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Es geht kreativ weiter …

In der letzten Woche haben wir im Kreativlehrgang mit dem zweiten Stück begonnen.
Diesmal stand es unter dem Thema „Ecken und Kanten“ und sollte vorwiegend furniert sein.
Auf dem folgenden Bild ist mein Entwurf für besagtes Stück zu sehen – wie es fertig und im Original aussieht, werde ich allerdings erst im Juli zeigen können.

Für dieses Möbelstück haben wir knapp drei Wochen Zeit. Dafür, dass erst eine Woche um ist, bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich schon geschafft habe.
Im Großen und Ganzen ist fast alles fertig, bis auf die Klappe, die Klappenscharniere und die Oberfläche.
Es ist sehr interessant, selbst auszuprobieren und zu erfahren, wie viel Zeit für so ein Möbelstück geplant werden muss und sich gleichzeitig vor Augen zu führen, wie viel es letztlich tatsächlich in der Herstellung kosten müsste.

Ab auf die Piste!

Vergangene Woche ging es für mich und meine Schülergruppe vom technischen und sozialwirtschaftlichen Gymnasium auf in die Schweiz nach Hasliberg.
Treffpunkt war kurz vor halb sechs vor unserer Schule in Emmendingen, um halb sechs fuhren wir dann los. Nach rund drei Stunden Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht. Jetzt konnte es losgehen! Die meisten von uns stürzten sich mit Skiern oder Snowboards die Pisten hinab, wir aber wollten unsere selbst gebauten Schlitten einweihen.
Hasliberg ist bekannt für seine Schlittenwege, die durch zauberhafte Winterlandschaften führen.
Zunächst ging es erst mal mit der Gondel den Berg hinauf, um zu den für Schlitten ausgewiesene Pisten zu gelangen. Unser Lehrer empfahl uns eine bestimmte Strecke, um den Schlitten einzufahren und lenken zu lernen. Bei einer Linkskurve ist es zum Beispiel wichtig, den rechten Fuß auf das Gestell zu drücken, das Körpergewicht nach links zu verlagern und die linke Hand am Boden entlangzuführen.
Auf den geraden Strecken kam es  zu unserem Leidwesen auch durchaus vor, dass wir den Schlitten ein Stück weit ziehen mussten. Aber das tat dem Riesenspaß,  den wir an diesem Tag hatten, keinen Abbruch.
Nach einiger Zeit hatten wir unsere Schlitten schließlich unter Kontrolle und wagten uns auf steilere Pisten.

Wirklich erstaunlich, wie viel Tempo man bei der Abfahrt draufkriegt!  Das liegt zum einen natürlich am Streckenverlauf, zum anderen aber auch an der Bauweise der Rennrodel. Näheres zu der genauen Herstellung werde ich euch in einem meiner nächsten Beiträge verraten.

LIGNA Preview!

In der Branche allseits bekannt, oder?
Für alle, die noch nichts davon gehört haben, hier eine kleine Erläuterung 😉
LIGNA kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Holz“. Und genau darum geht es: Bei dieser Messe findet ihr alles rund ums Thema Holzverarbeitung. Das Ganze fängt bei der Baumfällung an und geht bis hin zur Oberflächenbehandlung. Genau das zeichnet die LIGNA aus und macht sie zur weltweiten Nummer eins im Bereich der Holzverarbeitungsmessen. Hier tummeln sich alle kleinen und großen Maschinen- , Dienstleistungs- und Softwareunternehmen mit jeder Menge spannender Neuheiten im Gepäck.
Da ich ab sofort auch als Blogger für die LIGNA arbeite, bin ich ganz nah dran am Messegeschehen – und nehme euch gleich mit!

Willkommen bei der LIGNA Preview!

Die LIGNA Preview startete wie gewohnt am 05.02.2019 in Hannover mit einer Pressekonferenz. Hier wurde  deutlich, dass die LIGNA 2019 im Bereich der Forstwirtschaft, Sägewerkstechnik, Plattenwerkstoff-Herstellung, Holzverarbeitungsmaschinen, Oberflächentechnik und der Automation und Robotik einiges zu bieten hat.

Stellen wir uns doch mal vor, wir haben einen gut aufgestellten Maschinenpark und jede Menge Arbeit. Was brauchen wir da alles, um loszulegen?
Na klar – Strom, und das benötigte Material usw. , das sollten wir alles haben. Aber um mit den Maschinen arbeiten zu können, brauche ich Werkzeuge, richtig?
Und genau bei den Werkzeugen geht die Digitalisierung und Vernetzung schon los.
Langweilig? – Auf keinen Fall!
Das ständige Wechseln meiner Sägeblätter, Bohrer und Fräser ist aufwendig und zum Teil sehr zeitintensiv. Denn irgendetwas ist immer zu tun: Entweder muss ich noch den Vorritzer dem Sägeblatt zuordnen, einen Fräser einmessen oder, oder, oder.
Und genau hierbei hilft uns die Digitalisierung.

