SIDE TABLE

Wer diesen Blog schon eine Weile verfolgt weiß, dass ich gerne Holz mit Metall kombiniere.

Metall gibt eine gewisse Leichtigkeit, durch die das Holz noch besser zu Geltung kommen kann. In der Gestaltung achte ich dabei besonders auf zeitloses und klares Design.

Aus einem meiner Entwürfe ist dabei dieser Beistelltisch mit einem Tablett als Auflage entstanden.

Das Gestell habe ich aus 8 x 8 mm starken Metallstäben geschweißt und anschließend in schwarzmatt lackiert.

Das aufliegende Tablett besteht aus einer verleimten Massivholzplatte aus Eiche.

Mit zwei Nuten auf der Unterseite liegt das Tablett sicher auf dem Gestell auf und kann dadurch nicht verrutschen. Durch einen Abstand zum Metallgestell und die zusätzliche abgeschrägte Unterseite bekommt das Tablett eine schwebende Optik. Die Oberseite wurde so ausgefräst, dass die ringsum eine Kante von 5 mm stehen bleibt. Das Tablett kann einfach angehoben und so auch zum Servieren verwendet werden.

Eins, zwei, drei … Oberflächenzauberei

Viele unserer Privatkunden haben ganz spezielle Vorstellungen. Das Schöne an der Sache? Die Anfertigungen sind meistens alles andere als Standard und wir dürfen unser Können unter Beweis stellen.

Dieses Mal geht es wieder um echte Möbelunikate. In diesem Fall spielt die Oberflächentechnik eine wichtige Rolle, denn es müssen ganz besondere Rahmenfüllungen hergestellt werden. Neugierig?

Anfangs ist der selbst gepresste Schichtstoff noch weiß und langweilig, doch das könnte sich im Lackraum ja ändern 😉

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Ich liebe Sperrmüll!

Jeden Morgen steht es bei mir auf der Tagesordnung eine Runde mit dem Hund rauszugehen.

Vor zwei Wochen hatte ich mal wieder Glück und habe dabei auf meinem Weg zwei Schätzchen entdeckt. Vor einer alten Zahnarztpraxis standen zwei Paar alte Instrumenten- oder Ablagetische. Die waren einfach zu schade, um auf dem Müll zu landen.

Also habe ich mir schnell einen unter den Arm geklemmt und anschließend noch den zweiten geholt.

In der Werkstatt eingeliefert wurde dann erst mal der alte Lack entfernt und das Metall anschließend mit Öl versiegelt. Nun nur noch ein schönes Holz aussuchen, Böden daraus anfertigen und – tada ….

BERLIN is calling

11 Uhr morgens, ich sitze in unserem Besprechungszimmer und warte darauf, dass der Bildschirm das Bild des Bundespräsidenten und seiner Frau überträgt und die Gesprächsrunde beginnt.

So begann vor gut zwei Wochen der Tag von acht jungen Menschen.

Grund dieses Zusammenkommens ist das Thema, das uns alle momentan begleitet: die Corona-Pandemie. Dem Bundespräsidenten und seiner Frau ist es seit Beginn der Krisenzeit ein großes Anliegen, immer wieder mit jungen Menschen zusammenzukommen.

Sie wollen in erster Linie erfahren, wie wir die aktuelle Situation erleben, welche Auswirkungen die Pandemie auf unseren Alltag hat und wie die Befürchtungen, Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft aussehen.

Für viele hat sich der Alltag komplett verändert. Wir alle stehen in letzter Zeit vor vielen Hürden, die es gilt zu bewältigen.

Eines hat den Bundespräsidenten in den Gesprächen mit jungen Leuten dabei besonders beeindruckt.

Egal, ob es sich um Schülerinnen und Schüler, Auszubildende oder Studierende handelt, die in den Gesprächen von ihren Schwierigkeiten erzählt haben und davon, dass sie sich ausgebremst fühlen, haben doch alle darauf bestanden, keinesfalls als Generation Corona oder als verlorene Generation abgestempelt zu werden.

Welche beeindruckenden Geschichten sich dadurch ergeben haben, könnt ihr unter dem nachstehenden Link verfolgen:

https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Termine/DE/Frank-Walter-Steinmeier/2021/03/210317-Gespraech-Azubis.html

The next level?

