Kategorie-Archiv: Cathrin

Ein Haus im Wald

Die vergangene Woche verbrachten meine Klasse, meine beiden Lehrer und ich im WaldHaus in Freiburg, genauer gesagt in der dortigen Grünholzwerkstatt. Das Waldhaus Freiburg wurde im November 2008 eröffnet und bietet Weiterbildungen zum Thema Umwelt, Nachhaltigkeit und Forstwirtschaft.

In der Grünholzwerkstatt wird frisch geschlagenes Holz verarbeitet. Es bietet den Vorteil, dass es leichter zu bearbeiten ist, als getrocknetes Holz. Um es richtig verarbeiten zu können, eignet sich ein Schneidesel und ein Ziehmesser.

Wir haben an diesen beiden Tagen mit der Herstellung eines Stuhls für jeden Schüler begonnen. Hierfür haben wir zu Beginn Holz gespalten um es im Folgenden 8-Eckig zu formen. Diese Stäbe bieten Stabilisierung für die Stuhlbeine. Außerdem haben wir die Stäbe für die Ränder der Sitzfläche geformt, an denen Stoff gespannt wird.

Währenddessen haben wir mit der Fertigung von Schlitten angefangen. Dafür haben wir das Holz mittels Wasserdampf erhitzt um es dann für die Kufen zu runden. Hierbei war sowohl unsere Geschicklichkeit als auch unsere Schnelligkeit gefordert.

Auf diesem Video kann man sehen, wie das Holz mittels Schraubzwingen in seine Form gezwungen wird.

Praktikumstag mal anders

Vor wenigen Wochen verlief der Praktikumstag für alle aus dem 1. Lehrjahr sowie für eine Auszubildende des 3. Lehrjahres nicht wie gewohnt. Bereits eine Stunde nach Ankunft im Betrieb, schnappte uns unser Chef und wir fuhren mit zur Job-Start-Börse nach Waldkirch. Dort angekommen war unser Stand bereits aufgebaut.

Um möglichst viele Jugendliche zu erreichen, konnte man bei uns an einem Gewinnspiel teilnehmen. Dafür musste man einen Turm aus Holzklötzen errichten, der in 60 Sekunden so hoch wie möglich gebaut werden sollte. Der/die Gewinner/in hatte durch die Teilnahme die Chance auf zwei Eintrittskarten für das Badeparadies in Titisee Neustadt. Der Rekord wurde von einem 14-jährigen Mädchen aufgestellt. Sie schaffte es mit Ruhe und Geschick einen Turm von 1,90 m zu errichten.

Auch wir Auszubildenden versuchten unser Glück 😀

Neben dem Turmbau boten wir den Jugendlichen die Möglichkeit an, ein Vogelhäuschen zu bauen. Dabei sägten sie die Formen mit einer Schablone aus dem Holz aus und verbanden die Wände, den Boden und das Dach mit Schrauben.

Natürlich informierten wir die Besucher auch über die Aufgaben und Chancen der Ausbildungsmöglichkeiten bei der Firma Becherer. Im Bereich der Schreinerei berichteten wir ihnen von unseren Arbeitsabläufen und von den verschiedenen Abteilungen, die man während einer Ausbildung bei uns durchläuft. Auch an Zukunftsmöglichkeiten, Weiterbildungen und Aufstiegschancen eines ausgelernten Schreiners waren die Jugendlichen interessiert.

 

Ein Tisch der besonderen Art

Mein Ausbildungsbetrieb ist unter anderem für seine hochwertigen Büromöblierungen und -designs bekannt.

Der aktuelle Auftrag ist sehr exklusiv und definitiv nichts für Anfänger. Es handelt sich hierbei um einen Konferenztisch. Dieser misst eine Länge von 7,2 Metern und eine Breite von 2,3 Metern. Er ist mit geräuchertem Eukalyptus furniert und natur lackiert. Die Mittellage ist hierbei mit Leder in hellem grau bespannt.

Der Wangen-Unterbau ist prismatisch und enthält eine integrierte Kabelführung. Mit seiner Größe und dem besonderen Furnier ist dieser Konferenztisch ein besonderes Exemplar der Büromöblierung.

Kubb-Spiel

Bereits in der ersten Schulwoche überraschte uns unser Lehrer im Fach BPK (Berufspraxiskunde) mit einem kleinen Spaziergang zu einer nahe gelegenen Wiese, um das Kubb-Spiel, auch Wikingerschach genannt, zu spielen. Ich selbst kannte es bis dahin noch nicht, fand aber sehr schnell Gefallen daran. Der Grund für unseren kleinen Ausflug war das Kennenlernen der Spielfiguren, um sie in den nächsten Wochen selbst herzustellen. In einem Kubb-Set sind üblicherweise ein König, 4 Spielfeldbegrenzer, 10 Kubbs und 6 Wurfhölzer. Der erste Schritt bestand aus dem Zersägen und Spalten des Stammes einer Esskastanie. Im Folgenden haben wir mit Hilfe eines Klüpfels (Holzhammers) und eines Hohlbeitels die Oberfläche des unbehandelten Holzes bearbeitet. Im Vordergrund stand hierbei, die Fasrigkeit des Holzes zu erleben, während man gleichzeitig etwas gestaltet.

