Kategorie-Archiv: Eigene Projekte

Ich liebe Sperrmüll!

Jeden Morgen steht es bei mir auf der Tagesordnung eine Runde mit dem Hund rauszugehen.

Vor zwei Wochen hatte ich mal wieder Glück und habe dabei auf meinem Weg zwei Schätzchen entdeckt. Vor einer alten Zahnarztpraxis standen zwei Paar alte Instrumenten- oder Ablagetische. Die waren einfach zu schade, um auf dem Müll zu landen.

Also habe ich mir schnell einen unter den Arm geklemmt und anschließend noch den zweiten geholt.

In der Werkstatt eingeliefert wurde dann erst mal der alte Lack entfernt und das Metall anschließend mit Öl versiegelt. Nun nur noch ein schönes Holz aussuchen, Böden daraus anfertigen und – tada ….

BERLIN is calling

11 Uhr morgens, ich sitze in unserem Besprechungszimmer und warte darauf, dass der Bildschirm das Bild des Bundespräsidenten und seiner Frau überträgt und die Gesprächsrunde beginnt.

So begann vor gut zwei Wochen der Tag von acht jungen Menschen.

Grund dieses Zusammenkommens ist das Thema, das uns alle momentan begleitet: die Corona-Pandemie. Dem Bundespräsidenten und seiner Frau ist es seit Beginn der Krisenzeit ein großes Anliegen, immer wieder mit jungen Menschen zusammenzukommen.

Sie wollen in erster Linie erfahren, wie wir die aktuelle Situation erleben, welche Auswirkungen die Pandemie auf unseren Alltag hat und wie die Befürchtungen, Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft aussehen.

Für viele hat sich der Alltag komplett verändert. Wir alle stehen in letzter Zeit vor vielen Hürden, die es gilt zu bewältigen.

Eines hat den Bundespräsidenten in den Gesprächen mit jungen Leuten dabei besonders beeindruckt.

Egal, ob es sich um Schülerinnen und Schüler, Auszubildende oder Studierende handelt, die in den Gesprächen von ihren Schwierigkeiten erzählt haben und davon, dass sie sich ausgebremst fühlen, haben doch alle darauf bestanden, keinesfalls als Generation Corona oder als verlorene Generation abgestempelt zu werden.

Welche beeindruckenden Geschichten sich dadurch ergeben haben, könnt ihr unter dem nachstehenden Link verfolgen:

https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Termine/DE/Frank-Walter-Steinmeier/2021/03/210317-Gespraech-Azubis.html

Brot backen im Holzrahmen

Knusprige und leckere Brote mit einem leichten Aroma wie aus dem Holzofen lassen sich ganz einfach zu Hause zubereiten.

Hierfür müsst ihr euer Brot nur in einem entsprechenden Holzrahmen backen.

Im Internet findet man diverse Anbieter, die Backrahmen in unterschiedlichen Ausführungen anbieten. Selbstverständlich könnt ihr euren Backrahmen aber auch einfach selbst herstellen.

Wichtig hierbei ist die entsprechende Holzauswahl. Am besten sollte der Rahmen aus Ahorn oder Buche sein, da sich diese Hölzer bei Hitze und wechselndem Feuchtegehalt nicht so sehr verziehen.

In wenigen Schritten habe ich aus unbehandeltem Ahorn einen entsprechenden Backrahmen gefertigt. Die Seitenteile wurden so ausgeführt, dass sich diese einfach ineinanderstecken lassen.

Dies bietet den Vorteil, dass der Rahmen nach der Verwendung platzsparend verstaut werden kann.

Vor dem ersten Gebrauch wird das Holz eingeölt. Hierzu könnt ihr Rapsöl oder auch Sonnenblumenöl verwenden. Die geölten Teile kommen anschließend bei etwa 200 Grad für eine Stunde in den Ofen.

Dabei werden die Teile „eingebrannt“ und das Holz entwickelt ein leicht rauchiges Aroma.

Vor dem Backen wird der Rahmen erneut geölt, damit sich das Brot anschließend leicht aus der Form lösen lässt. Nach der Verwendung wird der Backrahmen mit einem trockenen Tuch abgerieben oder leicht abgebürstet.

Holz kann also nicht nur schön aussehen, sondern gibt dem Brot beim Backen ein tolles Aroma!

Ein Räuchermann in sechzig Teilen

Im vergangenen Monat habe ich mich mal wieder an einen neuen Räuchermann gewagt. Der Entwurf ist schon älter und stammt aus dem Erzgebirge von Karl Max Dittmann.

Das Aufwendige daran sind vor allem die vielen gedrechselten Teile und die lasierende Bemalung. Bis zur Fertigstellung vergehen so mal locker dreißig Stunde. Bei dem ungemütlichen Wetter ist das aber eine sehr schöne Arbeit, weil man sich viele Sachen mit nach Hause ins gemütliche Wohnzimmer nehmen kann.

Alle sechzig Teile

Und das fertige Ergebnis!

Kleine Geste, große Wirkung

Ich bin kein Freund von „0-8-15-Wegwerfgeschenken“, die nur gemacht werden, damit man überhaupt was hat. Da wir alle die Weihnachtsfeiertage nur im engsten Kreis der Familie verbringen konnten, musste ich einen Kompromiss finden. Es galt, für Freunde und Familie kleine Unikate anzufertigen, die Freude bereiten, sinnvoll und regelmäßig genutzt werden sowie unkompliziert verschickt werden können.

