Kategorie-Archiv: Paul

Ich liebe Sperrmüll!

Jeden Morgen steht es bei mir auf der Tagesordnung eine Runde mit dem Hund rauszugehen.

Vor zwei Wochen hatte ich mal wieder Glück und habe dabei auf meinem Weg zwei Schätzchen entdeckt. Vor einer alten Zahnarztpraxis standen zwei Paar alte Instrumenten- oder Ablagetische. Die waren einfach zu schade, um auf dem Müll zu landen.

Also habe ich mir schnell einen unter den Arm geklemmt und anschließend noch den zweiten geholt.

In der Werkstatt eingeliefert wurde dann erst mal der alte Lack entfernt und das Metall anschließend mit Öl versiegelt. Nun nur noch ein schönes Holz aussuchen, Böden daraus anfertigen und – tada ….

Ein Räuchermann in sechzig Teilen

Im vergangenen Monat habe ich mich mal wieder an einen neuen Räuchermann gewagt. Der Entwurf ist schon älter und stammt aus dem Erzgebirge von Karl Max Dittmann.

Das Aufwendige daran sind vor allem die vielen gedrechselten Teile und die lasierende Bemalung. Bis zur Fertigstellung vergehen so mal locker dreißig Stunde. Bei dem ungemütlichen Wetter ist das aber eine sehr schöne Arbeit, weil man sich viele Sachen mit nach Hause ins gemütliche Wohnzimmer nehmen kann.

Alle sechzig Teile

Und das fertige Ergebnis!

Atelier statt Tischlerei

Seit November bin ich nun selbstständig. Nach meiner Ausbildung zum Tischlermeister wäre es naheliegend, dass ich jetzt meine eigene Tischlerei eröffnet habe und als Tischler meinen eigenen Betrieb führe.

Wenn ich ehrlich mir selbst gegenüber bin, hat mir diese Vorstellung jedoch nie hundertprozentig behagt. Der Grund dafür ist, dass ich als Tischler trotz der großen Aufgabenvielfalt in meinen Möglichkeiten doch eingeschränkt bin. Außerdem hat es mich immer am meisten gereizt, wenn ich ganz besondere Einzelstücke mit neuen Techniken und Materialien fertigen konnte.

Deshalb habe ich mich nicht als Tischler, sondern als bildender Künstler selbstständig gemacht. Damit habe ich alle Freiheiten, die ich gerne haben möchte.

In nächster Zeit sind bei mir einige Projekte in Planung, die nicht mehr in den Aufgabenbereich des Tischlers fallen. Ich denke Interessant und inspirierend sind sie aber allemal.

Vielleicht kennt ihr dieses Objekt schon aus einem vergangenen Beitrag. Für den Verkauf habe ich noch einmal ein paar neue Bilder gemacht. Ich zeige es euch erneut, weil es meiner Meinung nach sehr gut repräsentiert, für welche Art von Arbeiten mein Herz schlägt.

Neues wagen!

In letzter Zeit hat sich so einiges bei mir getan. Davon kann ich jedoch im Augenblick nur erzählen, zu zeigen gibt es noch nichts.

Ich habe mich selbstständig gemacht!

So viel will ich schon mal verraten: In den letzten Monaten war ich auf Werkstattsuche und habe nun endlich etwas Passendes gefunden. Noch wenige Wochen, dann ist es so weit und ich kann umziehen und richtig loslegen. Dadurch sind meine tischlerischen Tätigkeiten jedoch auch etwas kürzer gekommen.

Um nicht ganz bilderlos dazustehen, habe ich hier noch ein abgeschlossenes Projekt. Dabei geht es um eine alte Kommode, die ich erneuert und an einigen Stellen umgearbeitet habe. Mein Ziel war es, die Kommode noch wertiger und eindrucksvoller wirken zu lassen.

Vor der Umgestaltung und Aufarbeitung.

Fertige Kommode.

