Kategorie-Archiv: Deniz

Wanduhr Upcycling

Ich bin vor Kurzem in eine neue Wohnung eingezogen und so langsam muss ich mich an die Dekoration machen. Wir haben unlängst für einen Kunden einen Zaun aus Kambala gebaut – das ist ein exotisches Holz mit guten Witterungseigenschaften. Dabei fielen viele Messerreste an. Diese Reste fand ich ziemlich cool, weil sie mich an Treibholz erinnern, das wir hier in Düsseldorf ja leider kaum zu Gesicht kriegen 🙂 . Also habe ich mir überlegt, was ich Schönes daraus basteln könnte.

Ein paar Reste Kambala-Holz

Erst hatte ich überlegt, mir ein einfaches Gardinenbrett mit ein paar Haken zu machen, doch eigentlich habe ich bereits eins, das mir noch gut gefällt. Was ich von meiner günstigen Wanduhr vom gelb-blauen Riesen nicht behaupten kann.

Noch etwas zu schlicht

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25 Jahre in Holz – ein Grund zum Feiern!

Zuerst einmal möchte ich mich für meine längere Schreibpause entschuldigen – nach der Ausbildung brauchte ich etwas Muße, um mich umzuschauen. In der Zwischenzeit habe ich meinen Ausbildungsbetrieb verlassen, in einem neuen Betrieb angefangen, bin umgezogen um dann letztlich zu meinem Ausbildungsbetrieb zurückzukehren – Stress pur! Aber jetzt ist zum Glück wieder Ruhe eingekehrt.

So, und nun zum eigentlichen Post – mein Ausbildungsbetrieb ist 25 Jahre alt geworden! Angefangen hat der Betrieb in Düsseldorf Oberkassel und ist nach zehn erfolgreichen Jahren dann gezwungenermaßen nach Mönchengladbach gezogen, weil in Oberkassel zu der Zeit viel abgerissen und gebaut worden ist. Die beiden Geschäftsführer Peter Schneider und Norbert Kaumanns sind beide gebürtig aus Mönchengladbach, ihr Arbeitsweg hat sich dadurch natürlich erheblich vereinfacht.

 

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Mein Gesellenstück

In den letzten Wochen war ich ziemlich beschäftigt, da sich meine Ausbildung dem Ende neigt. Dadurch hatte ich leider kaum Zeit zum Posten. Es fing mit der Prüfung zur CNC-Fachkraft an, dann folgten die schriftliche Gesellenprüfung, die Prüfung zum Betriebsassistenten, die Arbeitsprobe und zu guter Letzt noch das Gesellenstück selber.

Beim Gesellenstück war mir besonders wichtig, dass es langlebig ist und ich es auch in mehreren Jahren noch gern bei mir im Haus haben möchte. Das hört sich eigentlich nicht sonderlich schwierig an, doch wie ich in Gesprächen mit verschiedenen Gesellen und Meistern erfahren habe, ist eben genau das schon oft genug passiert. Mal war der Tisch, den sie gebaut hatten, schlichtweg zu groß, ein andermal hat das Sideboard vom Stil nicht mehr zum Einrichtunsstil gepasst oder der massive Barschrank war letzlich zu schwer für die Altbauwand.

Für meine Mini-Küche brauchte ich schon seit meinem Einzug einen schönen Tisch. Dieser sollte allerdings eher klein ausfallen, da man sich in dem winzigen Raum sonst kaum mehr bewegen könnte. Schon beim Einzug stellte ich fest, dass es in der passenden Größe kaum schöne und vor allem keine bezahlbaren Tische gab, die meinem Geschmack entsprachen. Und so kam mir recht früh die Idee,  einen Tisch zu bauen.

Bei dem Tisch habe ich ich mich vom momentanen Trend der Epoxy-River-Table inspirieren lassen, nur dass ich statt Harz eine Glasfüllung benutzt habe. Außerdem wollte ich ein Holz mit einer auffälligen goldenen Maserung haben. Die Wahl fiel also auf Rüster in Kombination mit Räuchereiche für das Gestell.

Hier könnt ihr euch ein Bild meines Gesellenstücks machen 🙂

Gratleisten sowie Schubkastenführung

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Wir haben eine neue Kollegin!

Wir von der in holz GmbH hatten ein paar aufregende Tage hinter uns. Wir haben vor einiger Zeit eine CNC-Maschine bestellt, wie sie bereits in Blogeinträgen von Jonas vorgestellt wurde. Die neue Maschine benötigt jedoch jede Menge Platz, was bei uns in der Firma leider Mangelware ist. Wir mussten daher ordentlich ausmisten, umräumen und umbauen. Das hatte schon ein Weilchen gedauert.

Das Foto wurde auf dem Gerüst gemacht, das wir zum Verlegen neuer Steckdosen und Anschlüsse gebraucht haben

Am nächsten Tag war es dann endlich so weit, die CNC ist per Spedition angekommen. Diese musste dann noch mit einem Kran vom LKW abgeladen und manuell in die richtige Position gefahren werden. Ein ziemlicher Akt!

