Kategorie-Archiv: Arbeiten im Betrieb

Materialvielfalt

Als Schreiner beziehungsweise Tischler haben wir mit den unterschiedlichsten Kunden zu tun. Jeder von ihnen hat eigene Vorstellungen, was die Gestaltung, die Funktion und das Material angeht. Das bietet uns als Schreiner/ Tischler die Möglichkeit, immer wieder aufs Neue kreativ zu werden und ganz individuelle Möbel zu gestalten. Hierbei stehen uns zum Glück alle möglichen geeigneten Materialien zur Verfügung. Für einen unserer Kunden durften wir so ein echtes Unikat fertigen:  ein stilvolles Wohnzimmermöbel aus massiver Eiche.

Schaut mal, was wir aus diesem Wunsch gemacht haben:

Eine Kombination aus massiver Eiche, gepulverten Metallstreben und Glas.

Die zwei unterschiedlich tiefen Korken sorgen für eine gelungene Kombination aus Optik und Funktion.

Die schwarz gepulverten Metallstreben laufen einmal komplett um das Möbelstück herum. Sie halten durch spezielle Verschraubungen und Stecksystemen das ganze Möbelsystem zusammen.

Bis ins letzte Detail stimmig.

Ziel erreicht!

Am 10.10.2019 war es endlich so weit: Im hessischen Schlüchtern fanden die Deutschen Meisterschaften statt und als Landessieger Sachsen war ich mit dabei – aufregend!
Natürlich hatte ich mir zum Ziel gesetzt, möglichst zu gewinnen, aber dass es am Ende wirklich geklappt hat, ist absolut unglaublich! Vor allem, da es oft nur wenige Punkte Unterschied sind, die letztlich über den Sieg oder eine gute Platzierung entscheiden. Der Zweitplatzierte Sven Schröder aus Bayern lag gerade einmal zwei Punkte hinter mir. Da reicht ein falscher Handgriff …

Die Meisterschaft an sich begann am Sonntagnachmittag mit dem Einlesen in die Zeichnung und der Erstellung eines Aufrisses. Da ahnten wir schon alle, dass es doch nicht ganz so einfach werden würde wie in der Gesellenprüfung. Und so wurde während des Abendbrotes noch hitzig rumdiskutiert, welche Verbindung wie hergestellt werden muss.

Am nächsten Tag musste dann schon mehr geleistet werden. Die Maße vom Aufriss mussten auf die Werkstücke übertragen werden. Wenn man genau arbeiten will, ist das ein recht zeitaufwendiger Arbeitsgang. Danach machten sich alle daran, die Holzverbindungen auszuarbeiten. Das dauerte bei fast allen noch bis zum nächsten Tag.

Nach 11 von insgesamt 18 zur Verfügung stehenden Stunden hatte ich die Verbindungen fertig und machte mich daran, Nuten für die Füllungen zu fräsen, die Querteile auszuarbeiten und zu schleifen.

Das anschließende Verleimen hatte ich mir einfacher vorgestellt. Denn wegen der vielen schrägen Teile gelang es mir nicht, alles so zu spannen, dass die Verbindungen ganz dicht wurden. Das kostete mich viel Zeit.
Danach wurde es ordentlich hektisch und stressig, so dass ich am Ende das letzte Teil sogar mit Sekundenkleber verleimen musste. Letztlich war ich mit meinem Stück trotzdem zufrieden, auch wenn es noch ein bisschen besser hätte sein können.

Die Siegerehrung war dann noch mal Nervenkitzel pur. Als ich schließlich nur noch als einziger Teilnehmer unter den Zuschauern im Publikum saß, konnte ich mir vor lauter Freude das Grinsen nicht mehr verkneifen.
Auch wegen der tollen Preise von Festool und Spax!

