Die Gestellsäge

Wie ihr in einem meiner letzten Beiträge lesen konntet, beschäftigen wir uns in der Schule mit der Herstellung unserer eigenen Werkzeuge. Nach dem Klüpfel folgt nun die Gestellsäge.
Zu Beginn haben wir dafür die Form mit einer Schablone auf amerikanisches Nussbaumholz gezeichnet, um daraus die Griffe an der Bandsäge herauszusägen. Die engen Rundungen haben wir im Vorfeld gebohrt. Die oberen Enden haben wir nun mit dem Hobel, der Raspel und der Feile verjüngt und die Kanten gerundet.

Für das Anbringen des Mittelstegs haben wir aus den Griffen die dazugehörigen Zapfenlöcher ausgestemmt.
Im Anschluss haben wir einen flachen, quaderförmigen Stab zugesägt und alle Teile mittels Schleifpapiers verputzt.
Nun ging es mit zwei 8-eckig gehobelten Hölzern aus amerikanischem Nussbaum an die Drexelmaschine. In die beiden Hölzer hatten wir im Vorfeld ein Loch gebohrt, um je einen Rundstab hineinzustecken. Dieser ist das Verbindungsmittel zwischen den Griffen und den Hörnchen. An der Drexelmaschine konnte jeder seinen Hörnchen eine individuelle Form geben.
Gegen Ende der Herstellung haben wir alle hölzernen Teile gewässert, um nach dem Ölen eine herausragende Haptik zu erhalten.
Das Zusammenbauen war nun der letzte Schritt. Dafür haben wir am oberen Ende eine Schnur befestigt, die sich dann bei der Verwendung der Gestellsäge mit dem quaderförmigen Hölzchen spannen lässt. Am unteren Ende haben wir das Sägeblatt mit Schrauben fixiert. Hierbei konnte jeder zwischen unterschiedlich großen Sägeblättern wählen.