Hackbrett aus Bubinga-Bohle

Einer unserer Stammkunden hat uns damit beauftragt, ihm ein großes Hackbrett zu basteln. Als Material hat er Bubinga gewählt, ein Holz aus Afrika. Seine Anforderungen waren, dass es einerseits eine Waldkante beibehält, so dick wie möglich, relativ rechteckig und mit einem Griff sowie kleinen Füßen versehen wird.

Mein Meister und ich haben dann also eine entsprechende Bohle aus unserem Lager geholt und kurz besprochen, wie ich am besten verfahre.

Die Bohle, wie wir sie noch im Lager hatten.

Ich habe die schönere Waldkante ausgesucht und zuerst einen Längsschnitt parallel zur Waldkante gemacht, bei dem ich unschöne Risse abgeschnitten habe.

Dann habe ich diesen geraden Schnitt benutzt, um zwei Querschnitte zu machen. Die Bohle ist nun etwas Breiter als die Endmaße, damit ich noch Material zum Schleifen habe.

Das Werkstück schiebe ich nun durch den Dickenhobel, bis beide Seiten exakt plan sind. Dabei sieht man die schöne Maserung des Holzes noch deutlicher! Anschließend habe ich die Waldkante kurz mit der Bürste bearbeitet, um losen Dreck und die obere Schicht zu entfernen, ohne diese „ausgelutscht“ aussehen zu lassen.

Die Kanten wurden dann mit dem Kantenfräser gerundet um eine angenehmere Handhabung zu ermöglichen.

Fast fertig – jetzt müssen die ganzen Flächen nur noch geschliffen werden, von grob bis zu ganz fein! Nachdem alles schön glatt ist, kann ich nun mit dem schönsten Teil des Projektes anfangen – dem Ölen! Dies feuert die Maserung und die Farbe des Holzes so richtig an und bietet zudem einen Oberflächenschutz gegen Schmutz etc an.

So sieht das Hackbrett nun im Trockenregal aus. Montag muss ich dann nur noch kleine Füße sowie den Griff auf der Fläche gegenüber der Waldkante anbringen 🙂