Alle Artikel von Loreen Schildger

Da kommt keiner mehr durch!

Vor kurzem habe ich meinen ersten Auftrag bekommen. Diesen durfte ich vom Zuschnitt bis zur Montage selbst erledigen. Das ist wirklich das schöne am Beruf, man sieht wie es Stück für Stück voran geht und wie etwas ganz Neues entsteht.

Bei diesem Kunden war das Problem, dass immer wieder Leute und auch Kinder durch den Hof gelaufen bzw. gefahren sind und auch im Hof ihr Auto gewendet haben, da neben dem Grundstück öffentliche Parkplätze waren. Eine Lösung musste her und wir hatten sie!

Für den Schutz habe ich Bretter aus Lärche gerichtet und diese jeweils an den Seiten gebohrt, damit wir sie an den Edelstahl-Winkeln befestigen können.

… Hoffentlich hilft das dem Kunden jetzt auch! 🙂

 

Immer auf dem neusten Stand!

Es ist wichtig, den Betrieb immer auf dem neusten Stand zu halten, egal ob mit Maschinen, mit Werkzeug oder auch einfach nur mit den neusten Ideen oder Techniken.

Hier könnt ihr die neuste Tischfräse der Fa. Hofmann sehen. Hier fehlt es fast an nichts. Sie ist nicht nur einfach zu bedienen, sondern auch unglaublich „schlau“.

Das ist Hightech pur. Ihr habt regelmäßige Arbeitsgänge im Betrieb und müsst ständig die Maschine neu dafür rüsten? Schluss damit! Hiermit geht es viel einfacher und zeitsparender 🙂
Man kann hier jedem Werkzeug oder auch mehreren ein Programm zuweisen. D.h. man muss nur noch das Werkzeug einbauen, das Programm wählen und die Maschine stellt sich selbst darauf ein, sodass man direkt loslegen kann, sogar der Vorschub stellt sich ein!

Für bestimmte Arbeitsgänge wie z. B. Rundungen fräsen, muss man den ganzen oberen Teil, der auf der Maschine sitzt, abnehmen können, daher noch eine Erleichterung:

Der Greifarm (umgedrehtes U) links hinten ermöglicht rückenschonend und ganz leicht und schnell den „Abbau“ bzw. Umrüstvorgang der Maschine.

Kommt vorbei!

Der Besuch lohnt sich!!! Auf Euch warten interessante und ideenreiche Meister- und Gesellenstücke.

Hier schon einmal ein kleiner Einblick in eines der Meisterstücke:
Es wurde von Markus Ehrler in der Schreinerei Ehrler gefertigt.

Du willst Näheres über das Meisterstück von Markus erfahren?
Dann komm am Sonntag doch einfach vorbei und frag ihn! 🙂
Alle Austeller werden auch persönlich anwesend sein um Eure Fragen zu beantworten.

 

Stauraum schaffen

Vor kurzem waren wir bei einem Kunden, der ein altes Zimmer neu einrichten wollte. Für uns hieß das: Stauraum schaffen. Das Problem war, dass sich auf beiden Seiten des Zimmers eine Dachschräge befand,  sodass wir keinen großen Kleiderschrank hineinstellen stellen. Wir haben eine andere, individuelle Lösung montiert:

Hier seht ihr den Raum mit den zu verbauenden Materialien. Die Schränke stehen schon am richtigen Platz, jetzt müssen nur noch die Schiebetüren an die richtige Stelle gebracht werden.

Geschaff! Hier sieht man die Schiebetüren im offenen Zustand.

Alternativ: Statt den tollen Farben hätte man auch auf eine der Schiebetüren einen Spiegel anbringen können.

 

Zwischenprüfung

Hier könnt ihr unser Zwischenprüfungsstück sehen. Wir mussten eine Kiste herstellen. Sechs Stunden hatten wir dafür Zeit. Innerhalb dieser Zeit fand auch noch ein 10-15 minütiges Fachgespräch statt, bei dem uns Fragen zum Stück gestellt wurden, einfach um zu sehen, ob man das Stück verstanden hat.

Ja, jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass das Prüfungsstück eigentlich echt nicht schwer war. Aber man muss sich auch mal in die Prüfungssituation versetzten: Im Raum ist es ruhig und man ist sowieso angespannt und man hörte von den vorherigen Jahrgängen, dass die Zwischenprüfung in der Regel nie so gut ausfällt. Meine Anspannung war sehr hoch, da dies die erste Bewertung mit dem Kammerschlüssel war und man bei der Hälfte der Punktzahl eigentlich schon durch die Zwischenprüfung gefallen wäre (zum Glück zählt bei uns aber die Zwischenprüfung nicht zur Gesellenprüfung). Ich habe trotzdem probiert, einen kühlen Kopf zu bewahren und muss sagen, dass ich es auch ziemlich gut hinbekommen habe. Mit meiner Note und mit meiner Leistung bin ich also zufrieden. Das größte Problem ist einfach die ZEIT, die sitzt einem immer im Nacken, deshalb wurde es bei uns auch ab und zu ein bisschen hektisch. Trotz allem, hat alles super geklappt und so ist dann meine nächste Prüfung schon die Gesellenprüfung: Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht! 🙂

Der Schubkasten ist an zwei Ecken gezinkt und an zwei Ecken gedübelt. Die Klappe ist mit einem Stangenscharnier (Klavierband) befestigt.

