Archiv für den Monat: April 2016

Anfang, Ende und dazwischen eine Prüfung

Moin moin!

Schon wieder sind fast zwei Monate vergangen. Leider ist bei mir urlaubs- und krankheitsbedingt Einiges liegengeblieben. Aber jetzt geht’s mit neuer Energie in den nahenden Sommer.

Apropos Sommer! Das zweite Lehrjahr neigt sich dem Ende und das heißt die Zwischenprüfungen stehen vor der Tür! Dazu gibt’s die nächsten Wochen mehr,  ich bin zugegeben auch noch nicht in die Lernphase gestartet. Aber heute dachte ich, ich sag mal was zu einem anderen Thema, das bestimmt viele brennend interessiert: Denn das Ende eines Lehrjahrs bedeutet gleichzeitig ja auch den Beginn eines neuen Jahres!

Auch wenn das jetzt vielleicht Einige überrascht, aber wenn ihr jetzt anfangt mit der Ausbildungssuche, seid ihr für dieses Jahr schon ziemlich spät dran. Natürlich suchen noch viele Betriebe, und es bleiben leider auch jedes Jahr viele Stellen unbesetzt, aber wer die freie Wahl haben will oder einen bestimmten Betrieb ins Auge gefasst hat, sollte sich lieber zeitig drum kümmern. Bei uns zum Beispiel fangen die Einstellungstests bereits im Oktober/November an, und in der Regel sind bis März alle Plätze vergeben.

Wem jetzt bei dem Wort Test gleich der Angstschweiß kommt, der sei beruhigt. Auf unserer Born2be Seite findet ihr einen Beipieltest, und auch von anderen Quellen gibt es genügend Anschauungsmaterial. Dabei variieren die Schwierigkeitsgrade, wie ich finde, ziemlich stark  – aus meiner Erfahrung liegt die Realität irgendwo in der Mitte.

Natürlich wollen euch die meisten potenziellen Ausbilder nicht völlig unbesehen einstellen, aber keiner erwartet von euch, dass ihr euch schon als fertige Tischler bewerbt. Mir hat damals geholfen, mal ein Praktikum zu absolvieren  und wenn man mal zwei Wochen mit offenen Augen und Ohren in den Arbeitsalltag reinschnuppern kann und generell interessiert ist, schreibt sich so ein Test eigentlich von alleine.

Abschließend ein zwei Worte zu meinem Tagwerk:

Das Projekt,  mit dem ich beschäftigt war, läuft momentan aus – viele der Gesellen sind auf Montage auf dem Schiff und versuchen den Zeitplan einzuhalten, und ich spring überall ein, wo Hilfe gebraucht wird. Heute habe ich gefräst, und dann angefangen Holzeinleimer herzustellen.

IMG_3726[1]

IMG_3727[1]

IMG_3729[1]

IMG_3730[1]

Es gibt viel zu tun!

Wie vielleicht schon ein paar wissen, findet nächste Woche die Landesgartenschau in Öhringen statt. Öhringen ist von mir circa 25 Kilometer entfernt.
Für die, die nicht wissen, was es dort gibt, kann ich nur einen Tipp geben:
Schaut vorbei und besucht mich und meine Region 😉 ! Viele Städte und Gemeinden um Öhringen beteiligen sich daran, auch die Stadt Schwäbisch Hall.

Hier, also in Schwäbisch Hall, hatten wir den Auftrag drei Eichentüren für die Stiftskirche zu fertigen bis zur LAGA.
Als erstes musste ich die Eichenkantel zurecht schneiden und für den Fräsvorgang richten.
Danach wurde das Profil gefräst und ich konnte wieder daran weiterarbeiten. Daraufhin habe ich zuerst den Blockrahmen verleimt und dann das Türblatt.

Türrahmen Eiche

Am nächsten Tag, als der Leim trocken war, konnte ich das Türblatt auf Länge schneiden. Jetzt hatte mein Türblatt die richtigen Maße und der Falz konnte gefräst werden. Nach dem Fälzen fräste ich den Schlosskasten mit der Langlochbohrmaschine heraus.
Danach konnte ich mich an die „Oberfläche schleifen“ 😉

Letztes Jahr habe ich von dem Bau des Kreuzweges berichtet, was ich in meiner Freizeit für den Schwäbisch Albverein gemacht habe. Als darauf meine Vereinskameraden im Fischerverein aufmerksam wurden, hatten diese auch einen kleine Arbeit für mich.

Da jedes Jahr ein Angelevent bei uns am See stattfindet, brauchen wir hierfür einen Pokal.
Hierfür haben wir uns auf eine Angelfigur aus Bronze entschieden, die auf einem Eichensockel platziert werden soll. Und es war meine Aufgabe, einen Eichensockel herzustellen, in den zusätzlich eine Metalltafel eingelassen werden soll.

Zuerst habe ich das Eichenholz auf die entsprechende Breite geschnitten, gehobelt und verleimt. Nach dem Verleimen hobelte ich das Holz auf die nötige Dicke und die Schrägen konnten angeschnitten werden. Hier hatte ich ein kleines Problem, da ich den Gehrungsanschlag nicht richtig festgezogen hatte. Doch glücklicherweise hatte ich das Werkstück erstmal größer als nötig gelassen, so dass ich es noch nachschneiden konnte.

Eichensockel

Eichensockel

IMG_3931

ÜBA Tag

Morgen ist der letzte Tag auf der ÜBA in Heilbronn. Hier werden wir hauptsächlich die letzten von uns erstellten Muster ablackieren.

Was haben wir alles gemacht? 

  • Furnierarbeiten
  • Plattenzuschnitte
  • Oberflächen behandelt (gebeizt, geölt, lackiert)
  • Gefräst (CNC)

Als erste Tätigkeit am Montag haben wir einen Griff für ein Tablett gefertigt. Hier hat jeder zwei schon zugeschnittene Hölzer bekommen, die man dann auf die CNC spannen musste, um die Dübellöcher zu bohren. Als ich fertig war, habe ich die Ständerbohrmaschine eingestellt um die Grifflöcher zu bohren, so dass der CNC Fräser nicht so schnell abstumpft. Daraufhin frästen wir die Grifftasche. Danach konnten wir diese schleifen.

Tablettgriff

Tablettgriff

IMG_3841

Im unteren Anhang sind die verschieden Muster, die wir während des Lehrgangs gemacht haben: Furnierarbeiten, Beizarbeiten sowie Lackierarbeiten.
Morgen werden wir die Teile ein letztes Mal ablackieren und eine kleine Abschlussarbeit über das Thema „Oberfläche“ schreiben.

Eicheplatte gebeitzt
Eschenplatte weiß gebeitzt

Rote Ahorn: Gebleicht + Gebeitzt
Geräucherte Eichenplatte