Kategorie-Archiv: Marie-Luise

Ein Zwilling kommt selten allein

Diese beiden Nachttischschränke entstanden in den letzten Wochen im Rahmen eines Kundenauftrages.

Hier durfte ich unter der Betreuung meines Ausbilders die komplette Abwicklung des Auftrages selbst übernehmen.

Begonnen habe ich mit der Erstellung der Stückliste. Aus der vorliegenden Zeichnung durch unsere Innenarchitekten werden zunächst sämtliche Einzelteile in einer Liste übernommen. Für die einzelnen Werkstoffe werden anschließend die entsprechenden Maße eingetragen. Zukaufsteile werden ebenfalls aufgelistet und an den Einkauf weitergeleitet.

Die Herausforderung bei diesen beiden Schränken bestand in der umlaufenden Vollholzkante die sowohl an den Fronten als auch an der vorderen Kante des Korpus angebracht werden sollte.

Nach dem entsprechenden Zuschnitt der Plattenwerkstoffe und der Massivholzleisten werden diese gefälzt und miteinander verleimt. Danach werden die Überstände bündig gefräst und die Platten anschließend kalibriert.

Nun werden die Teile furniert und danach auf der CNC-Maschine bearbeitet. Hier werden die Fronten und die vorderen Kanten des Korpus auf Gehrung gesägt und die entsprechenden Fräsungen für die Korpusverbindungen gesetzt.

Anschließend kann der Korpus zusammengebaut werden und die Schubkästen mit den bestellten Auszügen montiert werden. Nun erfolgt nur noch die Auslieferung an einen glücklichen Kunden.

Homeschooling

In Zeiten von Corona kann auch bei uns in der Berufsschule der Unterricht nicht wie gewohnt stattfinden. Um mit den Lerninhalten allerdings nicht in Rückstand zu geraten, findet der Unterricht seit einigen Wochen von zu Hause aus statt.

Einmal pro Woche sind wir dafür über Microsoft Teams innerhalb unserer Klasse mit unserem Lehrer verbunden. Über diese Plattform lassen sich Chats, Besprechungen, Notizen und Anhänge miteinander kombinieren.

Die eingestellten Aufgaben werden von uns über den Tag bearbeitet und anschließend per Videochat mit unserem Lehrer besprochen.

Zwar sitzt man bei der Bearbeitung der Fragen im ersten Moment allein da und kann nicht immer direkt auf eine Erklärung durch den Lehrer hoffen, aber das hat auch den Vorteil, dass man sich intensiver mit den einzelnen Themen auseinandersetzt.

Zu einem bestimmten Lernfeld bearbeiten wir dabei fachbezogene Fragen, erstellen Skizzen und Zeichnungen von Hand und fassen einzelne Themengebiete anschließend zusammen.

Das Schöne an dem Ganzen ist, dass man sich seinen Arbeitsplatz selbst aussuchen kann.

DIY-Servierbrett

Wie ihr dieses einfache Servierbrett in wenigen Schritten nachmachen könnt, erkläre ich euch im nachfolgenden Beitrag.

Servierbrett aus amerikanischem Nussbaum

Für das selbst gemachte Brett benötigt ihr einen entsprechenden Massivholzzuschnitt. Verwendet möglichst ein hartes Holz. Hierfür eignen sich Eiche, Kirsche oder auch Nussbaum. Alles findet ihr im Baumarkt als Leimholz. In den meisten Baumärkten könnt ihr dabei auch den Zuschnitt-Service nutzen und euch das Holzbrett auf die gewünschte Länge und Breite zusägen lassen.

Mein Servierbrett hat folgende Maße:

Gesamtlänge    50 cm
Breite                   14,5 cm
Grifflänge           12 cm

Der Griff hat eine Breite von 5 cm und nimmt nach unten hin um 2 cm ab.
Bei den Maßen könnt ihr je nach Nutzen eures Brettes natürlich variieren.

Mit Hilfe eines Lineals zeichnet ihr nun den Griff auf das Holzbrett und sägt diesen anschließend mit einer Stichsäge aus. Das Brett sollte hierfür auf einer geraden Unterlage festgespannt werden. Achtet beim Sägeblatt darauf, dass sich dieses für einen Feinzuschnitt eignet, da die Sägefläche anschließend nur leicht geschliffen wird.

Außer der Sägefläche schleift ihr zusätzlich die Flächen des Brettes und brecht die Kanten.
Um die Oberfläche des Schneidebretts zu schließen, solltet ihr dieses nun noch ölen.
Hierfür benutze ich kaltgepresstes Leinöl. Welche Öle sich für Schneidebretter besonders eignen, könnt ihr in meinem ersten Blogbeitrag nachlesen.

