Kategorie-Archiv: Arbeiten im Betrieb

Ran an die Maschinen!

Vor ein paar Wochen hieß es für mich und die anderen Lehrlinge endlich: „Ran an die Maschinen!“ Der Tischler-/Schreiner Maschinen-Lehrgang stand an.

Seit dem Beginn meiner Ausbildung habe ich fast ausschließlich nur mit Handwerkzeugen gearbeitet und viel über sie und die Techniken gelernt. Nun war es jedoch an der Zeit, in die Welt der großen Maschinen einzutauchen und zu erfahren, was eigentlich alles so möglich ist, wenn Anschlag und Winkelkante zu 99,9% genau sind. Da sämtliche Maschinen aber auch eine Gefahr für Leib und Leben darstellen, lag das Hauptaugenmerk des Lehrgangs auf der sachgemäßen Anwendung unter Berücksichtigung aller Arbeitsschutzkriterien. Ich kann euch sagen, dass ich trotz der streckenweise zähen Belehrungen heilfroh bin, darüber informiert worden zu sein. Denn wenn man die ersten Male seine Finger unmittelbar neben oder über Messern langschiebt, welche 16 000 mal pro Minute durch die Luft pfeifen, wünscht man sich schon vorher eine Windel angezogen zu haben!

Als eine Art Zertifikat, welches belegt, dass wir an allen vorgeschriebenen Maschinen gearbeitet haben, wurde von uns während des Lehrgangs ein Schlüsselkasten hergestellt, welcher in seiner extravaganten Schönheit nicht zu übertreffen ist! *hust*

Vielleicht erkennt der eine oder andere die Silhouette eines bestimmten Sterns, welche die Form der Front darstellt?

Verlass auf das Handwerk

Auch in solchen Zeiten wie der derzeitigen Corona-Krise ist das Handwerk stets für alle da! Zum Beispiel stellen wir zurzeit Desinfektionsschutzhauben her. Diese bestehen komplett aus Plexiglas und verfügen über eine Durchreiche. Mit dem Rundumschutz versuchen wir durch unsere Handwerksleistung das Arbeiten in Apotheken, Arztpraxen und Sanitätshäusern so sicher wie möglich zu gestalten und dabei auch die Gesundheit der Kunden zu schützen.

Ein Rundumschutz, der nicht abschreckend wirken soll.

Sicherheit am Arbeitsplatz und für alle Kunden.

Ein Aufstellbeispiel in einer Apotheke.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen, die sich in diesen Zeiten für ihre Mitmenschen einsetzen und appelliere an die Vernunft aller, die geltenden Regeln zu beachten und einzuhalten.
In diesem Sinne – bleibt gesund!

„Neu und Alt“ verbinden

„Neu und Alt“ miteinander zu verbinden ist eine übliche Entwurfsaufgabe in der Architektur wie im Design von Möbeln. Genau hiermit dürfen wir uns im Rahmen unserer schulischen Ausbildung bis zum Ende des Schuljahres auseinandersetzen.

Die Aufgabe besteht darin, ein Möbel sowohl zu entwerfen als auch zu fertigen und dieses mit einem gebrauchten Gegenstand zu verbinden. Die Ansichtsfläche sollte dabei nicht größer als 0,5 m² sein.  Eine weitere Voraussetzung ist, dass mindestens ein Drehteil oder ein Schubkasten integriert wird. Bei der Wahl des Schubkastens, sind sowohl mechanische als auch klassische Führungen möglich. Die Schubkastenfertigung muss handwerklich, mit Schwalbenschwanzzinken, ausgeführt werden.

Waschbecken aus Marmor

Ich selbst habe mich für den Entwurf eines Badmöbels entschieden, in dem ich ein gebrauchtes Aufsatzwaschbecken aus Marmor verwenden möchte.Bevor die eigentliche Planung beginnt, habe ich mir zunächst ein Moodboard erstellt. Hier lässt sich durch die Zusammenstellung von Materialien und Farben leicht erkennen, ob diese ein harmonisches Bild ergeben und welchen Stil man bei dem Entwurf einbringen möchte.

Moodboard

Zunächst werde ich nun eine Skizze entwerfen und aus dieser anschließend eine Zeichnung mit allen Details erstellen. Auf dem Blog halte ich euch über die Entstehung des Entwurfs auf dem Laufenden und werde euch auch immer wieder Einblicke in die Fertigung des Möbels geben.

Hallihallo!

Seid gegrüßt, werte Tischler-innen und Interessierte!

Ich bin Friedo und werde in Zukunft für euch von meiner Ausbildung zum Tischler bei den Deutschen Werkstätten Hellerau berichten. Ich bin selbst sehr gespannt auf diese beiden neuen Tätigkeiten und bin sicher, dass ich euch mit meinen Erzählungen einen spannenden Einblick verschaffen kann!

Zum Schluss noch eine meiner ersten Zinkenverbindungen, als visuellen Vorgeschmack 😉

Friedo mit Raubank

P. S. Ein kleines Interview und weitere Infos zu mir findet ihr auf meinem Profil.

Mein abwechslungsreicher Arbeitsalltag

Ich habe euch ja schon öfters erzählt, wie vielfältig, kreativ und anspruchsvoll das Arbeiten mit Holz oder generell der Beruf des Tischlers beziehungsweise des Schreiners ist. Vor Kurzem habe ich ein kleines Video gedreht, dass genau diese Vielfältigkeit meines Arbeitsalltages widerspiegelt. Schaut es euch einfach an! Was leider fehlt, sind die unfassbar tollen Gerüche, die das Arbeiten mit Holz begleitet. 😉


Und an alle, die mit dem Gedanken spielen, eine  Tischler/Schreiner Lehre- Lehre zu machen:  traut euch! Es ist ein wahnsinnig abwechslungsreicher Job,  der zudem auch noch jede Menge Ausgleich mit sich bringt.

