Kategorie-Archiv: Jonas

Faszination LIGNA

Die Ligna 2019 ist leider schon wieder vorbei. Doch als Ligna-Blogger habe ich einige tolle Einblicke bekommen, die ich gerne mit euch über den TSD-Ausbildungsblog teilen möchte.

Im Außenbereich der Messe konnte man überall die Geräusche der arbeitenden Kettensägen und Forstmaschinen hören. Sogar die 14. Waldarbeitsmeisterschaften fanden hier statt. Aber auch in den Hallen war jede Menge los. Viele Hersteller präsentierten den Zuschauern in eindrucksvollen Maschinen-Shows  die vielfältige Welt der Technik. Einer der  größten Aussteller war die Firma HOMAG, hier konnte man Maschinenparks in drei Stufen sehen. Angefangen bei einem handwerkstauglichen Maschinenpark, der durch Effizienz begeisterte, bis hin zu industriellen Fertigungsstraßen mit autonomen Zellen. Ein Wahnsinnsspektakel!

HOMAG hatte diesmal etwas ganz Besonderes für Handwerksbetriebe im Gepäck: In der Industrie ist es mittlerweile vollkommen üblich, Maschinenparks per Apps zu steuern und die IT-Sicherung für die Produktionsprozesse in der Cloud zu speichern. Diese Technik wird nun auch für kleine Maschinenparks angeboten. Die Apps kann man anfangs kostenlos testen und sich ein individuelles Programm erstellen. Das Schöne daran ist, dass die Technik in der Industrie gereift und nun auch für Handwerksbetriebe frei verfügbar ist. Des Weiteren sind die Apps maschinenneutral. So können auch ältere HOMAG-Maschinen angesteuert werden. Durch die Apps kann ich meine Produktion transparenter gestalten, alle Schritte nachverfolgen und den Produktionsstatus abrufen. Zusätzlich habe ich eine perfekte Datenübertragung an meine Schnittstellen. So weiß ich zum Beispiel durch den neuen HOMAG-Kantenkarton, wie viel Kante noch auf meiner Rolle ist und wann ich neue bestellen muss. Das erspart einiges an Zeit und Arbeit. In Bezug auf die Zeitersparnis können jetzt sogar Dübel und Beschläge automatisch während der Bearbeitung von den Maschinen eingetrieben beziehungsweise eingesetzt werden.Ein weiteres Highlight war ein hochentwickeltes Handschuhsystem mit integriertem Barcodeleser. Damit lässt sich genau erkennen, welches Teil aus dem Lager benötigt wird, um einen bestimmten Korpus zusammenzusetzen. So kommunizieren die Maschinen nicht nur untereinander, sondern inzwischen auch mit uns Menschen, wodurch die Fehlerquote gesenkt und die Effizienz im Produktionsablauf weiter gesteigert wird.

Doch auch andere Unternehmen beeindruckten mit atemberaubender Technik, so zum die Firme Biesse. Auch hier begeisterten automative Produktionszellen die Besucher. In Rekordzeit werden Möbelteile per CNC bearbeitet oder genestet und im Anschluss wird automatisch die Kante angefahren. Im letzten Produktionsschritt werden dann die fertigen Möbelteile kommissionsweise abgestapelt. Auf diese Weise können innerhalb von acht Stunden 16000 bis 18000 Möbelteile produziert werden. Ganz wichtig ist dabei natürlich wieder das Barcode-System. Denn nur so wissen die Maschinen genau, wo welche Teile sind und welche Bearbeitung welches Möbelteil bekommt. Beim Thema Nesting bringt Biesse ein ganz neues System auf den Markt. Denn so ist es mir möglich, auf meine Opferplatte beliebig Sauger zu positionieren. Diese werden einfach durch meine Opferplatte angesaugt. Diese Weltneuheit spart wieder viel Rüstzeit und begeistert den Bediener einer solchen Maschine.

