Maschine vs. Handarbeit

Heute berichte ich euch von unserem neuesten Projekt in der Schule. Wir fertigen einen Beistelltisch. Der Tisch wird komplett aus Buche furniert und mit Buche Vollholzanleimern verschönert. In der Schule wurde uns gezeigt, wie wir die Anleimer von Hand anleimen, aber auch wie es mit der Kantenleimmaschine funktioniert.

Da wir unsere obere Tischplatte auf Gehrung wollen, mussten wir uns überlegen, wie wir das am Besten und Schnellsten hinbekommen.

Hier müssen wir nach dem Richten der Kanten noch die Gehrung ausstanzen.

Passen die Gehrungen zusammen, kann man sie anleimen.

Hier seht ihr meine Gehrung. Oben und unten haben wir jeweils noch Überstand gelassen, damit wir sie nach dem Abbinden des Leims an der Tischfräse bündig fräsen können.

Als wir unsere Kanten maschinell Anleimen wollten, gab es bei uns Probleme, aber auch diese muss man lösen können.

Als wir die Kanten drauf gefahren haben, hat es uns bei einigen Werkstücken von den Bündigfräsern riesige Scharten in die Kanten gemacht, welche man dann so nicht mehr verwenden konnte.  Also musste auf die Schnelle eine andere Lösung her, denn das Problem an den Fräsern haben wir nicht gefunden.

Die Lösung: Wir haben die Fräser an der Kantenleimmaschine ganz ausgeschalten, damit wir denselben Effekt haben wie bei der Variante von Hand,  so dass der Überstand noch da ist. Und sind dann wieder an die Tischfräse gegangen um dort ein besseres Ergebnis zu erzielen.

…und ein perfektes Ergebnis 🙂

Wie ihr seht, muss man ab und zu auch umdenken und nicht nur die Maschine alles machen lassen und denken: „Die macht das schon gut“. Das macht sie nämlich nicht immer, wie man bei uns gesehen hat 🙂 Also, Kopf immer dabei haben und mitdenken! 🙂

Nächste Woche geht es für uns Auszubildende im 1. Lehrjahr wieder eine Woche lang in die Ausbildungsbetriebe!
Mal gespannt, was da Interessantes auf mich wartet.