Sächsische Meisterschaften der Tischlergesellen 2019

Nach dem Ablegen meiner Gesellenprüfung bekam ich einen Brief, in dem stand, dass ich aufgrund meiner guten Leistungen in der Gesellenprüfung zur Teilnahme an den „Sächsischen Meisterschaften der Tischlergesellen“ in Leipzig eingeladen bin.

Dieses Wochenende war es dann endlich so weit. Im Voraus hatte ich mir überlegt, dass es vermutlich schwer werden dürfte, bei den besten Gesellen aus Sachsen mithalten zu können oder vielleicht sogar platziert zu werden.
So viel kann ich schon mal verraten: für eine Platzierung hat es auf jeden Fall gereicht.

Wir starteten also Freitag früh um 8 Uhr mit einer kurzen Belehrung und bekamen anschließend eine Zeichnung vorgelegt. Wie immer braucht es eine Weile, bis man die Fülle an Informationen im Kopf richtig sortiert hat. Doch als es so weit war, konnte es mit Vollgas losgehen.
Wir verbrachten den ganzen Tag damit, möglichst schnell und sauber alle erforderlichen Punkte abzuarbeiten, um am Ende das Stück bestmöglich fertigzustellen.
Da wir uns alle voll aufs Bauen konzentrierten, verflog die Zeit wie nichts und im Nu war es Abend.


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Massivholzfräsung

Vor Kurzem wurden bei uns jede Menge Bankelemente aus Massivholz gefertigt. Nachdem die Bohlen aufgetrennt wurden und die Bearbeitung mit dem Abricht- und Dickenhobel geschafft war, ging es wieder ans Programmieren der CNC-Daten. Hierbei musste vor allem beachtet werden, dass man nicht entgegen der Faser fräst, denn sonst reißen diese aus. Deshalb habe  ich mit einem Aufmaß von 2 mm die komplette Kontur vorerst mit einem Schruppfräser ausgefräst. Danach habe ich die einzelnen Konturteile mit einem scharfen links und rechts laufenden Wendeplattenfräser nachgefräst. Natürlich immer schön mit der Faser!

Das Programm entsteht. Ganz schön viele verschiedene Fräsgänge sind hierzu nötig.

So sieht das Ganze dann außerhalb des Bildschirmes aus 😉

Und hier natürlich noch einmal ein Bild der fertigen Teile 🙂

Trockene Theorie

Endlich hat mein Meisterkurs begonnen!
Der erste Teil, den ich momentan absolviere, nennt sich „Geprüfter Fachmann für kaufmännische Betriebsführung“. Bereits nach den ersten zwei Tagen raucht gehörig der Kopf, vor allem, weil ich gerade erst aus meinem langen, entspannten Urlaub zurück bin.
In den vergangenen zwei Tagen haben wir bereits über zehn Seiten geschrieben und sind in die Welt des Rechts eingetaucht.

Bis jetzt haben wir Themen wie Handels-  und Gewerberecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Geschäftsbriefe, Wettbewerbsrecht, Vergaberecht, Urheberrecht und Preisangabeverordnung behandelt.

Trotz der Flut an Information ist der Kurs sehr interessant. Ich hoffe nur, dass sich mir die ganzen Einzelheiten, Verordnungen und Ähnliches noch ein bisschen besser ins Gehirn einbrennen, denn bereits in zwei Monaten steht die erste Prüfung an.

Ladenbau, Teil II

In diesem Fall liegt das Augenmerk auf der Möglichkeit, die Möbelelemente zu bestücken, denn hier ist entscheidend, dass der Kunde möglichst viele Produkte zeigen und verkaufen kann. Individualisierte Nutzbarkeit verknüpft mit einer modernen Optik stehen im Fokus, wobei es an der Qualität natürlich nicht mangeln darf.
Für diesen Kunden haben wir einen speziellen Katalog angefertigt. So kann er sich bei jedem neuen Laden genau überlegen, welche Möbelelemente er gern hätte. Wir planen dann mit ihm gemeinsam das neue Ladenlokal, und schon geht’s los mit der Produktion. 

Der Thekenbereich dient sowohl als Verkaufs- als auch als Beratungsstelle.

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Geschafft! :)

Endlich ist es geschafft – mein Gesellenstück!

Mein Flur-Organizer

Puhh, endlich geschafft – und ordentlich Preise habe ich dafür auch noch abgeräumt.
Mit meinem Stück bin ich dafür ausgewählt worden, nach Stuttgart zum Wettbewerb  „GESTALTETE GESELLENSTÜCKE 2019, Sonderwettbewerb für Formgebung“ zu gehen. Im Oktober darf mein Stückchen dorthinreisen. Außerdem habe ich einen Preis dafür erhalten, dass die drittbeste Arbeitsprobe abgelegt habe. Mit meinen Ergebnissen bin ich also mehr als zufrieden!

