Ein perfekter Start ins neue Jahr!

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen!

Für mich ging’s in den letzten beiden Wochen arbeitstechnisch sehr interessant los.

Endlich stand der lang erwartete Furnierlehrgang ins Haus! Nachdem wir schon im letzten Berufsschulblock das Thema Furnier praktisch und theoretisch behandelt hatten, folgen jetzt also drei volle Wochen in der Furnierabteilung unserer Firma. Der Lehrgang ist bei uns Auszubildenden sehr beliebt, da er mehr kreative Möglichkeiten bietet als zum Beispiel die Maschinenlehrgänge, bei denen ein sehr straffer Plan abgearbeitet werden muss. Außerdem könnt ihr davon ausgehen, dass Furnier im Arbeitsalltag euer ständiger Begleiter sein wird, da in den meisten Tischlereien überwiegend mit furnierten Trägermaterialien gearbeitet wird. Das heißt im Klartext, dass euch wahrscheinlich schon im Laufe der Ausbildung die  Furnierauswahl für einen Auftrag anvertraut wird und da gibt es einiges zu beachten.

So gibt es Furnier in unterschiedlichen Stärken, es gibt unterschiedliche Herstellungsverfahren und es existieren verschiedene Techniken zum Auslegen der einzelnen Blätter. Bei uns im Yachtausbau kommen manchmal noch bestimmte andere Anforderungen zum Tragen, wie zum Beispiel der Brandschutz. Deshalb benutzen wir zum Teil gesalzene Furniere, die allerdings farblich etwas abweichen können. Im Großen und Ganzen also ein ganzer Haufen Faktoren, die berücksichtigt werden wollen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen.

Aber zurück zu unserem Lehrgang. Angefangen haben wir mit einer Einweisung an den unterschiedlichen Maschinen, die für die Furnierverarbeitung verwendet werden. Anschließend durften wir uns direkt an Kreuz- und Sternfugen versuchen. Beide werden oft dekorativ auf Türen oder Tischplatten verwendet. Dabei kriegt man ein gutes Gefühl für das Stürzen des Furniers  – einer Legetechnik, mit der man bestimmte Bilder erzielen kann, sowie für das Material an sich und das Fügen der Blätter von Hand und mit der Maschine.

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Eine Kreuzfuge in Nussbaum, bei der der helle Splint ein Kreuz bildet.

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Hier seht ihr zwei Stapel Furnierblätter. Vor dem Zurechtschneiden und Fügen ist es wichtig, die Blätter entsprechend der Jahrringe übereinander zu legen, damit sich in der fertigen Fuge ein gutes Bild ergibt. Nur so treffen am Ende die Jahrringe nach dem Stürzen der Blätter aufeinander.

Nächste Woche werde ich anhand eines Schachbretts, das ich gefertigt habe nochmal detaillierter auf die einzelnen Arbeitsschritte eingehen und vielleicht kann ich euch auch schon einige der Arbeiten fertig aufgeleimt präsentieren!

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