Alle Artikel von Loreen Schildger

Kommt vorbei!

Der Besuch lohnt sich!!! Auf Euch warten interessante und ideenreiche Meister- und Gesellenstücke.

Hier schon einmal ein kleiner Einblick in eines der Meisterstücke:
Es wurde von Markus Ehrler in der Schreinerei Ehrler gefertigt.

Du willst Näheres über das Meisterstück von Markus erfahren?
Dann komm am Sonntag doch einfach vorbei und frag ihn! 🙂
Alle Austeller werden auch persönlich anwesend sein um Eure Fragen zu beantworten.

 

Stauraum schaffen

Vor kurzem waren wir bei einem Kunden, der ein altes Zimmer neu einrichten wollte. Für uns hieß das: Stauraum schaffen. Das Problem war, dass sich auf beiden Seiten des Zimmers eine Dachschräge befand,  sodass wir keinen großen Kleiderschrank hineinstellen stellen. Wir haben eine andere, individuelle Lösung montiert:

Hier seht ihr den Raum mit den zu verbauenden Materialien. Die Schränke stehen schon am richtigen Platz, jetzt müssen nur noch die Schiebetüren an die richtige Stelle gebracht werden.

Geschaff! Hier sieht man die Schiebetüren im offenen Zustand.

Alternativ: Statt den tollen Farben hätte man auch auf eine der Schiebetüren einen Spiegel anbringen können.

 

Zwischenprüfung

Hier könnt ihr unser Zwischenprüfungsstück sehen. Wir mussten eine Kiste herstellen. Sechs Stunden hatten wir dafür Zeit. Innerhalb dieser Zeit fand auch noch ein 10-15 minütiges Fachgespräch statt, bei dem uns Fragen zum Stück gestellt wurden, einfach um zu sehen, ob man das Stück verstanden hat.

Ja, jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass das Prüfungsstück eigentlich echt nicht schwer war. Aber man muss sich auch mal in die Prüfungssituation versetzten: Im Raum ist es ruhig und man ist sowieso angespannt und man hörte von den vorherigen Jahrgängen, dass die Zwischenprüfung in der Regel nie so gut ausfällt. Meine Anspannung war sehr hoch, da dies die erste Bewertung mit dem Kammerschlüssel war und man bei der Hälfte der Punktzahl eigentlich schon durch die Zwischenprüfung gefallen wäre (zum Glück zählt bei uns aber die Zwischenprüfung nicht zur Gesellenprüfung). Ich habe trotzdem probiert, einen kühlen Kopf zu bewahren und muss sagen, dass ich es auch ziemlich gut hinbekommen habe. Mit meiner Note und mit meiner Leistung bin ich also zufrieden. Das größte Problem ist einfach die ZEIT, die sitzt einem immer im Nacken, deshalb wurde es bei uns auch ab und zu ein bisschen hektisch. Trotz allem, hat alles super geklappt und so ist dann meine nächste Prüfung schon die Gesellenprüfung: Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht! 🙂

Der Schubkasten ist an zwei Ecken gezinkt und an zwei Ecken gedübelt. Die Klappe ist mit einem Stangenscharnier (Klavierband) befestigt.

Die Oberflächen waren alle unbehandelt, ich habe aber für mich zu Hause das Werkstück geölt.

Frauen im Handwerk

Viele denken bei dem Thema „Frauen im Handwerk“ immer an die typischen Berufe, wie zum Beispiel Friseurin oder Schneiderin. Aber warum denn nicht auch mal an die traditionellen „Männerberufe“? Schreinerin zum Beispiel 😉

Aus vielen Köpfen muss man erst Mal raus bekommen, dass heutzutage auch Frauen in Männerberufe einsteigen können und das mindestens genauso gut drauf haben, oder auch vielleicht besser 😛 .  Eine Frau als Schreinerin ist gar nicht mehr so selten. Wenn ich jemandem vom meiner Ausbildung erzähle heißt es immer: „Wow, wie cool, dass du dich das traust. Aber der Beruf ist ja so kreativ und richtig vielseitig.“ Warum sollte ich mich das nicht trauen? In meiner Klasse waren wir anfangs fünf Mädchen, was ich echt cool finde und auch jeder begeistert davon ist. Traut euch doch auch mal und sagt nicht immer nur, dass der Beruf echt cool ist! 🙂

Derzeit habt ihr im Handwerk richtig gute Chancen auf einen Job. Es werden Fachkräfte gesucht ohne Ende, freie Lehrstellen gibt es auch genügend und mit ein bisschen Motivation und Engagement findet man dann auch sehr schnell einen Betrieb.

Warum Handwerk und nicht Industrie?

Ganz einfach: Ihr arbeitet von Anfang bis Ende mit und seit nicht nur ein Teil des Arbeitsablaufs und arbeitet mit Kopf und Händen am Werkstück. Da im Handwerk viele kleine Unternehmen zu finden sind, trifft man oft auf Familienunternehmen, was das Arbeiten viel entspannter macht und man nicht nur „eine von vielen“ ist, wie in vielen großen Firmen mit über 1.000 Mitarbeitern.

Traut euch! Macht den ersten Schritt und zeigt, was ihr könnt!

