Die erste Furnierarbeit – Teil 1

Die Verwendung von Furnier ist heutzutage im Schreinerhandwerk kaum noch wegzudenken. Es ist sowohl eine günstige als auch eine umweltschonende Alternative zu Vollholz, da Abfälle für die Herstellung der Spanplatten verwendet werden können. Außerdem muss sich der Schreiner keine Gedanken mehr über das Quellen und Schwinden des Holzes machen und kann es so ganz nach Belieben einsetzen.
Vergangene Woche haben wir in der Schule  mit der Fertigung eines persönlichen Schachbrettes begonnen. Dafür hat jeder von uns eine quadratische Spanplatte bekommen, in die wir mit der CNC-Maschine einen parallel zum Rand verlaufenden Falz eingefräst haben. Dorthinein wurden Leisten aus Ahorn geleimt, die später beim Herausschneiden der Zahlen und Buchstaben sichtbar werden.
Danach haben wir 1 cm dicke Rahmenleisten an die Spanplatte auf Gehrung angeleimt und mithilfe des sogenannten „Adlers“ bündig gehobelt.
Nun ging es an das Zusammenkleben des Furniers. Dafür haben wir 4 cm breite Streifen aus Ahorn und amerikanischem Nussbaum an der Furniersäge zugesägt.
Im Anschluss haben wir mit Fugenleimpapier die Streifen abwechselnd aneinandergeklebt – wichtig war es dabei, sie möglichst dicht aneinanderzusetzen. Um eine rechtwinklige und saubere Kante zu erhalten, haben wir die Außenseiten per Hand zugesägt.
Danach haben wir 4 cm breite Streifen herausgesägt, sodass immer abwechselnd Ahorn- und Nussbaum-Quadrate aneinanderlagen. Diese wurden dann wieder so zusammengesetzt, dass  das Muster eines Schachbrettes entstand.
Nun fehlte noch ein abschließender Rahmen. Dafür haben wir uns unterschiedlich gemusterte Furnierstreifen herausgesucht, um sie an unser Schachbrettmuster mit Fugenleimpapier anzukleben. Daran fügten wir erneut 4 cm breite Streifen aus amerikanischem Nussbaum und sägten sie anschließend auf Gehrung.
Nun ist das Furnier für die Oberseite des Schachbrettes fertig. Als Hausaufgabe sollten wir eine Intarsienarbeit für die Rückseite gestalten. Die Vorgabe lautete, das Furnier auf Gehrung aneinanderzukleben, die Holzart und das Motiv konnte jedoch jeder frei wählen.