Spuren aus der Vergangenheit

Seit der Gründung unserer Firma 1898 haben zahlreiche Personen in den Deutschen Werkstätten Hellerau mitgewirkt und zur Firmengeschichte beigetragen – so auch Heinrich Tessenow, mit dessen Werken wir uns jetzt wieder auseinandersetzten.

Heinrich Tessenow (* 7. April 1876 in Rostock; † 1. November 1950 in Berlin) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer. Tessenow zählt zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Reformarchitektur. Neben den architektonischen Werken entstanden aber auch zahlreiche Möbelentwürfe, die hier in den Deutschen Werkstätten umgesetzt wurden.

Wir wurden von einem Schweizer Architekturstudenten angefragt, ob es möglich wäre, einige Möbel nachzubauen. Er hatte vor, diese für eine Ausstellung in einem originalen „Tessenow-Haus“ in Pößneck zu nutzen, mit der Absicht, der dortigen Bevölkerung den kulturellen Wert der vor Ort entstandenen Siedlung nahezubringen.

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Keshiki selbst gemacht!

Es geht weiter mit der Herstellung unserer eigenen Werkzeuge. Parallel zu der Produktion unserer Gestellsäge haben wir das sogenannte Keshiki gebaut. Es handelt sich hierbei um das japanische Streichmaß, welches sich in Form und Anwendung vom deutschen Streichmaß unterscheidet.
Zu Beginn hat jeder eine Holzkombination bekommen; man konnte zwischen Ulme und Wenge oder Paduk und Weißbuche wählen. Ich habe mich für Ulme und Wenge entschieden. Im nächsten Schritt hat jeder mit einer Schablone die Rundung und Bohrungen auf das Holz gezeichnet, danach wurden die Bohrungen gebohrt und die mittig liegende ausgestemmt.
Anschließend haben wir mittels Raspel und Feile an der oberen Kante eine Rundung geformt.
Wichtig dabei war, die äußeren Kanten nicht zu verletzen, damit das Keshiki bei der Verwendung richtig angelegt werden kann. Dann haben wir an den beiden äußeren Kanten Winkel gesägt, die man später dazu nutzen kann, Schwalbenschwanzzinkungen anzureißen.
Nun fehlte noch der Stab, der durch das ausgestemmte Loch geführt wird. Dieser wurde von uns zugesägt, geschliffen und an einer Seite gerundet, während auf der anderen Seite nur die Kanten gebrochen wurden. Am Ende haben wir einen schmalen Streifen gebohrt, um das spitze Messer hindurchzustecken.
Schließlich haben noch aus Holz einen Würfel gefertigt, mit dem sich die Schraube verstellen lässt.
Nach dem zweifachen Ölen haben wir das Keshiki zusammengebaut.

Die IMM in Köln – Eindrücke

Vergangenes Wochenende hatte ich die Gelegenheit, die Internationale Möbelmesse (IMM) in Köln zu besuchen. Bei dieser Messe dreht sich alles rund um Möbel, Design und Accessoires. Dabei habe ich viele interessante Eindrücke gewinnen können, die mir auch ein Stück weit mit der Idee meines Gesellenstücks geholfen haben. Zu viel von meinem Gesellenstück möchte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten, nur so viel, dass es ein Küchentisch für meine leider sehr kleine Küche werden soll. 🙂

Hier könnt ihr einige Fotos der ausgestellten Stücke sehen, die mich am meisten interessiert haben.

Netter und praktischer Akzent.

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Die Gestellsäge

Wie ihr in einem meiner letzten Beiträge lesen konntet, beschäftigen wir uns in der Schule mit der Herstellung unserer eigenen Werkzeuge. Nach dem Klüpfel folgt nun die Gestellsäge.
Zu Beginn haben wir dafür die Form mit einer Schablone auf amerikanisches Nussbaumholz gezeichnet, um daraus die Griffe an der Bandsäge herauszusägen. Die engen Rundungen haben wir im Vorfeld gebohrt. Die oberen Enden haben wir nun mit dem Hobel, der Raspel und der Feile verjüngt und die Kanten gerundet.

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Das Vesperbrett

In einer unserer ersten Berufsfachkunde-Schulstunden haben wir uns mit dem Zeichnen und Bemaßen eines Vesperbrettes beschäftigt.
Hierbei durften wir uns eine beliebige Form aussuchen, jedoch musste sie Rundungen enthalten. Die individuellen Bretter sollten nun mittels Lineal und Zirkel konstruiert werden.
In den letzten Berufspraxiskunde-Stunden widmeten wir uns der Herstellung dieser Vesperbretter.
Zu Beginn wählten wir das Holz aus. Dabei entschieden wir uns für stabiles Ahornholz. Dieses längten wir ab, besäumten es, hobelten eine Seite plan und fügten eine Kante an. Die übrigen Flächen und Kanten hobelten wir ebenfalls aus.
Nun begann jeder, sich mit seiner Form zu beschäftigen. Ich hatte mich für die Form einer Ananas entschieden, die ich dann auf das Holz zeichnete. Im Anschluss sägte jeder sein Brett mit der Bandsäge in die gewünschte Form.

Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, beschäftigten wir uns mit der Oberfläche. Dabei fügten wir die Kanten rechtwinklig zu den Flächen an. Dazu verwendeten wir die Raspel sowie die Feile. Zum Schluss haben wir alle Seiten geschliffen, um eine noch geschmeidigere Oberfläche zu erhalten.


Am Ende hatten wir noch die Möglichkeit, in unser Vesperbrett etwas einzubrennen. Hierbei zeichneten wir uns die Linien, die hervorgehoben werden sollten, mit dem Bleistift an, um sie dann mit dem Lötkolben nachzufahren.