Archiv für den Monat: Februar 2016

Alles Einstellungssache

…oder zumindest Vieles.

Der erste Berufsschultag liegt hinter mir, aber wie angekündigt erstmal ein bisschen zur Projektarbeit bei uns im Betrieb.

Als Auszubildender wird man meistens einem Gesellen zugeteilt, der einem dann Aufgaben gibt und dem man zuarbeitet. Ob eure Aufgaben eher monoton oder spannend und fördernd sind, hängt zum einen natürlich vom Projekt ab, zum anderen aber auch von euch selbst und von eurem Gesellen. So oder so kann man bei fast allen Arbeiten etwas mitnehmen, wenn man mit der richtigen Einstellung an sie rangeht.

Auch bei uns gibt es da große Unterschiede. Im Herbst zum Beispiel war ich drei Wochen mit dem Abkleben, Lackieren und Bereißen von Kanten beschäftigt. Nicht besonders spannend, aber zu dem Zeitpunkt dringend notwendig, da die Teile auf die Baustelle mussten. Außerdem kann man in solchen Situationen das Augenmerk darauf richten, seine Arbeitsorganisation zu optimieren.

Die letzten Wochen waren aber sehr abwechslungsreich. Wir haben eine Reihe von Nachttischschränken für eine der Yachten fertiggestellt. Die Schränke waren schon fertig in Hochglanz lackiert, deswegen galt es äußerst vorsichtig mit allen Teilen umzugehen. Wir mussten erst die Schubkästen einpassen, dann die Doppel, die Blenden, die man am Ende sieht, vorbereiten und aufleimen. Zum Schluss haben wir die Beschläge angebracht.

Außerdem hatte ich die Möglichkeit viel mit der Tischfräse zu arbeiten, was mir sehr gelegen kam, weil ich sie seit dem Lehrgang im Sommer nicht mehr bedient hatte. Zwischendurch musste ich noch Teile zu einem unserer Nachunternehmer liefern, andere Teile für die Baustelle vorbereiten, auch die wieder in Hochglanz, und eine gute Handvoll Lehren für verschiedenste Arbeitsschritte erstellen.

Auf jeden Fall sollte man jeder Aufgabe erst einmal positiv gegenübertreten und versuchen das Beste daraus zu machen. An der Tatsache, dass sie existiert kann man nämlich nichts ändern, an seiner Einstellung allerdings schon! Das heißt natürlich nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss, ab und an einen Blick in den Ausbildungsrahmenplan zu werfen kann einem helfen sich zu orientieren und zu schauen ob die Aufgaben, die einem zugeteilt werden auch angemessen sind.

 

Meisterliches Schnupperpraktikum

Anfang Februar wurde ich von der Schreinermeisterschule Schwäbisch Hall auf ein Seminar eingeladen, welches bei der Firma Würth stattfand.

Kurz zur Meisterschule:
Die Schreinermeisterschule existiert seit über 30 Jahren.
Ein kleines Lehrerteam bildet die Fachschüler in den Handlungsfeldern aus.
An Kundenaufträgen und Projekten werden die Lehrinhalte vermittelt.
Deshalb besichtigen wir Schreinereien und Produktionsbetriebe,
um uns immer auf dem aktuellen Stand zu halten.
In den C-Techniken und in der Gestaltung wird auf höchstem Niveau
unterrichtet.
Das Motto der Schule lautet: „Mehr als Prüfungsvorbereitung!“

Link der Meisterschule:
http://www.schreinermeisterschule.de/index.php?option=com_content&view=article&id=24&Itemid=2

Meisterschule

Der Meisterschüler besucht während des einjährigen Lehrgangs verschiedene Seminare bei Zulieferfirmen der Schreinerbranche, wie ihr auch aus den Flyern im Link erkennen könnt.
Und zu solch einem durfte ich mit, um in die Meisterschule zu schnuppern. Thema des Seminars war das „Verkaufen“, also wie man bei einem Kunden auftritt und noch viel mehr ;).
Zu dem Seminar bekamen wir noch eine Lagerführung durch das neu gebaute Lager in  Künzelsau- Gaisbach.
Mir persönlich gefiel es, dass ich sofort aufgenommen und wie ein Meisterschüler behandelt wurde. Und am Ende wurde ich noch belohnt mit einem Zertifikat, das bestätigt, dass ich an dem Seminar „Verkaufen“ teilgenommen habe.

