Kategorie-Archiv: Marie-Luise

Inspiration – der Weg zum eigenen Design

Die ersten Monate des letzten Ausbildungsjahres sind bereits vorbei. Das bedeutet für uns Auszubildende, es wird Zeit, sich über den Entwurf des Gesellenstückes Gedanken zu machen. Welchen Nutzen soll es erfüllen und welche Funktionen möchte ich gerne integrieren?

Ich habe mich für den Entwurf eines Kochblocks entschieden, der als Zentrum der Wohnung flexibel genutzt werden kann. Nun folgt aber die Qual der Wahl.

Welchen Stil möchte ich gerne umsetzen und welche Materialien sollen dabei kombiniert werden?

Inspiration suche ich hier vorwiegend in Magazinen. Gerade bei der Auswahl von Farben und Materialien lässt sich gut erkennen, dass unterschiedliche Kombinationen völlig andere Wirkungen erzielen.

Ich werde nun verschiedenste Materialien und Stile kombinieren und diese in mehreren Entwürfen darstellen.

In den nächsten Blogbeiträgen erfahrt ihr mehr über die Entstehung meines Gesellenstücks.

Designhocker aus Esche

Dieser Hocker entstand in einer unserer überbetrieblichen Ausbildungen. Bei dieser stand der anwendungsbezogene und sichere Umgang mit unterschiedlichen Maschinen im Vordergrund.

Mit der bereits vorhandenen Zeichnung erstellten wir zu Beginn einen entsprechenden Arbeitsablaufplan und eine Holzliste.

Anschließend erfolgte die Bearbeitung der Holzbretter an unterschiedlichen Maschinen. Zunächst wurden hierfür die Bretter mit der Handkettensäge abgelängt und an der Formatkreissäge besäumt. Das Aushobeln auf die entsprechenden Endmaße erfolgte danach an der Dickenhobelmaschine.

Aus den gefertigten Leisten entstanden die Füße, die Querholme und die Sitzleisten für den Hocker. Diese wurden in weiteren Schritten und an unterschiedlichen Maschinen bearbeitet, um die Verbindungen der einzelnen Teile herzustellen. Die Zapfenverbindungen der Füße und Querholme wurden dabei an der Tischfräse gefertigt.

Nach dem Verleimen dieser beiden Teile folgten nochmals einige Bearbeitungsschritte, bevor anschließend der ganze Hocker verleimt werden konnte. Zum Schluss nur noch Ölen und fertigt ist der Designhocker.

Auf dem Holzweg? Nicht mit uns!

Zu Beginn der Sommerferien fand bei uns dieses Jahr die Spielaktion „Auf dem Holzweg? Nicht mit uns! Nur die richtige Strategie führt ans Ziel!“ statt.

Sechs Kinder bauten gemeinsam mit den Azubis das Spiel „Rush-Hour“. Dabei wird strategisches Denken auf einfache und spielerische Weise trainiert. Das Ziel dabei ist es, sich mit dem Eiswagen einen Weg zur Ausfahrt zu bahnen, um dem Stau zu entkommen. Die Spielklötze dürfen dabei nach vorne, hinten, rechts oder links verschoben werden.

Das Spielbrett wurde vorab programmiert und auf der CNC-Maschine bearbeitet. Am Ferienspieltag durften die Kinder die Kanten des Spielbretts mit der Oberfräse bearbeiten. Mit einer entsprechenden Bohrschablone wurden anschließend Löcher auf der Unterseite des Brettes gebohrt. Diese dienten zur Befestigung von entsprechenden Weichpuffern, die einen guten Halt auf der Unterlage gewährleisten. Der im Brettspiel vorgesehene Ausgang wurde von Hand gesägt und mit dem Stemmeisen ausgearbeitet.

Daraufhin folgte etwas Schleifarbeit an den Klötzen und schließlich das Bemalen mit den unterschiedlich vorgesehenen Farben.

