Nicht nur Holz

Auch als Schreiner hat man mit verschiedenen Materialien wie Kunststoff, Glas oder Metall neben dem eigentlichen Werkstoff Holz zu tun. Wir lernen bereits in der Schule, wie man es verarbeiten kann und wie es sich dabei verhält. Aus diesem Grund haben wir alle zwei Wochen 4 Stunden Metall-Unterricht. Letztens haben wir gelernt, wie man Linien in ein Metall reißt.

Wer jetzt denkt, das wäre ein Kinderspiel, täuscht sich gewaltig. Während es bei uns Schreinern meist nur um Millimeter geht, arbeiten Metaller im hundertstel Millimeter- Bereich. Das ist vergleichbar mit der Dicke eines Haares.

Unsere Aufgabe war es nun mittels eines Stahllineals und einer Stahl-Reißnadel, regelmäßige Linien auf eine Metallplatte zu ziehen. In der Mitte sollte dabei ein Teil frei gelassen werden, um danach den eigenen Namen, die Adresse, den Wohnort und das Schuljahr stempeln zu können. Hierbei gibt es für jeden Buchstaben einen einzelnen Stempel, der mit einem Hammer in das Metall gestempelt wird. Die Schwierigkeit war dabei, alle Buchstaben auf eine Höhe zu stempeln und einen regelmäßigen Abstand einzuhalten. Außerdem musste man darauf achten, dass die Buchstaben nicht spiegelverkehrt oder gar quer gestempelt werden.

Darüber hinaus sollten wir alle Schnittpunkte der horizontalen und vertikalen Linien körnen. Das wird gemacht, um eine Scharte zu schaffen, die später zur Orientierung eines Bohrers oder eines Zirkels dient. Dabei haben wir mit einem Körner und einem Hammer 2 bis 3 Millimeter breite Einkerbungen in das Metall gehämmert.