CNC Programmierung

In der letzten Woche sollte ich die Arbeitsvorbereitung für einen Badezimmerschrank durchführen. Unter anderem gehörten auch die entsprechenden CNC Programme dazu, über die ich Euch nun etwas mehr berichten möchte. Am besten geht dies mit Bildern. Also nicht erschrecken, wenn jetzt so viele auf einmal  auftauchen.

So sah mein Auftrag aus…

und nochmal eine genaue Detailzeichnung der Frontansicht. Es sind zwei große Korpen mit durchlaufendem Rücken, ein großer Korpus mit kurzem Rücken und ein kleiner offener Korpus

Hier exemplarisch einmal: die Seiten des kleinen Korpus

Und los geht’s!

Die ersten Teile sind durch!

Und fertig ist es!
Ein nettes Badmöbel mit Hochglanz Oberfläche!

Beim Furnieren kann man viel falsch machen?!

Wir haben uns die letzten zwei Wochen in der Schule mit Furnierfehlern beschäftigt.
Du denkst Furnieren kann jeder? Man kann gar nicht viel dabei falsch machen?

Wir haben es getestet. Man kann sehr wohl viel falsch machen. Ein paar Fehler, die wir absichtlich getestet haben, zeige ich euch hier:

einseitig Furniert

Hier haben wir „vergessen“ das Gegenfurnier zu furnieren, haben also nur eine Seite furniert und auf der Gegenseite ist noch die Rohspanplatte zu sehen. Die Auswirkungen könnt ihr hier gut sehen: Das Brett biegt sich!
Wir haben festgestellt, dass es nicht nur schlimm ist, dass das Brett gebogen ist. Auch bei der Weiterverarbeitung ist es  sehr schwer, durch Schleifen eine gleichmäßige Fläche zu bekommen.

Esche furnier gestürzt und dann gebeizt

Hier sieht man ein Eschefurnier, das wir erst gestürzt und dann gebeizt haben. Der Unterschied ist auf dieser kleinen Fläche nur minimal zu erkennen, aber auf großen Flächen würde man sehr deutlich sehen, dass die rechte Seite viel dunkler gebeizt ist als die linke Seite. Das liegt nicht daran, dass wir richtig gebeizt haben oder nicht, sondern durch das vorherige Stürzen haben wir auf der einen Seite die „Unterseite“ mit kleinen, feinen Haarrissen. Die Haarrisse nehmen die Farbpigmente stärker auf; dadurch ist die rechte Seite dunkler.

Fugenpapier auf der falschen Seite

Hier haben wir das Furnier mit der falschen Seite auf die Platte gelegt: Mit dem Fugenpapier nach unten. Zunächst hat man keine große Veränderung gesehen, doch nach dem Schleifen hat sich das Fugenpapier durch das Furnier abgezeichnet und das Furnier hat sich an den Stellen gelöst, wo das Fugenpapier war.

Furnierarbeiten

In der letzten Zeit hatten wir die Möglichkeit, uns einmal an verschiedensten Furnierarbeiten auszuprobiern.
Dabei sind viele schöne Dinge entstanden.

Zunächst haben wir damit angefangen, Funierblätter auf unterschiedliche Weise zusammenzufügen.
Dabei entstanden zum Beispiel Kreuzfugen, falsche Kreuzfugen oder Sternfugen.
Anschließend versuchten wir uns an etwas aufwendigeren Mustern, wie der „Optischen Täuschung“, bei der das Muster durch geschicktes Drehen der Streifen erzeugt werden kann.

Eine optische Täuschung aus Wenge und Ahorn.

Eine dreidimensionale Würfelstuktur.

Die Faserrichtung verläuft immer unterschiedlich.

Danach konnten wir noch ein paar eigene Dinge versuchen, so wie das Zebra, oder den Hirsch.
Bei solchen Arbeiten wird das Motiv auf den Hintergrund aufgezeichnet und dann immer ein Abschnitt herausgeschnitten. Nun kann man den Hintergrund auf das passende Furnier legen und schauen, welche Stelle am besten in das Bild passen würde.
Hat man diese gefunden schneidet man sie heraus, fixiert sie im Hintergrund und beginnt mit dem nächsten Abschnitt.

Das Zebra ist auf den ersten Blick ein wenig schwer zu erkennen.

Detail des Auges.

Innenausbau

Als Schreiner/Tischler ist man nicht nur in der Lage ein einzelnes Möbel zu entwerfen und zu bauen, sondern man hat das nötige Wissen und handwerkliche Geschick um ganze Raumlösungen zu entwerfen! Nach Kundenwünschen wird nicht nur ein einzelnes Möbelunikat entwickelt, sondern ein gesamter Raum. Hier gehören Einbaumöbel, angefertigte Türen und individuell entwickelte Anfertigungen zu. Ein Raum wird durch unsere Planungen komplett neu gestaltet und für den Kunden somit ganz individuell nutzbar. Getreu unserem Motto: Klare Gestaltung und wohnliches Ambiente – Hier wohnen Sie gerne!
Damit Ihr Euch etwas darunter vorstellen könnt, zeige ich Euch nun ein paar Bilder eines Schlafzimmerausbaus. Denn Bilder sagen manchmal doch mehr aus, als tausend Worte 😉
Dies ist eine Raumlösung der Schreinerei Klinkenberg – von der Planung bis zur Endmontage.

