Kategorie-Archiv: Eigene Projekte

Bald ist wieder Weihnachten …

Schon vor einer Weile habe ich mir eine eigene Drechselbank zugelegt.
Und da lag es natürlich nahe,  dass ich mich an einem Klassiker der Drechselkunst versuchen wollte.
Die Rede ist von Erzgebirgsfiguren.

Zuerst habe ich den Grundkörper mit verschiedenen Drechselwerkzeugen, wie zum Beispiel der Drehröhre oder dem Drehmeißel, bearbeitet und aus dem Holz-Vierkant herausgearbeitet
Danach mussten noch ein Paar Flügel ausgesägt und angeleimt, sowie die Arme und Füße ausgearbeitet werden.

Schön ist es dann auch,  das Ganze farblich zu gestalten und zu bemalen.
Im Anschluss habe ich meine Figuren auch noch ein bisschen auf alt getrimmt.
Ich finde es wichtig, sich ab und zu auch mal mit Dingen zu beschäftigen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt üblich sind für einen Tischler.

 

DIY – TV Board

Der sogenannte used-Look ist heute im Möbelbau nicht mehr wegzudenken. Vergangene Woche habe ich mich mit einem TV Board beschäftigt, das ich in diesem Stil gestalten wollte. Dafür habe ich in meinem Betrieb zwei Kiefernholzpaletten gekauft.
Zu Beginn habe ich mit einer Handkreissäge einen Teil der Paletten abgesägt.

Danach habe ich von dem abgesägten Teil drei der Zwischenklötze entfernt, um diese zwischen die beiden Paletten zu setzen. Dadurch gewinnt das TV Board an Höhe und an Stauraum.
Bevor es an die Montage gehen konnte, kam erst mal die Oberfläche dran. Ich habe alle Flächen geschliffen und sowohl herausstehende Nägel als auch Thackernadeln entfernt. Im Anschluss wurden alle Teile in einem dunklen Braun lasiert, damit sich das Möbel farblich gut in den Raum einfügt.
Nachdem die Lasur vollständig trocken war, habe ich die Teile mittels Leim und Schrauben aneinander fixiert.
Das fertige TV Board bietet ausreichend Platz für einen Fernseher und zusätzlichen Stauraum.

Alt ist oft besser als neu

Alte Möbel können auch nach vielen Jahren noch gut erhalten sein.
Häufig ist es nur nötig, sie wieder etwas herzurichten und zu pflegen. Aber was die Substanz und Bauweise angeht, sind sie meist um einiges besser als Möbel, die heutzutage hergestellt werden.

Bei dem schönen Wetter in der letzter Zeit habe ich beschlossen, mich um genau so ein schönes altes Möbel zu kümmern.
Warum bei schönem Wetter?
Nun ja, auf dem Schrank befand sich Farbe, eine alte Holzimitation, die nicht mehr sehr ansehnlich war. Also musste sie herunter.
Und das funktioniert am besten, wenn man die Farbe bei schönem Wetter mit einer Lauge abwäscht, danach mit klarem Wetter abspült und den Schrank dann gut trocknen lässt.
So kommt das rohe Holz wieder zum Vorschein und der Schrank kann altersentsprechend „neu“ lackiert werden oder im rohen Zustand konserviert werden.
Auf den Bildern seht ihr das ganze noch mal Schritt für Schritt.



Holz – mehr als nur Baumaterial

Für uns Schreiner ist Holz selbstverständlich das beste Material, um Möbel zu bauen oder Räume und Außenbereiche zu gestalten.
Aber der vielseitige Werkstoff kann noch viel mehr!
In einer Zeit, in der wir uns um die Klimabilanz Gedanken machen und längst offenbar ist, dass Rohstoffe wie Gas und Erdöl endlich sind, kommt Holz als Energieträger wieder zunehmend eine  größere Bedeutung zu. Denn Holz sieht nicht nur als Möbel verarbeitet gut aus, sondern es kann auch unsere Häuser mit Wärme versorgen. Das Tolle daran: Holz verbrennt klimaneutral und ist somit nicht an der Entstehung des Treibhauseffektes beteiligt. Das beim Verbrennen freigesetzte Kohlenstoffdioxid wird von den Bäumen wieder aufgenommen und mittels Fotosynthese in Sauerstoff umgewandelt. Somit ist das Heizen mit Holz durchaus nachhaltig, vorausgesetzt, dass es nachhaltig gewonnen wurde und wieder nachwachsen kann.

