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Messebau im großen Stil

Nun der kleine versprochene Artikel zum weltweiten Messebau.Also im weltweiten Messebau geht es immer noch darum den Messestand auffällig bzw. außergewöhnlich, aber dennoch passend zum Produkt zu gestalten. Denn der Messestand dient dem verkaufenden Produkt!

Der große Unterschied zu dem vorherigen kleinen Messetand ist relativ schnell zu erkennen…
Die Messestandaufträge sind in der Regel wesentlich größer und enthalten wesentlich mehr Material. Des weiteren wird hier in schnellst möglicher Zeit, möglichst viel Material verarbeitet. So kommen moderne Maschinen wie zum Beispiel die CNC ins Spiel. Die zugeschnitten Spanplatten kommen direkt von der Plattensäge auf die CNC und werden dort bearbeitet. Danach kommt die Kantenanleimmaschine zum Einsatz und die Teile sind quasi für den Aufbau vorbereitet. Die Einzelteile werden im Anschluss direkt mit Hilfe von Dübeln und Expressleim zusammengesetzt. Sobald der Leim getrocknet ist, werden die Teile gut eingepackt und verladen. Ab geht die Reise zum Messegelände…
Und so sieht das ganze dann in der Produktion aus:

Ein großer Teil der Halle ist voll mit einzelnen Möbelteilen, die in kürzester Zeit zusammen gesetzt werden müssen…

Dank moderner CNC Technik können aus den Platten beliebige Tischformen gefräst werden! Verschnitt spielt bei solchen Aufträgen gar keine Rolle mehr

Es werden viele große Teile auf einmal lackiert. Hier sind es Unterbauten für Sitzgelegenheiten. Der Lackraum ist ziemlich gefüllt… 

Sind die einzelnen Elemente fertig, so werden die Teile gut verpackt und die weite Reise beginnt…

Weihnachtsgeschenke selbst gemacht

Das schöne an unserem Beruf ist, dass man Weihnachtsgeschenke gar nicht mehr kaufen braucht, sondern man einfach selbst kreativ werden kann und selbst Weihnachtsgeschenke herstellen kann. Am Besten ist nicht nur, dass man selbst das Geschenk mit viel mehr Stolz, Leidenschaft und Freude übergibt sondern auch viel Spaß und Leidenschaft in die Herstellungszeit gesteckt hat.

Ich bin kreativ geworden und hatte eine ziemlich spontane Idee. Da ich in der Familie einen Jäger habe, der schon ein Paar Trophäen seiner erlegten Tiere gesammelt hat, nie aber das Passende gefunden hat um sie aufzuhängen, habe ich mich ans Werk gemacht und einfach die passenden Bretter für seine Trophäen hergestellt.

Die Brett´chen um seine Trophäen aufzuhängen

Eigentlich war das eine ziemlich spontane Idee. Ich habe mich einfach kurzfristig im Internet nach Maßen und Aussehen informiert. Habe mir dann eine Schablone gemacht und gleich losgelegt auszusägen.
Mit geringen Aufwand habe ich so etwas schönes herstellen können.

Selbst im Urlaub nicht sicher vor dem Holz……

Während meines Urlaubs habe ich mal wieder eine Kiste gebaut.
Dieses Mal jedoch etwas aufwendiger.
Zuerst habe ich die Kiste aus Nadelholz gebaut, als Verbindung habe ich fingerdicken gewählt.
Danach wurden Deckel und Boden stumpf aufgeleimt, da ich eine geschlossene Fläche ohne Absätze oder Nut erreichen wollte.
Danach habe ich dickes Tannenfurnier (ca. 2-3mm) an den Seiten aufgeleimt, damit sich später auf dem guten Furnier keine Zinken abzeichnen.
Als alles verleimt und getrocknet war habe ich die Kiste noch aufgesägt um ein paar kleine Zierleisten auf Gärung angbracht (welche vorher teilweise schon furniert waren)
Zum Schluss wurde noch die komplette Kiste in Pyramidenmahagoni furniert und geschliffen.
Nun müssten nur noch die Bänder angebracht und ein Schlüsselschild aus Bein eingelassen werden.
Um die Oberfläche zu versiegeln habe ich die Kiste vorerst geölt, vielleicht kommt irgendwann nich etwas Schellack hinauf.

Eiche Overload!

Momentan bauen wir die renovierte Wohnung eines Kunden um und haben daher alle Hände voll zu tun! Wir wurden damit beauftragt, einen Einbauschrank mit vielen Tablaren und Schubkästen herzustellen und zu montieren. Dieser Schrank sollte mit 4 lackierten Schiebetüren ausgestattet sein, deren Furnierbild weiterläuft und das ganze einheitlicher aussehen lässt. Die Selbsteinzüge der Türen, die in den oberen Aluprofilen verbaut sind, haben meinem Kollegen und mir das Leben sehr schwer gemacht, da sie sich nicht richtig einstellen ließen, doch nach dem dreißigsten Mal Aus- und wieder Einhängen der Türen waren wir endlich fertig!