Waschtisch aus Wildeiche

In meinem letzten Beitrag habe ich euch bereits über die Planung und Gestaltung des Möbels für unser Schulprojekt erzählt. Nun kann ich euch endlich das fertige Ergebnis zeigen!

Mit einer Zeitvorgabe von 40 Stunden wurde dieses Möbel in den vergangenen Wochen in den einzelnen Betrieben gefertigt.

Zunächst habe ich hier mit dem Zuschnitt der Plattenmaterialien sowie der Massivholzleisten begonnen. Alle Teile habe ich anschließend mit Wildeiche überfurniert, wobei ich auf die sichtbaren Kanten zuvor entsprechende Massivholzleisten aufgeleimt habe.

An der CNC-Maschine wurden dann die entsprechenden Bohrungen und Fräsungen für die Verbindung der einzelnen Teile sowie für die Anbringung der erforderlichen Beschläge programmiert.

Nach viel Maschinenarbeit folgte schließlich der handwerkliche Teil. Ebenfalls aus Eiche wurden die Schubkästen mit Schwalbenschwanzzinkungen gefertigt und anschließend – wie alle weiteren Teile – mit einem Hartwachsöl behandelt.

Nachdem der Korpus verleimt war, konnte ich die einzelnen Teile mit dem Metallgestell verbinden.

Die Möbelstücke aller Schüler wurden dann für eine Woche in der Schule ausgestellt und sowohl von unseren Fachlehrern benotet als auch von den Besuchern bewertet.

Am Ende einer solchen Woche zu sehen, was man in den vergangenen Wochen geplant und gefertigt hat, macht den Schreinerberuf wohl zu einem der schönsten überhaupt!

Aus Ideen werden Pläne

Bereits vor ein paar Wochen habe ich euch auf dem Blog über unser Schulprojekt berichtet, bei dem ein Möbel sowohl entworfen als auch gefertigt werden soll.

Die genauen Anforderungen könnt ihr hier noch einmal nachlesen:

http://www.blog.born2bschreiner.de/neu-und-alt-verbinden/

Ich habe mich für die Fertigung eines Waschtisches entschieden, bei dem ein gebrauchtes Marmorwaschbecken integriert wird.

Nach der Erstellung mehrerer Skizzen habe ich mit der eigentlichen Zeichnung begonnen. In dieser habe ich zunächst die Vorder- und Seitenansicht des Waschtisches dargestellt. Anschließend werden alle relevanten Schnitte im Maßstab 1:1 ergänzt. Aus diesen Schnitten muss erkennbar sein, wie das Möbel verbunden ist, aus welchen Materialien es besteht und wie die Abmessungen gewählt wurden. Mit diesen Angaben lässt sich anschließend sowohl eine Stückliste als auch eine Bestellliste erstellen.

Der Waschtisch wird von einem filigranen Metallgestell getragen und besteht aus einer 38 mm starken Abdeckplatte sowie einem 38 mm starken Fachboden, der als Ablage von Handtüchern dienen soll. Unter der oberen Platte wird ein Korpus mit zwei Schubkästen und einer Revisionsklappe für den Abfluss befestigt.

Im nächsten Blogbeitrag erfahrt ihr mehr über die Fertigung und auch das fertige Möbel. Bleibt dran! 🙂

Ein Zwilling kommt selten allein

Diese beiden Nachttischschränke entstanden in den letzten Wochen im Rahmen eines Kundenauftrages.

Hier durfte ich unter der Betreuung meines Ausbilders die komplette Abwicklung des Auftrages selbst übernehmen.

Begonnen habe ich mit der Erstellung der Stückliste. Aus der vorliegenden Zeichnung durch unsere Innenarchitekten werden zunächst sämtliche Einzelteile in einer Liste übernommen. Für die einzelnen Werkstoffe werden anschließend die entsprechenden Maße eingetragen. Zukaufsteile werden ebenfalls aufgelistet und an den Einkauf weitergeleitet.

