Kategorie-Archiv: Eigene Projekte

Schafft was aus der Resterecke

Mit meinem Umzug habe ich mich einiger „IKEA-Möbel“ entledigt und nun gilt es, neue eigene zu bauen. Ein paar Sachen sind schon fertig und heute zeige ich euch meinen Waschbeckenunterschrank.

Er besteht komplett aus Restplatten und -kanten, die von einem riesigen Auftrag übrig geblieben sind. Bei Möbeln in Feuchträumen ist es wichtig, „wasserfeste“ (grüne) Plattenwerkstoffe zu verwenden. Nach einem kleinen Aufmaß, ein paar Skizzen und ca. drei Tagen Arbeit ist schon das Ergebnis zu sehen.

Da mir modernes Design sehr zusagt, habe ich Eiche mit Grau kombiniert und eine grifflose Möbelfront gewählt. Die Schräge am Schrank ergibt sich durch den Öffnungswinkel der Duschtür. Im Korpus sind Tip-ons (Druckschnäpper) und Topfbänder mit Dämpfung verbaut, damit sich die Türen elegant öffnen und schließen lassen.

Brotschneidebrett ölen: So wird´s gemacht!

Hallo zusammen!

Bevor ich mich dem eigentlichen Thema widme, möchte ich mich euch kurz vorstellen: Ich bin Marie-Luise und blogge seit neuestem hier auf dem TSD-Ausbildungsblog. In Zukunft werde ich wöchentlich meine Erfahrungen und Projekte im Bereich des Schreinerhandwerks mit euch teilen und freue mich sehr darauf! Seit jeher begeistert mich individuelles Design, formschöne Gestaltung und das handwerkliche Arbeiten. So bin ich – nachdem ich zunächst eine kaufmännische Ausbildung absolviert habe – , zum Schreinerhandwerk gekommen. Im September 2019 habe ich meine Ausbildung zur Schreinerin bei der Firma Becherer Möbelwerkstätten in Elzach begonnen; da ich das Abitur gemacht habe, konnte ich gleich ins zweite Lehrjahr einsteigen.

Und jetzt lege ich auch schon los,  euch einen Eindruck zu geben, was im Rahmen der Ausbildung alles so gemacht wird: Das Brotschneidebrett hier entstand in unserer ersten überbetrieblichen Ausbildung. In dieser lernten wir den anwendungsbezogenen und sicheren Umgang mit der Tischfräse.

Um nun zu gewährleisten, dass das Schneidebrett nach der eigentlichen Fertigstellung noch lange schön aussieht, sollte eine nachhaltige Pflege durch regelmäßiges Einölen des Holzes erfolgen. Eine Ölbehandlung sorgt generell dafür, dass Keime nicht zu tief in das Holz eindringen können und sich die Oberfläche des Schneidebretts schließt.Doch welches Öl ist am besten geeignet, um Holzschneidebretter richtig zu pflegen? Denn gerade beim Kontakt mit Lebensmitteln, sollte möglichst ein geruchs- und geschmackneutrales Öl verwendet werden. Hier muss man kein spezielles Holzöl kaufen, sondern kann zu einfachen Speiseölen greifen. Beachtet werden müssen allerdings die Trocknungseigenschaften der Öle.Für das Brotschneidebrett habe ich reines kaltgepresstes Leinöl verwendet. Leinöl gehört hierbei zu den trocknenden Ölen. Das bedeutet, dass das Öl vollständig verharzt und damit sehr gut zur Pflege von Holzbrettern geeignet ist.

Mit einem Tuch wird eine dünne Schicht aufgetragen. Nach etwa fünf Minuten Trocknungszeit sollte überschüssiges Öl entfernt werden. Danach muss das Brett etwa 24 Stunden trocknen. Je nach Bedarf kann dieser Vorgang mehrfach wiederholt werden.

Neues Meisterschulprojekt

In Vorbereitung auf das Meisterstück bearbeiten wir in den nächsten Wochen ein selbst ausgedachtes, fiktives Kundenprojekt.

Ich konnte es mir nicht verkneifen, wieder etwas Altes zu bauen – eine Kirschbaumvitrine mit Schnitzereien und Schellackoberfläche. Damit die Zeit nicht zu knapp wird, habe ich mit den Schnitzereien bereits begonnen. Die Krone ist schon fertig, jetzt muss ich noch die Füße machen.

Auf den Bildern könnt ihr sehen, wie ich vorgegangen bin:  Zuerst habe ich die Konturen im Maßstab 1:1 aufgezeichnet.

Dann habe ich die Zeichnung auf den Holzrohling geklebt. Nun mussten die Ornamente mit verschiedenen Schnitzwerkzeugen herausgearbeitet werden.

Zum Schluss folgt dann noch ein etwas lästiger Arbeitsschritt – das Schleifen. Das beansprucht auch noch mal jede Menge Zeit und Geduld.

Zu Besuch in der Naturfarbenwerkstatt

Während unseres Oberflächenkurses in der Meisterschule besuchten wir die bei uns in der Nähe ansässige Naturfarbenwerkstatt.

