Kategorie-Archiv: Arbeiten im Betrieb

Kunstfräsung

Da die musikalische Fräsarbeit erst an Vatertag übergeben wird, darf ich leider auch erst ab diesem Tag Bilder davon veröffentlichen. Aber dafür habe ich ein anderes, spannendes Projekt für euch auf Lager.
Schaut es euch selber an 😉

Wer von euch kann sich vorstellen, was unser Hohlkehlfräser hier gerade zaubert?

Die erste Seitenwand ist fertig gefräst. Die Fräszeit für diese Platte betrug etwa vierzig Minuten. Die lange Fräsdauer ist zum großen Teil von dem Material Richlite abhängig. Denn dieses kann man nur mit einem recht niedrigen Vorschub bearbeiten. Des Weiteren gabe es hierbei knapp sechshundert einzelne Frässchritte bzw. Konturen, die abgearbeitet werden mussten.

Auch die kleine Seitenwand ist endlich fertig.

Aus den zwei gefrästen Seitenwänden wird eine moderne stilvolle Thekenschürze.

Und so sieht der fertige Messestand aus.

 

Abwechslung garantiert

Zunächst einmal möchte ich mich bei euch entschuldigen. Da ich im Rahmen meines Trialen Studiums zurzeit eine wissenschaftlich Arbeit schreiben muss und bei uns obendrein betrieblich ziemlich viel zu tun ist, bin ich leider nicht mehr so regelmäßig zum Bloggen gekommen.

Meine wissenschaftliche Arbeit schreibe ich über den Fachkräftemangel im Tischlergewerk und wie der Fachverband Tischler NRW diesem begegnet. Natürlich wird im Zuge dessen auch das sogenannte  ZIMT Projekt thematisiert und der TSD-Blog findet selbstverständlich auch Erwähnung ;-). Falls ihr also Interesse habt, kann ich euch gern ein paar Auszüge aus meiner Arbeit vorstellen, sobald diese abgesegnet wurde. Ist wirklich eine spannende, interessante Sache für all diejenigen, die ihre Zukunft im Tischlergewerk sehen oder damit liebäugeln.

Dass das Tischlergewerk ein wahnsinnig abwechslungsreiches und spannendes Betätigungsfeld ist, habe ich ja schon in der Vergangenheit in diversen meiner Beiträge berichtet. Und nun gab es ein Projekt, dass genau diesen Aspekt noch einmal unterstreicht. Diesmal hatte es jedoch nichts mit Innenausbau zu tun, sondern es ging um eine Lok inklusive Kohltender. Ja, ihr habt richtig gelesen. Im Rahmen eines Heimatfestes in der Eifel sollten wir eine originale Dampflok mit entsprechendem Kohltender bauen.

Und so sieht sie aus! Fast fertig …

Der Kohletender ist so geplant worden, dass Kinder über die seitlich angebrachten Leitern in das Führerhaus klettern können.

Diese Lok bekommt noch einen Schornstein und wird danach schwarz lackiert. Dann wird sie auf Schienen gehoben und ist hoffentlich die große Attraktion des Festes!

Der nächste Blogeintrag wird von einer ganz speziellen CNC Fräsung handeln. Kleiner Tipp, es hat etwas mit einem Musikinstrument zu tun 😉
Also dranbleiben, es lohnt sich!

Wir haben eine neue Kollegin!

Wir von der in holz GmbH hatten ein paar aufregende Tage hinter uns. Wir haben vor einiger Zeit eine CNC-Maschine bestellt, wie sie bereits in Blogeinträgen von Jonas vorgestellt wurde. Die neue Maschine benötigt jedoch jede Menge Platz, was bei uns in der Firma leider Mangelware ist. Wir mussten daher ordentlich ausmisten, umräumen und umbauen. Das hatte schon ein Weilchen gedauert.

Das Foto wurde auf dem Gerüst gemacht, das wir zum Verlegen neuer Steckdosen und Anschlüsse gebraucht haben

Am nächsten Tag war es dann endlich so weit, die CNC ist per Spedition angekommen. Diese musste dann noch mit einem Kran vom LKW abgeladen und manuell in die richtige Position gefahren werden. Ein ziemlicher Akt!

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Spiegel oder iPad? Warum nicht beides?