Biesse wendet für ihre Maschinentypen die sogenannte Smart Technology an. So ist es auch mir als Handwerker möglich, eine Maschine zu kaufen, die mit der Technik der Industrie ausgestattet ist. Des Weiteren kann ich die Maschinen nun aufstocken und muss nicht zwingend auf die nächstgrößere Maschine ausweichen.

Auch die Nutzerfreundlichkeit der Maschinen rückt bei HOMAG und Biesse weiter in den Fokus, was besonders gut im Bereich der Plattensägen zu sehen war: HOMAG bietet hier ein projektierendes Pfeilsystem auf den Werkstücken an und Biesse nutzt einen zweiten, gut sichtbaren Bildschirm, der den Produktionsschritt zeigt.

Kunstfräsung

Da die musikalische Fräsarbeit erst an Vatertag übergeben wird, darf ich leider auch erst ab diesem Tag Bilder davon veröffentlichen. Aber dafür habe ich ein anderes, spannendes Projekt für euch auf Lager.
Schaut es euch selber an 😉

Wer von euch kann sich vorstellen, was unser Hohlkehlfräser hier gerade zaubert?

Die erste Seitenwand ist fertig gefräst. Die Fräszeit für diese Platte betrug etwa vierzig Minuten. Die lange Fräsdauer ist zum großen Teil von dem Material Richlite abhängig. Denn dieses kann man nur mit einem recht niedrigen Vorschub bearbeiten. Des Weiteren gabe es hierbei knapp sechshundert einzelne Frässchritte bzw. Konturen, die abgearbeitet werden mussten.

Auch die kleine Seitenwand ist endlich fertig.

Aus den zwei gefrästen Seitenwänden wird eine moderne stilvolle Thekenschürze.

Und so sieht der fertige Messestand aus.

 

Abwechslung garantiert

Zunächst einmal möchte ich mich bei euch entschuldigen. Da ich im Rahmen meines Trialen Studiums zurzeit eine wissenschaftlich Arbeit schreiben muss und bei uns obendrein betrieblich ziemlich viel zu tun ist, bin ich leider nicht mehr so regelmäßig zum Bloggen gekommen.

Meine wissenschaftliche Arbeit schreibe ich über den Fachkräftemangel im Tischlergewerk und wie der Fachverband Tischler NRW diesem begegnet. Natürlich wird im Zuge dessen auch das sogenannte  ZIMT Projekt thematisiert und der TSD-Blog findet selbstverständlich auch Erwähnung ;-). Falls ihr also Interesse habt, kann ich euch gern ein paar Auszüge aus meiner Arbeit vorstellen, sobald diese abgesegnet wurde. Ist wirklich eine spannende, interessante Sache für all diejenigen, die ihre Zukunft im Tischlergewerk sehen oder damit liebäugeln.

Dass das Tischlergewerk ein wahnsinnig abwechslungsreiches und spannendes Betätigungsfeld ist, habe ich ja schon in der Vergangenheit in diversen meiner Beiträge berichtet. Und nun gab es ein Projekt, dass genau diesen Aspekt noch einmal unterstreicht. Diesmal hatte es jedoch nichts mit Innenausbau zu tun, sondern es ging um eine Lok inklusive Kohltender. Ja, ihr habt richtig gelesen. Im Rahmen eines Heimatfestes in der Eifel sollten wir eine originale Dampflok mit entsprechendem Kohltender bauen.

Und so sieht sie aus! Fast fertig …

Der Kohletender ist so geplant worden, dass Kinder über die seitlich angebrachten Leitern in das Führerhaus klettern können.

Diese Lok bekommt noch einen Schornstein und wird danach schwarz lackiert. Dann wird sie auf Schienen gehoben und ist hoffentlich die große Attraktion des Festes!

Der nächste Blogeintrag wird von einer ganz speziellen CNC Fräsung handeln. Kleiner Tipp, es hat etwas mit einem Musikinstrument zu tun 😉
Also dranbleiben, es lohnt sich!

Spiegel oder iPad? Warum nicht beides?

