Kategorie-Archiv: Marie-Luise

„Neu und Alt“ verbinden

„Neu und Alt“ miteinander zu verbinden ist eine übliche Entwurfsaufgabe in der Architektur wie im Design von Möbeln. Genau hiermit dürfen wir uns im Rahmen unserer schulischen Ausbildung bis zum Ende des Schuljahres auseinandersetzen.

Die Aufgabe besteht darin, ein Möbel sowohl zu entwerfen als auch zu fertigen und dieses mit einem gebrauchten Gegenstand zu verbinden. Die Ansichtsfläche sollte dabei nicht größer als 0,5 m² sein.  Eine weitere Voraussetzung ist, dass mindestens ein Drehteil oder ein Schubkasten integriert wird. Bei der Wahl des Schubkastens, sind sowohl mechanische als auch klassische Führungen möglich. Die Schubkastenfertigung muss handwerklich, mit Schwalbenschwanzzinken, ausgeführt werden.

Waschbecken aus Marmor

Ich selbst habe mich für den Entwurf eines Badmöbels entschieden, in dem ich ein gebrauchtes Aufsatzwaschbecken aus Marmor verwenden möchte.Bevor die eigentliche Planung beginnt, habe ich mir zunächst ein Moodboard erstellt. Hier lässt sich durch die Zusammenstellung von Materialien und Farben leicht erkennen, ob diese ein harmonisches Bild ergeben und welchen Stil man bei dem Entwurf einbringen möchte.

Moodboard

Zunächst werde ich nun eine Skizze entwerfen und aus dieser anschließend eine Zeichnung mit allen Details erstellen. Auf dem Blog halte ich euch über die Entstehung des Entwurfs auf dem Laufenden und werde euch auch immer wieder Einblicke in die Fertigung des Möbels geben.

Brotschneidebrett ölen: So wird´s gemacht!

Hallo zusammen!

Bevor ich mich dem eigentlichen Thema widme, möchte ich mich euch kurz vorstellen: Ich bin Marie-Luise und blogge seit neuestem hier auf dem TSD-Ausbildungsblog. In Zukunft werde ich wöchentlich meine Erfahrungen und Projekte im Bereich des Schreinerhandwerks mit euch teilen und freue mich sehr darauf! Seit jeher begeistert mich individuelles Design, formschöne Gestaltung und das handwerkliche Arbeiten. So bin ich – nachdem ich zunächst eine kaufmännische Ausbildung absolviert habe – , zum Schreinerhandwerk gekommen. Im September 2019 habe ich meine Ausbildung zur Schreinerin bei der Firma Becherer Möbelwerkstätten in Elzach begonnen; da ich das Abitur gemacht habe, konnte ich gleich ins zweite Lehrjahr einsteigen.

Und jetzt lege ich auch schon los,  euch einen Eindruck zu geben, was im Rahmen der Ausbildung alles so gemacht wird: Das Brotschneidebrett hier entstand in unserer ersten überbetrieblichen Ausbildung. In dieser lernten wir den anwendungsbezogenen und sicheren Umgang mit der Tischfräse.

Um nun zu gewährleisten, dass das Schneidebrett nach der eigentlichen Fertigstellung noch lange schön aussieht, sollte eine nachhaltige Pflege durch regelmäßiges Einölen des Holzes erfolgen. Eine Ölbehandlung sorgt generell dafür, dass Keime nicht zu tief in das Holz eindringen können und sich die Oberfläche des Schneidebretts schließt.Doch welches Öl ist am besten geeignet, um Holzschneidebretter richtig zu pflegen? Denn gerade beim Kontakt mit Lebensmitteln, sollte möglichst ein geruchs- und geschmackneutrales Öl verwendet werden. Hier muss man kein spezielles Holzöl kaufen, sondern kann zu einfachen Speiseölen greifen. Beachtet werden müssen allerdings die Trocknungseigenschaften der Öle.Für das Brotschneidebrett habe ich reines kaltgepresstes Leinöl verwendet. Leinöl gehört hierbei zu den trocknenden Ölen. Das bedeutet, dass das Öl vollständig verharzt und damit sehr gut zur Pflege von Holzbrettern geeignet ist.

Mit einem Tuch wird eine dünne Schicht aufgetragen. Nach etwa fünf Minuten Trocknungszeit sollte überschüssiges Öl entfernt werden. Danach muss das Brett etwa 24 Stunden trocknen. Je nach Bedarf kann dieser Vorgang mehrfach wiederholt werden.