Nachwuchs generieren

Wir befinden uns leider in einer Zeit, in der nicht mehr die Menschen die Arbeit suchen, sondern die Arbeit die Menschen.
Und gerade im Handwerk ist ein großer Fachkräftemangel vorhanden und deutlich spürbar. Um Euch bzw. unsere eigenen Auszubildenden besser unterstützen zu können, habe ich vor kurzem an einem sehr interessanten Seminar teilgenommen.
Bei dem Seminar zum sogenannten „Azubi Coach“ ging es darum, die Auszubildenden in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu fördern! Dabei lernten wir, wie wir besser auf  die einzelnen Persönlichkeiten eingehen und zwischen Auszubildenden und dem Chef vermitteln können oder wie man die Motivation der Auszubildenden steigern und langfristig beibehalten kann und was es für mögliche Hilfestellungen in Problemsituationen gibt.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei Dieter Roxlau für das sehr interessante, abwechslungsreiche und durchgehend spannend gestaltete Seminar!

Und an Euch, sofern Ihr noch nicht im Handwerk seid:
Traut Euch und geht ins Handwerk! Dort warten spannende, vielfältige Aufgaben und sichere Jobs auf Euch!

Ganz neues Altes

Wir wurden letztens wieder von unserem Kunden mit einer Spezialaufgabe beauftragt 🙂 Der Kunde ist der gleiche, für den wir damals die Küche aus dem alten grünen Holz gebaut haben. Damit die Schönheit des alten Bauernhofs erhalten bleibt, wollte er keine modernen Türen und Zargen einbauen lassen, da diese sofort herausstechen würden. Der Kunde hatte sich überlegt, die Türen so alt wie möglich erscheinen zu lassen, ohne in der Funktion eingeschränkt zu werden: Sprich also keine morschen alten Türen verbauen.  Nun finde mal solch eine Tür im Fachhandel!

Die Reste des Holzes, das wir benutzt haben. Dieses alte Holz kann man beim Holzhändler kaufen, kostet allerdings durch die natürliche Beschaffenheit relativ viel Geld!

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Da kommt keiner mehr durch!

Vor kurzem habe ich meinen ersten Auftrag bekommen. Diesen durfte ich vom Zuschnitt bis zur Montage selbst erledigen. Das ist wirklich das schöne am Beruf, man sieht wie es Stück für Stück voran geht und wie etwas ganz Neues entsteht.

Bei diesem Kunden war das Problem, dass immer wieder Leute und auch Kinder durch den Hof gelaufen bzw. gefahren sind und auch im Hof ihr Auto gewendet haben, da neben dem Grundstück öffentliche Parkplätze waren. Eine Lösung musste her und wir hatten sie!

Für den Schutz habe ich Bretter aus Lärche gerichtet und diese jeweils an den Seiten gebohrt, damit wir sie an den Edelstahl-Winkeln befestigen können.

… Hoffentlich hilft das dem Kunden jetzt auch! 🙂

 

Individuelle Schreinerarbeiten

Was ist Neukunden eigentlich wichtig?
Wir sind uns ziemlich sicher, dass oft schon der erste Eindruck entscheidend ist. Doch wie gelingt ein guter erster Eindruck? Schaut man in unterschiedliche Kataloge und sucht sich den schönsten Eingangsbereich aus?
Nein! Man wird nie ein Katalogmöbel finden dass zu 100 % zu einem selber oder zu seiner Firma passt! Also tut Euch selber einen Gefallen und geht zum Schreiner! Denn dieser kann sich in Eure Lage versetzen und individuelle Möbel mit Euch zusammen entwerfen, gestalten und sogar selbst herstellen 😉 Und nur so werdet Ihr nachher ein Möbel haben, das Euch vielleicht sogar glücklich bis ans Lebensende begleitet. Denn hat man ein Möbel, das einen sowohl in der Funktion als auch in der Optik überzeugt, möchte man das so schnell nicht mehr hergeben.
Und bei Geschäftsräumen sollte man besonders darauf achten, dass auch die Möbel das Image der Firma, etc. vertreten … Denn nur so fühlen sich sowohl Mitarbeiter als auch Kunden wohl und gut aufgehoben bei Ihnen!
Also geht zum Schreiner! Der kann das! Schließlich macht er sowas ja beruflich ;-P
Seht nun selbst die stilvolle und einladende Empfangstheke mit Eiche-Balken:

Könnte das eine schöne Empfangstheke werden …?