Leider war alles viel zu schnell vorbei und man hatte kaum Zeit, um sich mal länger mit allen Teilnehmern, dem Team der Kinzig-Schule, den Jurymitgliedern oder den Sponsoren zu unterhalten. Trotzdem herrschte eine Super-Atmosphäre und jedem, der Hilfe brauchte, wurde diese auch zuteil.
Genauso spitzenmäßig war übrigens auch die Verpflegung: Es gab Frühstücksbuffet im Hotel, Kuchen, Getränke, Wiener und Süßigkeiten während des Wettkampfes, zwischendurch Mittagessen aus der Schulküche und abends unter anderem noch mal ein großes Festmahl in der Stadthalle Schlüchtern.

Zum Schluss noch mal ein großes Dankeschön an alle Sponsoren, an Tischler Schreiner Deutschland, die Stadt Schlüchtern und an das Super-Team der Kinzig Schule für diese unvergessliche Veranstaltung und Erfahrung.

Kommt vorbei! ;)

Heute war es endlich so weit, wir durften unsere Gesellenstücke nach Stuttgart ins Haus der Wirtschaft bringen, in dem nur die besten auf Landesebene  ausstellen dürfen, und wo sie auch noch mal bewertet werden.  Bald beginnt die Ausstellung und dann dürfen wir am 3. Dezember unsere Stücke wieder abholen. Ich bin schon sehr gespannt, alle Gesellen der einzelnen Stücke zu sehen und auch kennenzulernen. Heute durfte ich schon ein paar interessante Bekanntschaften machen und finde es spannend zu sehen, dass wir zwar alle mehr oder weniger in der gleichen Situation gesteckt haben, aber jeder etwas anderes, ganz eigenes entwickelt hat. Jedes Stück wirkt für sich und hinter jedem steckte eine eigene Geschichte.

Hier, ein kleiner Vorgeschmack 🙂

Aber ich will nicht die ganze Spannung vorwegnehmen, deshalb gibt es auch erst mal nicht mehr Bilder.
Ich kann euch aber verraten: Es lohnt sich, vorbeizuschauen! Es sind sehr interessante und schöne Sachen. Kommt vorbei und bestaunt, bewundert und genießt unsere mit Mühe und Liebe gefertigten Gesellenstücke.

 

 

25 Jahre in Holz – ein Grund zum Feiern!

Zuerst einmal möchte ich mich für meine längere Schreibpause entschuldigen – nach der Ausbildung brauchte ich etwas Muße, um mich umzuschauen. In der Zwischenzeit habe ich meinen Ausbildungsbetrieb verlassen, in einem neuen Betrieb angefangen, bin umgezogen um dann letztlich zu meinem Ausbildungsbetrieb zurückzukehren – Stress pur! Aber jetzt ist zum Glück wieder Ruhe eingekehrt.

So, und nun zum eigentlichen Post – mein Ausbildungsbetrieb ist 25 Jahre alt geworden! Angefangen hat der Betrieb in Düsseldorf Oberkassel und ist nach zehn erfolgreichen Jahren dann gezwungenermaßen nach Mönchengladbach gezogen, weil in Oberkassel zu der Zeit viel abgerissen und gebaut worden ist. Die beiden Geschäftsführer Peter Schneider und Norbert Kaumanns sind beide gebürtig aus Mönchengladbach, ihr Arbeitsweg hat sich dadurch natürlich erheblich vereinfacht.

 

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Wandverkleidungen

Als Schreinerei, die sich  auf den hochwertigen Innenausbau spezialisiert hat, dürfen wir individuellste Raumlösungen für Privat- und Geschäftskunden entwickeln. Für einen unserer Geschäftskunden sollen wir zurzeit Wandabwicklungen fertigen. Diese besteht aus einer durchgängig verkleideten Wand sowie einer Medienwand mit integrierten Monitoren etc. Beide Wände sollen schallgeschützt sein. Außerdem müssen alle Bauteile einzeln abgenommen werden können, da hinter den Wandabwicklungen die gesamte Medienanlagen- und  Klimatechnik liegt. Die Schallschutzelemente werden durch eine spezielle Frästechnik hergestellt und mit Nussbaumfurnier belegt. Anschließend werden die Elemente lackiert. Die Maserung läuft selbstverständlich durch 😉

Hier seht ihr die Zeichnung zur Medienwand …

Und so sieht sie zusammengebaut in der Werkstatt aus.

