Was man beim Furnieren alles falsch machen kann

Wir haben uns die letzten zwei Wochen in der Schule mit Furnierfehlern beschäftigt.
Du denkst Furnieren kann jeder? Man kann gar nicht viel dabei falsch machen?

Wir haben es getestet. Man kann sehr wohl viel falsch machen. Ein paar Fehler, die wir absichtlich getestet haben, zeige ich euch hier:

einseitig Furniert

Hier haben wir „vergessen“ das Gegenfurnier zu furnieren, haben also nur eine Seite furniert und auf der Gegenseite ist noch die Rohspanplatte zu sehen. Die Auswirkungen könnt ihr hier gut sehen: Das Brett biegt sich!
Wir haben festgestellt, dass es nicht nur schlimm ist, dass das Brett gebogen ist. Auch bei der Weiterverarbeitung ist es  sehr schwer, durch Schleifen eine gleichmäßige Fläche zu bekommen.

Esche furnier gestürzt und dann gebeizt

Hier sieht man ein Eschefurnier, das wir erst gestürzt und dann gebeizt haben. Der Unterschied ist auf dieser kleinen Fläche nur minimal zu erkennen, aber auf großen Flächen würde man sehr deutlich sehen, dass die rechte Seite viel dunkler gebeizt ist als die linke Seite. Das liegt nicht daran, dass wir richtig gebeizt haben oder nicht, sondern durch das vorherige Stürzen haben wir auf der einen Seite die „Unterseite“ mit kleinen, feinen Haarrissen. Die Haarrisse nehmen die Farbpigmente stärker auf; dadurch ist die rechte Seite dunkler.

Fugenpapier auf der falschen Seite

Hier haben wir das Furnier mit der falschen Seite auf die Platte gelegt: Mit dem Fugenpapier nach unten. Zunächst hat man keine große Veränderung gesehen, doch nach dem Schleifen hat sich das Fugenpapier durch das Furnier abgezeichnet und das Furnier hat sich an den Stellen gelöst, wo das Fugenpapier war.