Meine Klasse mit unseren jeweiligen Kubb-Königen.

Im Anschluss haben wir uns mit den Kubbs beschäftigt. Dafür haben wir zu Beginn passendes Holz ausgewählt. In diesem Fall haben wir uns für Roteiche entschieden. Diese haben wir grob abgelängt und eine Seite mittels einer Hobelmaschine abgerichtet. Danach musste natürlich eine Kante dazu rechtwinklig angefügt werden. Nun haben wir die parallele Breite sowie die Dicke angerissen und ausgehobelt.

Gegen Ende mussten die Kanten mit Fasen von 3 mm in einem Winkel von 45° versehen werden, bevor das Holzstück mit einer japanischen Säge von uns genau abgelängt wurde. Zum Schluss hobelten wir noch das Hirnholz sowie die oberen und unteren Kanten, um auch hier die Fasen anzufertigen.

Hier noch ein kleiner Ausschnitt unserer Arbeitsmaterialien und unserer Werkzeuge.

Mein Ausbildungsbetrieb

„Möbel. Menschen. Miteinander.“  so lautet die Firmenphilosophie meines Ausbildungsbetriebs Becherer Möbelwerkstätte Innenausbau GmbH. Vor über 100 Jahren wurde die Schreinerei als Familienunternehmen gegründet und befindet sich noch heute im Familienbesitz.

Das Leistungsspektrum erstreckt sich auf Arztpraxen, Ladenbau, Gastronomie, Hotels, Wohnen, öffentliche Gebäude, Küchen und Büros. Hierbei arbeiten Designer, Architekten und Schreiner eng zusammen, um dem Kunden ein anspruchsvolles und individuelles Produkt in hoher Qualität präsentieren zu können. Für ein gelungenes Ergebnis arbeiten wir nicht nur mit Holz, sondern verwenden auch andere Materialien und erschaffen mit  Licht und Akustik formschöne Wohlfühlräume.
Um diese Ziele zu erreichen, braucht es ein kreatives und leistungsstarkes Team. In meinem Ausbildungsbetrieb arbeiten rund 60 Mitarbeiter in allen Altersstufen. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden. Von Montag bis Donnerstag arbeiten wir von 7:00-17:00 Uhr und am Freitag von 7:00-12:15 Uhr. Dabei haben wir von 9:00-9:15 Uhr Vesperpause und von 12:00-13:00 Uhr Mittagspause.

Jeder Handwerker hat hier sein eigenes Schließfach.

Unser Aufenthaltsraum enthält eine Küche, die wir täglich nutzen.

 

Aus Alt mach Neu

In dieser Woche begann mein erstes Ausbildungsjahr zur Schreinerin. Diese habe ich in meinem Betrieb verbracht. Die meiste Zeit habe ich hier mit dem Montieren und Verpacken von Beschlägen verbracht. In der kommenden Woche geht es nun mit der Berufsschule für Holztechnik los. Darauf bin ich schon sehr gespannt.

Am Wochenende habe ich mich an meine ehemalige Lampe gesetzt, um sie ein wenig neu zu gestalten. 

Ich habe mich dazu entschieden, die Form einer Wolke zu behalten, aber die Farbe zu verändern. Dafür habe ich die Lampe von der Decke entfernt und sie von der Elektronik getrennt. Im Anschluss habe ich sie abgeschliffen, um eine gute Grundlage für die Farbe zu schaffen. Entschieden habe ich mich für ein kühles Grau.

Doch auch nach zehn Jahren kann ich auf das Rosa nicht ganz verzichten 😀

Eine Lichterkette, die aus vielen einzelnen Rosen besteht, verziert nun den Platz zwischen der Lampe und der Decke.

Ich bin’s – die Neue!

Hallo zusammen,
ich bin die neue Bloggerin und freue mich schon sehr, Euch wöchentlich über meine Erfahrungen und Projekte im Bereich des Schreinerhandwerks berichten zu können.
Mein Name ist Cathrin Brüstle, ich bin 18 Jahre alt, komme aus Freiburg und habe diesen Sommer mein Abitur gemacht.
Bereits in meiner Kindheit hatte ich große Freude daran, mich handwerklich zu betätigen. Über die Jahre wuchs dazu mein Interesse und die Faszination am Werkstoff Holz und dem Design von Möbeln und Räumen.
Nun werde ich in diesem Monat meine Ausbildung zur Schreinerin bei der Firma Becherer Möbelwerkstätten in Elzach beginnen. Da es hier in Baden-Würtemberg so üblich ist, gehe auch ich in meinem ersten Lehrjahr in die Holzfachschule in Emmendingen, die ich 4 Tage in der Woche besuche. Am 5. Tag bin ich in meinem Ausbildungsbetrieb.

Hier ein kleiner Einblick in das „Sommerprojekt“ meiner Familie: Unser eigenes Gartenhaus, das bald fertiggestellt sein wird.