Die Holzgewinnung selbst ist recht schweißtreibend und anstrengend. Natürlich kann man sich fertige Holzscheite liefern lassen, allerdings hat solch ein Service seinen Preis.
Also haben wir letztes Wochenende selbst losgelegt und die gelieferten Baumstämme erst mit der Motorsäge in ein Meter lange Stämme gesägt und sie danach mit einem hydraulischen Holzspalter zerteilt.

Zum Schluss haben wir die Spalten gestapelt. Jetzt muss das Holz noch rund zwei Jahre trocknen, damit ein gutes Brennergebnis erzielt werden kann.

Die IMM in Köln – Eindrücke

Vergangenes Wochenende hatte ich die Gelegenheit, die Internationale Möbelmesse (IMM) in Köln zu besuchen. Bei dieser Messe dreht sich alles rund um Möbel, Design und Accessoires. Dabei habe ich viele interessante Eindrücke gewinnen können, die mir auch ein Stück weit mit der Idee meines Gesellenstücks geholfen haben. Zu viel von meinem Gesellenstück möchte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten, nur so viel, dass es ein Küchentisch für meine leider sehr kleine Küche werden soll. 🙂

Hier könnt ihr einige Fotos der ausgestellten Stücke sehen, die mich am meisten interessiert haben.

Netter und praktischer Akzent.

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Das Schöne am Leben eines Schreiners

Als Schreiner stellt man den lieben langen Tag schöne, individuelle Möbel für unterschiedliche Kunden her. Es entstehen Kreationen aus verschiedensten Materialien, Oberflächengestaltungen und vor allem individuellen Ideen. So ist quasi jedes einzelne Möbel ein kleines Kunstwerk für sich.
Und ist dieses dann fertig, geht es zur Montage. Dabei kann man in der Regel das Herz des Kunden etwas höher schlagen lassen und seine Augen funkeln sehen. Genau diese Freude ist so schön mit anzusehen, dass man sie auch privat verteilen möchte. Denn unser Erlerntes können wir natürlich auch für uns nutzen und schöne Möbel für Familie und Freunde herstellen.
Und genau das habe ich mir dieses Jahr für Weihnachten vorgenommen 😉

Und nach vielen langen Abenden und sehr frühen Morgen ist es vollbracht. 🙂

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Nützliche Resterverwertung

Immer wieder fallen Reststücke ab, für die man nur schwer Verwendung findet.
Diesmal wren es ein paar Randstücken Esche. Zu schade, um sie wegzuschmeißen, aber zu schmal, um sie aufzuheben.
Was man jedoch immer gebrauchen kann, sind neue Hefte für Stemmeisen, Zwingen, Feilen, etc. Und genau dafür reichten die Reste.
Also sägte ich sie grob zurecht und hobelte sie zu einer quadratischen Leiste aus.
Danach ging ich an die Tischfräse und fräste die Leisten zu regelmäßigen Achtecken.
Der nächste Schritt geschah an der Kreissäge, wo die Hefte abgelängt wurden.
Jetzt musste nur noch ein Loch hineingebohrt und das Ganze noch ein wenig in Form geschliffen werden.

Links die fertig geschliffenen Hefte und rechts die abgelängten Rohlinge.

Arbeit im Urlaub: ein kleines Dankeschön

Ich bin vor kurzem mit ein paar Freunden nach Polen in den Urlaub gefahren. Unser Ziel war ein kleines Dorf in der Nähe von Drawsko Pomorskie bzw. der Ferienhof einer Bekannten. Der Bauernhof ist sehr alt und voller Charme – genau mein Geschmack. Neben unendlich großen Ackern, einem eigenen kleinen „See“ und unzähligen Obstbäumen gab es allerdings auch Einiges an Arbeit. Da wir uns dazu entschlossen hatten, jeden Abend am Lagerfeuer zu sitzen, musste auch dementsprechend viel Holz gehackt werden. Außerdem gab es einen jahrzehntealten Holztisch und zwei Bänke, die schon ausgedient hatten.

So sahen Tisch und Bänke vor einigen Jahren aus, ein aktuelleres Bild habe ich leider vergessen zu machen. Mittlerweile waren Bänke und Platte so gut wie durch. Beim ersten Frühstück wäre sie schon fast ineinander gefallen 😀

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