Der Klüpfel

In unserem Hauptfach Berufspraxiskunde lernen wir gerade die Herstellung von verschiedenen Werkzeugen.

Ich möchte Euch von der Produktion des Klüpfels berichten.
Der Klüpfel ist japanisch angelehnt und gestaltet sich als wuchtiger Holzhammer. Dieser wurde von uns hergestellt, indem wir zu Beginn die Stäbe des Griffs aus Eschenholz geformt haben. Hierzu haben wir den Griff in ca. vier Teile eingeteilt. Das dritte Viertel sollte dabei schmaler gehobelt werden als der Rest des Griffs. Mittels Raspel, Feile und Schleifpapier wurde er dann gerundet und glatt geschliffen. Am unteren Ende haben wir noch ein Loch gebohrt, um ihn nach der Fertigstellung aufhängen zu können.

Im Anschluss haben wir mit der Herstellung des Hammerkopfes begonnen. Dazu haben wir stabiles Akazienholz gewählt. Das hobelten wir von allen Seiten und formten die obere Seite rund. Nun fügten wir an alle Kanten Fasen von 5 Millimetern an.

Um die beiden Teile zusammen zu fügen, bohrten wir in der Mitte des Hammerkopfes ein Loch, das wir im Anschluss mit dem Stämmeisen quadratisch ausstemmten. Das Loch auf der Unterseite ist allerdings kleiner, als das auf der Oberseite. Dieser Hohlraum sollte nun bestenfalls die selbe Größe besitzen wie das schmale Viertel des Griffs.
Somit wurde nun der Griff durch das Loch geführt, bis er fest saß.
Um eine optimale Haptik und Oberfläche zu schaffen, wässerten wir die Griffe und schliffen sie nach dem Trocknen erneut.
Zum Schluss stempelte jeder seine Initialen in das Hirnholz, um sie im Nachhinein auseinander halten zu können.