Die grüne Küche: das fertige Einzelstück

Wir haben letztens endlich die Küche fertiggestellt und eingebaut:  Ich muss sagen, mir gefällt es!

Es war leider nicht genug von dem grünen Tor übrig, sodass wir uns nach Absprache mit dem Kunden darauf geeinigt haben, andere Bretter für die drei Korpen im ersten Bild zu nehmen.

Die offenen Korpen wurden aus massiver Eiche hergestellt und alle Kanten sind mit einem Metallrahmen versehen worden, die extra vom Schlosser auf Maß angefertigt worden sind.

Das Besondere an solchen Objekten vom Schreiner ist der Verlauf der Fronten, sei es Furnier, massive Bretter oder eben wie jetzt der ganz besondere Verlauf der alten Farbe.  So etwas findet man bei der großen Konkurrenz mit den großen Katalogen einfach nicht. Der Auftrag hat sehr lange gedauert, aber es war auf jeden Fall interessant zu sehen, mit welchen Problemen wir fertig werden mussten und am Ende ist man doch etwas stolz darauf!

Lack, Lack und noch mehr Lack …

In vorherigen Beiträgen der anderen Blogger habt Ihr ja bereits einiges über Lacke und Lacksysteme erfahren. Doch wie sieht das eigentlich im Betrieb aus? Hat man da auch ein hochentwickeltes Robotersystem, das für einen lackiert?
Nein! Im Betrieb seid Ihr der Roboter, der die Kunst des Lackierens meistern muss! Lackieren ist tatsächlich eine Kunst für sich! Denn um eine nahezu perfekte Oberfläche ohne Läufern an den Kanten und ohne Orangenhaut auf der Oberfläche zu erzielen, muss eine perfekt dosierte Lackmenge gleichmäßig auf dem zu lackierenden Objekt aufgetragen werden. Das ist gar nicht so einfach und es kann Jahre dauern, bis man den Dreh raus hat. Deshalb bei den ersten Malen, die vielleicht nicht so gut liefen, nicht sofort den Kopf in den Sand stecken, sondern fleißig weiter üben! Da mich mein Papa ziemlich oft und intensiv geschult hat, liegt mir das Lackieren mittlerweile recht gut … So verbringe ich einige Stunden in der Woche mit Lackieren. Hier seht Ihr ein paar Bilder 😉
Ach –  ganz wichtig für eine gute Lackierung ist die Vorarbeit! Die zu lackierende Oberfläche muss perfekt geschliffen und sauber sein!

Bei einer solchen Massivholzplatte ist die Vorarbeit das A und O! Hier wird beim Lackieren jeder Kratzer und jede Beule sichtbar!

Den Glanz bekommt die Platte erst beim zweiten Lackgang mit einem anderen Lack als dem Grundierlack.

Die Vorarbeit ist bei farbigen Lacken genauso wichtig! Hier werden Läufer an den Kanten jedoch schneller  sichtbar als bei Klarlacken.

Es waren eine Menge weißer Küchenfronten, die perfekt werden mussten!

Aber Spaß bei der Arbeit muss auch sein ;-P

Hier wird die Arbeit einer Künstlerin zu einer Waschtischplatte! Um diese Kreolen zu lackieren, habe ich einen speziellen, dicken Fülllack verwendet. Dieser schließt die Poren und ich erhalte nach sehr vielen Lackgängen eine gerade und ebene Oberfläche … Ganz wichtig hierbei: Die gleiche Lackmenge muss auch auf die Rückseite aufgetragen werden! Sonst kann es passieren, dass die Platte rund wird und schlimmstenfalls sogar reißt!

Und was haben wir hier? Kann man etwa auch Glas lackieren?

Ja, kann man! Doch hier besteht die Vorarbeit nicht aus schleifen, sondern aus reinigen! Es dürfen weder Staub noch Krümel noch Fingerabdrücke auf dem Glas sein! Des Weiteren muss der Glaslack sehr dick aufgetragen werden. Es sollte kein Licht mehr durch den Glaslack scheinen … Ach und Glas wird meistens nur von einer Seite lackiert  😉

Und ganz wichtig! Immer eine Maske tragen! Die ist zwar nicht so schön, wie der vorgestellte Spritzhelm, doch sie schützt Eure Lunge und Atemwege …

Es ist Zwischenprüfungszeit …

Im 2. Lehrjahr ist es bei uns so, dass eine Zwischenprüfung geschrieben wird.
Diese ist der richtigen Prüfung sehr ähnlich und beinhaltet ebenfalls einen theoretischen und einen praktischen Teil.
Vor der Prüfung musste jedoch noch ein bisschen vorbereitet werden. So auch das gesamte Holz für den praktischen Teil.
Dafür wurden die Bretter gehobelt, auf Maß geschnitten und bekamen teilweise einen Falz.
Außerdem bekamen wir eine Liste, welche Werkzeuge wir mitnehmen müssen.

