Kategorie-Archiv: Arbeiten im Betrieb

Die Bauphase des Meisterstückes hat begonnen

Nach den schriftlichen Prüfungen und der Handprobe in der vergangenen Woche darf ich nun endlich mit dem Bau des Meisterstückes beginnen. Da die Zeit in dieser Phase etwas begrenzter ist und Bilder meistens ohnehin mehr verraten als Worte, versuche ich euch regelmäßig über Bilder und kleinere Textpassagen über die aktuellen Fortschritte meines auf dem Laufenden zu halten.

Begonnen habe ich ganz klassisch erst einmal mit dem Plattenzuschnitt.

Im Anschluss habe ich die Furnierpakete und die benötigten Blätter auf Maß geschnitten.

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Brot backen im Holzrahmen

Knusprige und leckere Brote mit einem leichten Aroma wie aus dem Holzofen lassen sich ganz einfach zu Hause zubereiten.

Hierfür müsst ihr euer Brot nur in einem entsprechenden Holzrahmen backen.

Im Internet findet man diverse Anbieter, die Backrahmen in unterschiedlichen Ausführungen anbieten. Selbstverständlich könnt ihr euren Backrahmen aber auch einfach selbst herstellen.

Wichtig hierbei ist die entsprechende Holzauswahl. Am besten sollte der Rahmen aus Ahorn oder Buche sein, da sich diese Hölzer bei Hitze und wechselndem Feuchtegehalt nicht so sehr verziehen.

In wenigen Schritten habe ich aus unbehandeltem Ahorn einen entsprechenden Backrahmen gefertigt. Die Seitenteile wurden so ausgeführt, dass sich diese einfach ineinanderstecken lassen.

Dies bietet den Vorteil, dass der Rahmen nach der Verwendung platzsparend verstaut werden kann.

Vor dem ersten Gebrauch wird das Holz eingeölt. Hierzu könnt ihr Rapsöl oder auch Sonnenblumenöl verwenden. Die geölten Teile kommen anschließend bei etwa 200 Grad für eine Stunde in den Ofen.

Dabei werden die Teile „eingebrannt“ und das Holz entwickelt ein leicht rauchiges Aroma.

Vor dem Backen wird der Rahmen erneut geölt, damit sich das Brot anschließend leicht aus der Form lösen lässt. Nach der Verwendung wird der Backrahmen mit einem trockenen Tuch abgerieben oder leicht abgebürstet.

Holz kann also nicht nur schön aussehen, sondern gibt dem Brot beim Backen ein tolles Aroma!

Neue Erkenntnis

Hey Leute,

nach einem kleinen Schreib- und Motivationstief bin ich jetzt wieder da mit einem Beitrag über eine Sache, die mich vor meiner Ausbildung nicht wirklich reizte, mittlerweile aber eine der schönsten Holzverarbeitungstechniken ist, die ich kenne.

„Das Furnieren“ schien für mich immer eine banale Variante zu sein, mit welcher man eine Spanplatte beklebt, um den Leuten zu suggerieren: „Hey, das ist Holz!“  Mittlerweile jedoch bietet mir diese Technik beinah grenzenlose Möglichkeiten zur Gestaltung von Möbeln, Innen- und Außenverkleidungen.

Unter Beachtung von ein paar Grundregeln zum Zusammenlegen des Furniers, können schon die einfachsten Formen entstehen. (Hier eine unechte Kreuzfuge aus Platanen-Furnier.)

Wie viele andere habe auch ich ein Schach-/Mühlebrett aus Furnier hergestellt. Auch wenn sich die Form und Technik bei den meisten nicht großartig unterscheidet, ist gestalterisch alles offen. (Ich wählte zum Beispiel fünf unterschiedliche Hölzer, und beim Mühlebrett eine positiv-negativ Optik).

Eiche und Teak, zusammengeklebt und in Pizzastücken geschnitten kann man wunderbar in einer Sternfuge zusammenlegen.

… und trotzdem kann der so entstandene Kreis auch zu einer rechteckigen Tischplatte zugeschnitten werden.

Meisterstück 2021

Auch wenn alles durch die aktuelle Coronasituation etwas verzögert ist und schleppender voranschreitet als erhofft und geplant, geht es jetzt endlich los in Richtung Meisterprüfung. Nach vielen Überlegungen bin ich zu folgendem Entwurf meines Meisterstückes gelangt. Schaut es euch einfach mal an 😉
Denn zumindest visuell steht es schon fertig im Raum …

Könnt ihr erkennen, was es werden soll? Wie findet ihr die Idee und die Ausführung?
Sobald der Bau Ende Februar startet, werde ich euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten 😉

Podcast Lauschwerkstatt

Dass ich leidenschaftlich meine Projekte mit euch über den tollen Tischler Schreiner Deutschland Blog teile, wisst ihr ja bereits. Mit kleinen Videos, Bildern und Texten versuche ich, euch den wundervollen Beruf des Tischler bzw. Schreiners etwas näherzubringen. Da ich so begeistert bin von der Kombination aus Gestaltung, technischen Herstellungsverfahren, dem Handwerk und den betriebswirtschaftlichen Strukturen, habe ich mich für das triale Studium entschieden. Und genau über dieses und viele weitere interessante Dinge wie zum Beispiel dem Aufbau von Social Media Kanälen und Marketingkonzepten wurde ich im Rahmen des Lauschwerkstatt Podcasts befragt. Also wenn ihr gerne einmal die passende Stimme zu den Bildern und Videos hören wollt und euch die interessanten Themen in einer ruhigen Minute anhören mögt, dann hört einfach mal rein!

