Kategorie-Archiv: Eigene Projekte

Urlaub zu Hause!

Im letzten Jahr hatte ich leider wenig Zeit für meinen Garten und es ist einiges auf der Strecke geblieben. Die vergangenen Urlaubswochen habe ich genutzt, die Steinhütte im Garten zu renovieren und auszubauen. Angefangen habe ich damit, die alte und heruntergekommene Wand- und Deckenverkleidung herauszureißen. Als die Dachbalken freigelegt waren, erkannte man, dass zwei Stück völlig hinüber waren und ausgetauscht werden mussten. Dabei hat mir ein bekannter Zimmermann geholfen, und das Problem war schnell gelöst.

       

Anschließend haben wir die Decke mit lackiertem OSB verkleidet und die Wände mit einem Kalkanstrich versehen, um Feuchtigkeit und Schimmel vorzubeugen. Die Laube besteht aus zwei Etagen, in denen wir Laminat verlegt haben, welches von einer Baustelle übrig geblieben war. 🙂

Ziel für dieses Jahr ist noch die jetzige Treppe, die eher einer Hühnerstallleiter ähnelt, zu erneuern.

 

 

 

 

 

 

 

Nebenbei wachsen wieder zahlreiche Nutzpflanzen und fürs Auge ist natürlich auch was dabei.

 

Liegengebliebene Projekte bearbeiten

Wegen des Meisterstücks musste ich einige Projekte auf die lange Bank schieben. Die letzten Wochen hatte ich nun endlich Zeit, diese abzuarbeiten.

Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Vitrine, die ich in der Meisterschule entworfen und schon begonnen hatte zu bauen. Sie hat jetzt noch eine Schellackpolitur und schöne alte Scheiben bekommen.

Leider schleift die Tür beim Schließen ein wenig auf dem Unterboden. Grund dafür ist, dass die Scheiben in dieser Größe etwas zu schwer sind. Beim nächsten Mal werde ich die Tür bewusst leicht schief einbauen, um dem Gewicht entgegenzuwirken.

Endlich geschafft!!!

Letzte Woche war es endlich so weit, unsere Meisterstücke wurden in der Messe Dresden ausgestellt. Vor der öffentlichen Veranstaltung wurden sie vom Meisterprüfungsausschuss abgenommen und bewertet.

Sehr erleichternd, nach der langen Zeit und viel Arbeit mitgeteilt zu bekommen, dass man bestanden hat. Am Stück hatten die Prüfer glücklicherweise nicht viel auszusetzen, sodass es am Ende sogar für ein „sehr gut“ gereicht hat.

Das Stück an sich ist aus europäischem Nussbaum gefertigt. Glaskuppel, Unterteil, Pflanzschale und Tisch können voneinander getrennt werden. Ebenso können Tisch und Terrarium auch jeweils als einzelnes Möbel genutzt werden.

Im oberen Bereich ist eine Halogenlampe verbaut, die für Beleuchtung und Wärme sorgt. Außerdem befindet sich unter der Pflanzschale ein Ventilator, der durch kleine Löcher in der Schale für gute Belüftung sorgt. Über zwei Zeitschaltuhren in der Schublade können dann Licht und Luft gesteuert werden.

Um die Pflanzen zu versorgen,  gibt es auch eine verschließbare Tür.

Die Zeitschaltuhren sind gut in der Schublade versteckt.

In geschlossenem Zustand ist die Schublade kaum zu bemerken.

An den Füßen befindet sich auch noch eine Schnitzerei.

In großen Schritten voran!

Seit dem Startschuss für das Meisterstück ist so einiges passiert. Auch wenn die letzten Wochen stressig waren, bin ich mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden.

Im Großen und Ganzen habe ich das Untergestell komplett fertiggebaut und bereits geölt. Das heißt, die Zargen mussten hergestellt und kanneliert, Beine angepasst, Gehrungen gesägt und verleimt werden. Und das alles immer in sechsfacher Ausführung.

Beim Aufsatz konnte ich bereits den unteren Teil fertigen und alles an die Glaskuppel anpassen. Um später das Wasser vom Holz fernzuhalten, habe ich auch noch eine Pflanzschale aus Corian hergestellt, die durch viele kleine Löcher trotzdem eine Belüftung zulässt.

Die Seiten vor dem Ansägen der Gehrungen.

Frisch geölt zeigt der Nussbaum seine schöne Farbe erst so richtig.

Achtzehn Tage: Der Countdown läuft!

Nachdem ich mittlerweile meine technische Zeichnung fertiggestellt, habe wurde sie von meinem betreuenden Meister abgenommen.

Jetzt ist es offiziell so weit und ich kann mit dem Meisterstück beginnen! Dafür stehen uns bis Mitte Juli achtzehn Arbeitstage zur Verfügung und die ersten drei Tage sind schon wieder vorbei.