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Damit alles sicher verstaut ist!

Vergangene Woche bekam ich wieder einen kleinen Auftrag, für den ich größtenteils allein verantwortlich war. Dabei handelte es sich um vier Schränke, die auf einer Baustelle für Werkzeuge und andere Materialien genutzt werden sollten.

Da es kein Spitzen-Möbelstück werden musste, wurden einfach ein paar Lamellos eingeklebt und alles direkt zusammengeschraubt.
Dadurch ging es relativ schnell.
Als der Korpus dann soweit stand, konnten wir damit beginnen, die restlichen Teile anzubauen.
Um die großen Schränke ein wenig handlicher zu machen, bauten wir erst einmal die Rollen an.
Danach wurde noch die Klappe sowie die Türen angebracht und so gut wie möglich eingestellt.

Damit das ganze Werkzeug dann auch einigermaßen sicher verstaut ist, musste noch ein Schließmechanismus angebracht werden, der Türen und Klappe gleichzeitig verriegelt.
Dafür haben wir dann einfach ein paar Bleche zurecht gebogen und angebracht, sodass jetzt alles mit einem Vorhängeschloss gesichert werden kann.

Praktikumstag mal anders

Vor wenigen Wochen verlief der Praktikumstag für alle aus dem 1. Lehrjahr sowie für eine Auszubildende des 3. Lehrjahres nicht wie gewohnt. Bereits eine Stunde nach Ankunft im Betrieb, schnappte uns unser Chef und wir fuhren mit zur Job-Start-Börse nach Waldkirch. Dort angekommen war unser Stand bereits aufgebaut.

Um möglichst viele Jugendliche zu erreichen, konnte man bei uns an einem Gewinnspiel teilnehmen. Dafür musste man einen Turm aus Holzklötzen errichten, der in 60 Sekunden so hoch wie möglich gebaut werden sollte. Der/die Gewinner/in hatte durch die Teilnahme die Chance auf zwei Eintrittskarten für das Badeparadies in Titisee Neustadt. Der Rekord wurde von einem 14-jährigen Mädchen aufgestellt. Sie schaffte es mit Ruhe und Geschick einen Turm von 1,90 m zu errichten.

Auch wir Auszubildenden versuchten unser Glück 😀

Neben dem Turmbau boten wir den Jugendlichen die Möglichkeit an, ein Vogelhäuschen zu bauen. Dabei sägten sie die Formen mit einer Schablone aus dem Holz aus und verbanden die Wände, den Boden und das Dach mit Schrauben.

Natürlich informierten wir die Besucher auch über die Aufgaben und Chancen der Ausbildungsmöglichkeiten bei der Firma Becherer. Im Bereich der Schreinerei berichteten wir ihnen von unseren Arbeitsabläufen und von den verschiedenen Abteilungen, die man während einer Ausbildung bei uns durchläuft. Auch an Zukunftsmöglichkeiten, Weiterbildungen und Aufstiegschancen eines ausgelernten Schreiners waren die Jugendlichen interessiert.

 

Kombination aus Kork und Esche

Bei uns im Betrieb ist es Teil der Ausbildung, dass jeweils einer ein eigenes Möbelstück entwirft und wir es dann innerhalb der folgenden zwei Wochen gemeinsam bauen.
Einer unserer Azubis hatte eine Garderobe entworfen, für die wir uns dann auch entschieden haben.
Hier seht ihr sie schon einmal, damit ihr auch eine Vorstellung habt wovon ich rede …

Da die Front mit den Schubkästen geschwungen ist, mussten wir zunächst einmal ein Gesenk bauen (sozusagen die Negativform), um die Schubkastenfronten in den richtigen Radius zu pressen.

Wir teilten uns in Zweiergruppen auf, die jeweils eine Aufgabe übernahmen.
So beschäftigten sich Manche mit dem Rahmen, Andere mit dem Korpus und Einige mit den Schubkästen.
Das schwierige daran war, dass am Ende alles zusammenpassen musste.
Gar nicht so einfach, bei so vielen verschiedenen Leuten.
Am Ende hat dann aber zum Glück alles zusammengepasst.

Ein kurzes Wort noch zu den verwendeten Materialien.
Die benutzte Holzart ist hier die Esche. Beim Korpus lediglich als Furnier, beim Rahmen aber logischerweise als Massivholz.
Auf die Rückwand und auf die Schubkästen wurde Kork angebracht. Dieser hat jedoch nur optische Bedeutung.