Kategorie-Archiv: Eigene Projekte

Arbeit im Urlaub: ein kleines Dankeschön

Ich bin vor kurzem mit ein paar Freunden nach Polen in den Urlaub gefahren. Unser Ziel war ein kleines Dorf in der Nähe von Drawsko Pomorskie bzw. der Ferienhof einer Bekannten. Der Bauernhof ist sehr alt und voller Charme – genau mein Geschmack. Neben unendlich großen Ackern, einem eigenen kleinen „See“ und unzähligen Obstbäumen gab es allerdings auch Einiges an Arbeit. Da wir uns dazu entschlossen hatten, jeden Abend am Lagerfeuer zu sitzen, musste auch dementsprechend viel Holz gehackt werden. Außerdem gab es einen jahrzehntealten Holztisch und zwei Bänke, die schon ausgedient hatten.

So sahen Tisch und Bänke vor einigen Jahren aus, ein aktuelleres Bild habe ich leider vergessen zu machen. Mittlerweile waren Bänke und Platte so gut wie durch. Beim ersten Frühstück wäre sie schon fast ineinander gefallen 😀

Meine Freunde und ich mussten nicht lange überlegen und kamen auf die Idee, die Bohlen, die in der Scheune standen, zu einer neuen Tischplatte zu bauen. Allerdings gab es nur sehr bedingt Werkzeug. Einen Akkuschrauber gab es nicht, ebenso wenig eine Handkreissäge. Alles, was wir finden konnten, waren eine alte Bügelsäge, einen Hammer, einen einzelnen Bock sowie einen alten Schwingschleifer.

Zum Glück waren es nur Fichtenbohlen, diese ließen sich auch ganz gut per Hand sägen.

Einen Zollstock oder ein Maßband konnten wir auch nicht finden, daher haben wir ein Stück Schnur genommen und die Länge der alten Platte markiert. Nicht auf den Millimeter genau, aber nun gut 😀

Die Platte von unten, wie man sieht ist alles weder gerade noch geschliffen. Das passt allerdings zum Rest des Grundstücks und gefiel allen Beteiligten auch so 🙂

Die Beine des alten Tischs haben wir behalten, da diese noch halbwegs akzeptabel waren und weil wir kein Holz mehr übrig hatten.

Nach dem Anbringen der Platte, haben wir uns an die Bänke gemacht, da die Alten komplett morsch waren. Wir haben sie nach demselben Prinzip der Tischplatte gebaut.

Danach musste alles noch mit dem Schwingschleifer geschliffen werden. Das alleine hat sehr lange gedauert, weil die Bohlen sägerau waren. Alle Oberflächen wurden zum Schluss noch mit Öl behandelt, um sie zumindest ein wenig wetterfest zu machen. Mit der Zeit werden wahrscheinlich Risse entstehen, da die Nägel das Arbeiten des Holzes verhindern, aber das schauen wir uns dann beim nächsten Urlaub an 😛

So sah das ganze dann am Ende aus – rustikal und  einfach.

Den Tisch haben wir als Dankeschön gebaut, da unsere Bekannte partout kein Geld für Strom, Wasser und Obdach annehmen wollte! Dieser Beitrag soll euch zeigen, dass es auch mit sehr einfachen Mitteln möglich ist, ein kleines Wochenendprojekt zu zimmern! Wenn ihr also darüber nachdenkt, eine Ausbildung zum Tischler zu machen, fangt am Besten jetzt schon an, euch Projekte auszudenken 🙂

Aus Alt mach Neu

In dieser Woche begann mein erstes Ausbildungsjahr zur Schreinerin. Diese habe ich in meinem Betrieb verbracht. Die meiste Zeit habe ich hier mit dem Montieren und Verpacken von Beschlägen verbracht. In der kommenden Woche geht es nun mit der Berufsschule für Holztechnik los. Darauf bin ich schon sehr gespannt.

Am Wochenende habe ich mich an meine ehemalige Lampe gesetzt, um sie ein wenig neu zu gestalten. 