Das ist ein Ausschnitt der Schmuckstücke, die ich hergestellt habe. Zu meiner Freude kamen die Ohrringe sehr gut an und es sind noch mehr gewünscht. 🙂

Dieses Paar ist aus Lackresten hergestellt. Sie wurden geschliffen, poliert und anschließend noch einmal klar lackiert. Nicht nur ein hübsches Unikat, sondern sogar recycelt!

 

Atelier statt Tischlerei

Seit November bin ich nun selbstständig. Nach meiner Ausbildung zum Tischlermeister wäre es naheliegend, dass ich jetzt meine eigene Tischlerei eröffnet habe und als Tischler meinen eigenen Betrieb führe.

Wenn ich ehrlich mir selbst gegenüber bin, hat mir diese Vorstellung jedoch nie hundertprozentig behagt. Der Grund dafür ist, dass ich als Tischler trotz der großen Aufgabenvielfalt in meinen Möglichkeiten doch eingeschränkt bin. Außerdem hat es mich immer am meisten gereizt, wenn ich ganz besondere Einzelstücke mit neuen Techniken und Materialien fertigen konnte.

Deshalb habe ich mich nicht als Tischler, sondern als bildender Künstler selbstständig gemacht. Damit habe ich alle Freiheiten, die ich gerne haben möchte.

In nächster Zeit sind bei mir einige Projekte in Planung, die nicht mehr in den Aufgabenbereich des Tischlers fallen. Ich denke Interessant und inspirierend sind sie aber allemal.

Vielleicht kennt ihr dieses Objekt schon aus einem vergangenen Beitrag. Für den Verkauf habe ich noch einmal ein paar neue Bilder gemacht. Ich zeige es euch erneut, weil es meiner Meinung nach sehr gut repräsentiert, für welche Art von Arbeiten mein Herz schlägt.

Alle Türen stehen offen

Meine Idee war es, euch einen genauen Einblick in die Berufswettbewerbe und dem damit verbundenen Training zu geben. Leider hat dieses Jahr aufgrund der derzeitigen Lage nur der Landeswettbewerb stattfinden können.  Damit sind auch die Vorbereitungen, die ich mit dem diesjährigen sächsischen Meister geplant  habe, ins Wasser gefallen. Nichtsdestotrotz möchte ich meine und die Begeisterung der Teilnehmer weitergeben und allen, die Bock auf mehr als „nur Malochen“ haben, zeigen, was noch alles so geht!

Wenn man seine Gesellenprüfung abgelegt hat und unter den besten des Kammerbezirkes landet, qualifiziert man sich für den Landeswettbewerb. Allein die Teilnahme bringt euch einen enormen Mehrwert.

Ähnlich wie in der praktischen Prüfung müsst ihr ein Werkstück in einer vorgegebenen Zeit fertigen. Unter Druck und Anspannung leistet man Enormes, in den letzten Minuten des Wettbewerbes kann man die Luft schneiden und einige sind so im Modus, dass sie Bäume ausreißen. In den Pausen und auch nach dem Wettbewerb entwickeln sich jedes mal gute Gespräche, bei denen Kontakte geknüpft werden und nebenbei gibt es keine bessere Bewerbungsunterlage als solch eine Teilnehmerurkunde.

Bei der sächsischen Meisterschaft haben zehn Junggesell*innen sieben Stunden um den Sieg gekämpft und die Punkteverteilung war wirklich sehr eng. Die Aufgabe war, einen Hängeschrank mit traditionellen Holzverbindungen und einer Klappe in Rahmenbauweise zu fertigen. Bewertet wurde mit maximal 100 Punkten nach Maßhaltigkeit, Passen der Verbindungen, Oberflächengüte und Arbeitsablauf.

Für mich als ehemaliger Kandidat, mittlerweile Trainer in Sachsen und helfende Hand in der Jury, ist es immer wieder total spannend, und ich bin froh, dass wir so viele gute Nachwuchskräfte im Handwerk haben.

Was ich damit sagen will: ranklotzen lohnt sich! Nicht nur eure beruflichen Skills entwickeln sich weiter, sondern auch eure persönlichen und mentalen Fähigkeiten wachsen.

Neues wagen!

In letzter Zeit hat sich so einiges bei mir getan. Davon kann ich jedoch im Augenblick nur erzählen, zu zeigen gibt es noch nichts.

Ich habe mich selbstständig gemacht!

So viel will ich schon mal verraten: In den letzten Monaten war ich auf Werkstattsuche und habe nun endlich etwas Passendes gefunden. Noch wenige Wochen, dann ist es so weit und ich kann umziehen und richtig loslegen. Dadurch sind meine tischlerischen Tätigkeiten jedoch auch etwas kürzer gekommen.

Um nicht ganz bilderlos dazustehen, habe ich hier noch ein abgeschlossenes Projekt. Dabei geht es um eine alte Kommode, die ich erneuert und an einigen Stellen umgearbeitet habe. Mein Ziel war es, die Kommode noch wertiger und eindrucksvoller wirken zu lassen.

Vor der Umgestaltung und Aufarbeitung.

Fertige Kommode.