Basteltipp: tolle Geschenke in weniger als 30 Minuten

Kürzlich sollte ich mir über die Kinderbetreuung auf einem Fest Gedanken machen. Da habe ich mir gedacht, dass Basteln bei Kindern ja eigentlich immer gut ankommt und warum denn nicht gleich mit Holz? Meine Idee war es, dass die Kinder kleine Geschenke selber machen sollten. Hierzu habe ich verschiedene Holzarten in verschieden große Stücke gesägt und ein Loch für ein Teelicht reingebohrt. Die Kinder durften dann noch ein bisschen schleifen und sogar Serviettentechnik haben wir darauf gemacht. Das müsst ihr mal probieren. Leider habe ich keine Bilder davon mit Servietten.

ABER: Es ist ganz einfach 🙂 Ihr müsst einfach nur Bastelkleister im Drogeriemarkt holen und aufrühren, die 3 Schichten der Serviette abziehen, dass nur noch die Oberste mit dem Motiv übrig bleibt und einfach drauf kleistern. Je nach Wahl können auch noch Bänder oder andere Dinge angebracht werden.

Seht selbst wie gefährlich „Rückschlag“ sein kann

Hier könnt ihr einmal sehen, was „Rückschlag“ bedeutet. Wir haben in der Schule verschiedene Werkzeuge getestet. Auf dem Video seht ihr ein Werkzeug, das man normalerweise gar nicht hätte benutzen dürfen, da es nicht mit „BG-Test“ ausgezeichnet und somit auch nicht für die Tischfräse geeignet ist. Warum, könnt ihr ja selbst sehen 😉 Wäre bei diesem Versuch eine Person anstelle der Wand gestanden, hätte diese jetzt sicher ein Loch im Bauch. So ein Versuch bleibt einem mit Sicherheit im Gedächtnis und man achtet noch mehr darauf, was für Werkzeuge man in die Maschine einbaut.

Bei einem weiteren Versuch haben wir die Fräswerkzeuge mit einem Stroboskop begutachtet. Hierbei ist uns aufgefallen, dass ja gar nicht alle Schneiden schneiden, aber warum?
Wir haben es herausgefunden … Sie können zum einen ungleich geschärft/geschliffen sein, oder aber auch das Spiel auf der Spindel kann Schuld daran sein. Somit hat man also immer eine unterschiedliche Abnutzung der Schneiden.

Hier kann man das Werkzeug sehen, trotz dass es läuft; dank des Stroboskops.

Oberflächenprofis! ;)

Vor kurzem hatten wir unseren ersten Oberflächenkurs. Hier sind uns erstmal die verschiedenen Möglichkeiten zur Vorbereitung und auch Weiterverarbeitung der Oberflächen gezeigt worden. Wir haben Furnier zusammengesetzt, gebeizt, geblichen, geräuchert und zum Schluss auch geölt und lackiert.

Hier seht ihr auf der linken Seite des Bildes Eiche furniert auf Spanplatte, unbehandelt. Rechts hingegen geräucherte Eiche, also ihr seht, es ist sehr viel dunkler geworden.

Links auf dem Bild seht ihr das Furnier unbehandelt und rechts haben wir es mit Wasserstoffperoxid und Salmiak geblichen.

UND: Der Atemschutz darf natürlich NICHT fehlen. Hier seht ihr eine tolle Variante für jemanden, der den ganzen Tag im Lackierraum steht. Über den Helm wird Luft zugeführt und man bekommt den Spritznebel nicht in die Augen und auch nicht in die Nase! 🙂

Natürlich haben wir noch Vieles mehr gemacht und gelernt, wir sind jetzt sozusagen fast Oberflächenprofis; zumindest auf dem besten Weg dorthin! 😉

Munich is calling! – Goldene Zeiten für das Handwerk

Mit dem Slogan „Goldene Zeiten für das Handwerk“ wurde ich am Donnerstag auf der Internationalen Handwerksmesse in München begrüßt.

Auf der Messe waren alle Handwerke vertreten, von Schreinern und Zimmermännern über Bäcker, Metzger bis hin zu Goldschmieden! Die Frauen waren auch hier zahlreich vertreten.
Es war sehr interessant und eindrucksvoll, was das Handwerk alles her gibt, und das man zum Teil auch gar nicht mehr vor Augen hat. Schon allein deswegen ist die Internationale Handwerksmesse definitiv einen Besuch wert!

Ein besonderes Highlight waren für mich natürlich die besten Gesellenstücke des Bundesgestaltungswettbewerbs „Die Gute Form 2018“. Hier mal ein paar Eindrücke für euch:

Eine richtig coole Idee und vor allem sehr ausgefallen!

… sogar mit Lichteffekt

… hier kann man sich super Inspirieren lassen für sein eigenes Gesellenstück! 🙂

Nicht nur viele Eindrücke konnte ich sammeln, sondern auch einige Kontakte knüpfen. Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Hierzu konnten mir zwei coole Jungs von der Meisterschule Ebern einige Tipps und auch Informationen geben, wie denn die Meisterschule abläuft. Noch dazu konnte ich auch einige Modelle und Projekte kennenlernen. Vielleicht ist der Weg zum Meister ja auch mal was für euch? Vielleicht habt ihr auch Lust neue Leute kennenzulernen und in einer schönen Stadt zu leben? Dann schaut euch die Meisterschule doch mal an: http://www.meisterschule-ebern.de/

Meine zwei Ansprechpartner und ich, im Hintergrund ein paar Projekte und Modelle

Egal wo ihr weiter machen wollt, das Handwerk ist Gold wert, das ist mir auf der Messe auch wieder richtig bewusst geworden! Deshalb scheut euch nicht, ins Handwerk zu gehen bzw. dort zu bleiben! 🙂