Am Samstag dem 05.05. war es dann soweit.
Wir  haben mit dem schriftlichen Teil begonnen, der über 2 Stunden ging.
Wenn man in der Schule immer schön aufgepasst, war er echt gut machbar.
Danach gab es eine kurze Pause und dann ging es auch schon los.
Der praktische Teil …
Während 6 Stunden flotten Arbeitens merkt man zwischendurch schon, wie die Konzentration manchmal bisschen nachlässt.
Aber am Ende bin ich doch fertig gewurden.
Für manche, die vorher noch nicht so viel mit klassischer Tischlerei zu tun hatten war es jedoch sehr schwer, das Stück zu vollenden.
Leider konnte ich natürlich während der Prüfung keine Fotos machen …

Mal schauen, wie ich bei der Bewertung abschneide. Ich halte euch auf dem Laufenden …

Oberflächenprofis! ;)

Vor kurzem hatten wir unseren ersten Oberflächenkurs. Hier sind uns erstmal die verschiedenen Möglichkeiten zur Vorbereitung und auch Weiterverarbeitung der Oberflächen gezeigt worden. Wir haben Furnier zusammengesetzt, gebeizt, geblichen, geräuchert und zum Schluss auch geölt und lackiert.

Hier seht ihr auf der linken Seite des Bildes Eiche furniert auf Spanplatte, unbehandelt. Rechts hingegen geräucherte Eiche, also ihr seht, es ist sehr viel dunkler geworden.

Links auf dem Bild seht ihr das Furnier unbehandelt und rechts haben wir es mit Wasserstoffperoxid und Salmiak geblichen.

UND: Der Atemschutz darf natürlich NICHT fehlen. Hier seht ihr eine tolle Variante für jemanden, der den ganzen Tag im Lackierraum steht. Über den Helm wird Luft zugeführt und man bekommt den Spritznebel nicht in die Augen und auch nicht in die Nase! 🙂

Natürlich haben wir noch Vieles mehr gemacht und gelernt, wir sind jetzt sozusagen fast Oberflächenprofis; zumindest auf dem besten Weg dorthin! 😉

Neues von der grünen Küche

Erinnert ihr euch noch an die Küche, von der ich euch in einem älteren Beitrag erzählt habe? Nein? Hier könnt ihr den Beitrag noch einmal nachlesen 🙂
Wie auch immer, vor kurzem haben wir endlich das „Go!“ zum Bau des Projektes erhalten, sodass ich euch nun mehr Bilder davon zeigen kann!

Wir haben so gut wie alles genutzt! Hier wurden die einzelnen Bretter formatiert

Auf der rechten Seite sieht man eines der Bretter, nachdem es formatiert und abgehobelt wurde. Diese nun gehobelten Bretter wurden dann mit speziellem Kleber auf die Multiplex Teile geklebt und später klar lackiert, um die Front zu wahren und um weiteres Abblättern der uralten Schicht zu vermeiden.

Einige der Bretter sind nach dem Hobeln leider gebrochen, da das Holz bereits sehr alt und stark beansprucht war. Wir mussten die einzelnen Teile daher sehr vorsichtig aufbewahren und teilweise wieder zusammenleimen.

Den Rest werde ich euch in einem späteren Beitrag zeigen, ich habe ab dieser Woche leider wieder Schulunterricht 😉

Flexijet – Unser Begleiter in Sachen 3D Aufmaß

Durch modernste CNC Techniken sind wir dazu in der Lage, maschinell unglaublich präzise zu arbeiten. Doch um die Maschine mit passgenauen Daten zu versorgen, ist mehr als ein genaues Aufmaß nötig! In unserer Firma vertrauen wir dort seit längerem auf die 3D-Aufmaßtechnik von Flexijet.