Schreinermeisterschule

Schreinermeisterschule

Zertifikat zum Verkaufen

Zertifikat zum Verkaufen

Und spontan schaute eine Dame vorbei!
Mitten im Seminar kam die Sportreferentin von der Firma Würth vorbei und zeigte uns einige Übungen zur Fitness. Diese wurden alle mit unserem alltäglichem Werkzeug durchgeführt, dem Meterstab.
Diese Übungen lockerten uns auf und danach ging es dann wieder locker weiter.

Sport bei Würth

Sport bei Würth

Ja, so sieht bei der Firma Würth das Sporttraining aus… bei uns hingegen ganz anders 🙂 .
Der ein oder andere wird sicher wissen, was ich mit dem Bild meine 😉

Sport am Arbeitsplatz

Sport am Arbeitsplatz

Das Meiste ist geschafft

Morgen!  

Zu Beginn der Woche geht es gleich wieder nach Heilbronn auf die ÜBA. Hier werden wir an unseren Werkstücken noch etwas weiter arbeiten. Hauptsächlich noch Schleifen und ein paar Kleinigkeiten ablängen.

Was haben wir alles gemacht in der letzten Woche?

  • Einstellen der Tischfräse für verschiedene Arbeitsgänge, wie hier beim Anlaufringfräsen
  • Werkstücke schleifen
  • einen Rahmen herstellen mit einer Schlitz- und Zapfenverbindung

Und noch viele weitere tolle Werkstücke.

Anlaufringfräsen

Anlaufringfräsen

Und so sieht ein glücklicher Schreiner/-in aus 🙂 , der im Besitz eines Holzkleiderbügels ist.

TSM Kleiderbügel

TSM Kleiderbügel

Es war wieder eine sehr interessante Woche, in der wir viel gelernt haben. Zum Beispiel wie man sich mit verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen vor Unfällen schützen kann.
Jetzt muss man das Ganze nur noch in die Praxis umsetzen, dann kann nichts mehr schief gehen 🙂 .

Noch zwei Tage „Heilbronn“ und dann geht es wieder in den Betrieb oder in die Schule, worauf ich mich sehr freue. Dann ist die Frühaufsteherzeit wieder vorbei 🙂

Am Ende der Woche werde ich noch einmal einen Abschlussbericht erstatten 😉 wie es so war.
Wünsche euch einen schönen Wochenstart!

Erster Tag… Check

Heute morgen ging es um 6 Uhr los nach Heilbronn, zur ÜBA (Überbetrieblichen Ausbildung). Die Übungsstücke kannte ich vorher schon von den Azubis unseres Betriebs, daher war das nichts Neues für mich.

Meine Aufgaben in den Tagen sind Folgende:

  • Haltergriffe fräsen
  • Herstellen eines Nachschiebeholzes, Serviertabletts und eines Kleiderbügels 😉

All diese Übungsstücke werden aus Buchenholz gefertigt.
Aufgrund der späten Stunde hefte ich nur noch die Bilder an, mit einer kurzen Beschreibung.
Wir haben nämlich die ganze Woche noch ÜBA.

Waldkante entfernen & auf breite schneiden

Waldkante entfernen & auf Breite schneiden

Schiebestock aussägen

Wünsche euch noch einen schönen Abend und bis morgen dann! 🙂

Ab nach Heilbronn!

So, morgen ist es bei mir auch endlich soweit: Ich darf nach Heilbronn.

Ja, was mache ich in Heilbronn?
Im zweiten Lehrjahr haben wir wieder etliche Kurse, wie z.Bsp. den Maschinenkurs  und den Oberflächenkurs. Diese werden leider nicht mehr in unserer Schule angeboten und müssen jetzt in Heilbronn absolviert werden. Leider haben oftmals die jüngeren Mitschüler, also unter 18 Jahren, große Probleme dorthin zu kommen.
Da wir Schüler über den ganzen Kreis verteilt sind, fällt es ebenfalls sehr schwer, eine optimale Fahrgemeinschaft zu bilden.

Um 6 Uhr geht die Weltreise dann los 🙂 Mit drei weiteren Mitschülern fahren wir dann nach Heilbronn, wo wir uns schon auf den Maschinenkurs freuen.

Nach dem Maschinenkurs, werde ich euch erzählen, was wir so gemacht haben.

Autobahn A6 :(

Autobahn A6 🙁