Kategorie-Archiv: Berufsschule

Die Gestellsäge

Wie ihr in einem meiner letzten Beiträge lesen konntet, beschäftigen wir uns in der Schule mit der Herstellung unserer eigenen Werkzeuge. Nach dem Klüpfel folgt nun die Gestellsäge.
Zu Beginn haben wir dafür die Form mit einer Schablone auf amerikanisches Nussbaumholz gezeichnet, um daraus die Griffe an der Bandsäge herauszusägen. Die engen Rundungen haben wir im Vorfeld gebohrt. Die oberen Enden haben wir nun mit dem Hobel, der Raspel und der Feile verjüngt und die Kanten gerundet.

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Das Vesperbrett

In einer unserer ersten Berufsfachkunde-Schulstunden haben wir uns mit dem Zeichnen und Bemaßen eines Vesperbrettes beschäftigt.
Hierbei durften wir uns eine beliebige Form aussuchen, jedoch musste sie Rundungen enthalten. Die individuellen Bretter sollten nun mittels Lineal und Zirkel konstruiert werden.
In den letzten Berufspraxiskunde-Stunden widmeten wir uns der Herstellung dieser Vesperbretter.
Zu Beginn wählten wir das Holz aus. Dabei entschieden wir uns für stabiles Ahornholz. Dieses längten wir ab, besäumten es, hobelten eine Seite plan und fügten eine Kante an. Die übrigen Flächen und Kanten hobelten wir ebenfalls aus.
Nun begann jeder, sich mit seiner Form zu beschäftigen. Ich hatte mich für die Form einer Ananas entschieden, die ich dann auf das Holz zeichnete. Im Anschluss sägte jeder sein Brett mit der Bandsäge in die gewünschte Form.

Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, beschäftigten wir uns mit der Oberfläche. Dabei fügten wir die Kanten rechtwinklig zu den Flächen an. Dazu verwendeten wir die Raspel sowie die Feile. Zum Schluss haben wir alle Seiten geschliffen, um eine noch geschmeidigere Oberfläche zu erhalten.


Am Ende hatten wir noch die Möglichkeit, in unser Vesperbrett etwas einzubrennen. Hierbei zeichneten wir uns die Linien, die hervorgehoben werden sollten, mit dem Bleistift an, um sie dann mit dem Lötkolben nachzufahren.

Der Klüpfel

In unserem Hauptfach „Berufspraxiskunde“ beschäftigen wir uns gerade mit der Herstellung von verschiedenen Werkzeugen.

Im Folgenden möchte ich berichten, wie ein Klüpfel hergestellt wird.
Der Klüpfel ist japanisch angelehnt und gestaltet sich als wuchtiger Holzhammer.  Als Erstes formten wir die Stäbe des Griffs aus Eschenholz. Dazu haben wir den Griff in circa vier Teile eingeteilt. Das dritte Viertel sollte dabei schmaler gehobelt werden als der Rest des Griffs. Mittels Raspel, Feile und Schleifpapier wurde er dann gerundet und glatt geschliffen. Am unteren Ende haben wir noch ein Loch hineingebohrt, um ihn nach der Fertigstellung aufhängen zu können.

Dann machten wir uns an die Herstellung des Hammerkopfs und wählten dafür ein Stück stabiles Akazienholz. Wir hobelten es von allen Seiten und formten die obere Seite rund. Nun fügten wir an alle Kanten Fasen von fünf Millimetern an.

Um die beiden Teile zusammenzufügen, bohrten wir in die Mitte des Hammerkopfs ein Loch, das wir im Anschluss mit dem Stemmeisen quadratisch ausstemmten. Das Loch auf der Unterseite soll jedoch kleiner als das auf der Oberseite. Dieser Hohlraum sollte nun bestenfalls dieselbe Größe haben wie das schmale Viertel des Griffs.
Somit wurde nun der Griff durch das Loch geführt, bis er fest saß.
Um eine optimale Haptik und Oberfläche zu schaffen, wässerten wir die Griffe und schliffen sie nach dem Trocknen erneut.
Zum Schluss stempelte jeder seine Initialen in das Hirnholz.

Ein Haus im Wald

Die vergangene Woche verbrachten meine Klasse, unsere Lehrer und ich im Waldhaus in Freiburg, genauer gesagt in der dortigen Grünholzwerkstatt. Das Waldhaus Freiburg wurde im November 2008 eröffnet und bietet Weiterbildungen zum Thema Umwelt, Nachhaltigkeit und Forstwirtschaft.

