur noch Ölen und fertigt ist der Designhocker.

Auf dem Holzweg? Nicht mit uns!

Zu Beginn der Sommerferien fand bei uns dieses Jahr die Spielaktion „Auf dem Holzweg? Nicht mit uns! Nur die richtige Strategie führt ans Ziel!“ statt.

Sechs Kinder bauten gemeinsam mit den Azubis das Spiel „Rush-Hour“. Dabei wird strategisches Denken auf einfache und spielerische Weise trainiert. Das Ziel dabei ist es, sich mit dem Eiswagen einen Weg zur Ausfahrt zu bahnen, um dem Stau zu entkommen. Die Spielklötze dürfen dabei nach vorne, hinten, rechts oder links verschoben werden.

Das Spielbrett wurde vorab programmiert und auf der CNC-Maschine bearbeitet. Am Ferienspieltag durften die Kinder die Kanten des Spielbretts mit der Oberfräse bearbeiten. Mit einer entsprechenden Bohrschablone wurden anschließend Löcher auf der Unterseite des Brettes gebohrt. Diese dienten zur Befestigung von entsprechenden Weichpuffern, die einen guten Halt auf der Unterlage gewährleisten. Der im Brettspiel vorgesehene Ausgang wurde von Hand gesägt und mit dem Stemmeisen ausgearbeitet.

Daraufhin folgte etwas Schleifarbeit an den Klötzen und schließlich das Bemalen mit den unterschiedlich vorgesehenen Farben.

Waschtisch aus Wildeiche

In meinem letzten Beitrag habe ich euch bereits über die Planung und Gestaltung des Möbels für unser Schulprojekt erzählt. Nun kann ich euch endlich das fertige Ergebnis zeigen!

Mit einer Zeitvorgabe von 40 Stunden wurde dieses Möbel in den vergangenen Wochen in den einzelnen Betrieben gefertigt.

Zunächst habe ich hier mit dem Zuschnitt der Plattenmaterialien sowie der Massivholzleisten begonnen. Alle Teile habe ich anschließend mit Wildeiche überfurniert, wobei ich auf die sichtbaren Kanten zuvor entsprechende Massivholzleisten aufgeleimt habe.

An der CNC-Maschine wurden dann die entsprechenden Bohrungen und Fräsungen für die Verbindung der einzelnen Teile sowie für die Anbringung der erforderlichen Beschläge programmiert.

Nach viel Maschinenarbeit folgte schließlich der handwerkliche Teil. Ebenfalls aus Eiche wurden die Schubkästen mit Schwalbenschwanzzinkungen gefertigt und anschließend – wie alle weiteren Teile – mit einem Hartwachsöl behandelt.

Nachdem der Korpus verleimt war, konnte ich die einzelnen Teile mit dem Metallgestell verbinden.

Die Möbelstücke aller Schüler wurden dann für eine Woche in der Schule ausgestellt und sowohl von unseren Fachlehrern benotet als auch von den Besuchern bewertet.

Am Ende einer solchen Woche zu sehen, was man in den vergangenen Wochen geplant und gefertigt hat, macht den Schreinerberuf wohl zu einem der schönsten überhaupt!

Aus Ideen werden Pläne

Bereits vor ein paar Wochen habe ich euch auf dem Blog über unser Schulprojekt berichtet, bei dem ein Möbel sowohl entworfen als auch gefertigt werden soll.

Die genauen Anforderungen könnt ihr hier noch einmal nachlesen:

http://www.blog.born2bschreiner.de/neu-und-alt-verbinden/

Ich habe mich für die Fertigung eines Waschtisches entschieden, bei dem ein gebrauchtes Marmorwaschbecken integriert wird.

Nach der Erstellung mehrerer Skizzen habe ich mit der eigentlichen Zeichnung begonnen. In dieser habe ich zunächst die Vorder- und Seitenansicht des Waschtisches dargestellt. Anschließend werden alle relevanten Schnitte im Maßstab 1:1 ergänzt. Aus diesen Schnitten muss erkennbar sein, wie das Möbel verbunden ist, aus welchen Materialien es besteht und wie die Abmessungen gewählt wurden. Mit diesen Angaben lässt sich anschließend sowohl eine Stückliste als auch eine Bestellliste erstellen.

Der Waschtisch wird von einem filigranen Metallgestell getragen und besteht aus einer 38 mm starken Abdeckplatte sowie einem 38 mm starken Fachboden, der als Ablage von Handtüchern dienen soll. Unter der oberen Platte wird ein Korpus mit zwei Schubkästen und einer Revisionsklappe für den Abfluss befestigt.

Im nächsten Blogbeitrag erfahrt ihr mehr über die Fertigung und auch das fertige Möbel. Bleibt dran! 🙂