Flexijet? Noch nie gehört?
Da muss ich Euch wohl gleich mal zeigen, wie dieses Präzisionsmessgerät die Arbeit des Schreiners erleichtert 😉
Da uns vor kurzem von einem sehr netten Mitarbeiter das nagelneue 3D-Aufmaß System vorgeführt wurde; habt ihr jetzt die Ehre, das bald auf dem Markt erscheinende neue Messgerät kennenzulernen!

Links seht ihr das neue und rechts unser aktuelles 3D Aufmaßgerät von Flexijet.

Na, wer kann schon Unterschiede erkennen?

Ganz offensichtlich! Das neue Aufmaßgerät hat einen ganz neuen Kopf 😉 Und was dieser so alles drauf hat, erfahrt ihr jetzt!

Direkt springt einem das neue 7 Zoll große Touchdisplay ins Auge!

Was das Aufmaß im Gegensatz zum alten System deutlich vereinfacht, ist die 5 Megapixel Kamera. Diese zeigt uns mithilfe des Displays und einem Fadenkreuz genau den Messpunkt an! Zum einen ist dies optisch einfacher für denjenigen, der aufmisst, aber besonders praktisch ist, dass man so den Kopf gezielter auf den Messpunkt ausrichten kann. Denn vorher musste man sich immer mit der Fernbedienung an den Punkt herantasten. Da kann man gleich erwähnen, dass sich das neue System wesentlich sanfter und schöner an einzelne Punkte anfahren lässt!

Ebenfalls sorgt das neue Display dafür, dass man direkte Aufmaßbefehle am Messgerät selber auswählen kann! Vorher musste man hierfür immer zurück zur mobilen Rechnerstation laufen und einen neuen Befehl bzw. eine Funktion auswählen. Diese Neuerung ist sehr hilfreich beim Aufmaß von großen Räumen, und wenn man öfter den Standpunkt des Messgerätes wechseln muss 🙂 Da fällt mir direkt noch ein, dass das neue System sich jetzt sogar direkt über Wlan mit dem Laptop verbindet!

Doch was macht das Flexijet eigentlich so besonders? Ganz einfach!

Während man misst, kann man direkt auf dem mobilen Laptop erkennen, was man sich da zusammen misst! So wird die Fehlerquote beim Aufmaß erheblich reduziert – denn man sieht vor Ort, was man macht! Hier einmal die Wände eines Büros …

Wir danken Mario Noel für die sehr interessante Vorführung des neuen Lasermesskopfes und der Firma Flexijet für Ihren stets bemühten Kundenservice! Das Aufmaßsystem ist ein hervorragender Begleiter für alle modernen Handwerksbetriebe und wir wollten dieses System in unserer Firma nicht mehr missen wollen!

Auch das ist wichtig…

Lange habe ich überlegt, was ich euch neues berichten kann, denn in letzter Zeit wird bei uns mit neuen Projekten begonnen.
Dadurch gibt es viele eher simple und grundlegende Arbeiten zu tun.
Das gehört genauso dazu…

Das heißt jedoch, dass meine Hauptaufgabe ersteinmal darin bestand Materialien vorzubereiten.
Dazu gehört zum Beispiel auch das herstellen von diversen Leisten.
Es wird sehr viel Holz zersägt!
Dabei muss natürlich darauf geachtet werden, dass möglichst keine Holzfehler im fertigen Produkt oder Bauteil landen, aber auch nicht zu viel Holz verschwendet wird.
Manchmal ist es gar nicht so einfach einen guten Mittelweg zu finden.

Am Ende werden die fertigen Leisten beschriftet und gebündelt um dann auf ihre Weiterverarbeitung zu warten.

Was der Schreiner so kann?

Als Schreiner sind wir ebenfalls in der Lage, alte Sachen zu restaurieren oder neu herzustellen. Letztens kam ein Bootsbesitzer zu uns und wollte alte Schiffsteile erneuert haben. Da diese leider nicht mehr zu retten waren, mussten wir sie neu herstellen. Doch in der heutigen Zeit ist dies durch modernste Techniken um Einiges leichter. Doch leider ist dafür eine längere Vorarbeit am Computer nötig …

Exaktes Aufmessen der neu zu fertigenden Teile ist notwendig. Jetzt müssen nur noch die CNC-Programme geschrieben werden …

Und los geht’s!

Die neu hergestellten Teile passen exakt! Nochmal Glück gehabt 😉