Ein Freund von mir kam vor Kurzem mit einem spannenden Projekt auf mich zu. Er hat ein Display entwickelt, das hinter einem speziellen Spiegelglas sitzen soll. Dieses Spiegelglas ist so beschichtet, dass das Display sichtbar wird, sobald man einem Sensor ein Zeichen gibt. So kann man sich in Ruhe vor dem Spiegel zurechtmachen und – sofern man möchte – den im Spiegel integrierten Rechner aufrufen, um mal kurz das Wetter oder Ähnliches zu checken.
Der Prototyp ist bereits fertig und ein paar Bilder für euch sind auch schon vorhanden 😉

Nachdem ich mir eine Konstruktion überlegt und den Rahmen zusammengebaut habe, ging es zum Füllern. Füllern? Füllern nennt man den weißen Lack, der sich prima schleifen lässt und sich hervorragend als Grundierung für Buntlacke eignet 😉

Nach dem Schleifen habe ich ihn dann schwarz lackiert und vorsichtig zusammen gesetzt.

Bis auf den Sensor auf der linken Seite, sieht es doch nach einem ganz normalen Spiegel aus, oder?

Doch hinter dem Spiegelglas verbirgt sich eine Menge Technik und das Display

Wisst ihr, was das Coole am Leben eines Schreiners ist?
Ihr werdet jeden Tag aufs Neue mit ganz unterschiedlichen Dingen konfrontiert und dürft euch eigene Lösungen überlegen. Dabei kommt ihr mit den unterschiedlichsten Materialien und Werkstoffen in Berührung. Das macht mir großen Spaß!  🙂

Vielfalt des Tischlergewerks

Wer einen abwechslungsreichen und kreativen Arbeitsalltag sucht, der sollte sich mal Gedanken über das Tischlergewerk machen. Denn hier löst man täglich neue Problemstellungen durch individuelle und kreative Vorgehensweisen – jeder Kunde hat nun mal ganz eigene Wünsche und Vorstellungen.
Und genau das ist mir bei zwei Montagen in der letzten Woche noch einmal besonders aufgefallen. Aber seht selbst:

Anfang der Woche war das oben zu sehende Schulungsterminal dran. Dieses wurde für eine große Firma entwickelt, die dort ihre eigenen Mitarbeiter schulen möchte. Hier standen vor allem Funktion und Nutzungsdauer im Fokus. Continue reading

Wo geht die Reise hin im Tischlerhandwerk?

Diese Frage taucht in Bezug auf die Digitalisierung und Vernetzung immer wieder auf. Denn eines ist klar: Wir stehen noch ganz am Anfang dieses Prozesses und jeden Tag kommen neue Firmen mit großartigen Ideen auf den Markt, beispielsweise mit durchdachter und innovativer Zeichensoftware, die speziell für die Bedürfnisse von kleinen und mittelständigen Betrieben entwickelt worden ist.

Die Vorteile eines CAD-Programms: Es liefert dem Tischler beim Zeichnen automatisch die Fertigungsdaten der entworfenen Möbel mit.  Wir sprechen hier von Materiallisten und Produktionsdaten für den Maschinenpark. Das alles entsteht meist vollautomatisch, während wir unsere Möbel zeichnen. Zur LIGNA 2019 stellen sich einige Firmen mit ihren Ideen vor. Bei imos etwa kann der Schreiner unter anderem seine eigenen Möbelkorpusse entwerfen und sie auf seine Website hochladen, während der Kunde das Möbel online  im Rahmen definierter Möglichkeiten (Größe, Korpusmaterial, Beschläge etc.) anpassen oder verändern kann. Sobald der Kunde das Möbel nach seinem Geschmack fertig konfiguriert hat, erhält er direkt ein Angebot und der Schreiner die entsprechenden Fertigungsdaten. Alle Schritte sind aufeinander abgestimmt. Aber Moment mal – mangelt es dem Kunden nicht oft an der nötigen Vorstellungskraft?