Fertig mit dem Aufbau

Nr. 1 eingehangen!

Das einheitliche Furnierbild

Die gebürstete Oberfläche des Furniers

Im Schlafzimmerbereich haben wir einen weiteren Schrank aufgebaut. Dieser ist mit Bewegungssensoren und LED-Leisten ausgestattet worden, die beim Aufmachen der Türen angehen, um alles im Schrank gut sehen zu können! Der Schrank enthält zudem noch einen Hosenauszug, den ich so vorher noch nie gesehen habe!

Es werde Licht!

Die restlichen Möbel seht ihr dann in meinem nächsten Post 🙂

Was hat denn der Schreiner mit dem Messebau am Hut???

Als ausgebildete Schreiner/Tischler sind wir in der Lage, eigene Räumlichkeiten zu entwickeln und diese nach der technischen Konstruktion sogar zu produzieren. So gelingt es uns, individuelle Raumlösungen zu entwickeln. Doch was hat das alles mit dem Messebau zu tun? Eigentlich ist es ganz einfach…

Ein Messestand besteht zum größten Teil aus Holzwerkstoffen und muss auf die individuelle Funktion des Nutzers angepasst werden. Da liegt es ja gar nicht so weit weg, dass der Schreiner/Tischler einen Messestand erst entwickeln und danach produzieren soll. Dies kann sowohl im kleinen Stil für die eigene Hausmesse oder im ganz großen Stil für Messen weltweit durchgeführt werden.
Das wichtigste im Messebau ist, dass der Messestand positiv auffällt und zu den Produkten des Messestandes passt! Denn schließlich versucht man mit Hilfe des Messestandes, seine eigenen Produkte zu bewerben 😉

Ich werde euch erstmal unseren eigenen kleinen Messestand zeigen 😉
Hier wollten wir durch unseren Messestand auffallen und potentiellen Kunden einmal verdeutlichen, was der Schreiner im hochwertigen Möbelbau so kann. Des Weiteren inspirierten wir die Besucherinnen und Besucher mit unseren kreativen Ideen!
Jetzt ist aber mal genug von den trockenen Worten …

So sieht er aus! Unser eigener kleiner Messestand!

Schlicht, aber doch elegant!

Links ein Beispiel unserer eigenen Furnierkünste!
In der Mitte befand sich ein Bildschirm, auf dem Bilder von unseren Projekten zu sehen waren. Direkt darunter Beispiele für kreative Wandgestaltungen. Sogar gefärbtes und selbstwachsendes Moos ist dabei! Und rechts eine schöne Ulmia-Bohle! So erfahren  die Besucher auch einmal, woraus so ein Vollholz-Möbelstück entsteht 😉

Eine feine Designerschale aus Makassar beeindruckt die Besucher ebenfalls!

Unser selbstentwickelter Deko-Elch! Dieser wurde auf der Messe für einen wohltätigen Zweck versteigert 🙂

Nächste Woche folgt dann mal ein Artikel zum weltweiten Messebau …
Dann könnt ihr selber die Unterschiede kennenlernen 😉

Holzbrettspiele

Während des  Furnierlehrgangs haben wir auch einige Brettspiele hergestellt. Dabei entstanden unterschiedlichste Ausführungen von Schach und Damespielen in verschiedensten Holzarten. Diese wurden dann beide jeweils auf eine Platte geleimt, dabei wirkten sie jeweils als Gegenfurnier zueinander.

Danach haben wir sie noch geschliffen und geölt.
Außerdem entstand auch ein „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel.

Für diese Arbeiten wurde teilweise auf bereits am Anfang erlernte Techniken zurück gegriffen, wie beispielsweise die Sternfuge beim „Mensch ärgere dich nicht“ oder die Kreuzfuge beim Damespiel.

Der erste eigene Auftrag – Teil 2

Hier ist die Fortsetzung vom Bau der Lampen. Leider musste ich zwischenzeitlich für ein paar Wochen in die Schule und konnte das fertige Produkt nicht fotografieren :/ Aber man kann es sich auf jeden Fall vorstellen!

Jetzt aber erstmal weiter. Ich habe im letzten Beitrag vergessen zu erwähnen, dass Eiche oft Risse etc. aufweist. Diese kitten wir mit Spezialkit und schwarzem Schleifstaub und Schleifen dann die Flächen, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Danach werden die Kanten mit dem Kantenschleifer bearbeitet, um auch saubere Kanten zu bekommen. Das sieht folgendermaßen aus:

Nachdem die Kanten geschliffen wurden, habe ich die Kanten gefast. Das wird mit dem Kantenfräser und einem entsprechenden Fräskopf ermöglicht. Das Ergebnis kann man als minimalistisch/modern beschreiben!