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Massivholzfräsung

Vor Kurzem wurden bei uns jede Menge Bankelemente aus Massivholz gefertigt. Nachdem die Bohlen aufgetrennt wurden und die Bearbeitung mit dem Abricht- und Dickenhobel geschafft war, ging es wieder ans Programmieren der CNC-Daten. Hierbei musste vor allem beachtet werden, dass man nicht entgegen der Faser fräst, denn sonst reißen diese aus. Deshalb habe  ich mit einem Aufmaß von 2 mm die komplette Kontur vorerst mit einem Schruppfräser ausgefräst. Danach habe ich die einzelnen Konturteile mit einem scharfen links und rechts laufenden Wendeplattenfräser nachgefräst. Natürlich immer schön mit der Faser!

Das Programm entsteht. Ganz schön viele verschiedene Fräsgänge sind hierzu nötig.

So sieht das Ganze dann außerhalb des Bildschirmes aus 😉

Und hier natürlich noch einmal ein Bild der fertigen Teile 🙂

Ladenbau, Teil II

In diesem Fall liegt das Augenmerk auf der Möglichkeit, die Möbelelemente zu bestücken, denn hier ist entscheidend, dass der Kunde möglichst viele Produkte zeigen und verkaufen kann. Individualisierte Nutzbarkeit verknüpft mit einer modernen Optik stehen im Fokus, wobei es an der Qualität natürlich nicht mangeln darf.
Für diesen Kunden haben wir einen speziellen Katalog angefertigt. So kann er sich bei jedem neuen Laden genau überlegen, welche Möbelelemente er gern hätte. Wir planen dann mit ihm gemeinsam das neue Ladenlokal, und schon geht’s los mit der Produktion. 

Der Thekenbereich dient sowohl als Verkaufs- als auch als Beratungsstelle.

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Geschafft! :)

Endlich ist es geschafft – mein Gesellenstück!

Mein Flur-Organizer

Puhh, endlich geschafft – und ordentlich Preise habe ich dafür auch noch abgeräumt.
Mit meinem Stück bin ich dafür ausgewählt worden, nach Stuttgart zum Wettbewerb  „GESTALTETE GESELLENSTÜCKE 2019, Sonderwettbewerb für Formgebung“ zu gehen. Im Oktober darf mein Stückchen dorthinreisen. Außerdem habe ich einen Preis dafür erhalten, dass die drittbeste Arbeitsprobe abgelegt habe. Mit meinen Ergebnissen bin ich also mehr als zufrieden!

Mein Stück ist nicht leicht gewesen,  im Nachhinein würde ich auch so einiges anders machen, da mich das Ganze doch sehr viel Nerven gekostet hat.
Meine beiden Würfel sind alle auf Gehrung verleimt, die Tür und die Klappe ebenso. Das ist sehr schwierig, und man hat auch nur wenige Verstellmöglichkeiten. Da mein Möbel schlicht aussehen sollte, habe ich meine Griffe bündig eingelassen und auch in derselben Farbe lackiert wie meine Korpusse . Um ein einheitliches Bild zu erreichen, habe ich alle anderen Beschläge ebenfalls in der passenden RAL Farbe lackiert.
In meine Sitzfläche habe ich mich besonders verliebt. Diese habe ich aus Eiche gemacht und die Risse bzw. Äste habe ich schwarz geharzt. Das gefällt mir wirklich sehr gut.

Hier seht ihr meinen oberen Korpus. In diesem befindet sich mein Pflichtteil, der Schubkasten. Den Griff habe ich verdeckt mit einer Einsetzfräsung ausgewählt.