Auch hierfür gibt es Lösungen. Mit einer VR-Brille kann der Kunde seine konfigurierten Möbel dreidimensional betrachten und sogar Türen und Schubladen öffnen. Der nächste Schritt wäre dann der Handschuh, mit dem sich Materialien und Oberflächen eines Möbels auch haptisch erfahren lassen.

Wie ihr seht – in der Softwarebranche tut sich wirklich so einiges in puncto Digitalisierung und Vernetzung.  Wer  sich für CAD-/CAM-Programme interessiert, sollte sich also unbedingt auf der LIGNA einmal umschauen. Und wer Freikarten sucht, findet sie hier: www.tischler-schreiner.de/ligna-2019

LIGNA Preview!

In der Branche allseits bekannt, oder?
Für alle, die noch nichts davon gehört haben, hier eine kleine Erläuterung 😉
LIGNA kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Holz“. Und genau darum geht es: Bei dieser Messe findet ihr alles rund ums Thema Holzverarbeitung. Das Ganze fängt bei der Baumfällung an und geht bis hin zur Oberflächenbehandlung. Genau das zeichnet die LIGNA aus und macht sie zur weltweiten Nummer eins im Bereich der Holzverarbeitungsmessen. Hier tummeln sich alle kleinen und großen Maschinen- , Dienstleistungs- und Softwareunternehmen mit jeder Menge spannender Neuheiten im Gepäck.
Da ich ab sofort auch als Blogger für die LIGNA arbeite, bin ich ganz nah dran am Messegeschehen – und nehme euch gleich mit!

Willkommen bei der LIGNA Preview!

Die LIGNA Preview startete wie gewohnt am 05.02.2019 in Hannover mit einer Pressekonferenz. Hier wurde  deutlich, dass die LIGNA 2019 im Bereich der Forstwirtschaft, Sägewerkstechnik, Plattenwerkstoff-Herstellung, Holzverarbeitungsmaschinen, Oberflächentechnik und der Automation und Robotik einiges zu bieten hat.

Stellen wir uns doch mal vor, wir haben einen gut aufgestellten Maschinenpark und jede Menge Arbeit. Was brauchen wir da alles, um loszulegen?
Na klar – Strom, und das benötigte Material usw. , das sollten wir alles haben. Aber um mit den Maschinen arbeiten zu können, brauche ich Werkzeuge, richtig?
Und genau bei den Werkzeugen geht die Digitalisierung und Vernetzung schon los.
Langweilig? – Auf keinen Fall!
Das ständige Wechseln meiner Sägeblätter, Bohrer und Fräser ist aufwendig und zum Teil sehr zeitintensiv. Denn irgendetwas ist immer zu tun: Entweder muss ich noch den Vorritzer dem Sägeblatt zuordnen, einen Fräser einmessen oder, oder, oder.
Und genau hierbei hilft uns die Digitalisierung.

Bei der Firma Leitz werden zum Beispiel die einzelnen Werkzeuge mithilfe eines Datenchips zuordnungsbar gemacht. So können Werkzeuge nicht mehr verwechselt werden und man kann direkt erfassen, in welchem Zustand das Werkzeug ist.
Meine Maschinen wissen somit voll automatisch, welches Werkzeug sie verwenden und wann es zum Schärf-Dienst muss. Wahnsinn, oder?

Apropos Maschinen …

HOMAG kommt dieses Jahr mit vielen Verbesserungen und Neuheiten speziell für Handwerksbetriebe zur LIGNA. Gerade mittelständische Unternehmen sollen es in Zukunft durch neue Software, einen besseren Datenfluss und intelligente Maschinenvernetzungen der Firma HOMAG um einiges leichter haben.

Lust auf die LIGNA bekommen?
Dann besucht sie doch dieses Jahr und schaut euch auch den LIGNA Blog etwas genauer an.
Aber natürlich werde ich euch auch hier auf dem Blog weiter über die weltweit führende Maschinen-Hightech-Messe im Bereich der Holzverarbeitung auf dem Laufenden halten 😉