Die Oberflächen waren alle unbehandelt, ich habe aber für mich zu Hause das Werkstück geölt.

Frauen im Handwerk

Viele denken bei dem Thema „Frauen im Handwerk“ immer an die typischen Berufe, wie zum Beispiel Friseurin oder Schneiderin. Aber warum denn nicht auch mal an die traditionellen „Männerberufe“? Schreinerin zum Beispiel 😉

Aus vielen Köpfen muss man erst Mal raus bekommen, dass heutzutage auch Frauen in Männerberufe einsteigen können und das mindestens genauso gut drauf haben, oder auch vielleicht besser 😛 .  Eine Frau als Schreinerin ist gar nicht mehr so selten. Wenn ich jemandem vom meiner Ausbildung erzähle heißt es immer: „Wow, wie cool, dass du dich das traust. Aber der Beruf ist ja so kreativ und richtig vielseitig.“ Warum sollte ich mich das nicht trauen? In meiner Klasse waren wir anfangs fünf Mädchen, was ich echt cool finde und auch jeder begeistert davon ist. Traut euch doch auch mal und sagt nicht immer nur, dass der Beruf echt cool ist! 🙂

Derzeit habt ihr im Handwerk richtig gute Chancen auf einen Job. Es werden Fachkräfte gesucht ohne Ende, freie Lehrstellen gibt es auch genügend und mit ein bisschen Motivation und Engagement findet man dann auch sehr schnell einen Betrieb.

Warum Handwerk und nicht Industrie?

Ganz einfach: Ihr arbeitet von Anfang bis Ende mit und seit nicht nur ein Teil des Arbeitsablaufs und arbeitet mit Kopf und Händen am Werkstück. Da im Handwerk viele kleine Unternehmen zu finden sind, trifft man oft auf Familienunternehmen, was das Arbeiten viel entspannter macht und man nicht nur „eine von vielen“ ist, wie in vielen großen Firmen mit über 1.000 Mitarbeitern.

Traut euch! Macht den ersten Schritt und zeigt, was ihr könnt!

Basteltipp: tolle Geschenke in weniger als 30 Minuten

Kürzlich sollte ich mir über die Kinderbetreuung auf einem Fest Gedanken machen. Da habe ich mir gedacht, dass Basteln bei Kindern ja eigentlich immer gut ankommt und warum denn nicht gleich mit Holz? Meine Idee war es, dass die Kinder kleine Geschenke selber machen sollten. Hierzu habe ich verschiedene Holzarten in verschieden große Stücke gesägt und ein Loch für ein Teelicht reingebohrt. Die Kinder durften dann noch ein bisschen schleifen und sogar Serviettentechnik haben wir darauf gemacht. Das müsst ihr mal probieren. Leider habe ich keine Bilder davon mit Servietten.

ABER: Es ist ganz einfach 🙂 Ihr müsst einfach nur Bastelkleister im Drogeriemarkt holen und aufrühren, die 3 Schichten der Serviette abziehen, dass nur noch die Oberste mit dem Motiv übrig bleibt und einfach drauf kleistern. Je nach Wahl können auch noch Bänder oder andere Dinge angebracht werden.

Seht selbst wie gefährlich „Rückschlag“ sein kann

Hier könnt ihr einmal sehen, was „Rückschlag“ bedeutet. Wir haben in der Schule verschiedene Werkzeuge getestet. Auf dem Video seht ihr ein Werkzeug, das man normalerweise gar nicht hätte benutzen dürfen, da es nicht mit „BG-Test“ ausgezeichnet und somit auch nicht für die Tischfräse geeignet ist. Warum, könnt ihr ja selbst sehen 😉 Wäre bei diesem Versuch eine Person anstelle der Wand gestanden, hätte diese jetzt sicher ein Loch im Bauch. So ein Versuch bleibt einem mit Sicherheit im Gedächtnis und man achtet noch mehr darauf, was für Werkzeuge man in die Maschine einbaut.

Bei einem weiteren Versuch haben wir die Fräswerkzeuge mit einem Stroboskop begutachtet. Hierbei ist uns aufgefallen, dass ja gar nicht alle Schneiden schneiden, aber warum?
Wir haben es herausgefunden … Sie können zum einen ungleich geschärft/geschliffen sein, oder aber auch das Spiel auf der Spindel kann Schuld daran sein. Somit hat man also immer eine unterschiedliche Abnutzung der Schneiden.

Hier kann man das Werkzeug sehen, trotz dass es läuft; dank des Stroboskops.