Alle Artikel von Ole

Meisterwerke in Holz

IMG_4387[1]

Moin,

heute dache ich mir, gibt es zwar noch nichts vom Deckenbau zu hören, dafür aber viele schöne Bilder zum Angucken.

Oben seht ihr die Orangerie von Schloß Pillnitz, die letzte Woche als Ausstellungsort für die diesjährigen Meisterstücke der Prüflinge der Dresdner Handwerkskammer und die Ergebnisse des Kreativlehrgangs diente. Unter dem obigen Titel und in wirklich schönem Ambiente ließen sich da zahlreiche Gesellen- und Meisterstücke bestaunen. Aber seht selbst.

IMG_4375[1]

IMG_4381[1]

Die beiden Ausstellungsräume

IMG_4384[1]

IMG_4382[1]

IMG_4376[1]

IMG_4378[1]

IMG_4380[1]

IMG_4379[1]

Die ersten beiden sind Gesellenstücke, die anderen vier Meisterstücke. Waren schon sehr beeindruckende Möbel dabei, da juckt es einen glatt in den Fingern nächstes Jahr selber zu bauen, und wer weiß, mit ein bisschen Glück kann ich dann auch vom Kreativlehrgang berichten, wo man zusätzlich zum Gesellenstück noch zwei andere Möbel in verschiedenen Bauweisen anfertigen kann.

Solche Ausstellungen sind auf jeden Fall für jeden Interessierten zu empfehlen, weil sie eindrucksvoll zeigen, was im Möbelbau möglich ist, und durchaus auch Inspiration für eigene Projekte liefern.

Einen schönen Abend euch,

Ole

 

 

Sommerloch

Moin miteinander,

die Zwischenprüfung liegt zwar schon einige Wochen zurück, aber interessant ist das Thema für angehende Tischler natürlich trotzdem.

Bei uns bestand die Prüfung aus zwei Teilen, einem zweistündigen Theorieteil, und einer ungefähr sechsstündigen Arbeitsprobe. Ich muss gestehen, mich hat dann auf den letzten Metern doch noch ein bisschen die Angst gepackt, wie sich herausgestellte allerdings unbegründet. Ich will mich zwar jetzt nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, da die Ergebnisse noch nicht da sind, aber ich war von der Prüfung wirklich positiv überrascht.

Zum einen hat mir die Verknüpfung der zwei Prüfungsteile sehr gut gefallen. Statt einer bloßen Wissensabfrage ohne Kontext, waren die Aufgaben des theoretischen Teils  alle auf das in der Arbeitsprobe zu fertigende Werkstück und einen darum konstruierten fiktiven Auftrag bezogen, was ihn logisch besser erschließbar gemacht hat.

Zum anderen war die Zeit, besonders für die Arbeitsprobe, meiner Meinung nach gut ausreichend. In den Erzählungen höherer Lehrjahre und einiger Gesellen klang das oft anders, aber ich denke, wer sich in den ersten eineinhalb Jahren ein gutes Arbeitstempo angeeignet und in der Schule ein bisschen aufgepasst hat, sollte hier keine Probleme kriegen. Aber wir warten mal die Ergebnisse ab.

In den Wochen nach der Schule und der Prüfung erwartete uns im allgemeinen in der Firma relativ geringe Betriebsamkeit, und mich im besonderen viele wechselnde Tätigkeiten. Da das Projekt in dem ich vorher beschäftigt war, während unserer Schulzeit ausgelaufen ist, habe ich immer mal hier mal dort ausgeholfen und erledigt, was sonst noch so anstand.

Ab dieser Woche bin ich allerdings fest im Deckenbau eines anderen Schiffes eingeplant. Ein neues Aufgabenfeld, auf das ich schon sehr gespannt bin. Ich hoffe, ich kann zumindest von einigen Unterkonstruktionen Fotos machen, damit ihr einen Eindruck von den Abmessungen kriegt. Der Aufbau und das Ausrichten der Gerüste hat alleine schon mehrere Tage gedauert. Aber auf den genauen Ablauf der einzelnen Arbeitsschritte gehe ich ein, wenn ich selbst mehr Einblick hatte.

