Kategorie-Archiv: Paul

Damit alles sicher verstaut ist!

Vergangene Woche bekam ich wieder einen kleinen Auftrag, für den ich größtenteils allein verantwortlich war. Dabei handelte es sich um vier Schränke, die auf einer Baustelle für Werkzeuge und andere Materialien genutzt werden sollten.

Da es kein Spitzen-Möbelstück werden musste, wurden einfach ein paar Lamellos eingeklebt und alles direkt zusammengeschraubt.
Dadurch ging es relativ schnell.
Als der Korpus dann soweit stand, konnten wir damit beginnen, die restlichen Teile anzubauen.
Um die großen Schränke ein wenig handlicher zu machen, bauten wir erst einmal die Rollen an.
Danach wurde noch die Klappe sowie die Türen angebracht und so gut wie möglich eingestellt.

Damit das ganze Werkzeug dann auch einigermaßen sicher verstaut ist, musste noch ein Schließmechanismus angebracht werden, der Türen und Klappe gleichzeitig verriegelt.
Dafür haben wir dann einfach ein paar Bleche zurecht gebogen und angebracht, sodass jetzt alles mit einem Vorhängeschloss gesichert werden kann.

Oberflächenvielfalt

In den vergangenen zwei Wochen durften wir im Zuge der Ausbildung an einem Oberflächenlehrgang teilnehmen.
Vor einiger Zeit haben die anderen Blogger schon einmal über ihre Erfahurungen beim Oberflächenlehrgang berichtet, deswegen halte ich mich ein bisschen kurz und zeige euch einfach ein paar Oberflächen, die mir sehr gut gefallen.
Insgesamt haben wir in der Zeit eine ganze Menge an Musterplatten in unterschiedlichten Farben und Ausführungen hergestellt.
Die meisten könnt ihr hier sehen, jedoch sind sie alle auf der Rückseite nocheinmal anders gestaltet.

Eine Fläche, die mir sehr gut gefallen hat, war diese: Dafür wurde Holz gebürstet und anschließend dunkel eingefärbt. Nach einer Trockenzeit wurde noch ein weißer Lack aufgebracht. Nachdem dieser trocken war, durften wir alles wieder kaputt machen. Mit Hammer, Schleifpapier und allem, was man fand, richteten wir das Brett zu, bis es uns optisch gefiel.

Beim diesem Muster wurden Farbige Pigmente in die Holzstrucktur eingearbeitet.

Bei dieser Wassertropfenoptik wurden echte Wassertropfen angesprüht, sodass sich während der Trocknung der Tropfen die Farbe niederlegt und somit diesen Effekt erzeugt.

Stundenlanges Zeichnen …

Langsam gehen bei uns auch die ersten Vorbereitungen für den Bau des Gesellenstücks los. So sollten wir uns diese Woche in der Berufsschule ein Möbelstück zur Übung ausdenken, dass dann wie das Gesellenstück ordentlich mit Hauptzeichung und den dazugehörigen Schnitten gezeichnet wurde.

Es ist schon erstaunlich, wie viel Zeit eine komplette technische Zeichnung dauert, selbst wenn es sich um ein doch eher einfaches Möbelstück handelt.
Aber dafür lassen sich später beim Bau des Stückes alle Maße und Details super schnell erfassen.

Zum Üben habe ich mir einen kleinen Tisch ausgedacht, mit einem Schubkästen und einer aufklappbaren Tischplatte.

Schaut es euch einfach mal an, mal sehen ob ihr durchblickt …

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Schwerterproduktion

In letzter Zeit hatten wir ein spannendes Projekt in unserer Lehrwerkstatt: Wir sollten für eine Kampfsportart 22 Schwerter aus Holz in drei verschiedenen Längen bauen.
Da es auch leichte und schwere Ausführungen geben sollte, wählten wir als Holz Esche und Abachi.

Am Anfang war alles wie gewohnt: das Holz grob sägen, aushobeln und auf Länge bringen.
Das darauffolgende Fräsen der Klinge und das herausarbeiten des Griffes forderte dann jedoch sehr viel Kreativität und Geduld. So entstanden Stück für Stück die Rohlinge.
Die mussten jetzt nur noch sauber ausgeschliffen und ein wenig von Hand in Form gebracht werden.

Jetzt fehlt nur noch ein wenig Öl und schon kann gekämpft werden.

Resteverwertung

Selbst kleine Abschnitte von eingerissenen oder beschädigten Bohlen, die wohl in den meisten Tischlereien zu Feuerholz verarbeitet werden, können manchmal noch sinnvoll genutzt werden.
So hatte ich letztens die Möglichkeit, mir aus ein paar schönen Resten Eichenholz einen neuen Klüpfel für die Stemmeisen zu bauen.
Dafür hobelte ich eine Leiste als Griff aus und verleimte zwei Stückchen Holz für den Hammerkopf.
Anschließend brauchte nur noch ein Loch in den Kopf gebohrt, die grobe Form ausgeschnitten und alles geschliffen werden.
Schnell alles mit einem Keil und etwas Kleber zusammengeschlagen und im Nu war etwas Neues aus dem vermeintlichen Feuerholz geworden.
Dabei sieht man auch, dass man nicht immer alle Werkzeuge kaufen muss, theoretisch kann man vieles auch selbst machen.