Ziel erreicht!

Am 10.10.2019 war es endlich so weit: Im hessischen Schlüchtern fanden die Deutschen Meisterschaften statt und als Landessieger Sachsen war ich mit dabei – aufregend!
Natürlich hatte ich mir zum Ziel gesetzt, möglichst zu gewinnen, aber dass es am Ende wirklich geklappt hat, ist absolut unglaublich! Vor allem, da es oft nur wenige Punkte Unterschied sind, die letztlich über den Sieg oder eine gute Platzierung entscheiden. Der Zweitplatzierte Sven Schröder aus Bayern lag gerade einmal zwei Punkte hinter mir. Da reicht ein falscher Handgriff …

Die Meisterschaft an sich begann am Sonntagnachmittag mit dem Einlesen in die Zeichnung und der Erstellung eines Aufrisses. Da ahnten wir schon alle, dass es doch nicht ganz so einfach werden würde wie in der Gesellenprüfung. Und so wurde während des Abendbrotes noch hitzig rumdiskutiert, welche Verbindung wie hergestellt werden muss.

Am nächsten Tag musste dann schon mehr geleistet werden. Die Maße vom Aufriss mussten auf die Werkstücke übertragen werden. Wenn man genau arbeiten will, ist das ein recht zeitaufwendiger Arbeitsgang. Danach machten sich alle daran, die Holzverbindungen auszuarbeiten. Das dauerte bei fast allen noch bis zum nächsten Tag.

Nach 11 von insgesamt 18 zur Verfügung stehenden Stunden hatte ich die Verbindungen fertig und machte mich daran, Nuten für die Füllungen zu fräsen, die Querteile auszuarbeiten und zu schleifen.

Das anschließende Verleimen hatte ich mir einfacher vorgestellt. Denn wegen der vielen schrägen Teile gelang es mir nicht, alles so zu spannen, dass die Verbindungen ganz dicht wurden. Das kostete mich viel Zeit.
Danach wurde es ordentlich hektisch und stressig, so dass ich am Ende das letzte Teil sogar mit Sekundenkleber verleimen musste. Letztlich war ich mit meinem Stück trotzdem zufrieden, auch wenn es noch ein bisschen besser hätte sein können.

Die Siegerehrung war dann noch mal Nervenkitzel pur. Als ich schließlich nur noch als einziger Teilnehmer unter den Zuschauern im Publikum saß, konnte ich mir vor lauter Freude das Grinsen nicht mehr verkneifen.
Auch wegen der tollen Preise von Festool und Spax!

Leider war alles viel zu schnell vorbei und man hatte kaum Zeit, um sich mal länger mit allen Teilnehmern, dem Team der Kinzig-Schule, den Jurymitgliedern oder den Sponsoren zu unterhalten. Trotzdem herrschte eine Super-Atmosphäre und jedem, der Hilfe brauchte, wurde diese auch zuteil.
Genauso spitzenmäßig war übrigens auch die Verpflegung: Es gab Frühstücksbuffet im Hotel, Kuchen, Getränke, Wiener und Süßigkeiten während des Wettkampfes, zwischendurch Mittagessen aus der Schulküche und abends unter anderem noch mal ein großes Festmahl in der Stadthalle Schlüchtern.

Zum Schluss noch mal ein großes Dankeschön an alle Sponsoren, an Tischler Schreiner Deutschland, die Stadt Schlüchtern und an das Super-Team der Kinzig Schule für diese unvergessliche Veranstaltung und Erfahrung.