Bis dahin,

Ole

 

Anfang, Ende und dazwischen eine Prüfung

Moin moin!

Schon wieder sind fast zwei Monate vergangen. Leider ist bei mir urlaubs- und krankheitsbedingt Einiges liegengeblieben. Aber jetzt geht’s mit neuer Energie in den nahenden Sommer.

Apropos Sommer! Das zweite Lehrjahr neigt sich dem Ende und das heißt die Zwischenprüfungen stehen vor der Tür! Dazu gibt’s die nächsten Wochen mehr,  ich bin zugegeben auch noch nicht in die Lernphase gestartet. Aber heute dachte ich, ich sag mal was zu einem anderen Thema, das bestimmt viele brennend interessiert: Denn das Ende eines Lehrjahrs bedeutet gleichzeitig ja auch den Beginn eines neuen Jahres!

Auch wenn das jetzt vielleicht Einige überrascht, aber wenn ihr jetzt anfangt mit der Ausbildungssuche, seid ihr für dieses Jahr schon ziemlich spät dran. Natürlich suchen noch viele Betriebe, und es bleiben leider auch jedes Jahr viele Stellen unbesetzt, aber wer die freie Wahl haben will oder einen bestimmten Betrieb ins Auge gefasst hat, sollte sich lieber zeitig drum kümmern. Bei uns zum Beispiel fangen die Einstellungstests bereits im Oktober/November an, und in der Regel sind bis März alle Plätze vergeben.

Wem jetzt bei dem Wort Test gleich der Angstschweiß kommt, der sei beruhigt. Auf unserer Born2be Seite findet ihr einen Beipieltest, und auch von anderen Quellen gibt es genügend Anschauungsmaterial. Dabei variieren die Schwierigkeitsgrade, wie ich finde, ziemlich stark  – aus meiner Erfahrung liegt die Realität irgendwo in der Mitte.

Natürlich wollen euch die meisten potenziellen Ausbilder nicht völlig unbesehen einstellen, aber keiner erwartet von euch, dass ihr euch schon als fertige Tischler bewerbt. Mir hat damals geholfen, mal ein Praktikum zu absolvieren  und wenn man mal zwei Wochen mit offenen Augen und Ohren in den Arbeitsalltag reinschnuppern kann und generell interessiert ist, schreibt sich so ein Test eigentlich von alleine.

Abschließend ein zwei Worte zu meinem Tagwerk:

Das Projekt,  mit dem ich beschäftigt war, läuft momentan aus – viele der Gesellen sind auf Montage auf dem Schiff und versuchen den Zeitplan einzuhalten, und ich spring überall ein, wo Hilfe gebraucht wird. Heute habe ich gefräst, und dann angefangen Holzeinleimer herzustellen.

IMG_3726[1]

IMG_3727[1]

IMG_3729[1]

IMG_3730[1]

Alles Einstellungssache

…oder zumindest Vieles.

Der erste Berufsschultag liegt hinter mir, aber wie angekündigt erstmal ein bisschen zur Projektarbeit bei uns im Betrieb.

Als Auszubildender wird man meistens einem Gesellen zugeteilt, der einem dann Aufgaben gibt und dem man zuarbeitet. Ob eure Aufgaben eher monoton oder spannend und fördernd sind, hängt zum einen natürlich vom Projekt ab, zum anderen aber auch von euch selbst und von eurem Gesellen. So oder so kann man bei fast allen Arbeiten etwas mitnehmen, wenn man mit der richtigen Einstellung an sie rangeht.

Auch bei uns gibt es da große Unterschiede. Im Herbst zum Beispiel war ich drei Wochen mit dem Abkleben, Lackieren und Bereißen von Kanten beschäftigt. Nicht besonders spannend, aber zu dem Zeitpunkt dringend notwendig, da die Teile auf die Baustelle mussten. Außerdem kann man in solchen Situationen das Augenmerk darauf richten, seine Arbeitsorganisation zu optimieren.