Noch sind wir bei der Montage. Aber es wird ein hübscher Raumtrenner mit vielen Funktionen!
Was dieser so alles verbirgt, erfahrt Ihr gleich…

Nach der Montage siehts so aus!

Und was ist das?

Eine integrierte Leselampe auf beiden Seiten!

Hier ist genug Platz für eine Vielzahl an schönen Kleidungsstücken…

 

Der erste eigene Auftrag

Vor kurzem wurden wir damit beauftragt, drei Wandleuchten aus Eiche herzustellen. Sie sollten 30×30 cm groß sein, aus Eiche bestehen und zwei LED’s beinhalten, die hinten verbaut sind um indirekt zu leuchten. Ich wurde damit beauftragt, den Großteil der Konstruktion zu erledigen. Das war das erste Mal, dass ich fast alleine an einem Projekt arbeiten sollte. Ich habe die meisten Schritte in Bildern mit Erklärung für euch festgehalten und werde sie in mehrere Beiträge aufteilen und erklären.

Die Bretter wurden zusammengeleimt und auf der Formatkreissäge zurechtgeschnitten

Danach habe ich mir eine Schablone gebaut um die Fräsungen an der Oberfräse nachzufräsen

Die runden Fräsungen sind für die LEDs, die große Tasche ist für das Kabel und das Netzteil

Um die Kabel der LEDs zu platzieren, musste außerdem noch ein Kanal gefräst werden, dafür habe ich einfach die Kante der Schablone genommen

 

Weiter geht’s im nächsten Beitrag 🙂

Das Ziel ist erreicht!

Jetzt bin ich schon drei Wochen ein Schreinergeselle, und meine Lehre ist geschafft!
Viele Vorarbeiten und Planung waren nötig um meine Abschlussarbeit,  das Gesellenstück fertig zustellen. Im Betrieb hatten wir zwei Wochen Zeit, um unsere Teile vorzurichten, was heißt, Holz aushobeln, Teile fräsen, verleimen und noch etliche andere Arbeiten .
Das Finish, wie das Zusammenbauen oder Beschläge einlassen und zinken, wurde dann in der Berufsschule erledigt .
Aber jetzt zu den Bildern:)

Verleimen der Lamellen

Schleifen der Lamellen 😉

Liege Fläche

Gezinkter Korpus

Mein besonderes Gesellenstück

So sieht ein Geselle aus! 🙂

Ich war sehr zufrieden mit der Bewertung meiner Prüfung, für welche ich auch einen Preis bekommen habe. Im Oktober darf ich nach Stuttgart und dort im Haus der Wirtschaft mein Gesellenstück mit drei weiteren Gesellen der Schreiner Innung Hohenlohe vorstellen, worauf ich mich sehr freue.

Es war eine sehr schöne Zeit, in der ich viel erfahren habe und auch viele nette Leute kennen lernen durfte. Danke auch dem Verband für diese Zeit als euer erster Schreiner Blogger, es freut mich sehr, ein Teil des Blogs gewesen zu sein.
Ich möchte mich bei den Lesern des Blogs für das Interesse an  meinen Arbeiten bedanken und den anderen Bloggern viel Glück auf ihrem Weg wünschen.

 

Übung macht den Meister!

Heute berichte ich euch mal nicht von meiner Arbeit in meinem Ausbildungsbetrieb, sondern was ich sonst zu Hause noch zusätzlich mache.

Nachdem ich vor zwei Wochen in Schwäbisch Hall auf der Gesellen- und Meisterstück-Ausstellung war, habe ich einmal ganz deutlich gesehen, was wir seit Beginn unserer Lehre und darüber hinaus brauchen und zudem gefordert wird: das Zinken.

So war für mich klar, das muss geübt werden, denn Übung macht bekanntlich den MEISTER. Das bedeutet nicht, dass ich es nicht richtig konnte, in älteren Beiträgen von mir seht ihr, dass ich es echt gut gemacht habe. Aber, wenn ich jetzt nicht dran bleibe, verlerne ich es vielleicht und besser geht immer! 🙂

Also habe ich ein Projekt zu Hause gestartet in dem ich genügend zinken kann.
So kann ich üben und meine Eltern bekommen ein neues Trocknungsregal für verschiedene Kräuter.

ein Teil der Zeichnung

 

Leider bin ich noch nicht all zu weit

Unter der Woche komme ich leider nicht so oft dazu, an diesem Projekt weiter zu machen, aber man sieht zumindest schon mal was es werden soll und das finde ich gut.
Ich freue mich jetzt schon, wenn es fertig ist. 🙂

Wie fange ich nur an euch alles zu erzählen?…

Etliche Monate habe ich mich im Hintergrund des Blogs versteckt und die anderen ihre tolle Arbeit machen lassen, die ich sehr loben kann. Warum kamen von mir keine Beiträge? War es Faulheit oder hatte er wirklich keine Zeit, werden sich vielleicht gedacht haben. Wenn es das nur gewesen wäre!!!

