Und schon geht’s wieder los!

Nach langer Zeit des Stillstandes habe ich diese Woche endlich wieder an einem Kundenauftrag gearbeitet. Dabei handelt es sich um einen Massivholztisch aus Eiche, dessen Platte eine Stärke von 50 mm hat.

Der Unterschied zwischen Holz und Tischler? Holz arbeitet! 🙂

Genau dort fängt der Spaß an, vorausgesetzt man beachtet ein paar einfache Regeln. Es empfiehlt sich bereits beim Holzkauf für ein solches Projekt, darauf zu achten, Mittelbretter oder noch besser Kernbretter, also Holz mit stehenden Jahrringen auszusuchen. So kann man sich mit geschultem Blick schon viel Ärger ersparen. Nach dem Grobzuschnitt des Holzes solltet ihr euren Ofen mit Markröhre, Splint und einem 20 cm Anschnitt füttern, sonst könnt ihr eine gerade, rissfreie Platte vergessen. Das Verleimen ist immer ein Knackpunkt! Kern an Kern und Splintseite an Splintseite ist genauso wichtig, wie auf den Wuchs und die Maserung der einzelnen Teile zu achten. Mit ein paar Lamellos zwischen den Stößen spart ihr viel Zeit beim Hobeln und Schleifen.

Wenn sich die Hektik vom Verleimen gelegt hat, ist es noch nicht vorbei. Ich habe die Tischplatte auf der Unterseite, mit der Handkreissäge längs geschlitzt, um der 50 mm Eiche Kraft zu nehmen. Außerdem wurde ein L-Stahl eingelassen und verschraubt, um die Platte gerade zu halten.

Selbst mit all den Maßnahmen lässt es sich nicht zu 100% verhindern, dass das Holz arbeitet, auch wenn wir im Homeoffice sind.