Die letzten Wochen waren aber sehr abwechslungsreich. Wir haben eine Reihe von Nachttischschränken für eine der Yachten fertiggestellt. Die Schränke waren schon fertig in Hochglanz lackiert, deswegen galt es äußerst vorsichtig mit allen Teilen umzugehen. Wir mussten erst die Schubkästen einpassen, dann die Doppel, die Blenden, die man am Ende sieht, vorbereiten und aufleimen. Zum Schluss haben wir die Beschläge angebracht.

Außerdem hatte ich die Möglichkeit viel mit der Tischfräse zu arbeiten, was mir sehr gelegen kam, weil ich sie seit dem Lehrgang im Sommer nicht mehr bedient hatte. Zwischendurch musste ich noch Teile zu einem unserer Nachunternehmer liefern, andere Teile für die Baustelle vorbereiten, auch die wieder in Hochglanz, und eine gute Handvoll Lehren für verschiedenste Arbeitsschritte erstellen.

Auf jeden Fall sollte man jeder Aufgabe erst einmal positiv gegenübertreten und versuchen das Beste daraus zu machen. An der Tatsache, dass sie existiert kann man nämlich nichts ändern, an seiner Einstellung allerdings schon! Das heißt natürlich nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss, ab und an einen Blick in den Ausbildungsrahmenplan zu werfen kann einem helfen sich zu orientieren und zu schauen ob die Aufgaben, die einem zugeteilt werden auch angemessen sind.

 

Ein Klassiker der Tischlerausbildung

Heute geht’s bei mir, wie angekündigt, um Schachbretter!

Beinahe jeder Geselle, mit dem ich die letzten Wochen gesprochen habe, hat während seiner Lehrzeit ein Schachbrett angefertigt und auch wir durften uns daran versuchen. Das letzte Mal, dass ich Schach gespielt habe ist zwar gefühlt zehn Jahre her, trotzdem freut man sich natürlich immer Werkstücke fertigen und mitnehmen zu können, die optisch etwas hermachen und sich dazu auch noch perfekt als Geschenk eignen.

Nachdem man die Holzauswahl (in meinem Fall Ahorn und Nussbaum) getroffen hat, geht es an den Zuschnitt. Das kann man zwar von Hand machen, mit der Furnierschere geht das allerdings schneller. Die Streifen schneidet man direkt auf die Breite, die die Felder des Brettes später haben sollen. Damit auch wirklich alle Streifen gleich breit sind, haben wir sie danach noch zwischen zwei Leisten gespannt und durch die Dickenhobelmaschine geschoben. Das erleichtert später das exakte Auslegen der Felder.

Foto 12.01.16, 07 08 29

Die entstandenen Streifen werden, wie im Bild, mit Furnierklebeband gefügt. Größere Flächen würde man natürlich auch mit einer Maschine fügen, bei solch kleinen Stücken geht das aber nicht.

Anschließend werden quer zur Faser wiederum Streifen geschnitten, diesmal aber von Hand, da die gefügte Fläche dem Druck der Schere nicht standhalten würde.

Foto 12.01.16, 08 00 57

Nun müsst ihr die Streifen versetzt erneut fügen…

Foto 12.01.16, 08 01 08

…und schon erkennt man das typische Schachbrettmuster. Wenn man alle Teile zusammen hat, werden die überstehenden Kästchen abgetrennt.

Danach geht es an die Gestaltung des Rands. Dabei hat man ziemlich freie Hand, eine klare Trennung zum Spielfeld ist allerdings von Vorteil, am Besten durch eine dritte Holzart.

Foto 12.01.16, 11 02 54

Foto 12.01.16, 11 03 09

Foto 12.01.16, 12 01 37

So habe ich das Ganze dann gelöst.

Foto 21.01.16, 06 22 10

Und so sieht es dann nach dem Pressen aus. Das Klebeband wird dabei grundsätzlich nach außen genommen und muss dann runtergeschliffen oder -gekratzt werden.