Die gefasten Kanten

Danach wurden die Taschen gefräst, in denen man die Kabel und das Trafo einlassen kann. Wir haben das ganze durch eine Sperrholzplatte und einen Eichenklotz verdeckt, in dem auch das Metallstück zur Aufhängung eingelassen wurde.

 

Das Ganze wurde dann geölt und zum Trocknen gelegt. Während ich in der Schule war, hat mein Arbeitskollege dann an jeder Ecke Alu-Rohre als Abstandshalter eingelassen, die LED’s eingeklipst und alles dem Kunden übergeben, der sich wohl sehr gefreut hat! Vielleicht arbeiten wir ja bald bei dem Kunden im Haus, sodass ich das ersehnte fertige Foto der Lampen an der Wand erhalten kann! Bis dahin habe ich leider nur dieses Bild als Abschluss 🙂

Eine Raumteilung mal anders

Diese Woche durfte ich bei einer Schrankmontage dabei sein. Wie ihr auf den Bildern seht, ist das ein ziemlich großer Schrank gewesen, der als Raumteiler dienen soll.
Es war interessant zu sehen, das man sich bei einem Raumteiler auch an andere Vorgaben halten muss und sich zum Beispiel, wie in unserem Fall, mit dem Gipser absprechen muss, wie genau der Schrank stehen soll, damit später auch die Maße passen, wenn Rigipsplatten befestigt sind.

Der Schrank

Die rechte Seite des Schranks. Der Raum war leider zu klein um ein komplettes Bild von dem eingebauten Schrank zu machen.

Der 2. Raum. Hier entsteht ein Behinderten WC

CNC Programmierung

In der letzten Woche sollte ich die Arbeitsvorbereitung für einen Badezimmerschrank durchführen. Unter anderem gehörten auch die entsprechenden CNC Programme dazu, über die ich Euch nun etwas mehr berichten möchte. Am besten geht dies mit Bildern. Also nicht erschrecken, wenn jetzt so viele auf einmal  auftauchen.

So sah mein Auftrag aus…

und nochmal eine genaue Detailzeichnung der Frontansicht. Es sind zwei große Korpen mit durchlaufendem Rücken, ein großer Korpus mit kurzem Rücken und ein kleiner offener Korpus

Hier exemplarisch einmal: die Seiten des kleinen Korpus

Und los geht’s!

Die ersten Teile sind durch!

Und fertig ist es!
Ein nettes Badmöbel mit Hochglanz Oberfläche!

Beim Furnieren kann man viel falsch machen?!

Wir haben uns die letzten zwei Wochen in der Schule mit Furnierfehlern beschäftigt.
Du denkst Furnieren kann jeder? Man kann gar nicht viel dabei falsch machen?

Wir haben es getestet. Man kann sehr wohl viel falsch machen. Ein paar Fehler, die wir absichtlich getestet haben, zeige ich euch hier:

einseitig Furniert

Hier haben wir „vergessen“ das Gegenfurnier zu furnieren, haben also nur eine Seite furniert und auf der Gegenseite ist noch die Rohspanplatte zu sehen. Die Auswirkungen könnt ihr hier gut sehen: Das Brett biegt sich!
Wir haben festgestellt, dass es nicht nur schlimm ist, dass das Brett gebogen ist. Auch bei der Weiterverarbeitung ist es  sehr schwer, durch Schleifen eine gleichmäßige Fläche zu bekommen.

Esche furnier gestürzt und dann gebeizt

Hier sieht man ein Eschefurnier, das wir erst gestürzt und dann gebeizt haben. Der Unterschied ist auf dieser kleinen Fläche nur minimal zu erkennen, aber auf großen Flächen würde man sehr deutlich sehen, dass die rechte Seite viel dunkler gebeizt ist als die linke Seite. Das liegt nicht daran, dass wir richtig gebeizt haben oder nicht, sondern durch das vorherige Stürzen haben wir auf der einen Seite die „Unterseite“ mit kleinen, feinen Haarrissen. Die Haarrisse nehmen die Farbpigmente stärker auf; dadurch ist die rechte Seite dunkler.

Fugenpapier auf der falschen Seite

Hier haben wir das Furnier mit der falschen Seite auf die Platte gelegt: Mit dem Fugenpapier nach unten. Zunächst hat man keine große Veränderung gesehen, doch nach dem Schleifen hat sich das Fugenpapier durch das Furnier abgezeichnet und das Furnier hat sich an den Stellen gelöst, wo das Fugenpapier war.