Hier schon mal ein kleiner Einblick in die Welt des Lauschwerkstatt Podcasts des Fachverbandes Tischler NRW 😉

Hier könnt ihr euch in einer ruhigen Minute gern die gesamte Folge anhören:

Eine vielgestaltige Herausforderung

In unserem Beruf dürfen wir beim Arbeiten mit dem tollen Rohstoff Holz immer wieder aufs Neue unsere fachliche Kompetenz unter Beweis stellen. Dabei müssen unter anderem viele gestalterische und konstruktive Entscheidungen getroffen werden. Doch auch der Umgang mit modernen Maschinen ist eine fordernde, aber durchaus spannende Aufgabe – zum Beispiel bei der Programmierung von 5-Achs-CNC-Fräsungen. Das Spannende hierbei ist, dass man beim Zeichnen und Programmieren nur von theoretischen Werten, Vorgehensweisen und Abläufen ausgehen kann.  Wie sich die einzelnen Werkzeuge der Maschine, die Werkstücke und die Fräsvorgänge tatsächlich verhalten, können wir lediglich erfahrungsbasiert abschätzen und erst bei der Fertigung beurteilen. Ein weiterer Knackpunkt ist  das Zusammenwirken von mehreren Objekten bzw. Werkstücken, die einzeln gefräst werden, aber später als ein großes funktionieren müssen. Ein schönes Beispiel zeige ich euch hier anhand des Handlaufs eines aufwendigen Treppenverlaufes. Dabei fing die Herausforderung schon mit dem 3D-Aufmaß vor Ort an. Denn ohne diese präzisen Daten ist eine Fertigung in diesem Maße undenkbar.

Die einzeln gefrästen Werkstücke werden Stück für Stück zu einem großen und stabilen Teil gefertigt.

Offene Treppenaugen, die komplett vom Handlauf eingefasst sind.

Der Handlauf läuft um das Treppenauge herum und erstreckt sich anschließend in einem Stück über zwei Etagen. Des Weiteren verändert die Treppe im Verlauf die Bauform und Drehrichtung.

Der Weg zum eigenen Design: das Gesellenstück

Nachdem ich euch im letzten Blogeintrag über die ersten Inspirationen zur Entstehung des Gesellenstücks erzählt habe, geht es nun bereits an die Ausgestaltung der gesammelten Ideen.

In unserem letzten Schulblock haben wir uns intensiv mit der Gestaltung der Gesellenstücke auseinandergesetzt. Unter der Betreuung unserer Lehrer fertigten wir zunächst einige Skizzen an. Anschließend erstellten wir Modelle sowie Zeichnungen in CAD-Programmen, um die Entwürfe besser zu visualisieren.

In meinem ersten Entwurf habe ich mich für einen Küchenblock aus Eiche und Beton entschieden. Dabei sollen die Fronten und Blenden mit einem umlaufenden Furnierbild gefertigt werden.

Die Platte, in der das Kochfeld integriert wird, soll eine massive Betonoptik erhalten.

Der geforderte gezinkte Schubkasten mit klassischer Führung wird dabei sichtbar hinter einer Glastür angebracht.

Mit diesem Entwurf werde ich nun die nächsten Tage weiterarbeiten und die Detailplanung umsetzen. Dabei werde ich auch unterschiedliche Materialien kombinieren, um das Wirken von Farben und Oberflächen optimal abzustimmen.

Logofräsung

Vor Kurzem hatte ich einen Kunden, der gerne ein Logo gefräst haben wollte. Die Besonderheit daran war, dass dieses komplett hinterleuchtet sein sollte. Zudem sollte es aus einem einzigen Teil bestehen, das zudem aus Echtholz sein sollte. Würde ich das Logo jedoch in eine dünne Massivholzplatte fräsen, so müsste ich komplett durch das Material durchfräsen, damit die dahinterstehende Lichtquelle durchwirkt. Des Weiteren würden Teile des Logos und der Buchstaben einfach wegfallen, da diese keinen Verbund mehr zu dem Rest hätten. Ein ganz anderes Problem ist ebenfalls noch, dass Massivholz arbeitet und sich mit der Zeit Risse an manchen Stellen bilden könnten.
Nach kurzem Überlegen kam mir die Idee zu folgender Lösung:
Wenn ich ein Furnier auf ein Plexiglas klebe, so kann die Lichtquelle ohne Probleme durch Teile des eingefrästen Furniers hindurchleuchten. Wenn ich das Furnier zudem nur anfräse, haben alle Teile noch einen Verbund zum transparenten Träger. Was haltet ihr davon?
Ich habe es natürlich direkt mal ausprobiert und so sah das Ergebnis aus:

Frisch nach dem Fräsen ist die Kontur lediglich bis zum Plexiglas angefräst

Dank des Trägers war es mir sogar möglich, die Zwischenräume des Logos komplett auszuräumen.