Liegengebliebene Projekte bearbeiten

Wegen des Meisterstücks musste ich einige Projekte auf die lange Bank schieben. Die letzten Wochen hatte ich nun endlich Zeit, diese abzuarbeiten.

Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Vitrine, die ich in der Meisterschule entworfen und schon begonnen hatte zu bauen. Sie hat jetzt noch eine Schellackpolitur und schöne alte Scheiben bekommen.

Leider schleift die Tür beim Schließen ein wenig auf dem Unterboden. Grund dafür ist, dass die Scheiben in dieser Größe etwas zu schwer sind. Beim nächsten Mal werde ich die Tür bewusst leicht schief einbauen, um dem Gewicht entgegenzuwirken.

Endlich geschafft!!!

Letzte Woche war es endlich so weit, unsere Meisterstücke wurden in der Messe Dresden ausgestellt. Vor der öffentlichen Veranstaltung wurden sie vom Meisterprüfungsausschuss abgenommen und bewertet.

Sehr erleichternd, nach der langen Zeit und viel Arbeit mitgeteilt zu bekommen, dass man bestanden hat. Am Stück hatten die Prüfer glücklicherweise nicht viel auszusetzen, sodass es am Ende sogar für ein „sehr gut“ gereicht hat.

Das Stück an sich ist aus europäischem Nussbaum gefertigt. Glaskuppel, Unterteil, Pflanzschale und Tisch können voneinander getrennt werden. Ebenso können Tisch und Terrarium auch jeweils als einzelnes Möbel genutzt werden.

Im oberen Bereich ist eine Halogenlampe verbaut, die für Beleuchtung und Wärme sorgt. Außerdem befindet sich unter der Pflanzschale ein Ventilator, der durch kleine Löcher in der Schale für gute Belüftung sorgt. Über zwei Zeitschaltuhren in der Schublade können dann Licht und Luft gesteuert werden.

Um die Pflanzen zu versorgen,  gibt es auch eine verschließbare Tür.

Die Zeitschaltuhren sind gut in der Schublade versteckt.

In geschlossenem Zustand ist die Schublade kaum zu bemerken.

An den Füßen befindet sich auch noch eine Schnitzerei.

In großen Schritten voran!

Seit dem Startschuss für das Meisterstück ist so einiges passiert. Auch wenn die letzten Wochen stressig waren, bin ich mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden.

Im Großen und Ganzen habe ich das Untergestell komplett fertiggebaut und bereits geölt. Das heißt, die Zargen mussten hergestellt und kanneliert, Beine angepasst, Gehrungen gesägt und verleimt werden. Und das alles immer in sechsfacher Ausführung.

Beim Aufsatz konnte ich bereits den unteren Teil fertigen und alles an die Glaskuppel anpassen. Um später das Wasser vom Holz fernzuhalten, habe ich auch noch eine Pflanzschale aus Corian hergestellt, die durch viele kleine Löcher trotzdem eine Belüftung zulässt.

Die Seiten vor dem Ansägen der Gehrungen.

Frisch geölt zeigt der Nussbaum seine schöne Farbe erst so richtig.

Achtzehn Tage: Der Countdown läuft!

Nachdem ich mittlerweile meine technische Zeichnung fertiggestellt, habe wurde sie von meinem betreuenden Meister abgenommen.

Jetzt ist es offiziell so weit und ich kann mit dem Meisterstück beginnen! Dafür stehen uns bis Mitte Juli achtzehn Arbeitstage zur Verfügung und die ersten drei Tage sind schon wieder vorbei.

Zum Anfang habe ich die Werkstatt erst mal so richtig schön eingesaut und die Beine des Unterteils gedrechselt.
Späne über Späne … 😅

Außerdem habe ich begonnen, die drei Löwenköpfe zu schnitzen. Hinter einem davon wird sich später einmal eine Schublade verstecken. Einer davon ist zumindest fertig, die restlichen zwei müssen jetzt „nur“ noch ganz sauber zu Ende geschnitzt werden, denn Schleifpapier wird hier keins benutzt. 🤞