Jeder, der mit dem Holzwerken etwas vertraut ist, hatte bestimmt schon einmal eine Oberfräse in der Hand. Ein super Werkzeug, um zum Beispiel Beschläge einzulassen oder Holzverbindungen wie Schlitz und Zapfen zu fräsen. Es erfordert etwas Übung und Gefühl, um die Maschine sauber und einigermaßen präzise zu führen. Mit ein bisschen Kreativität lassen sich tolle Vorrichtungen und Schablonen bauen, mit denen selbst ein Hobbyhandwerker zu tollen Ergebnissen kommt. Ich habe nach zwei Gesellenjahren feststellen müssen, dass ich mit einer „normalen“ Oberfräse an die Grenzen meiner Möglichkeiten stoße, und so entschied ich mich, eine CNC-Fräse zu kaufen. Aber nicht IRGENDEINE!!

Die Wahl fiel auf die ORIGIN der Firma Shaper, diese vereint die Eigenschaften einer großen, stationären CNC und einer Oberfräse. Bisher habe ich viel ausprobiert und viele Versuche mit der Software gestartet, die nicht alle erfolgreich verliefen. Jetzt möchte ich euch ein Ergebnis zeigen, welches ich vorerst auf einem Abfallstück gefräst, anschließend mit Farbe behandelt und wieder abgeschliffen habe. Die Farbe in der gefrästen Vertiefung bleibt und die Oberfläche erhält wieder ihre Holzfarbe- und struktur.

Nächste Woche Stelle ich die endgültige Couchtischplatte her und ihr bekommt ein Update von mir.

Die Möglichkeiten in unserem Beruf sind  wahnsinn vielfältig –  seid neugierig und probiert Neues!

Wie baut man eigentlich ein Möbelstück?

Viele Lehrlinge stehen am Ende ihrer Ausbildung vor der Frage, wie sie denn nun ihr Gesellenstück bauen wollen. Um diesen Weg etwas vorzubereiten, steht bei uns im zweiten Lehrjahr ein erstes selbst kreiertes Werkstück/Möbel auf dem Plan.

Von der Idee über den ersten Entwurf und die schlussendliche Zeichnung, bis hin zum letzten Mal Öl oder Lack auftragen. Sämtliche Arbeitsschritte werden von uns selbst geplant, mit dem Ausbilder abgesprochen und umgesetzt.

Holz auszeichnen und zuschneiden.

Schubkästen bauen

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Fertig ist das Meisterstück!

Nach den teilweise langen Tagen ist es endlich so weit. Das Möbelstück ist endlich fertig. Fast vergessen, es ist ja nicht nur ein besonderes Möbelstück, sondern mein Meisterstück 2021.

Von außen spiegelt das Möbel durch die Gestaltung der Fronten die Liebe zu den Bergen. Ansonsten ist es schlicht und modern gehalten. Das hochwertige Furnier passt sowohl farblich als auch gestalterisch gut zum Stück. Die beleuchtbare Schattenfuge zur Wand wird später eine angenehme Wohnatmosphäre schaffen.

Und was verbirgt sich so alles hinter der schönen Fassade?

Es gibt eine Möglichkeit, Weingläser aufzuhängen und elegant aufzubewahren..

Es gibt zwei Schubkästen mit herausnehmbaren Einsätzen.

Und in der Mitte gibt es die Möglichkeit, die technischen Gerätschaften zu verstauen. Diese kann man dank des IR-Sensors sogar bei geschlossenen Fronten bedienen.

Der Aufbau hat begonnen!

Nachdem jetzt alle Bauteile fertiggestellt worden sind, kann es nun endlich losgehen mit dem endgültigen Aufbau des Stückes!

Nachdem ich die Weinlade und den Innenkorpus verleimt habe, alle Beschläge angebracht habe und der Lichtrücken verklebt und verschraubt wurden, konnte ich endlich den Außenkorpus um den Innenkorpus setzen und alles sauber miteinander verschrauben.

Nachdem ich den IR-Sensor und die Lichtsteuerung angebracht habe, musste ich die ganze Elektronik nur noch im Zwischenrücken verstecken.

Da ich vergangenes Wochenende schon meine Präsentationswand gebaut habe, konnte ich mein Stück direkt an dieser aufhängen und die Schubkästen usw. anschlagen.

Nachdem ich auch die Gehrungslade angeschlagen habe, konnte ich endlich den Kleber auf meine Schubkästen packen und alle Fronten sauber verkleben. Jetzt kann über Nacht der Kleber aushärten und morgen früh gehts dann an das Feintuning. Bilder vom komplett fertigen Stück folgen dann morgen Abend, sofern alles glatt läuft. Aber erst mal sieht es ja gar nicht so schlecht aus 😉