Brotschneidebrett ölen: So wird´s gemacht!

Hallo zusammen!

Bevor ich mich dem eigentlichen Thema widme, möchte ich mich euch kurz vorstellen: Ich bin Marie-Luise und blogge seit neuestem hier auf dem TSD-Ausbildungsblog. In Zukunft werde ich wöchentlich meine Erfahrungen und Projekte im Bereich des Schreinerhandwerks mit euch teilen und freue mich sehr darauf! Seit jeher begeistert mich individuelles Design, formschöne Gestaltung und das handwerkliche Arbeiten. So bin ich – nachdem ich zunächst eine kaufmännische Ausbildung absolviert habe – , zum Schreinerhandwerk gekommen. Im September 2019 habe ich meine Ausbildung zur Schreinerin bei der Firma Becherer Möbelwerkstätten in Elzach begonnen; da ich das Abitur gemacht habe, konnte ich gleich ins zweite Lehrjahr einsteigen.

Und jetzt lege ich auch schon los,  euch einen Eindruck zu geben, was im Rahmen der Ausbildung alles so gemacht wird: Das Brotschneidebrett hier entstand in unserer ersten überbetrieblichen Ausbildung. In dieser lernten wir den anwendungsbezogenen und sicheren Umgang mit der Tischfräse.

Um nun zu gewährleisten, dass das Schneidebrett nach der eigentlichen Fertigstellung noch lange schön aussieht, sollte eine nachhaltige Pflege durch regelmäßiges Einölen des Holzes erfolgen. Eine Ölbehandlung sorgt generell dafür, dass Keime nicht zu tief in das Holz eindringen können und sich die Oberfläche des Schneidebretts schließt.Doch welches Öl ist am besten geeignet, um Holzschneidebretter richtig zu pflegen? Denn gerade beim Kontakt mit Lebensmitteln, sollte möglichst ein geruchs- und geschmackneutrales Öl verwendet werden. Hier muss man kein spezielles Holzöl kaufen, sondern kann zu einfachen Speiseölen greifen. Beachtet werden müssen allerdings die Trocknungseigenschaften der Öle.Für das Brotschneidebrett habe ich reines kaltgepresstes Leinöl verwendet. Leinöl gehört hierbei zu den trocknenden Ölen. Das bedeutet, dass das Öl vollständig verharzt und damit sehr gut zur Pflege von Holzbrettern geeignet ist.

Mit einem Tuch wird eine dünne Schicht aufgetragen. Nach etwa fünf Minuten Trocknungszeit sollte überschüssiges Öl entfernt werden. Danach muss das Brett etwa 24 Stunden trocknen. Je nach Bedarf kann dieser Vorgang mehrfach wiederholt werden.

Kombinationsvielfalt

Als Tischler beziehungsweise Schreiner darf man mit einer Vielfalt von Materialien arbeiten. Schön ist, dass man nicht nur zwischen unterschiedlichen Rohstoffen auswählen kann, sondern auch zwischen verschiedenen Bearbeitungsmethoden, also zum Beispiel ob man lieber die CNC oder die Tischfräse für die Herstellung verwendet. Doch was noch viel schöner ist, sind die schier unbegrenzten Gestaltungsmöglichkeiten. Man kann aus so vielen Herstellungsverfahren und Materialien ein ganz individuelles Möbel kreieren. Wenn man etwa an einen Tisch denkt, hat direkt jeder eine andere Vorstellung dazu im Kopf. Was es bei uns geworden ist, seht ihr hier:

Diese Tischlösung besteht aus einer Kombination aus Massivholz und Metall.

Die Bearbeitungsvielfalt der Tischplatte erlaubt es dem Schreiner nicht nur, eine einfache Platte auf das Gestell zu legen, sondern auch, eine schöne Fase zur Gestaltung zu nutzen.

 

So schafft es der Schreiner beziehungsweise Tischler, dem Kunden ein ganz individuelles Möbel zu bauen, das zum Kunden passt. Ein wohnliches Ambiente entsteht hier schon alleine durch die richtige Gestaltungslösung von Tisch und passender Sitzbank.

Musterherstellung

Wer einen Schreiner bzw. Tischler beauftragt, der möchte in der Regel ein absolutes Einzelstück haben, das dem Geschmack des Kunden entspricht und in puncto Nutzbarkeit genau dessen Bedürfnisse erfüllt. Hier werden im Vorfeld viele Bemusterungen, 3D-Visualisierungen usw. zu Hilfe genommen. Aber bei vielen Dingen muss man noch selbst Muster anfertigen, damit der Kunde sich ein konkretes Bild machen kann und später mit seinem neuen Möbelauch voll zufrieden ist.
Vor Kurzem haben wir individuelle Rahmenfronten gefertigt, die ich euch hier gern einmal zeigen möchte. Also, seht sie euch an und macht euch ein eigenes Bild. 😉
Das Besondere sind hier die Füllungen:

Das sind die exklusiven Muster.

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