Die Herausforderung bei diesen beiden Schränken bestand in der umlaufenden Vollholzkante die sowohl an den Fronten als auch an der vorderen Kante des Korpus angebracht werden sollte.

Nach dem entsprechenden Zuschnitt der Plattenwerkstoffe und der Massivholzleisten werden diese gefälzt und miteinander verleimt. Danach werden die Überstände bündig gefräst und die Platten anschließend kalibriert.

Nun werden die Teile furniert und danach auf der CNC-Maschine bearbeitet. Hier werden die Fronten und die vorderen Kanten des Korpus auf Gehrung gesägt und die entsprechenden Fräsungen für die Korpusverbindungen gesetzt.

Anschließend kann der Korpus zusammengebaut werden und die Schubkästen mit den bestellten Auszügen montiert werden. Nun erfolgt nur noch die Auslieferung an einen glücklichen Kunden.

Homeschooling

In Zeiten von Corona kann auch bei uns in der Berufsschule der Unterricht nicht wie gewohnt stattfinden. Um mit den Lerninhalten allerdings nicht in Rückstand zu geraten, findet der Unterricht seit einigen Wochen von zu Hause aus statt.

Einmal pro Woche sind wir dafür über Microsoft Teams innerhalb unserer Klasse mit unserem Lehrer verbunden. Über diese Plattform lassen sich Chats, Besprechungen, Notizen und Anhänge miteinander kombinieren.

Die eingestellten Aufgaben werden von uns über den Tag bearbeitet und anschließend per Videochat mit unserem Lehrer besprochen.

Zwar sitzt man bei der Bearbeitung der Fragen im ersten Moment allein da und kann nicht immer direkt auf eine Erklärung durch den Lehrer hoffen, aber das hat auch den Vorteil, dass man sich intensiver mit den einzelnen Themen auseinandersetzt.

Zu einem bestimmten Lernfeld bearbeiten wir dabei fachbezogene Fragen, erstellen Skizzen und Zeichnungen von Hand und fassen einzelne Themengebiete anschließend zusammen.

Das Schöne an dem Ganzen ist, dass man sich seinen Arbeitsplatz selbst aussuchen kann.

DIY-Servierbrett

Wie ihr dieses einfache Servierbrett in wenigen Schritten nachmachen könnt, erkläre ich euch im nachfolgenden Beitrag.

Servierbrett aus amerikanischem Nussbaum

Für das selbst gemachte Brett benötigt ihr einen entsprechenden Massivholzzuschnitt. Verwendet möglichst ein hartes Holz. Hierfür eignen sich Eiche, Kirsche oder auch Nussbaum. Alles findet ihr im Baumarkt als Leimholz. In den meisten Baumärkten könnt ihr dabei auch den Zuschnitt-Service nutzen und euch das Holzbrett auf die gewünschte Länge und Breite zusägen lassen.

Mein Servierbrett hat folgende Maße:

Gesamtlänge    50 cm
Breite                   14,5 cm
Grifflänge           12 cm

Der Griff hat eine Breite von 5 cm und nimmt nach unten hin um 2 cm ab.
Bei den Maßen könnt ihr je nach Nutzen eures Brettes natürlich variieren.

Mit Hilfe eines Lineals zeichnet ihr nun den Griff auf das Holzbrett und sägt diesen anschließend mit einer Stichsäge aus. Das Brett sollte hierfür auf einer geraden Unterlage festgespannt werden. Achtet beim Sägeblatt darauf, dass sich dieses für einen Feinzuschnitt eignet, da die Sägefläche anschließend nur leicht geschliffen wird.

Außer der Sägefläche schleift ihr zusätzlich die Flächen des Brettes und brecht die Kanten.
Um die Oberfläche des Schneidebretts zu schließen, solltet ihr dieses nun noch ölen.
Hierfür benutze ich kaltgepresstes Leinöl. Welche Öle sich für Schneidebretter besonders eignen, könnt ihr in meinem ersten Blogbeitrag nachlesen.

Brotschneidebrett ölen: So wird´s gemacht!