Kategorie-Archiv: Loreen

Kommt vorbei! ;)

Heute war es endlich so weit, wir durften unsere Gesellenstücke nach Stuttgart ins Haus der Wirtschaft bringen, in dem nur die besten auf Landesebene  ausstellen dürfen, und wo sie auch noch mal bewertet werden.  Bald beginnt die Ausstellung und dann dürfen wir am 3. Dezember unsere Stücke wieder abholen. Ich bin schon sehr gespannt, alle Gesellen der einzelnen Stücke zu sehen und auch kennenzulernen. Heute durfte ich schon ein paar interessante Bekanntschaften machen und finde es spannend zu sehen, dass wir zwar alle mehr oder weniger in der gleichen Situation gesteckt haben, aber jeder etwas anderes, ganz eigenes entwickelt hat. Jedes Stück wirkt für sich und hinter jedem steckte eine eigene Geschichte.

Hier, ein kleiner Vorgeschmack 🙂

Aber ich will nicht die ganze Spannung vorwegnehmen, deshalb gibt es auch erst mal nicht mehr Bilder.
Ich kann euch aber verraten: Es lohnt sich, vorbeizuschauen! Es sind sehr interessante und schöne Sachen. Kommt vorbei und bestaunt, bewundert und genießt unsere mit Mühe und Liebe gefertigten Gesellenstücke.

 

 

Geschafft! :)

Endlich ist es geschafft – mein Gesellenstück!

Mein Flur-Organizer

Puhh, endlich geschafft – und ordentlich Preise habe ich dafür auch noch abgeräumt.
Mit meinem Stück bin ich dafür ausgewählt worden, nach Stuttgart zum Wettbewerb  „GESTALTETE GESELLENSTÜCKE 2019, Sonderwettbewerb für Formgebung“ zu gehen. Im Oktober darf mein Stückchen dorthinreisen. Außerdem habe ich einen Preis dafür erhalten, dass die drittbeste Arbeitsprobe abgelegt habe. Mit meinen Ergebnissen bin ich also mehr als zufrieden!

Mein Stück ist nicht leicht gewesen,  im Nachhinein würde ich auch so einiges anders machen, da mich das Ganze doch sehr viel Nerven gekostet hat.
Meine beiden Würfel sind alle auf Gehrung verleimt, die Tür und die Klappe ebenso. Das ist sehr schwierig, und man hat auch nur wenige Verstellmöglichkeiten. Da mein Möbel schlicht aussehen sollte, habe ich meine Griffe bündig eingelassen und auch in derselben Farbe lackiert wie meine Korpusse . Um ein einheitliches Bild zu erreichen, habe ich alle anderen Beschläge ebenfalls in der passenden RAL Farbe lackiert.
In meine Sitzfläche habe ich mich besonders verliebt. Diese habe ich aus Eiche gemacht und die Risse bzw. Äste habe ich schwarz geharzt. Das gefällt mir wirklich sehr gut.

Hier seht ihr meinen oberen Korpus. In diesem befindet sich mein Pflichtteil, der Schubkasten. Den Griff habe ich verdeckt mit einer Einsetzfräsung ausgewählt.

Das war’s – wir sind dann mal weg ;)

Wir sind dann mal weg!
Jetzt haben wir es geschafft – am  Freitag vor zwei Wochen haben wir die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung und unser Berufsschulzeugnis erhalten. Mit einer kleinen Entlassfeier haben uns unsere Lehrer losgeschickt. Für mich sind die Prüfungen sehr gut gelaufen, ich habe die Schule mit dem besten Ergebnis verlassen und wurde dafür auch groß in der Zeitung erwähnt. Wir waren alle sehr froh, dass das Warten ein Ende hatte und wir unsere Ergebnisse in der Hand halten konnten.

Dieser Tag war für uns nicht nur wegen der Zeugnisse aufregend, sondern auch, weil wir im Anschluss  gleich noch unser erstes Fachgespräch hatten. Mit großer Anspannung ist man zur Prüfungskommission, doch die halbe Stunde verging wie im Flug.  Wenn dann noch alles gepasst hatte, (Teilschnittzeichnungen, Unterlagen, etc.) fiel der Startschuss – jetzt kann es mit dem Gesellenstück losgehen!

