Kategorie-Archiv: Eigene Projekte

Wanduhr Upcycling

Ich bin vor Kurzem in eine neue Wohnung eingezogen und so langsam muss ich mich an die Dekoration machen. Wir haben unlängst für einen Kunden einen Zaun aus Kambala gebaut – das ist ein exotisches Holz mit guten Witterungseigenschaften. Dabei fielen viele Messerreste an. Diese Reste fand ich ziemlich cool, weil sie mich an Treibholz erinnern, das wir hier in Düsseldorf ja leider kaum zu Gesicht kriegen 🙂 . Also habe ich mir überlegt, was ich Schönes daraus basteln könnte.

Ein paar Reste Kambala-Holz

Erst hatte ich überlegt, mir ein einfaches Gardinenbrett mit ein paar Haken zu machen, doch eigentlich habe ich bereits eins, das mir noch gut gefällt. Was ich von meiner günstigen Wanduhr vom gelb-blauen Riesen nicht behaupten kann.

Noch etwas zu schlicht

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Lieblingsfach Kunst

Der erste Teil des Meisterkurses (der Betriebswirt) ist nun schon vorbei. Jetzt geht es mit dem fachbezogenen Teil weiter.

Und so, wie es aussieht, habe ich auch bereits mein Lieblingsfach gefunden. Ähnlich wie damals in der Schule macht mir das Zeichnen  – damals war’s der Kunstunterricht – unglaublich viel Spaß.

Glücklicherweise haben wir einen spitzenmäßigen Dozenten, der mit uns auch schnelles, aber trotzdem ansprechendes Entwerfen und Zeichnen trainieren will. In der ersten Stunde hat er uns jedoch erst einmal Beispielbilder gezeigt und uns verschiedene Materialien vorgestellt. Unter anderem auch Aquarellbuntstifte. Ich muss sagen, die haben es mir schon sehr angetan, und so konnte ich es die letzten Tage nicht lassen, sie in freier Zeit ausgiebig zu testen.

Sind Schrammen und Kratzer immer schlimm?

Zur Aufklärung: die Rede ist von alten Möbeln und Gegenständen. Hat man es einmal mit einem Möbel zu tun, das vielleicht hundert Jahre  oder noch älter ist, stellt sich die Frage, wie man am besten mit der alten Oberfläche umgeht.

Meine persönliche Meinung ist, dass die Oberfläche möglichst immer so bleiben sollte, wie sie über die vielen Jahre gewachsen ist, denn das ist genau das Spannende an den alten Sachen. Sie haben Umzüge, Kriege und andere Ereignisse mitgemacht, welche oft Spuren hinterlassen haben. Meist nehme ich nur eine Reinigung vor und poliere die Fläche ein wenig nach, wenn diese zu sehr angegriffen ist.

Diese Kiste zum Beispiel wurde nur leicht gereinigt.

Natürlich ist das nicht immer möglich. Es gibt auch Fälle, da ist Schleifen der einzige Weg. Doch grundsätzlich alles zu schleifen, damit es wie neu aussieht, trifft nicht meinen Geschmack.

Trockene Theorie

Endlich hat mein Meisterkurs begonnen!
Der erste Teil, den ich momentan absolviere, nennt sich „Geprüfter Fachmann für kaufmännische Betriebsführung“. Bereits nach den ersten zwei Tagen raucht gehörig der Kopf, vor allem, weil ich gerade erst aus meinem langen, entspannten Urlaub zurück bin.
In den vergangenen zwei Tagen haben wir bereits über zehn Seiten geschrieben und sind in die Welt des Rechts eingetaucht.

Bis jetzt haben wir Themen wie Handels-  und Gewerberecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Geschäftsbriefe, Wettbewerbsrecht, Vergaberecht, Urheberrecht und Preisangabeverordnung behandelt.

Trotz der Flut an Information ist der Kurs sehr interessant. Ich hoffe nur, dass sich mir die ganzen Einzelheiten, Verordnungen und Ähnliches noch ein bisschen besser ins Gehirn einbrennen, denn bereits in zwei Monaten steht die erste Prüfung an.

Wie geht es nun weiter??

Seit ein paar Wochen bin ich nun endlich Geselle, doch was jetzt?

Viele, die sich dafür entscheiden, weiter als Tischler zu arbeiten, haben unter Umständen das Glück in den elterlichen Betrieb einsteigen zu können oder sie suchen sich einen Arbeitgeber, der sie beschäftigt.