Wir haben es letzte Woche leider nicht mehr bis zum letzten Schliff und zum Ölen geschafft, aber das wird die Tage nachgeholt.

Jetzt ist erstmal wieder „normaler“ Arbeitsalltag im Projekt angesagt, aber dazu nächstes Mal mehr!

Ein perfekter Start ins neue Jahr!

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen!

Für mich ging’s in den letzten beiden Wochen arbeitstechnisch sehr interessant los.

Endlich stand der lang erwartete Furnierlehrgang ins Haus! Nachdem wir schon im letzten Berufsschulblock das Thema Furnier praktisch und theoretisch behandelt hatten, folgen jetzt also drei volle Wochen in der Furnierabteilung unserer Firma. Der Lehrgang ist bei uns Auszubildenden sehr beliebt, da er mehr kreative Möglichkeiten bietet als zum Beispiel die Maschinenlehrgänge, bei denen ein sehr straffer Plan abgearbeitet werden muss. Außerdem könnt ihr davon ausgehen, dass Furnier im Arbeitsalltag euer ständiger Begleiter sein wird, da in den meisten Tischlereien überwiegend mit furnierten Trägermaterialien gearbeitet wird. Das heißt im Klartext, dass euch wahrscheinlich schon im Laufe der Ausbildung die  Furnierauswahl für einen Auftrag anvertraut wird und da gibt es einiges zu beachten.

So gibt es Furnier in unterschiedlichen Stärken, es gibt unterschiedliche Herstellungsverfahren und es existieren verschiedene Techniken zum Auslegen der einzelnen Blätter. Bei uns im Yachtausbau kommen manchmal noch bestimmte andere Anforderungen zum Tragen, wie zum Beispiel der Brandschutz. Deshalb benutzen wir zum Teil gesalzene Furniere, die allerdings farblich etwas abweichen können. Im Großen und Ganzen also ein ganzer Haufen Faktoren, die berücksichtigt werden wollen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen.

Aber zurück zu unserem Lehrgang. Angefangen haben wir mit einer Einweisung an den unterschiedlichen Maschinen, die für die Furnierverarbeitung verwendet werden. Anschließend durften wir uns direkt an Kreuz- und Sternfugen versuchen. Beide werden oft dekorativ auf Türen oder Tischplatten verwendet. Dabei kriegt man ein gutes Gefühl für das Stürzen des Furniers  – einer Legetechnik, mit der man bestimmte Bilder erzielen kann, sowie für das Material an sich und das Fügen der Blätter von Hand und mit der Maschine.

Foto 05.01.16, 14 17 46

Eine Kreuzfuge in Nussbaum, bei der der helle Splint ein Kreuz bildet.

Foto 07.01.16, 14 13 52 (1)

Hier seht ihr zwei Stapel Furnierblätter. Vor dem Zurechtschneiden und Fügen ist es wichtig, die Blätter entsprechend der Jahrringe übereinander zu legen, damit sich in der fertigen Fuge ein gutes Bild ergibt. Nur so treffen am Ende die Jahrringe nach dem Stürzen der Blätter aufeinander.

Nächste Woche werde ich anhand eines Schachbretts, das ich gefertigt habe nochmal detaillierter auf die einzelnen Arbeitsschritte eingehen und vielleicht kann ich euch auch schon einige der Arbeiten fertig aufgeleimt präsentieren!

Ein Herbst mit Hindernissen

Moin zusammen,

die letzten Wochen waren bei mir eher durchwachsen. Zuerst hat mich eine Mandelentzündung umgehauen und dann habe ich es, nach zwei Tagen zurück im Betrieb, geschafft mir ein Cuttermesser quer über den Zeigefinger der linken Hand zu ziehen. Das hat mir eine weitere Woche rumsitzen eingebracht. Am meisten hat mich an der Verletzung eigentlich gestört, dass sie so unnötig war, aber so ist es leider meistens. Unser Meister meinte beim letzten Maschinenlehrgang zu uns, dass man sich nie verletzt wenn man etwas zum ersten Mal macht, weil man dann viel zu vorsichtig ist. Gefährlich wird es erst wenn sich die Routine einschleicht, weil man dann nachlässig wird. Wie sich herausstellt, lag er damit genau richtig.

