Kubb-Spiel

Bereits in der ersten Schulwoche überraschte uns unser Lehrer im Fach BPK (Berufspraxiskunde) mit einem kleinen Spaziergang zu einer nahe gelegenen Wiese, um das Kubb-Spiel, auch Wikingerschach genannt, zu spielen. Ich selbst kannte es bis dahin noch nicht, fand aber sehr schnell Gefallen daran. Der Grund für unseren kleinen Ausflug war das Kennenlernen der Spielfiguren, um sie in den nächsten Wochen selbst herzustellen. In einem Kubb-Set sind üblicherweise ein König, 4 Spielfeldbegrenzer, 10 Kubbs und 6 Wurfhölzer. Der erste Schritt bestand aus dem Zersägen und Spalten des Stammes einer Esskastanie. Im Folgenden haben wir mit Hilfe eines Klüpfels (Holzhammers) und eines Hohlbeitels die Oberfläche des unbehandelten Holzes bearbeitet. Im Vordergrund stand hierbei, die Fasrigkeit des Holzes zu erleben, während man gleichzeitig etwas gestaltet.

Meine Klasse mit unseren jeweiligen Kubb-Königen.

Im Anschluss haben wir uns mit den Kubbs beschäftigt. Dafür haben wir zu Beginn passendes Holz ausgewählt. In diesem Fall haben wir uns für Roteiche entschieden. Diese haben wir grob abgelängt und eine Seite mittels einer Hobelmaschine abgerichtet. Danach musste natürlich eine Kante dazu rechtwinklig angefügt werden. Nun haben wir die parallele Breite sowie die Dicke angerissen und ausgehobelt.

Gegen Ende mussten die Kanten mit Fasen von 3 mm in einem Winkel von 45° versehen werden, bevor das Holzstück mit einer japanischen Säge von uns genau abgelängt wurde. Zum Schluss hobelten wir noch das Hirnholz sowie die oberen und unteren Kanten, um auch hier die Fasen anzufertigen.

Hier noch ein kleiner Ausschnitt unserer Arbeitsmaterialien und unserer Werkzeuge.