Das Räuchern von Furnieren

Ich habe momentan den letzten Lehrgang. Dieser befasst sich mit dem Thema Furnieren und Oberflächenbehandlung von Objekten. Wir haben diese Woche den Umgang mit Furnieren gelernt, das heißt, wir mussten das Furnier auswählen, zuschneiden und fügen. Das war für mich und die meisten Schüler Neuland, denn furniert haben wir auf der Arbeit bisher nur einzelne Blätter auf großen Platten.

Für mein Schachbrett habe ich Esche, Kirsche und Palisander benutzt.

Mein Schachbrett nach vielen Stunden Arbeit 🙂

Fertig ist das Brett erst nächste Woche, da wir noch zwei weitere Projekte parallel machen. Daher möchte ich hier noch über ein anderes interessantes Thema sprechen: das Räuchern von Holz!

Wir hatten ebenfalls die Möglichkeit, einzelne Blätter zu räuchern, sprich sie noch dunkler werden zu lassen. Dafür benutzt man Salmiakgeist. Die Blätter und ein Gefäß mit der Chemikalie werden dann luftdicht verschlossen. Dabei reagiert die Gerbsäure im Holz mit dem Salmiakgeist und lässt das Holz dunkler werden. Bei der Handhabung mit der Chemikalie muss man vorsichtig sein, da sie einem das Atmen erschweren kann und zudem ziemlich in den Augen brennt!

Unsere kleine Räucherkammer. Hier hängen die einzelnen Streifen und unten ist das Gefäß mit dem Salmiakgeist. Die Kiste wurde im Anschluss mit ganz viel Tape luftdicht versiegelt.

Hier kann man den Unterschied ganz gut erkennen. Links das Eichenfurnier in Natura, rechts geräuchert.

Unterschiedliche Ergebnisse durch längere Räucherung.