Die erste Woche ist vorbei und es ist schon viel geschafft. Es macht wirklich Spaß, daran zu arbeiten, was man wochenlang geplant hat, allerdings wirddabei auch  immer wieder offenbar, dass zwischen Zeichnung/Theorie und Praxis ein großer unterschied liegt und man noch viel Erfahrung sammeln muss. Ich bin schon sehr gespannt, wie mein Gesellenstück fertig aussieht.

Und jetzt sagen  wir noch einmal „Tschüss“ zur gewerblichen Schule in Tauberbischofsheim! Bye, bye. Mach’s gut  🙂

Super Effekte!

Na, was sagt ihr dazu?

Letzte Woche hatte ich meinen zweiten und letzten Oberflächenkurs, hier durften wir verschiedenste Effektlacke ausprobieren, wie auf dem Bild gut zu erkennen ist. Der lange Streifen rechts wird Reißlack genannt, man spritzt ihn wie normalen Lack auf die Oberfläche und der vorherige Lack und der Reißlack reagieren miteinander, sodass Risse entstehen. Die Punktewirkung (zweites Quadrat von oben) haben wir mit ganz normalem Lack erzielt, indem wir an der Becherpistole den Druck reduziert haben. Die weiße Fläche (zweites Quadrat von unten) zeigt das Ergebnis einer Übung, bei wir den Druck der Lackpistole selbst einstellen durften. Als Letztes (unterstes Quadrat) haben wir einen Wassertropfeneffekt gemacht. Dafür haben wir Wassertropfen auf die Fläche gespritzt und diese über Nacht trocknen lassen. Am nächsten Tag mussten wir die Wassertropfen nur noch fixieren, um sie abriebfest zu machen. Echt toll, welche verschiedenen Effekte man so erreichen kann, oder?

Einige werfen es weg, wir machen es neu

Wahnsinn, was alles möglich ist! Wir haben einer Kundin ein tolles verfrühtes Weihnachtsgeschenk machen dürfen.

Ihr fragt euch, was daran jetzt so besonders ist? Könnt ihr euch vorstellen, dass diese Sitzbank bzw. das Sideboard aus alten Eichenbalken gemacht worden ist?

Die Nägel sind alle noch sichtbar und die Risse oder Äste haben wir mit schwarzem Kunstharz ausgeharzt, damit die Balken bzw. Bretter ihren Charakter behalten. Wie ihr selbst sehen köönt, ist das fertige Stück auf diese Weise zum besonderen Hingucker geworden. Das ist doch wirklich mal etwas anderes! Hier konnten wir aus etwas Altem, das viele Leute einfach wegwerfen würden, etwas komplett anderes und Neues machen. 🙂

 

Frauen im Handwerk

Viele denken bei dem Thema „Frauen im Handwerk“ immer an die typischen Berufe, wie zum Beispiel Friseurin oder Schneiderin. Aber warum denn nicht auch mal an die traditionellen „Männerberufe“? Schreinerin zum Beispiel 😉

Aus vielen Köpfen muss man erst Mal raus bekommen, dass heutzutage auch Frauen in Männerberufe einsteigen können und das mindestens genauso gut drauf haben, oder auch vielleicht besser 😛 .  Eine Frau als Schreinerin ist gar nicht mehr so selten. Wenn ich jemandem vom meiner Ausbildung erzähle heißt es immer: „Wow, wie cool, dass du dich das traust. Aber der Beruf ist ja so kreativ und richtig vielseitig.“ Warum sollte ich mich das nicht trauen? In meiner Klasse waren wir anfangs fünf Mädchen, was ich echt cool finde und auch jeder begeistert davon ist. Traut euch doch auch mal und sagt nicht immer nur, dass der Beruf echt cool ist! 🙂

Derzeit habt ihr im Handwerk richtig gute Chancen auf einen Job. Es werden Fachkräfte gesucht ohne Ende, freie Lehrstellen gibt es auch genügend und mit ein bisschen Motivation und Engagement findet man dann auch sehr schnell einen Betrieb.

Warum Handwerk und nicht Industrie?

Ganz einfach: Ihr arbeitet von Anfang bis Ende mit und seit nicht nur ein Teil des Arbeitsablaufs und arbeitet mit Kopf und Händen am Werkstück. Da im Handwerk viele kleine Unternehmen zu finden sind, trifft man oft auf Familienunternehmen, was das Arbeiten viel entspannter macht und man nicht nur „eine von vielen“ ist, wie in vielen großen Firmen mit über 1.000 Mitarbeitern.

Traut euch! Macht den ersten Schritt und zeigt, was ihr könnt!