Aber jetzt ist alles wieder verheilt und mit neuem Schwung geht’s an die Arbeit. Die letzten Tage war ich damit beschäftigt an der Furnierpresse zu stehen und anschließend die Bauteile mit der Stabfräse zu bereißen. Das macht durchaus Spaß, aber auch eine Menge Lärm und Dreck.

Ziemlich interessant war es vor einigen Wochen bei unserem dritten Lehrjahr, das einen Möbelbaukurs bei uns in der Firma hatte. Im Rahmen des Kurses hatten sie die Möglichkeit ein komplettes Möbel selbst zu entwerfen und dann zu bauen. Das Ergebnis kann sich, finde ich, echt sehen lassen!Foto 09.10.15, 12 13 56

Foto 09.10.15, 12 14 21

Foto 09.10.15, 12 14 38

Foto 09.10.15, 12 15 49

Besonders gefällt mir die versteckt angebrachte Führung des Schubkastens.

Da freut man sich schon auf nächstes Jahr, wenn wir an der Reihe sind!

 

 

Wo ist nur die Zeit geblieben?

Moin zusammen,

hiermit melde ich mich zurück aus der, zugegeben etwas längeren, Sommerpause!

Schon ist ein Jahr rum und ich bin, wie Stefan auch, seit Ende August im zweiten Lehrjahr. Ich kann euch sagen, es fühlt sich echt gut an! In meinem Betrieb bringt der Wechsel vom ersten ins zweite Lehrjahr einige Veränderungen mit sich. Unsere Zeit in der Lehrwerkstatt ist mit der Ankunft des neuen Jahrgangs an Lehrlingen vorbei und wir werden jetzt in der regulären Produktion eingesetzt.

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Aber ich muss sagen, so spannend wie das erste Jahr auch war, habe ich mich am Ende sehr darauf gefreut mehr Einblicke in das Tagesgeschehen zu erhalten und an echten Projekten mitzuarbeiten. Wegen der Größe unseres Betriebs wurden wir auf verschiedene Projektmeister aufgeteilt, die uns jetzt innerhalb ihrer jeweiligen Projekte einsetzen. Meist wird man für einige Zeit einem bestimmten Gesellen zur Seite gestellt, der einen dann in seine Arbeit einführt und Aufgaben zuteilt.

Mir gefällt das Ganze bis jetzt sehr gut, da man einen Einblick in verschiedene Bereiche erhält und unterschiedliche Herangehensweisen aufgezeigt bekommt. Nachdem wir die letzten zwei Wochen in der Schule verbracht haben, bin ich seit Montag in der Oberflächenabteilung, wo ich zum Beispiel im Zwischenschliff aushelfe, oder selber Teile vorbereite und dann lackiere. Ich hoffe, ich kann euch die Tage noch ein paar Fotos nachreichen.

In diesem Sinne einen schönen Abend und besten Gruß aus Dresden!

Endspurt fürs erste Lehrjahr

Moin alle miteinander!

Viel ist passiert seit meinem letzten Eintrag!

Nachdem die Abschlussstücke heil nach Hause gebracht waren, gings für uns erstmal drei Wochen in die Schule, zum letzten Block des ersten Lehrjahrs. Kurz vor Ende ist natürlich allen Lehrern noch eingefallen, dass sie dringend noch Noten für die „Jahresinformation“, eine Art Zeugnis, brauchen. Das führte zu einem wahren Testmarathon, den aber zum Glück alle erfolgreich hinter sich gebracht haben, wobei die sommerlichen Temperaturen ihr Übriges getan haben, diesen Block besonders angenehm zu machen. Ich denke, das Phänomen kennt jeder der sich schonmal bei gefühlten 50 Grad in einem Raum mit 25 anderen Menschen aufhalten musste. 😀

Im Anschluss an die Berufsschule kam für uns direkt der TSM 2, der zweite unserer drei Maschinenlehrgänge. Wie schon beim ersten TSM wurden wir an Maschinen eingewiesen, die wir vorher noch nicht benutzt hatten. Dabei ist es immer wieder spannend zu sehen, was man alles beachten muss wenn man sich „mal eben“ an die Maschine stellt.