Mein Stück ist nicht leicht gewesen,  im Nachhinein würde ich auch so einiges anders machen, da mich das Ganze doch sehr viel Nerven gekostet hat.
Meine beiden Würfel sind alle auf Gehrung verleimt, die Tür und die Klappe ebenso. Das ist sehr schwierig, und man hat auch nur wenige Verstellmöglichkeiten. Da mein Möbel schlicht aussehen sollte, habe ich meine Griffe bündig eingelassen und auch in derselben Farbe lackiert wie meine Korpusse . Um ein einheitliches Bild zu erreichen, habe ich alle anderen Beschläge ebenfalls in der passenden RAL Farbe lackiert.
In meine Sitzfläche habe ich mich besonders verliebt. Diese habe ich aus Eiche gemacht und die Risse bzw. Äste habe ich schwarz geharzt. Das gefällt mir wirklich sehr gut.

Hier seht ihr meinen oberen Korpus. In diesem befindet sich mein Pflichtteil, der Schubkasten. Den Griff habe ich verdeckt mit einer Einsetzfräsung ausgewählt.

Ladenbau, Teil I

In meinen nächsten beiden Blogbeiträgen werde ich  euch anhand von Projekten unserer Firma das Thema Ladenbau etwas näherbringen. Denn als Tischler beziehungsweise Schreiner habt ihr es sowohl mit Privat- als auch mit Geschäftskunden zu tun.


Bei dem ersten Projekt, das ich euch vorstellen möchte, handelt es sich um ein großes Fotostudio. Hier liegt der Augenmerk besonders auf den geschwungenen Formen und der einladenden Gesamtoptik. Es soll ein Ambiente geschaffen werden, in dem der Kunde sich wohlfühlt – ein entscheidender Faktor bei Fotoshootings. Da bei uns Perfektion, Maßanfertigung und Qualität an erster Stelle stehen, haben wir sogar extra Schablonen für den Fliesenleger gefertigt. Denn nur war es möglich, die Fliesen so verlegen, dass sie exakt zu unseren Möbeln und deren Formgebung passen.

Eine geschwungene und …

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Wie geht es nun weiter??

Seit ein paar Wochen bin ich nun endlich Geselle, doch was jetzt?

Viele, die sich dafür entscheiden, weiter als Tischler zu arbeiten, haben unter Umständen das Glück in den elterlichen Betrieb einsteigen zu können oder sie suchen sich einen Arbeitgeber, der sie beschäftigt.

Aber wem der Geselle nicht reicht, der kann sich auch noch weiterbilden. Zum Beispiel durch ein Studium.
Da es bei uns inzwischen sogar möglich ist, den Tischlermeister direkt im Anschluss an den Gesellen zu machen und das Ganze auch noch nach dem BAföG gefördert wird, habe ich mich für die Meisterausbildung enschieden.
Da ich mich aber noch nicht festlegen möchte, wo die Reise genau hingehen soll, werde ich es ohne einen Betrieb im Hintergrund in Angriff nehmen, damit mir danach alle Wege offen stehen.

Ab Mitte August ist es so weit und es geht los mit dem ersten Ausbildungsblock.
Darin wird es dann um alle betriebswirtschaftlichen Dinge gehen – eine Materie, die mir leider komplett fremd ist  🙂

Insgesamt wird der Kurs inklusive Meisterstückbau ca. ein knappes Jahr dauern.
Ich bin schon sehr gespannt, welche neuen Perspektiven sich mir in der Zukunft eröffnen.

Stilsicher!

Der Tischler beziehungsweise Schreiner ist nicht nur bekannt für seine qualitativ hochwertigen Möbel, sondern im besten Falle auch für seine Kreativität, Individualität und Gestaltungsfähigkeiten.  Das sieht man zurzeit auch wieder sehr schön bei den anderen Bloggern und ihren wirklich tollen Gesellenstücken.
Doch auch nach dem Gesellenstückbau hört die kreative Gestaltungsphase ja zum Glück nicht auf.

So haben wir für eine Kundin ein Möbel entwickelt, das ruhig als Kunstwerk betrachtet werden darf.  Normal kann schließlich jeder 😉
Im Zuge der Planung haben wir uns entschieden, die Front des Möbels durch Aufbringen eines Digitalaufdrucks besonders zu betonen. Der Korpus an sich hebt sich rein optisch nicht ab, überzeugt jedoch durch seine wunderschöne lackierte Oberfläche. Als zusätzlichen Eyecatcher haben wir ein echtes kleines Geweih in Silber lackiert und über dem Möbel aufgehängt. Im gesamten Raum wirkt das Möbel einfach nur wahnsinnig stilvoll und passt megagut in den Raum der Kundin.
Als Schreiner bin ich stolz darauf, den Lebens- oder Arbeitsraum meiner Kunden nach individuellen Wünschen nutzbar zu machen und zugleich gestalten zu dürfen.

Ein sehr gelungenes Kunstwerk …

… das zugleich als edler Stauraum genutzt wird.