Brotschneidebrett ölen: So wird´s gemacht!

„Neu und Alt“ verbinden

„Neu und Alt“ miteinander zu verbinden ist eine übliche Entwurfsaufgabe in der Architektur wie im Design von Möbeln. Genau hiermit dürfen wir uns im Rahmen unserer schulischen Ausbildung bis zum Ende des Schuljahres auseinandersetzen.

Die Aufgabe besteht darin, ein Möbel sowohl zu entwerfen als auch zu fertigen und dieses mit einem gebrauchten Gegenstand zu verbinden. Die Ansichtsfläche sollte dabei nicht größer als 0,5 m² sein.  Eine weitere Voraussetzung ist, dass mindestens ein Drehteil oder ein Schubkasten integriert wird. Bei der Wahl des Schubkastens, sind sowohl mechanische als auch klassische Führungen möglich. Die Schubkastenfertigung muss handwerklich, mit Schwalbenschwanzzinken, ausgeführt werden.

Waschbecken aus Marmor

Ich selbst habe mich für den Entwurf eines Badmöbels entschieden, in dem ich ein gebrauchtes Aufsatzwaschbecken aus Marmor verwenden möchte.Bevor die eigentliche Planung beginnt, habe ich mir zunächst ein Moodboard erstellt. Hier lässt sich durch die Zusammenstellung von Materialien und Farben leicht erkennen, ob diese ein harmonisches Bild ergeben und welchen Stil man bei dem Entwurf einbringen möchte.

Moodboard

Zunächst werde ich nun eine Skizze entwerfen und aus dieser anschließend eine Zeichnung mit allen Details erstellen. Auf dem Blog halte ich euch über die Entstehung des Entwurfs auf dem Laufenden und werde euch auch immer wieder Einblicke in die Fertigung des Möbels geben.

Brotschneidebrett ölen: So wird´s gemacht!

Hallo zusammen!

Bevor ich mich dem eigentlichen Thema widme, möchte ich mich euch kurz vorstellen: Ich bin Marie-Luise und blogge seit neuestem hier auf dem TSD-Ausbildungsblog. In Zukunft werde ich wöchentlich meine Erfahrungen und Projekte im Bereich des Schreinerhandwerks mit euch teilen und freue mich sehr darauf! Seit jeher begeistert mich individuelles Design, formschöne Gestaltung und das handwerkliche Arbeiten. So bin ich – nachdem ich zunächst eine kaufmännische Ausbildung absolviert habe – , zum Schreinerhandwerk gekommen. Im September 2019 habe ich meine Ausbildung zur Schreinerin bei der Firma Becherer Möbelwerkstätten in Elzach begonnen; da ich das Abitur gemacht habe, konnte ich gleich ins zweite Lehrjahr einsteigen.

Und jetzt lege ich auch schon los,  euch einen Eindruck zu geben, was im Rahmen der Ausbildung alles so gemacht wird: Das Brotschneidebrett hier entstand in unserer ersten überbetrieblichen Ausbildung. In dieser lernten wir den anwendungsbezogenen und sicheren Umgang mit der Tischfräse.

Um nun zu gewährleisten, dass das Schneidebrett nach der eigentlichen Fertigstellung noch lange schön aussieht, sollte eine nachhaltige Pflege durch regelmäßiges Einölen des Holzes erfolgen. Eine Ölbehandlung sorgt generell dafür, dass Keime nicht zu tief in das Holz eindringen können und sich die Oberfläche des Schneidebretts schließt.Doch welches Öl ist am besten geeignet, um Holzschneidebretter richtig zu pflegen? Denn gerade beim Kontakt mit Lebensmitteln, sollte möglichst ein geruchs- und geschmackneutrales Öl verwendet werden. Hier muss man kein spezielles Holzöl kaufen, sondern kann zu einfachen Speiseölen greifen. Beachtet werden müssen allerdings die Trocknungseigenschaften der Öle.Für das Brotschneidebrett habe ich reines kaltgepresstes Leinöl verwendet. Leinöl gehört hierbei zu den trocknenden Ölen. Das bedeutet, dass das Öl vollständig verharzt und damit sehr gut zur Pflege von Holzbrettern geeignet ist.

Mit einem Tuch wird eine dünne Schicht aufgetragen. Nach etwa fünf Minuten Trocknungszeit sollte überschüssiges Öl entfernt werden. Danach muss das Brett etwa 24 Stunden trocknen. Je nach Bedarf kann dieser Vorgang mehrfach wiederholt werden.