Dieses Mal ging es in erster Linie um das Fräsen mit Tischunterfräsen.

Foto 17.07.15 06 13 45

Dabei gibt es gefühlte hundert verschiedene Arten die Maschine vorzurichten. Welchen Fräser nimmt man und mit welcher Drehzahl lässt man ihn laufen, wie stellt man den Anschlag ein bzw. baut ihn ab, welche Sicherheitsvorrichtungen kommen zum Einsatz, und so weiter und so fort.

Foto 16.07.15 13 08 20

Hier seht ihr die Kleiderbügel, die eins der Werkstücke sind, die man im Laufe der Woche anfertigt.

Foto 16.07.15 11 02 13

Nach dem Formatieren haben wir die Bügel auf der Bandsäge zugesägt und danach gings ans Fräsen!

Foto 17.07.15 06 36 23

Hier eine der vielen Fräsungen die nötig waren. Ohne Anschlag, aber mit Lehre, um das Werkstück zu fixieren und den Bogen vernünftig ausarbeiten zu können.

Die letzte Woche war für das erste Lehrjahr geprägt von den Vorbereitungen für das Betriebliche Sommerfest, für das wir Preise für die Tombola hergestellt, Tische gestrichen, und noch viele andere Sachen gemacht haben.

Ich melde mich nächste Woche nochmal und dann gehts ab in den lange ersehnten Urlaub. Euch noch einen schönen Abend und bis dahin!

Leider noch nicht ganz fertig!

Moin zusammen!

Nachdem ich letzte Woche kurz krankheitsbedingt ausgefallen bin, starte ich jetzt wieder voll durch und will euch natürlich auf den neuesten Stand unseres Abschlussprojektes bringen! Wie schon erwähnt, sind wir noch nicht hundertprozentig fertig, aber kurz davor.

Foto 28.05.15 09 29 31

Das hier sind die fertig gezinkten Teile des Schubkastens, Innenseiten geschliffen, und fertig zum Verleimen. Der Schubkasten sowie die Führungs- und Teleskopleisten sind übrigens aus Ahorn, da Kiefernholz hierfür zu weich wäre und nur ein unbefriedigendes Ergebnis liefern würde.

Foto 28.05.15 11 55 32

Nach dem Verleimen wird wie immer verputzt, zuerst mit dem Putzhobel, dann mit dem Schleifklotz.

Foto 28.05.15 06 20 42

Hier seht ihr wie die Schubkastenböden fürs Furnieren vorbereitet werden…

Foto 29.05.15 11 02 12

…und so sieht dann der fertige Schubkasten aus. Die Führungen an den Seiten haben wir mit der stationären Handoberfräse gefräst, in ihnen laufen später die Teleskopleisten.

Foto 29.05.15 09 47 59

So und nun noch ein paar Bilder vom fertigen Korpus inklusive Vollauszug und Deckel. An den Schubkasten ist noch ein Doppel angebracht worden. Dadurch wird eine einheitliche Optik gewahrt.

Foto 05.06.15 09 07 57 Foto 05.06.15 10 29 45 Foto 05.06.15 10 29 31

Ein ganz schönes Stück Arbeit bis hierhin, aber es hat sehr viel Freude bereitet, besonders weil viele Arbeitsschritte enthalten waren, die neu und fordernd waren. Jetzt müssen wir nur noch alle Teile schleifen und ölen und dann sind wir fertig. Mit ein bisschen Glück steht das gute Stück zum Wochenende schon bei mir im Wohnzimmer!