Aber wem der Geselle nicht reicht, der kann sich auch noch weiterbilden. Zum Beispiel durch ein Studium.
Da es bei uns inzwischen sogar möglich ist, den Tischlermeister direkt im Anschluss an den Gesellen zu machen und das Ganze auch noch nach dem BAföG gefördert wird, habe ich mich für die Meisterausbildung enschieden.
Da ich mich aber noch nicht festlegen möchte, wo die Reise genau hingehen soll, werde ich es ohne einen Betrieb im Hintergrund in Angriff nehmen, damit mir danach alle Wege offen stehen.

Ab Mitte August ist es so weit und es geht los mit dem ersten Ausbildungsblock.
Darin wird es dann um alle betriebswirtschaftlichen Dinge gehen – eine Materie, die mir leider komplett fremd ist  🙂

Insgesamt wird der Kurs inklusive Meisterstückbau ca. ein knappes Jahr dauern.
Ich bin schon sehr gespannt, welche neuen Perspektiven sich mir in der Zukunft eröffnen.

Bald ist wieder Weihnachten …

Schon vor einer Weile habe ich mir eine eigene Drechselbank zugelegt.
Und da lag es natürlich nahe,  dass ich mich an einem Klassiker der Drechselkunst versuchen wollte.
Die Rede ist von Erzgebirgsfiguren.

Zuerst habe ich den Grundkörper mit verschiedenen Drechselwerkzeugen, wie zum Beispiel der Drehröhre oder dem Drehmeißel, bearbeitet und aus dem Holz-Vierkant herausgearbeitet
Danach mussten noch ein Paar Flügel ausgesägt und angeleimt, sowie die Arme und Füße ausgearbeitet werden.

Schön ist es dann auch,  das Ganze farblich zu gestalten und zu bemalen.
Im Anschluss habe ich meine Figuren auch noch ein bisschen auf alt getrimmt.
Ich finde es wichtig, sich ab und zu auch mal mit Dingen zu beschäftigen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt üblich sind für einen Tischler.

 

DIY – TV Board

Der sogenannte used-Look ist heute im Möbelbau nicht mehr wegzudenken. Vergangene Woche habe ich mich mit einem TV Board beschäftigt, das ich in diesem Stil gestalten wollte. Dafür habe ich in meinem Betrieb zwei Kiefernholzpaletten gekauft.
Zu Beginn habe ich mit einer Handkreissäge einen Teil der Paletten abgesägt.

Danach habe ich von dem abgesägten Teil drei der Zwischenklötze entfernt, um diese zwischen die beiden Paletten zu setzen. Dadurch gewinnt das TV Board an Höhe und an Stauraum.
Bevor es an die Montage gehen konnte, kam erst mal die Oberfläche dran. Ich habe alle Flächen geschliffen und sowohl herausstehende Nägel als auch Thackernadeln entfernt. Im Anschluss wurden alle Teile in einem dunklen Braun lasiert, damit sich das Möbel farblich gut in den Raum einfügt.
Nachdem die Lasur vollständig trocken war, habe ich die Teile mittels Leim und Schrauben aneinander fixiert.
Das fertige TV Board bietet ausreichend Platz für einen Fernseher und zusätzlichen Stauraum.

Alt ist oft besser als neu

Alte Möbel können auch nach vielen Jahren noch gut erhalten sein.
Häufig ist es nur nötig, sie wieder etwas herzurichten und zu pflegen. Aber was die Substanz und Bauweise angeht, sind sie meist um einiges besser als Möbel, die heutzutage hergestellt werden.

Bei dem schönen Wetter in der letzter Zeit habe ich beschlossen, mich um genau so ein schönes altes Möbel zu kümmern.
Warum bei schönem Wetter?
Nun ja, auf dem Schrank befand sich Farbe, eine alte Holzimitation, die nicht mehr sehr ansehnlich war. Also musste sie herunter.
Und das funktioniert am besten, wenn man die Farbe bei schönem Wetter mit einer Lauge abwäscht, danach mit klarem Wetter abspült und den Schrank dann gut trocknen lässt.
So kommt das rohe Holz wieder zum Vorschein und der Schrank kann altersentsprechend „neu“ lackiert werden oder im rohen Zustand konserviert werden.
Auf den Bildern seht ihr das ganze noch mal Schritt für Schritt.