Furnieren eines antiken Tisches

Wir wurden vor Kurzem von einer Kundin damit beauftragt, einen antiken Tisch zu „restaurieren“. Dabei handelte es sich allerdings nur um „halbes“ Restaurieren, da ihr Wunsch war, dass wir lediglich die Tischplatte neu furnieren. Dieser Tisch ist circa hundert Jahre alt und von der Mechanik und Praktikabilität her wirklich klasse, wenn man bedenkt, dass man den Beschlag nicht mal eben aus dem Katalog heraussuchen kann. Damals hat der Tischler selbst noch größere Metallarbeiten gemacht. Dieser Tisch beispielsweise ließ sich auf beiden Seiten noch zweimal erweitern.

Die kleinen Beine klappen sich automatisch aus.

Der Raum, in dem der Tisch stand, war gar nicht groß genug, um alle vier Erweiterungen zu zeigen.

Wir hatten also den Auftrag, die Platte wieder herzurichten. Dabei haben wir uns für ein Furnier entschieden, das von Werk aus auf einer Papierlage geklebt worden ist, um es flexibler und nicht weniger brüchig zu machen. So konnten wir die Form auf der Rückseite aufzeichnen und einfach mit einer Schere ausschneiden.

Die Rückseite des Furniers.

Die Oberfläche, wie wir sie erhalten haben. Die Tischplatte selbst war viel stärker beschädigt, leider habe ich es versäumt, davon ein Foto zu machen.

Die einzelnen Ansteckplatten sowie die Tischplatte haben wir auf dem  Bandschleifer vom Lack befreit und sie so gut, wie es ging, plan geschliffen.

Nach dem Abschleifen des alten Lacks.

Danach haben wir die einzelnen Platten furniert, geschliffen, gebeizt und klar ablackiert. Unsere Kundin war hin und weg, und auch wir alle waren von dem alten Tisch mit den Verlängerungen begeistert 🙂