Anfang Mai bekam ich einen Brief, in dem mir ein Insolvenzverwalter schrieb, das mein Lehrbetrieb „Schreinerei Wölpert“ Insolvenz sein soll. Als ich diese Schreckensbotschaft bekam, wusste ich zunächst nicht wie es weiter geht …
Was mache ich jetzt?
Wo soll ich meine Ausbildung beenden?
Wer stellt mich bis September noch ein?
Muss ich mein Gesellenstück selber zahlen?

Als wir dann mehrere Infos über den Ablauf der Insolvenz bekamen, machte ich mich mit meinen Kollegen auf den Weg Richtung Arbeitsamt. Hier wurde ich zu einem Ausbildungsberater geschickt, der mich beraten sollte, was aber nicht so gut funktioniert hat. Es war sehr schwer einen Betrieb zu finden, der mich für 4 Monate nimmt und dann noch mein Gesellenstück zahlen muss.
Nach langem Hin und Her entschied ich mich wieder nach Hause zu gehen und dort meine Ausbildung zu beenden.
Wie es lief könnt ihr ja im nächsten Beitrag sehen!

18 Stunden

Der Countdown zum Start des letzten Stückes läuft und die drei französischen Teilnehmer stehen bereit um beim Ertönen des Signals an ihre Hobelbänke zu rennen.

18 Stunden sind für das letzte Projekt angesetzt, ein moderner Schreibtisch in Eichenfurnier.
Die Platten hierfür wurden zwar im Vorfeld schon furniert und grob zugeschnitten, aber der Zeitplan ist trotzdem sehr straff angesetzt.
Szenen, in denen von Hobelbank zur Kreissäge mit einem kleinen Wagen gerannt wird, sind keine Seltenheit.
Jedoch muss man auch sagen, dass sie auch bestens organisiert sind, um diese Leistung zu bringen.  So darf zum Beispiel das Klett-Armband (mit dem sie ihre Stifte und ein paar kleinere Werkzeuge an ihrem Arm verstauen) nicht fehlen.

Eine Stirnlampe ist ebenfalls am Start

Das „Klett-Armband“

Fertigung der Schwalbenschwanzverbindung für die Schubkästen

Nach den 18 Stunden gibt es nur einen Tisch der gerade pünktlich fertig geworden ist, bei den anderen zwei fehlen leider ein paar Kleinigkeiten.

Demo Box: Mal was ganz Anderes…

Ein Tischler/Schreiner ist hauptsächlich im Möbelbau unterwegs. Doch durch Ausbildung, Meisterprüfung und viele weitere tolle Weiterbildungsmaßnahmen, erlangt ein Tischler/Schreiner nicht nur ein großartiges Vorstellungsvermögen, sondern ist auch in der Lage, eigenständig ein Objekt zu entwerfen, zu gestalten und im Anschluss zu produzieren.

In der Regel stehen auf unseren Arbeitszetteln Küchen, Badezimmer, Schlafzimmer, Büroräume, Konferenzräume oder ähnliche Ausbauten. Und jetzt stand plötzlich auf einem dieser Zettel ,,Demo Box“ …  Was soll denn das für ein Teil sein?

Eigentlich ganz einfach:
Es ist eine eine Box, in der etwas zu Präsentationszwecken demonstriert wird. Daher muss so eine Box ohne Probleme schnell von Kunde zu Kunde bewegt werden können. Ohne großen Aufwand muss der Inhalt der Box Einsatzfähig und von Außen sehr stabil sein. Denn wenn man mit einer zerkratzten oder verbeulten Box zum Kunden fährt, ist der erste Eindruck nicht gerade positiv.

Also der perfekte Job für einen Schreiner!
Seht selbst, was für eine Demo Box bei uns in der Firma entwickelt wurde!
Die Planung, Gestaltung und Produktion wurde selbstverständlich in der Schreinerei Klinkenberg durchgeführt!

Von außen stabil und durch die Tragegriffe und die Rollen einfach zu transportieren! Aber was beinhaltet die Box?

Klappen wir sie doch einfach mal auf und öffnen die kleine Türe 😉

Und es erscheint ein transportgeschütztes Display und ein Drucker… Der Drucker ist ausziehbar und sofort nutzbar!

Hier kann man verschiedenste Geräte anschließen! So ist die Box individuell nutzbar!