Fortsetzung der Intarsie Mühlebrett

Hallo ihr Lieben,

wie bereits vor einigen Wochen berichtet, machen wir in der Schule ein Schach-/Mühlebrett. Wie man ein Schachbrett herstellt, habe ich euch ja bereits erläutert. Im Prinzip ist das Vorgehen bei dem Mühlebrett nicht viel anders. Man muss sich auch vorher genau überlegen: Wie groß soll das Mühlebrett werden? Welches Furnier will ich haben? Wie breit soll mein Rand werden? Wie viel muss das Furnier über dem Trägermaterial stehen?

Die Arbeitsutensilien sind auch dieselben.

Bei dem Mühlebrett muss man jetzt allerdings darauf achten, dass die breiten Streifen und die schmalen Streifen immer versetzt sind, sodass man am Schluss einen Gehrungswinkel daran legen kann und es mit diesem fluchtet. Das ist wichtig, weil man nach dem Verkleben, die einzelnen Teile zu 4 Dreiecken (auf Gehrung) zuschneidet.

Mühlebrett

Mühlebrett

Die Randteile werden so verklebt, dass die Ecken sich überlappen. Dies ist wichtig, weil man die im  Anschluss auch auf Gehrung schneidet. Würde man sie nicht überlappen lassen, hätte man eine Fuge. Im besten Falle ist alles in einer Flucht. Danach leimt man die einzelnen Felder auf die Vorder- und Rückseite der FPY auf. Wichtig ist, dass man nie nur eine Seite (egal bei welchem Werkstoff) furniert. Würde man kein sogenanntes Gegenfurnier aufbringen, würde sich das Trägermaterial verziehen. Weiterhin ist zu beachten, dass man nicht zu viel (Leimschlag) und auch nicht zu wenig Leim (Kürschner) aufbringt.

Anschließend wird die Platte in die Presse gelegt. Hat man zum Beispiel unterschiedlich dicke Furniere, sollte man eine Weichfaserplatte dazu legen. Nach dem Pressen muss die Platte erst einmal eine Zeit abkühlen. Im nächsten Arbeitsschritt wird das überstehende Furnier mit einem Furnierkantenschneider bündig geschnitten.

Kantenbearbeitung

Kantenbearbeitung

Hier bügelt Luca (ein Klassenkamerad) gerade die Kanten auf.

Das zuvor ausgesuchte Furnier wird ca. 5 mm größer und ca. 10 mm länger zugeschnitten und mit Weißleim aufgebügelt. Mit einem Furniermesser wird die Überlänge bündig geschnitten und mit Hilfe einer Feile bearbeitet. Ganz zum Schluss werden die Kleberreste mit Hilfe eines Rutschers oder einer Langbandschleifmaschine abgeschliffen. Hierbei ist ganz besondere Vorsicht geboten, weil ganz schnell mal das Furnier durchgeschliffen ist.

In der Firma können wir uns dann aussuchen, ob wir die Oberflächen lackieren, beizen oder ölen wollen.

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