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DIY-Buchen-Waldkante

Vor einiger Zeit haben wir ja unter anderem einen Waschtisch aus dem Holz eines Eichenbaums gebaut, den der Kunde vor Jahren selbst auf seinem Grundstück gefällt hat. Nun hatte uns derselbe Kunde mit einem Schreibtisch beauftragt, und auch dieser sollte wieder aus dem Holz eines seiner eigenen Bäume sein. Diesmal jedoch handelte es sich um eine Buche. Er gab uns also die entsprechenden Bohlen zur Weiterverarbeitung, zusammen mit nur groben Maßen für den Tisch. Seine einzige feste Vorgabe war, dass der Tisch eine Waldkante haben sollte, allerdings nicht die echte, weil ihm diese überhaupt nicht gefiel.

Wir haben uns dann darauf geeinigt, einen geraden Schnitt kurz hinter der Waldkante zu machen und diesen dann per Hand so zu bearbeiten, dass es am Ende wie eine echte Waldkante aussieht. Dabei haben wir mit Stecheisen, Stichsäge und Exzenterschleifer gearbeitet.

Es hatte sich etwas seltsam angefühlt, dem schönen Tisch derart zu Leibe zu rücken. Normalerweise versucht man als Tischler ja, gefühlvoll vorzugehen und alles gleichmäßig zu halten. 🙂

Die IMM in Köln – Eindrücke

Vergangenes Wochenende hatte ich die Gelegenheit, die Internationale Möbelmesse (IMM) in Köln zu besuchen. Bei dieser Messe dreht sich alles rund um Möbel, Design und Accessoires. Dabei habe ich viele interessante Eindrücke gewinnen können, die mir auch ein Stück weit mit der Idee meines Gesellenstücks geholfen haben. Zu viel von meinem Gesellenstück möchte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten, nur so viel, dass es ein Küchentisch für meine leider sehr kleine Küche werden soll. 🙂

Hier könnt ihr einige Fotos der ausgestellten Stücke sehen, die mich am meisten interessiert haben.

Netter und praktischer Akzent.

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Furnieren eines antiken Tisches

Wir wurden vor Kurzem von einer Kundin damit beauftragt, einen antiken Tisch zu „restaurieren“. Dabei handelte es sich allerdings nur um „halbes“ Restaurieren, da ihr Wunsch war, dass wir lediglich die Tischplatte neu furnieren. Dieser Tisch ist circa hundert Jahre alt und von der Mechanik und Praktikabilität her wirklich klasse, wenn man bedenkt, dass man den Beschlag nicht mal eben aus dem Katalog heraussuchen kann. Damals hat der Tischler selbst noch größere Metallarbeiten gemacht. Dieser Tisch beispielsweise ließ sich auf beiden Seiten noch zweimal erweitern.

Die kleinen Beine klappen sich automatisch aus.

Der Raum, in dem der Tisch stand, war gar nicht groß genug, um alle vier Erweiterungen zu zeigen.

Wir hatten also den Auftrag, die Platte wieder herzurichten. Dabei haben wir uns für ein Furnier entschieden, das von Werk aus auf einer Papierlage geklebt worden ist, um es flexibler und nicht weniger brüchig zu machen. So konnten wir die Form auf der Rückseite aufzeichnen und einfach mit einer Schere ausschneiden.

Die Rückseite des Furniers.

Die Oberfläche, wie wir sie erhalten haben. Die Tischplatte selbst war viel stärker beschädigt, leider habe ich es versäumt, davon ein Foto zu machen.

Die einzelnen Ansteckplatten sowie die Tischplatte haben wir auf dem  Bandschleifer vom Lack befreit und sie so gut, wie es ging, plan geschliffen.

Nach dem Abschleifen des alten Lacks.

Danach haben wir die einzelnen Platten furniert, geschliffen, gebeizt und klar ablackiert. Unsere Kundin war hin und weg, und auch wir alle waren von dem alten Tisch mit den Verlängerungen begeistert 🙂

Ganz neues Altes

Wir wurden letztens wieder von unserem Kunden mit einer Spezialaufgabe beauftragt 🙂 Der Kunde ist der gleiche, für den wir damals die Küche aus dem alten grünen Holz gebaut haben. Damit die Schönheit des alten Bauernhofs erhalten bleibt, wollte er keine modernen Türen und Zargen einbauen lassen, da diese sofort herausstechen würden. Der Kunde hatte sich überlegt, die Türen so alt wie möglich erscheinen zu lassen, ohne in der Funktion eingeschränkt zu werden: Sprich also keine morschen alten Türen verbauen.  Nun finde mal solch eine Tür im Fachhandel!

Die Reste des Holzes, das wir benutzt haben. Dieses alte Holz kann man beim Holzhändler kaufen, kostet allerdings durch die natürliche Beschaffenheit relativ viel Geld!

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