In der Grünholzwerkstatt wird frisch geschlagenes Holz verarbeitet. Es bietet den Vorteil, dass es leichter zu bearbeiten ist als getrocknetes Holz. Um es richtig verarbeiten zu können, eignet sich ein Schneidesel und ein Ziehmesser.

Wir haben an diesen beiden Tagen mit der Herstellung eines Stuhls für jeden Schüler begonnen. Hierfür haben wir zu Beginn Holz gespalten, um es im Folgenden 8-Eckig zu formen. Diese Stäbe bieten Stabilisierung für die Stuhlbeine. Außerdem haben wir die Stäbe für die Ränder der Sitzfläche geformt, an denen Stoff gespannt wird.

Währenddessen haben wir mit der Fertigung von Schlitten angefangen. Dafür haben wir das Holz mittels Wasserdampf erhitzt, um es dann für die Kufen zu runden. Hierbei war sowohl unser Geschick als auch unsere Schnelligkeit gefordert.

Auf diesem Video kann man sehen, wie das Holz mittels Schraubzwingen in seine Form gezwungen wird.

Kubb-Spiel

Bereits in der ersten Schulwoche überraschte uns unser Lehrer im Fach BPK (Berufspraxiskunde) mit einem kleinen Spaziergang zu einer nahe gelegenen Wiese, um das Kubb-Spiel, auch Wikingerschach genannt, zu spielen. Ich selbst kannte es bis dahin noch nicht, fand aber sehr schnell Gefallen daran. Der Grund für unseren kleinen Ausflug war das Kennenlernen der Spielfiguren, um sie in den nächsten Wochen selbst herzustellen. In einem Kubb-Set sind üblicherweise ein König, 4 Spielfeldbegrenzer, 10 Kubbs und 6 Wurfhölzer. Der erste Schritt bestand aus dem Zersägen und Spalten des Stammes einer Esskastanie. Im Folgenden haben wir mit Hilfe eines Klüpfels (Holzhammers) und eines Hohlbeitels die Oberfläche des unbehandelten Holzes bearbeitet. Im Vordergrund stand hierbei, die Fasrigkeit des Holzes zu erleben, während man gleichzeitig etwas gestaltet.

Meine Klasse mit unseren jeweiligen Kubb-Königen.

Im Anschluss haben wir uns mit den Kubbs beschäftigt. Dafür haben wir zu Beginn passendes Holz ausgewählt. In diesem Fall haben wir uns für Roteiche entschieden. Diese haben wir grob abgelängt und eine Seite mittels einer Hobelmaschine abgerichtet. Danach musste natürlich eine Kante dazu rechtwinklig angefügt werden. Nun haben wir die parallele Breite sowie die Dicke angerissen und ausgehobelt.

Gegen Ende mussten die Kanten mit Fasen von 3 mm in einem Winkel von 45° versehen werden, bevor das Holzstück mit einer japanischen Säge von uns genau abgelängt wurde. Zum Schluss hobelten wir noch das Hirnholz sowie die oberen und unteren Kanten, um auch hier die Fasen anzufertigen.

Hier noch ein kleiner Ausschnitt unserer Arbeitsmaterialien und unserer Werkzeuge.

Oberflächenvielfalt

In den vergangenen zwei Wochen durften wir im Zuge der Ausbildung an einem Oberflächenlehrgang teilnehmen.
Vor einiger Zeit haben die anderen Blogger schon einmal über ihre Erfahurungen beim Oberflächenlehrgang berichtet, deswegen halte ich mich ein bisschen kurz und zeige euch einfach ein paar Oberflächen, die mir sehr gut gefallen.
Insgesamt haben wir in der Zeit eine ganze Menge an Musterplatten in unterschiedlichten Farben und Ausführungen hergestellt.
Die meisten könnt ihr hier sehen, jedoch sind sie alle auf der Rückseite nocheinmal anders gestaltet.

Eine Fläche, die mir sehr gut gefallen hat, war diese: Dafür wurde Holz gebürstet und anschließend dunkel eingefärbt. Nach einer Trockenzeit wurde noch ein weißer Lack aufgebracht. Nachdem dieser trocken war, durften wir alles wieder kaputt machen. Mit Hammer, Schleifpapier und allem, was man fand, richteten wir das Brett zu, bis es uns optisch gefiel.

Beim diesem Muster wurden Farbige Pigmente in die Holzstrucktur eingearbeitet.

Bei dieser Wassertropfenoptik wurden echte Wassertropfen angesprüht, sodass sich während der Trocknung der Tropfen die Farbe niederlegt und somit diesen Effekt erzeugt.