Ein Freund von mir kam vor Kurzem mit einem spannenden Projekt auf mich zu. Er hat ein Display entwickelt, das hinter einem speziellen Spiegelglas sitzen soll. Dieses Spiegelglas ist so beschichtet, dass das Display sichtbar wird, sobald man einem Sensor ein Zeichen gibt. So kann man sich in Ruhe vor dem Spiegel zurechtmachen und – sofern man möchte – den im Spiegel integrierten Rechner aufrufen, um mal kurz das Wetter oder Ähnliches zu checken.
Der Prototyp ist bereits fertig und ein paar Bilder für euch sind auch schon vorhanden 😉

Nachdem ich mir eine Konstruktion überlegt und den Rahmen zusammengebaut habe, ging es zum Füllern. Füllern? Füllern nennt man den weißen Lack, der sich prima schleifen lässt und sich hervorragend als Grundierung für Buntlacke eignet 😉

Nach dem Schleifen habe ich ihn dann schwarz lackiert und vorsichtig zusammen gesetzt.

Bis auf den Sensor auf der linken Seite, sieht es doch nach einem ganz normalen Spiegel aus, oder?

Doch hinter dem Spiegelglas verbirgt sich eine Menge Technik und das Display

Wisst ihr, was das Coole am Leben eines Schreiners ist?
Ihr werdet jeden Tag aufs Neue mit ganz unterschiedlichen Dingen konfrontiert und dürft euch eigene Lösungen überlegen. Dabei kommt ihr mit den unterschiedlichsten Materialien und Werkstoffen in Berührung. Das macht mir großen Spaß!  🙂

Vielfalt des Tischlergewerks

Wer einen abwechslungsreichen und kreativen Arbeitsalltag sucht, der sollte sich mal Gedanken über das Tischlergewerk machen. Denn hier löst man täglich neue Problemstellungen durch individuelle und kreative Vorgehensweisen – jeder Kunde hat nun mal ganz eigene Wünsche und Vorstellungen.
Und genau das ist mir bei zwei Montagen in der letzten Woche noch einmal besonders aufgefallen. Aber seht selbst:

Anfang der Woche war das oben zu sehende Schulungsterminal dran. Dieses wurde für eine große Firma entwickelt, die dort ihre eigenen Mitarbeiter schulen möchte. Hier standen vor allem Funktion und Nutzungsdauer im Fokus. Continue reading

Super Effekte!

Na, was sagt ihr dazu?

Letzte Woche hatte ich meinen zweiten und letzten Oberflächenkurs, hier durften wir verschiedenste Effektlacke ausprobieren, wie auf dem Bild gut zu erkennen ist. Der lange Streifen rechts wird Reißlack genannt, man spritzt ihn wie normalen Lack auf die Oberfläche und der vorherige Lack und der Reißlack reagieren miteinander, sodass Risse entstehen. Die Punktewirkung (zweites Quadrat von oben) haben wir mit ganz normalem Lack erzielt, indem wir an der Becherpistole den Druck reduziert haben. Die weiße Fläche (zweites Quadrat von unten) zeigt das Ergebnis einer Übung, bei wir den Druck der Lackpistole selbst einstellen durften. Als Letztes (unterstes Quadrat) haben wir einen Wassertropfeneffekt gemacht. Dafür haben wir Wassertropfen auf die Fläche gespritzt und diese über Nacht trocknen lassen. Am nächsten Tag mussten wir die Wassertropfen nur noch fixieren, um sie abriebfest zu machen. Echt toll, welche verschiedenen Effekte man so erreichen kann, oder?

DIY-Buchen-Waldkante

Vor einiger Zeit haben wir ja unter anderem einen Waschtisch aus dem Holz eines Eichenbaums gebaut, den der Kunde vor Jahren selbst auf seinem Grundstück gefällt hat. Nun hatte uns derselbe Kunde mit einem Schreibtisch beauftragt, und auch dieser sollte wieder aus dem Holz eines seiner eigenen Bäume sein. Diesmal jedoch handelte es sich um eine Buche. Er gab uns also die entsprechenden Bohlen zur Weiterverarbeitung, zusammen mit nur groben Maßen für den Tisch. Seine einzige feste Vorgabe war, dass der Tisch eine Waldkante haben sollte, allerdings nicht die echte, weil ihm diese überhaupt nicht gefiel.

Wir haben uns dann darauf geeinigt, einen geraden Schnitt kurz hinter der Waldkante zu machen und diesen dann per Hand so zu bearbeiten, dass es am Ende wie eine echte Waldkante aussieht. Dabei haben wir mit Stecheisen, Stichsäge und Exzenterschleifer gearbeitet.

Es hatte sich etwas seltsam angefühlt, dem schönen Tisch derart zu Leibe zu rücken. Normalerweise versucht man als Tischler ja, gefühlvoll vorzugehen und alles gleichmäßig zu halten. 🙂