Zum Anfang habe ich die Werkstatt erst mal so richtig schön eingesaut und die Beine des Unterteils gedrechselt.
Späne über Späne … 😅

Außerdem habe ich begonnen, die drei Löwenköpfe zu schnitzen. Hinter einem davon wird sich später einmal eine Schublade verstecken. Einer davon ist zumindest fertig, die restlichen zwei müssen jetzt „nur“ noch ganz sauber zu Ende geschnitzt werden, denn Schleifpapier wird hier keins benutzt. 🤞

Und schon geht’s wieder los!

Nach langer Zeit des Stillstandes habe ich diese Woche endlich wieder an einem Kundenauftrag gearbeitet. Dabei handelt es sich um einen Massivholztisch aus Eiche, dessen Platte eine Stärke von 50 mm hat.

Der Unterschied zwischen Holz und Tischler? Holz arbeitet! 🙂

Genau dort fängt der Spaß an, vorausgesetzt man beachtet ein paar einfache Regeln. Es empfiehlt sich bereits beim Holzkauf für ein solches Projekt, darauf zu achten, Mittelbretter oder noch besser Kernbretter, also Holz mit stehenden Jahrringen auszusuchen. So kann man sich mit geschultem Blick schon viel Ärger ersparen. Nach dem Grobzuschnitt des Holzes solltet ihr euren Ofen mit Markröhre, Splint und einem 20 cm Anschnitt füttern, sonst könnt ihr eine gerade, rissfreie Platte vergessen. Das Verleimen ist immer ein Knackpunkt! Kern an Kern und Splintseite an Splintseite ist genauso wichtig, wie auf den Wuchs und die Maserung der einzelnen Teile zu achten. Mit ein paar Lamellos zwischen den Stößen spart ihr viel Zeit beim Hobeln und Schleifen.

Wenn sich die Hektik vom Verleimen gelegt hat, ist es noch nicht vorbei. Ich habe die Tischplatte auf der Unterseite, mit der Handkreissäge längs geschlitzt, um der 50 mm Eiche Kraft zu nehmen. Außerdem wurde ein L-Stahl eingelassen und verschraubt, um die Platte gerade zu halten.

Selbst mit all den Maßnahmen lässt es sich nicht zu 100% verhindern, dass das Holz arbeitet, auch wenn wir im Homeoffice sind.

Spieglein, Spieglein an der Wand

Da unser Betrieb durch die derzeitige Situation kaum Aufträge bekommt, kann ich euch leider wenig Einblick in meinen Berufsalltag geben, dafür umso mehr über eigene Projekte berichten.

In der vergangenen Woche war wieder etwas Zeit, um aus Restholz etwas Schönes zu schaffen. Meiner Wohnung fehlte im Eingangsbereich noch ein Spiegel, den ich beim Glaser in dem von mir benötigten Maß bestellte. Diesen kombinierte ich mit Baumkanten die ich zunächst von der Rinde befreit, danach gefälzt, geschliffen und mit Hartwachsöl versiegelt habe. Anschließend wurde der Spiegel mit entsprechendem Kleber im Falz der Baumkanten fixiert. Das fertige Stück habe ich mit Hängeleisten an der Wand  befestigt.

        

Zusätzlich habe ich noch eine kleine Schuhablage gefertigt, diese besteht aus vier Seiten auf Gehrung und einem Boden aus Siebdruck-Multiplex und wurde mit Quarzsteinen aufgefüllt.

       

DIY-Servierbrett

Wie ihr dieses einfache Servierbrett in wenigen Schritten nachmachen könnt, erkläre ich euch im nachfolgenden Beitrag.

Servierbrett aus amerikanischem Nussbaum

Für das selbst gemachte Brett benötigt ihr einen entsprechenden Massivholzzuschnitt. Verwendet möglichst ein hartes Holz. Hierfür eignen sich Eiche, Kirsche oder auch Nussbaum. Alles findet ihr im Baumarkt als Leimholz. In den meisten Baumärkten könnt ihr dabei auch den Zuschnitt-Service nutzen und euch das Holzbrett auf die gewünschte Länge und Breite zusägen lassen.

Mein Servierbrett hat folgende Maße:

Gesamtlänge    50 cm
Breite                   14,5 cm
Grifflänge           12 cm

Der Griff hat eine Breite von 5 cm und nimmt nach unten hin um 2 cm ab.
Bei den Maßen könnt ihr je nach Nutzen eures Brettes natürlich variieren.

Mit Hilfe eines Lineals zeichnet ihr nun den Griff auf das Holzbrett und sägt diesen anschließend mit einer Stichsäge aus. Das Brett sollte hierfür auf einer geraden Unterlage festgespannt werden. Achtet beim Sägeblatt darauf, dass sich dieses für einen Feinzuschnitt eignet, da die Sägefläche anschließend nur leicht geschliffen wird.

Außer der Sägefläche schleift ihr zusätzlich die Flächen des Brettes und brecht die Kanten.
Um die Oberfläche des Schneidebretts zu schließen, solltet ihr dieses nun noch ölen.
Hierfür benutze ich kaltgepresstes Leinöl. Welche Öle sich für Schneidebretter besonders eignen, könnt ihr in meinem ersten Blogbeitrag nachlesen.

Brotschneidebrett ölen: So wird´s gemacht!