Bei der Firma Leitz werden zum Beispiel die einzelnen Werkzeuge mithilfe eines Datenchips zuordnungsbar gemacht. So können Werkzeuge nicht mehr verwechselt werden und man kann direkt erfassen, in welchem Zustand das Werkzeug ist.
Meine Maschinen wissen somit voll automatisch, welches Werkzeug sie verwenden und wann es zum Schärf-Dienst muss. Wahnsinn, oder?

Apropos Maschinen …

HOMAG kommt dieses Jahr mit vielen Verbesserungen und Neuheiten speziell für Handwerksbetriebe zur LIGNA. Gerade mittelständische Unternehmen sollen es in Zukunft durch neue Software, einen besseren Datenfluss und intelligente Maschinenvernetzungen der Firma HOMAG um einiges leichter haben.

Lust auf die LIGNA bekommen?
Dann besucht sie doch dieses Jahr und schaut euch auch den LIGNA Blog etwas genauer an.
Aber natürlich werde ich euch auch hier auf dem Blog weiter über die weltweit führende Maschinen-Hightech-Messe im Bereich der Holzverarbeitung auf dem Laufenden halten 😉

 

 

Erstes Stück im Kreativlehrgang – Was wird es wohl werden?

Nun ist es endlich so weit, die ersten zwei Wochen des Kreativlehrgangs beginnen.
In dieser Zeit bauen wir ein Stück mit folgenden Vorgaben:
Es soll ein Handtuchhalter werden, überwiegend aus Vollholz gefertigt.

Unter den Entwürfen der anderen Teilnehmer sind sehr viele schöne Ideen, und es ist interessant, zuzusehen, wie sie Stück für Stück Gestalt annehmen.
Auch ich selbst bin froh, dass bis jetzt alles so klappt, wie ich es mir vorgestellt habe.
Allerdings werde ich noch keine Bilder zeigen, die zu viel verraten. Im Juli werden alle Stücke im Rahmen einer Ausstellung gezeigt – dort mache ich dann von allen Fotos.

Fürs Erste gibt es also nur ein paar Detailaufnahmen.

Spuren aus der Vergangenheit

Seit der Gründung unserer Firma 1898 haben zahlreiche Personen in den Deutschen Werkstätten Hellerau mitgewirkt und zur Firmengeschichte beigetragen – so auch Heinrich Tessenow, mit dessen Werken wir uns jetzt wieder auseinandersetzten.

Heinrich Tessenow (* 7. April 1876 in Rostock; † 1. November 1950 in Berlin) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer. Tessenow zählt zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Reformarchitektur. Neben den architektonischen Werken entstanden aber auch zahlreiche Möbelentwürfe, die hier in den Deutschen Werkstätten umgesetzt wurden.

Wir wurden von einem Schweizer Architekturstudenten angefragt, ob es möglich wäre, einige Möbel nachzubauen. Er hatte vor, diese für eine Ausstellung in einem originalen „Tessenow-Haus“ in Pößneck zu nutzen, mit der Absicht, der dortigen Bevölkerung den kulturellen Wert der vor Ort entstandenen Siedlung nahezubringen.

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Keshiki selbst gemacht!

Es geht weiter mit der Herstellung unserer eigenen Werkzeuge. Parallel zu der Produktion unserer Gestellsäge haben wir das sogenannte Keshiki gebaut. Es handelt sich hierbei um das japanische Streichmaß, welches sich in Form und Anwendung vom deutschen Streichmaß unterscheidet.
Zu Beginn hat jeder eine Holzkombination bekommen; man konnte zwischen Ulme und Wenge oder Paduk und Weißbuche wählen. Ich habe mich für Ulme und Wenge entschieden. Im nächsten Schritt hat jeder mit einer Schablone die Rundung und Bohrungen auf das Holz gezeichnet, danach wurden die Bohrungen gebohrt und die mittig liegende ausgestemmt.
Anschließend haben wir mittels Raspel und Feile an der oberen Kante eine Rundung geformt.
Wichtig dabei war, die äußeren Kanten nicht zu verletzen, damit das Keshiki bei der Verwendung richtig angelegt werden kann. Dann haben wir an den beiden äußeren Kanten Winkel gesägt, die man später dazu nutzen kann, Schwalbenschwanzzinkungen anzureißen.
Nun fehlte noch der Stab, der durch das ausgestemmte Loch geführt wird. Dieser wurde von uns zugesägt, geschliffen und an einer Seite gerundet, während auf der anderen Seite nur die Kanten gebrochen wurden. Am Ende haben wir einen schmalen Streifen gebohrt, um das spitze Messer hindurchzustecken.
Schließlich haben noch aus Holz einen Würfel gefertigt, mit dem sich die Schraube verstellen lässt.
Nach dem zweifachen Ölen haben wir das Keshiki zusammengebaut.