Ich habe mich dazu entschieden, die Form einer Wolke zu behalten, aber die Farbe zu verändern. Dafür habe ich die Lampe von der Decke entfernt und sie von der Elektronik getrennt. Im Anschluss habe ich sie abgeschliffen, um eine gute Grundlage für die Farbe zu schaffen. Entschieden habe ich mich für ein kühles Grau.

Doch auch nach zehn Jahren kann ich auf das Rosa nicht ganz verzichten 😀

Eine Lichterkette, die aus vielen einzelnen Rosen besteht, verziert nun den Platz zwischen der Lampe und der Decke.

Ich bin’s – die Neue!

Hallo zusammen,
ich bin die neue Bloggerin und freue mich schon sehr, Euch wöchentlich über meine Erfahrungen und Projekte im Bereich des Schreinerhandwerks berichten zu können.
Mein Name ist Cathrin Brüstle, ich bin 18 Jahre alt, komme aus Freiburg und habe diesen Sommer mein Abitur gemacht.
Bereits in meiner Kindheit hatte ich große Freude daran, mich handwerklich zu betätigen. Über die Jahre wuchs dazu mein Interesse und die Faszination am Werkstoff Holz und dem Design von Möbeln und Räumen.
Nun werde ich in diesem Monat meine Ausbildung zur Schreinerin bei der Firma Becherer Möbelwerkstätten in Elzach beginnen. Da es hier in Baden-Würtemberg so üblich ist, gehe auch ich in meinem ersten Lehrjahr in die Holzfachschule in Emmendingen, die ich 4 Tage in der Woche besuche. Am 5. Tag bin ich in meinem Ausbildungsbetrieb.

Hier ein kleiner Einblick in das „Sommerprojekt“ meiner Familie: Unser eigenes Gartenhaus, das bald fertiggestellt sein wird. 

 

Resteverwertung

Selbst kleine Abschnitte von eingerissenen oder beschädigten Bohlen, die wohl in den meisten Tischlereien zu Feuerholz verarbeitet werden, können manchmal noch sinnvoll genutzt werden.
So hatte ich letztens die Möglichkeit, mir aus ein paar schönen Resten Eichenholz einen neuen Klüpfel für die Stemmeisen zu bauen.
Dafür hobelte ich eine Leiste als Griff aus und verleimte zwei Stückchen Holz für den Hammerkopf.
Anschließend brauchte nur noch ein Loch in den Kopf gebohrt, die grobe Form ausgeschnitten und alles geschliffen werden.
Schnell alles mit einem Keil und etwas Kleber zusammengeschlagen und im Nu war etwas Neues aus dem vermeintlichen Feuerholz geworden.
Dabei sieht man auch, dass man nicht immer alle Werkzeuge kaufen muss, theoretisch kann man vieles auch selbst machen.

Basteltipp: tolle Geschenke in weniger als 30 Minuten

Kürzlich sollte ich mir über die Kinderbetreuung auf einem Fest Gedanken machen. Da habe ich mir gedacht, dass Basteln bei Kindern ja eigentlich immer gut ankommt und warum denn nicht gleich mit Holz? Meine Idee war es, dass die Kinder kleine Geschenke selber machen sollten. Hierzu habe ich verschiedene Holzarten in verschieden große Stücke gesägt und ein Loch für ein Teelicht reingebohrt. Die Kinder durften dann noch ein bisschen schleifen und sogar Serviettentechnik haben wir darauf gemacht. Das müsst ihr mal probieren. Leider habe ich keine Bilder davon mit Servietten.

ABER: Es ist ganz einfach 🙂 Ihr müsst einfach nur Bastelkleister im Drogeriemarkt holen und aufrühren, die 3 Schichten der Serviette abziehen, dass nur noch die Oberste mit dem Motiv übrig bleibt und einfach drauf kleistern. Je nach Wahl können auch noch Bänder oder andere Dinge angebracht werden.