Keshiki selbst gemacht!

Es geht weiter mit der Herstellung unserer eigenen Werkzeuge. Parallel zu der Produktion unserer Gestellsäge haben wir das sogenannte Keshiki gebaut. Es handelt sich hierbei um das japanische Streichmaß, welches sich in Form und Anwendung vom deutschen Streichmaß unterscheidet.
Zu Beginn hat jeder eine Holzkombination bekommen; man konnte zwischen Ulme und Wenge oder Paduk und Weißbuche wählen. Ich habe mich für Ulme und Wenge entschieden. Im nächsten Schritt hat jeder mit einer Schablone die Rundung und Bohrungen auf das Holz gezeichnet, danach wurden die Bohrungen gebohrt und die mittig liegende ausgestemmt.
Anschließend haben wir mittels Raspel und Feile an der oberen Kante eine Rundung geformt.
Wichtig dabei war, die äußeren Kanten nicht zu verletzen, damit das Keshiki bei der Verwendung richtig angelegt werden kann. Dann haben wir an den beiden äußeren Kanten Winkel gesägt, die man später dazu nutzen kann, Schwalbenschwanzzinkungen anzureißen.
Nun fehlte noch der Stab, der durch das ausgestemmte Loch geführt wird. Dieser wurde von uns zugesägt, geschliffen und an einer Seite gerundet, während auf der anderen Seite nur die Kanten gebrochen wurden. Am Ende haben wir einen schmalen Streifen gebohrt, um das spitze Messer hindurchzustecken.
Schließlich haben noch aus Holz einen Würfel gefertigt, mit dem sich die Schraube verstellen lässt.
Nach dem zweifachen Ölen haben wir das Keshiki zusammengebaut.