Für mich als Restaurationsfan eine super spannende Sache. Hier finden immer noch viele Materialien Verwendung, die schon vor etlichen von Jahren benutzt wurden. Zum Verkauf stehen verschiedene Öle oder auf Öl basierende Farben, Wachse oder Lacke,  aber auch andere Materialien, wie z. B. Kalkputz, Wandfarben oder Fliesen.

Einige Öle und Farben durfte jeder von uns an einem Probebrett ausprobieren. So konnte man sehr gut die Verarbeitung, Farbe und Oberfläche beurteilen.

Das Gute an den Ölen ist, dass sie nicht komplett spröde, sondern elastisch trocknen. Dadurch werden die Hölzer sehr lange geschützt und können mit einer neuen Lage Öl auch wieder aufgefrischt werden. Im nahe gelegenen Schloss Pillnitz wurden z. B. bei der Restauration noch intakte, originale alte Ölfarben aus dem 18. Jahrhundert gefunden.

Wenn man sich ein bisschen mit dem Thema auseinandersetzt, kann man mit wenigen Rohstoffen Öle und Lacke für unterschiedlichste Anwendungen herstellen. Zudem sind es natürliche und größtenteils ungefährliche Rohstoffe.

Ich denke, dass ich meine Projekte in Zukunft, soweit es geht, mit solch natürlichen Produkten behandeln werde.

Wanduhr Upcycling

Ich bin vor Kurzem in eine neue Wohnung eingezogen und so langsam muss ich mich an die Dekoration machen. Wir haben unlängst für einen Kunden einen Zaun aus Kambala gebaut – das ist ein exotisches Holz mit guten Witterungseigenschaften. Dabei fielen viele Messerreste an. Diese Reste fand ich ziemlich cool, weil sie mich an Treibholz erinnern, das wir hier in Düsseldorf ja leider kaum zu Gesicht kriegen 🙂 . Also habe ich mir überlegt, was ich Schönes daraus basteln könnte.

Ein paar Reste Kambala-Holz

Erst hatte ich überlegt, mir ein einfaches Gardinenbrett mit ein paar Haken zu machen, doch eigentlich habe ich bereits eins, das mir noch gut gefällt. Was ich von meiner günstigen Wanduhr vom gelb-blauen Riesen nicht behaupten kann.

Noch etwas zu schlicht

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Lieblingsfach Kunst

Der erste Teil des Meisterkurses (der Betriebswirt) ist nun schon vorbei. Jetzt geht es mit dem fachbezogenen Teil weiter.

Und so, wie es aussieht, habe ich auch bereits mein Lieblingsfach gefunden. Ähnlich wie damals in der Schule macht mir das Zeichnen  – damals war’s der Kunstunterricht – unglaublich viel Spaß.

Glücklicherweise haben wir einen spitzenmäßigen Dozenten, der mit uns auch schnelles, aber trotzdem ansprechendes Entwerfen und Zeichnen trainieren will. In der ersten Stunde hat er uns jedoch erst einmal Beispielbilder gezeigt und uns verschiedene Materialien vorgestellt. Unter anderem auch Aquarellbuntstifte. Ich muss sagen, die haben es mir schon sehr angetan, und so konnte ich es die letzten Tage nicht lassen, sie in freier Zeit ausgiebig zu testen.

Sind Schrammen und Kratzer immer schlimm?

Zur Aufklärung: die Rede ist von alten Möbeln und Gegenständen. Hat man es einmal mit einem Möbel zu tun, das vielleicht hundert Jahre  oder noch älter ist, stellt sich die Frage, wie man am besten mit der alten Oberfläche umgeht.

Meine persönliche Meinung ist, dass die Oberfläche möglichst immer so bleiben sollte, wie sie über die vielen Jahre gewachsen ist, denn das ist genau das Spannende an den alten Sachen. Sie haben Umzüge, Kriege und andere Ereignisse mitgemacht, welche oft Spuren hinterlassen haben. Meist nehme ich nur eine Reinigung vor und poliere die Fläche ein wenig nach, wenn diese zu sehr angegriffen ist.

Diese Kiste zum Beispiel wurde nur leicht gereinigt.

Natürlich ist das nicht immer möglich. Es gibt auch Fälle, da ist Schleifen der einzige Weg. Doch grundsätzlich alles zu schleifen, damit es wie neu aussieht, trifft nicht meinen Geschmack.

Trockene Theorie

Endlich hat mein Meisterkurs begonnen!
Der erste Teil, den ich momentan absolviere, nennt sich „Geprüfter Fachmann für kaufmännische Betriebsführung“. Bereits nach den ersten zwei Tagen raucht gehörig der Kopf, vor allem, weil ich gerade erst aus meinem langen, entspannten Urlaub zurück bin.
In den vergangenen zwei Tagen haben wir bereits über zehn Seiten geschrieben und sind in die Welt des Rechts eingetaucht.

Bis jetzt haben wir Themen wie Handels-  und Gewerberecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Geschäftsbriefe, Wettbewerbsrecht, Vergaberecht, Urheberrecht und Preisangabeverordnung behandelt.

Trotz der Flut an Information ist der Kurs sehr interessant. Ich hoffe nur, dass sich mir die ganzen Einzelheiten, Verordnungen und Ähnliches noch ein bisschen besser ins Gehirn einbrennen, denn bereits in zwei Monaten steht die erste Prüfung an.