Kategorie-Archiv: Johannes

Schafft was aus der Resterecke

Mit meinem Umzug habe ich mich einiger „IKEA-Möbel“ entledigt und nun gilt es, neue eigene zu bauen. Ein paar Sachen sind schon fertig und heute zeige ich euch meinen Waschbeckenunterschrank.

Er besteht komplett aus Restplatten und -kanten, die von einem riesigen Auftrag übrig geblieben sind. Bei Möbeln in Feuchträumen ist es wichtig, „wasserfeste“ (grüne) Plattenwerkstoffe zu verwenden. Nach einem kleinen Aufmaß, ein paar Skizzen und ca. drei Tagen Arbeit ist schon das Ergebnis zu sehen.

Da mir modernes Design sehr zusagt, habe ich Eiche mit Grau kombiniert und eine grifflose Möbelfront gewählt. Die Schräge am Schrank ergibt sich durch den Öffnungswinkel der Duschtür. Im Korpus sind Tip-ons (Druckschnäpper) und Topfbänder mit Dämpfung verbaut, damit sich die Türen elegant öffnen und schließen lassen.

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Hallo zusammen,

ich bin Johannes und freue mich, dass ich den Ausbildungsblog von Tischler Schreiner Deutschland mit meinen Beiträgen bereichern kann.

Die ersten Begegnungen und Erfahrungen mit Holz habe ich mit fünf Jahren in der Werkstatt meins Opas gemacht. Schnell wurde mir klar, dass der Beruf des Tischlers genau das Richtige für mich ist. Also entschied ich mich 2015, eine Lehre bei der Firma Inuma in Leipzig zu beginnen. Sie bieten von Messebau bis hochwertigen Innenausbau alles an und sind mit einer eigenen Lehrwerkstatt (8 Lehrlinge und einem Lehrausbilder) ausgestattet.

Im ersten Lehrjahr lernte ich den Umgang mit traditionellen Handwerkzeugen und stellte eine Truhe, einen Spieltisch und einige weitere eigene Projekte her. Mit diesen Fertigkeiten absolvierte ich 2018 meine Ausbildung mit 95 Punkten in beiden praktischen Bereichen (Gesellenstück und Arbeitsprobe).

Daraufhin konnte ich die sächsische Meisterschaft und anschließend die deutsche Meisterschaft für mich entscheiden. Dieser Erfolg sicherte mir ein Flugticket nach Kazan, wo im August letzten Jahres die Berufe-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde. Von dreißig Teilnehmern belegte ich den 13. Platz und erreichte eine Exzellenz-Medaille, die mich viel Übung, Schweiß und Nerven gekostet hat. Ein Übungsstück, das in 22 Stunden entstanden ist, möchte ich euch jetzt zeigen:

     

Wie so oft steckt der Teufel im Detail !